Verstehe ich das richtig?

Den Newsletter der UGB erhalte ich regelmäßig, ich finde ihn recht interessant. Dennoch stutzte ich bei der letzten Ausgabe. Meine Email an die Redaktion lest Ihr hier:

Sehr geehrter Herr Weigt,

Sie schreiben im Newsletter:

„Keine andere Ernährungsinstitution nimmt es mit der Unabhängigkeit so ernst wie der UGB. Wir verzichten konsequent auf Werbung und Sponsoring“

Die GGB in Lahnstein ist Ihnen sicher bekannt. Für sie gilt meines Erachtens dasselbe, was Sie über sich schreiben. Bei aller Kritik, die man gegenüber der GGB haben kann, würde mich daher doch einmal interessieren, wie Sie diesen Anspruch begründen.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.
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Bruker und ich

Wenn Lahnstein-Anhänger das Kriegsbeil ausgraben… 🙂

In Lahnstein bin ich nicht gut gelitten. Das ist vielen bekannt und ich will die ollen Kamellen auch nicht wieder ausgraben. Nur wundert mich, dass die Anhängerschaft soooo speziell ist, um es mal vorsichtig zu sagen. Ich gebe dafür einen kleinen Austausch aus Facebook hier wieder.

Das Umfeld der Kommentatorin ist ganz interessant. In Google ist sie nicht zu finden, aber unter ihren „Freunden“ ist der Name des Geschäftsführers der GGB. Wer daraus Schlüsse zieht, bitte schön – ich tue das natürlich nicht.

Anlass war meine Tendenz, Butter und Öle deutlich aus dem Essen zu streichen und das Vorstellen des Fotos zum „Butterkuchen ohne Butter“.

Das erste Mal schrieb sie:

XXX: Warum wurde denn die Butter weggelassen?

Meine Antwort: Weil ich mich an die Empfehlungen von „Forks over Knives“ halte: weil es ein einweißhaltiges tierisches Produkt und ein Fettextrakt ist. Grob zusammengefasst.

Beim nächsten Mal kam es dann etwas klarer:

XXX: Warum willst du ohne Fett backen? Naturbelassene Fette wie Öle sind gesund, unbedingt notwendig und der Körper braucht Fette..

Meine Antwort: Nein, Öle sind nicht gesund. Öle sind ja auch nicht naturbelassen, sondern Extrakte. Der Körper braucht Fette, aber keine Öle und keine Butter, er bekommt genug aus den anderen wirklich naturbelassenen Lebensmitteln (Nüsse, Samen, Getreide). Ich verweise noch mal auf Forks over Knives, wo moderne wissenschaftliche und nachvollziehbare Kenntnisse verarbeitet werden (wo nicht Ergebnisse aus der Mitte des letzten Jahrhunderts wie steingemeißelt als unantastbar gelten 😉 ): http://www.forksoverknives.com/
Ich diskutiere das hier nicht und bitte um Verständnis, weil ich keine Lust habe stundenlang am PC zu sitzen. Wenn dich das Thema interessiert, schau dich einfach mal auf der genannten Webseite um, ich empfehle auch gerne Videos mit Neal Barnard. Und wir können uns auch gerne in meiner Telefonstunde darüber unterhalten, aber schriftlich mache ich das nicht, sorry, bin genug am PC.

XXX: Hallo Ute, du solltest unbedingt “ … Vollwerternährung im Sinne von Dr. Bruker…“ aus deiner Info nehmen (er würde sich im Grabe umdrehen).
FoK scheint eine Bibel für [sic] zu sein, basierend auf einem Film, der interessant aber ganz klar keine ernsthaften wissenschaftlichen Kernaussagen trifft. Aber an irgendeine Theorie muss sich der Mensch klammern und das ist auch gut so.
Die Fettextrakt Aussage kann ich überhaupt nicht stützen, aber auch das ist gut so. Ich hoffe, du siehst es mir nach, dass ich den „Abboniert“ [sic] Haken wieder entferne. Leider gefällt mir deine Seite nicht und auch deine Fotos sind für mich nicht wirklich appetitlich und anregend (warum bekommst du so wenig Like Klicks dafür…)
Trotzdem weiterhin alles Gute, viel Erfolg und bessere Anhänger, als ich das bin.

[sic] ist das Zeichen dafür, dass der Fehler im Original steht.

Meine Antwort: Ich nehme überhaupt nichts heraus und wenn du nur den Film gesehen hast, hast du nichts verstanden. Aber das ist Lahnstein-Manier: Bloß nichts Neues gründlich anschauen 🙂
Das Entfernen des Häkchens stürzt mich natürlich in tiefste Verzweiflung 😉 😉 😉

*** Ende des Austauschs ***

Ich finde das immer wieder bedauerlich, wenn auf Argumente Gefühle kommen, lasche Aussagen und keine stichhaltigen Gegenargumente. Ob Bruker sich im Grabe herumdreht, weil seine Lehre wie ein starrer Stein behandelt wird oder weil es Menschen gibt, die versuchen seine Lehre zu verbessern – nicht umzustürzen -, sei dahin gestellt. Die Behauptung, dass die FoK auf einem Film basiert, ist lustig. FoK basiert auf der China Study und anderen wissenschaftlichen und medizinischen evidenz-basierten Erkenntnissen und hat dazu eine Art Trailer gedreht. Eine solche Aussage zeugt daher von … sehr einfacher Recherche. Dass die Kommentatorin mein Fettaussage nicht stützen kann, mag sein, aber wäre ein sachliches Argument nicht hilfreicher gewesen? 😉

Und die kleinen Seitenhiebe über das Nichtgefallen und die fehlende Appetitlichkeit meiner Fotos ist nun wirklich unterste Schublade. Es ist mir auch ein Rätsel, wieso man eine Seite mit Fotos, die einem nicht gefallen, überhaupt erst abonniert.

Nein, ich bin nicht auf Facebook gegangen, weil ich Likes sammeln wollte. Ich bin dort, weil ich Menschen mit gleichen Ernährungsinteressen kennen lernen und ihnen mein Wissen anbieten möchte. Mein Wissen über FoK geht übrigens durchaus über einen Demo-Trailer hinaus 😉

Und zu den Likes: Wer glaubt, die Qualität einer Facebook-Seite ist an der Zahl der Likes abzulesen, hat mein Mitgefühl. Abgesehen davon, dass ich noch nie mein Fähnchen nach irgendeinem Wind gehängt habe, um ein „Like“ zu erhalten. Und zumindest da sehe ich mich doch voll auf einer Linie mit einem uns bekannten Arzt, der sich aus Überzeugung mit so allerlei Menschen angelegt hat. 😉

Und wenn wir schon die Likes für eine Seite vergleichen: Die GGB als Organisation und länger in Facebook als ich hat heute 1126 Likes. Ich, als Privatperson, die alles in Sachen Ernährung alleine stemmt und erst seit Anfang 2015 in Facebook bin, habe für meine Seite 532 Likes. Tja….

Schön!

Am Anfang meiner Vollwertzeit interessierte ich mich für Kurse. In Frage kamen die GGB in Lahnstein und die UGB in Gießen. Letztere schied dann aus für mich, weil sie Rohrzucker verwenden. Und es gibt auch einige Personalien, die ich kritisch sehe. Andererseits schätz(t)e ich immer die Offenheit dort (sie hatten z.B. kein Problem damit, mich und ein Buch von mir vorzustellen, räusper) und die deutlich zeitgemäße Ausrichtung, auch in der Optik.

Über das Mainzer Forum fand ich dort nun einen Artikel, der mir ausgesprochen gut gefällt. Ich lade ein zum Lesen!

Pressemitteilung

Die Krise der Vollwertkost

8. September 2014: Vollwertkost ist unbedeutend, leider

Warum hat die Vollwertkost praktisch keine Bedeutung?

Während die Rohkostgemeinde wächst, die Zahl der Vegetarier und jetzt auch der Veganer ständig steigt, bleibt die Vollwertanhängerschaft überschaubar. Von irgendeiner Bedeutung in der Presse kann nicht gesprochen werden. Verstanden habe ich das nie, vor allem da vor etwa 10 Jahren der Eindruck hätte entstehen können, dass diese Ernährung attraktiv wird. Leider beobachte ich, dass diese natürliche Ernährung schwindet und wieder in den Bereich der Lächerlichkeit rutscht.

Woran liegt das? Nachdem ich mich eine Weile mit der Gabel & Skalpell-Bewegung auseinandergesetzt habe, ist mir das vermehrt klar geworden und ich mutmaße einige Gründe.

Keine politische Aussage

Zwar sind einige Veganer, Vegetarier oder FoKler (FoK für das englische Original Forks over Knives der Gabel statt Skalpell-Bewegung) durchaus politisch, aber die Bewegungen sind es nicht. Wenn wir uns den Hauptmotor (wie lange noch?) der Vollwertkost nach Bruker in Lahnstein anschauen, so politisieren sie sich selbst. Sie greifen in Themen ein, die nichts mit Ernährung zu tun haben. Das mag verständlich sein, kann aber nach außen hin dann einen sektenhaften Eindruck hinterlassen. So nach dem Motto: Wer sich vollwertig ernährt, kann nicht für Atomkraft sein. Warum aber nicht?

Ein fehlendes Dach

Rohkost, Vegetarismus und Veganismus sind recht klar definierte Begriffe. Nur kurze Zeit Beschäftigung mit diesen drei Wörtern macht es den meisten klar: Rohkost = alles unter 42°C, Vegetarismus = nichts vom toten Tier, Veganismus = nichts vom Tier. Zwar gibt es auch hier kleine „Gruppenkämpfe“, sie haben aber nicht die Qualität, wie das in der Vollwertkost abgeht. Auch die FoK vereint durchaus Dinge und Richtungen, die auf den ersten Blick nicht zueinander zu passen scheinen. Da gibt es Ärzte, die jeglichen Fettkonsum ablehnen, andere sind nur für eine starke Einschränkung. Die Verwendung von vor-bereiteten Zutaten schwankt auch. Das merkt, wer einmal auf der Homepage den diversen Weblinks folgt.

Für die Vollwert ist dies scheins unmöglich. Ich kann mir geradezu vorstellen, wie das Management der GGB reagieren würde, wenn Schnitzer, UGB und GGB aufgefordert würden, als eine Kraft mit einem gemeinsamen Slogan einen Internetauftritt zu gestalten. Von der UGB weiß ich es nicht, aber Schnitzer und GGB tun ja geradezu so, als gäbe es sie gegenseitig nicht.

Jeder hat das Heil für sich gepachtet, bums, das war’s.

Wie schade! Klar, ich finde Rohrohrzucker auch nicht richtig. Einen gemäßigten Fleischverzehr oder Tierprodukteverzehr lehne ich für mich (!) ebenfalls ab. Aber hängt meine Gesundheit wirklich davon ab, ob ich Vollkornnudeln aus Gries oder Mehl esse? Bei FoK ist das völlig egal. Ich würde aber sofort meine Rezepte zur Verfügung stellen, wenn es eine solche Dachorganisation gäbe, deren einziges Motto wäre „So natürlich wie möglich“. Unter einem solchen Dach kann ja jede Organisation, die gewisse noch festzulegende Standards erfüllt, wiederum ihren eigenen Weg vorschlagen. Aber nein. Lieber sieht man die eigentlichen Freunde als Feinde und zermürbt sich in solchen Grabenkämpfen.

Komplizierte Regeln

Obwohl Bruker uns ja mit vier Ja und vier Nein ein überschaubares Instrument in die Hand gegeben hat, werden einige Empfehlungen zu starren Regeln mit weitergegeben. Rohkost vor dem Essen muss sein, ist nur ein Beispiel. Ein Vegetarier hat es einfach – er lässt einfach das Fleisch aus seinem Essen. Ein Veganer weiß auch auf den ersten Blick, was er essen kann und was nicht. Dem normalen Rohköstler, der nicht ewig auf der Jagd nach den 42°C ist, geht es genauso. Nur der Vollwertler muss im Restaurant erst eine halbe Stunde mit dem Koch diskutieren, bevor er sich ein Essen bestellt. Das macht die Ernährung unsozial. Ich habe jahrelang diese Regeln strikt befolgt, frage mich aber heute: Ist das wirklich nötig? Wäre es nicht einfacher, mehr Menschen für diese natürliche Ernährung zu gewinnen, wenn man die Regeln vereinfachen würde? Wer stirbt, wenn er einmal Weißmehlnudeln mit Tomatensoße beim Italiener isst? Anders ist das sicher für Menschen, die sehr häufig außer Haus essen müssen. Da ist größere Vorsicht angebracht. Aber wenn ich mein Leben quasi um 10 Jahre Gesundheit verkürze, weil ich einmal im Monat im Restaurant weiße Nudeln, Weißmehl-Pizzabrötchen, weißen Reis oder ähnliches esse, dann fange selbst ich an, mit der Schulter zu zucken und frage mich: Wie kann das sein und soll ich das wirklich glauben?

Wer die Wirkung von Industrieprodukten sofort bemerkt, weil er krank ist – für den gelten selbstverständlich deutlich strengere Regeln. Da die Vollwerternährung mir aber geholfen hat, trotz meiner Gallenerkrankung wieder „normal“ zu essen und ich keine negativen direkten Beschwerden bekomme, wenn ich einmal im Hotel ein „normales“ Brötchen esse, mache ich mir jetzt das Leben deutlich einfacher.

Wobei die natürliche und auch fettarme Ernährung einen großen Vorteil hat: Wir werden ja deutlich empfindlicher. Ich schmecke also durchaus, ob eine konventionelle Mahlzeit mit guten Zutaten hergestellt wurde oder aus dem Fertigbottich aufgetischt wurde. Auch das sehe ich als Erfolg meiner Ernährungsumstellung.

Ich weiß nicht, ob es der Vollwerternährung gelingen wird, eines Tages wirklich wieder ein Standbein in der Allgemeinbevölkerung zu haben. Ich würde es mir wünschen, denn unter Einbeziehung neuer Erkenntnisse (wie z.B. Vermeidung von Tierprodukten außer Honig und deutliche Reduzierung des Fettgehalts) kenne ich persönlich nichts, was logischer und praktisch besser belegt ist.

Gastbeitrag: eine GGBlerin erzählt

1. Juli 2012: Ein geradliniger Vollwertweg: Gastbeitrag

Carmen kenne ich schon recht lange, kann sein, dass das schon vor meinem Blog war. Ihr kennt sie auch, wenn Ihr regelmäßig Kommentare liest, denn auch hier tritt sie als „Carmen“ auf.

Das Sahnehäubchen

Meine Homepage www.vollwertberatung.de könnte man auch als ein Ergebnis meines (langen) Wegs zur vitalstoffreichen Vollwertkost bezeichnen. Vor 24 Jahren habe ich zum ersten Mal von Dr. med. Max Otto Bruker gehört. Mein damaliger Chef schenkte mir während meiner ersten Schwangerschaft das Buch „Biologischer Ratgeber für Mutter und Kind“, mit dem ich zu dem Zeitpunkt noch gar nicht viel anfangen konnte (aber das wäre eine andere Geschichte). Wie die meisten Menschen bin ich erst auf Grund einer Erkrankung dazu gekommen, mir über meine Ernährung Gedanken zu machen. Das war 5 Jahre später und mehr  durch Zufall (Bücherflohmarktfund) habe ich dann das Buch „Unsere Nahrung unser Schicksal“ gelesen, mich dabei an das erste Buch erinnert und ziemlich skeptisch versucht, mit den daraus gewonnen Erkenntnissen meine Erkrankung zu lindern. Skeptisch war ich, weil ich zwar gesund werden wollte, aber im Grunde meines Herzens nichts an meinem Leben verändern wollte, weil ich in dem Glauben war, dass doch alles gut sei, wie es war.

Schrittweise machte ich dann die für mich unglaubliche Erfahrung, dass Ernährung und Krankheit viel enger zusammenhängen, als es den meisten Menschen bewusst ist und auch, als die diversen Medien es uns immer wieder glauben machen wollen. Mein nächster Schritt war die Umstellung meiner Ernährungs- und Lebensweise und einige Jahre später meine Ausbildung zur ärztlich geprüften Gesundheitsberaterin GGB. Während der Umstellungsphase habe ich auch irgendwann die Homepage von Ute kennen gelernt. Es dauerte nicht lange und ich habe sie zum ersten Mal angerufen (da gab es noch keine feste Telefonstunde 🙂 ). Sie war meine Rettung, als das Backen von Sauerteigbroten einfach nicht klappen wollte und hat durch ihre täglichen Rezepte, Tipps und Tricks mein Vollwertwissen sehr bereichert! Inzwischen lebe und praktiziere ich die vitalstoffreiche Vollwertkost und meine zum positiven veränderte Lebenseinstellung mit voller Überzeugung. Mit der Ausbildung zur ärztlich geprüften Gesundheitsberaterin GGB habe ich das „Tal der Ahnungslosen“ endgültig verlassen. Eine Rückkehr zur alten Ernährungslehre ist für mich unvorstellbar und auf keinen Fall mit meinem in Lahnstein erworbenen Wissen vereinbar.

Vitalstoffreiche Vollwertkost in allen Variationen und selbst gebackenes Vollkornbrot stehen natürlich täglich auf dem Speiseplan von meiner Familie und mir. Wobei ich meinen vier Kindern zwar den Weg zeige und erkläre, sie aber nicht zwinge, ihn auch zu gehen! Was heißt, dass es zu Hause zwar ausschließlich vitalstoffreiche Vollwertkost gibt, ich mich aber mit Kommentaren zurückhalte, wenn mein Jüngster z. B. mal wieder bei ‚Mäcces‘ war, oder sich eine Tüte Chips gekauft hat. Ich glaube, Verbote erzeugen hier nur Misstrauen und Unehrlichkeit.

Die Ausbildung in Lahnstein habe ich anfangs nur für mich gemacht. Ich wollte einfach mehr wissen. Als ich dann kurz vor dem Schlussseminar täglich für die Prüfung gelernt habe, reifte langsam der Gedanke, die Gesundheitsberatung als Nebentätigkeit auszuüben und anderen Menschen mein Wissen weiterzugeben. Ich stehe natürlich noch ganz am Anfang, aber ich bin so froh, dass ich diese Ausbildung gemacht habe! Es macht mir viel Spaß, großen und kleinen Menschen den Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit zu erklären.

Mit der Gestaltung meiner eigenen Homepage habe ich dem Ganzen jetzt sozusagen das Sahnehäubchen aufgesetzt. Vergleichbar mit den Sahnetupfen auf dem Frischkorngericht: Nicht unbedingt nötig, macht sich aber gut 🙂 .

Ich möchte damit einen ersten Eindruck von mir und meinen Angeboten vermitteln, erste Informationen bereitstellen und vielleicht den Einen oder Anderen zum Nachdenken anregen. Es macht mir Spaß an der Seite herumzubasteln und ich habe sie ganz bewusst so gestaltet, dass ich nicht jeden Tag daran arbeiten muss. Auch wenn ich Utes Blog herrlich finde, weiß ich doch, dass ich das niemals schaffen würde!

Gastbeitrag: Grundlagenkurs in Lahnstein

Kommentar vom 22. Juni 2010: „Gastbeitrag: Grundlagenseminar in Lahnstein“

In diesem Fall bleibt XXX (der Verfasser/die Verfasserin) des Gastbeitrags völlig anonym. Wer den Beitrag gelesen hat, wird das verstehen. Nicht alle Institutionen können gut mit Kritik umgehen… Ich kenne XXX aus verschiedenen Telefonaten und traue XXX daher ein gutes Urteilsvermögen zu. Einige Erfahrungen sind anders als meine, was einmal daran liegt, dass ich nicht XXX bin 🙂 und außerdem auch daran, dass mein Grundlagenkurs schon 4 Jahre zurückliegt. Gerade drum ist der Beitrag eben auch für mich interessant gewesen.

Grundlagenkurs Frühjahr 2010

Nach langen Jahren des Überlegens, ob die Ausbildung in Lahnstein für mich das Richtige ist, habe ich mich 2009 spontan für das Grundlagenseminar angemeldet. Auch wenn ich manches kritisiere, bin ich rückblickend sehr froh, diesen Kurs gemacht zu haben. Ich habe viel dazugelernt, richtigen Heißhunger auf noch mehr vitalstoffreiches Wissen bekommen und freue mich jetzt auf mein Aufbauseminar.

An einem Sonntag ging es los: Wir – (45 Teilnehmer) bunt aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengewürfelt – saßen im Seminarraum des Bruker-Hauses. Nach der Begrüßung durch das GGB-Team wurde uns ein Filmportrait über Dr. Bruker gezeigt. Fand ich persönlich sehr interessant. Anschließend kam Azis Niang zu uns, der für Frühsport und sportliche Einlagen in den kurzen Seminarpausen zuständig war. Das war super, denn ohne ihn hätte ich in der Woche sicher fast keinen Sport gemacht.

Den Auftakt am Montag machte Dr. Birmanns mit „Der Patient, sein Arzt und die Krankheit“. Ein gelungener Einstieg und sehr informativ. Anschließend ging es weiter mit „Gesund durch richtige Ernährung“ bei Petra Rösner. Hier habe ich dann fast nichts Neues gehört, da eigentlich alles schon in der Pflichtlektüre enthalten war. In der Vorbereitung unter den Teilnehmern stellte ich riesige Unterschiede fest. Während einige die Vollwertkost bereits konsequent umgesetzt und in ihr Leben integriert hatten, gab es andere, die die für das Seminar notwendigen Bücher nicht richtig gelesen hatten, rauchten oder in den Pausen zum Kaffeetrinken ins benachbarte Best-Western-Hotel gingen.

Nachmittags wurde ein schriftlicher Test zur Pflichtlektüre geschrieben, den ich ähnlich einfach fand wie den Test, den man zwei Monate vor Seminarbeginn zugeschickt bekommt. Ich glaube jeder der sich schon mit vitalstoffreicher Vollwertkost beschäftigt hat, dürfte keine Probleme damit haben. Nach einer Pause ging es mit Dr. Jung und „Übergewicht – Der Kampf mit dem eigenen Körper“ weiter. Das war ein toller Vortrag! Allerdings hat Mathias (er duzt alle und will auch von allen geduzt werden) so unglaublich schnell gesprochen, dass ich mich zwischendurch fragte, ob er vielleicht auch durch eine mir unbekannte Körperöffnung atmen kann. Der Dienstag begann mit einer Gruppenarbeit zum Thema „Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß in der Ernährung“ mit Petra Rösner. Die Gruppenarbeit an sich war toll. Leider wurde die Aufgabe nicht richtig erklärt, so dass unsere Gruppe in der vorgegebenen Zeit eben mal drei Aufgaben gelöst hat… Die Auswertung der Gruppenarbeit zog sich wegen ständiger Zwischenfragen und Diskussionen bis zum Freitag hin. In der Leitung unnötiger Diskussionen war meiner Meinung nach dann auch Petra Rösner Siegerin. Sie konnte einfach keine Zwischenfrage unbeantwortet lassen und ließ sich oft in endlose Diskussionen verwickeln. Der zweite Platz gebührt mit geringem Abstand Dr. Birmanns. Er bat zwar oft darum, die Fragen für später zu notieren – aber wehe er ging doch darauf ein. Er kam vom Hölzchen aufs Stöckchen und konnte so unglaublich weit ausholen, dass wir oftmals vergessen haben, um welche Frage es eigentlich ging.

Nachmittags hat uns Waltraud Becker das Thema „Getreide und Mensch“ näher gebracht. Eine tolle Frau und ein wandelndes Getreidelexikon. An diesem Abend war dann noch ein öffentlicher Vortrag von Dr. Jung zum Thema „Geschwister“, den ich aber sehr enttäuschend fand. Er hat sehr viel von sich und seinen Geschwistern erzählt. Es kam einfach nichts rüber, was ich auf Probleme mit meinen Geschwistern übertragen könnte. Mittwochvormittag dann der öffentliche „Ärztliche Rat aus ganzheitlicher Sicht“ bei Dr. Birmanns: Das habe ich mir immer interessanter vorgestellt. Er hat die Fragen nicht wirklich klar beantwortet. Außerdem fand ich viele seiner Bemerkungen gegenüber den Fragenden schlicht verletzend! Die Woche setzte sich fort mit Seminaren bei Dr. Birmanns und Petra Rösner, die alle sehr interessant und lehrreich waren, wo aber oft der rote Faden fehlte. Am Freitag hatten wir noch ein Seminar bei Katharina Apel, der Frau von Martin Gutjahr-Jung. Sie ist klar strukturiert und kann (wenn nötig) tatsächlich Fragen einfach nur mit ja oder nein beantworten – ohne Diskussion.

Die Verpflegung in dieser Woche war im Seminarpreis enthalten, natürlich vollwertig und sehr lecker! In unserer Gruppe waren jedoch drei Teilnehmerinnen, die gar kein tierisches Eiweiß gegessen haben. Zwei aus ethischen Gründen und eine weil sie es einfach nicht verträgt. Die eine mit der Unverträglichkeit bekam dann auch den Frischkornbrei ohne Sahne. Die beiden anderen nicht. Außerdem haben sie – soweit ich es mitbekommen habe – die Woche über fast ausschließlich Rohkost und Brot gegessen, da in den warmen Gerichten eigentlich immer Sahne, Butter oder Schmand drin war. Finde ich sehr schade, dass es hier keinen Spielraum gab. Gerade weil Bruker in seinen Büchern auch Fälle von ernährungsbedingten Krankheiten beschreibt, bei denen auf jegliches (!) tierisches Eiweiß zu verzichten ist.