Smartphones

16. Juli 2016: Fotos mit dem Smartphone

Meine erste digitale Kamera war von Canon, ich hätte sie verwahren sollen – sicher wäre sie heute eine Antiquität. Für das Auslesen der Bilder bedurfte es einer Steckkarte in den PC, die Bildchen waren winzig und schlecht ausgeleuchtet, ich aber war begeistert 🙂

Die Digitalkameras wurden besser, ich zog mit. Dann gab es die ersten Kamerahandys, ebenfalls mit schlechten Fotos, schwieriger Übertragung, merkwürdigen Formaten (von .jpg keine Spur). Auch das war schon toll.

Mittlerweile sind bei gutem Licht die Aufnahmen vom Handy nicht oder nicht wesentlich schlechter als die einfacher Digitalkameras (die im Übrigen auch schon bombastisch ausgestattet sind). Sogar Videos in hoher Auflösung lassen sich damit drehen. Etwas für mich 🙂

Was die Kameras von Smartphones heute können, seht Ihr an den unten  beiden folgenden Bildern, die ich eines Juni-Morgens so gegen 6 Uhr aufgenommen habe. Zu dieser Zeit kleben manche Insekten noch erstarrt irgendwo. So faszinierend!

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Elternnerven und Eltern nerven

22. Oktober 2012: Pädagogik in den Medien

Am Sonntag Morgen las ich den RGA (Remscheider Generalanzeiger) vom Samstag (21. Oktober), das ist so eine Art Frühstücksgenuss. Da gab es auf einer Seite mit praktischen Tipps Ratschläge, wie man billig innerhalb einer Familie per Handy telefonieren kann usw.

Da können wir jetzt drüber streiten, ob das wirklich pädagogisch gut ist, dass Kinder ständig erreichbar sind. Eltern sprechen dann gerne von Sicherheit. Dass dies aber auch eine Art Überwachung ist, beobachte ich immer wieder. Arme Kinder! Und wie soll ein Kind selbstständig werden und sich vom Elternhaus abnabeln, wenn es in einer fremden Umgebung ist (z.B. auf einem Schüleraustausch) und alle 10 Minuten oder halbe Stunde SMS tauscht oder sich über jede Kleinigkeit per Telefon beklagt?

Darum ging es in diesem Artikel nicht, ich habe mir erlaubt, etwas abzuschweifen 🙂 Ich las also den Artikel, bis kurz vor Ende. Da wurde dann beschrieben, welche Tarife für Jugendliche günstig sind. Und der Knüller für mich war (frei zitiert): „Wenn man für Teenager einen Vertrag abschließt, empfiehlt es sich, gleiche eine SMS-Flatrate hinzuzunehmen, die gibt es schon ab 10 Euro.“ Weiter geht’s mit wörtlichem Zitat, denn das habe ich mir gleich gemerkt: „Das ist vielleicht nicht pädagogisch sinnvoll, aber nervenschonend für die Eltern„.

Ach so. Ich hatte immer gedacht, Erziehung sei dafür da, Kinder lebenstüchtig zu machen. Ich wusste nicht, dass die geschonten Nerven der Eltern im Vordergrund stehen. Es ist übrigens auch für die Eltern wesentlich nervenschonender, nicht mit den Kindern an einem gemeinsamen Tisch zu essen und deren Tischsitten zu kritisieren, falls das nötig ist, sondern in getrennten Räumen zu speisen. Da können die Eltern sich nervenschonend gegenübersitzen und bei Kerzenschein nett plaudern, während die Abkömmlinge im Nebenzimmer wie Äffchen über dem Essen hängen und mit den Käsescheiben spielen. Viel, viel nervenschonender!

Ich könnte mehr Beispiele bringen. Ach ja, und so hat der Schreiberling das sicher nicht gemeint und ich sollte das mal wieder nicht so wörtlich nehmen? Doch, tue ich! Denn es zeigt, was für eine Tendenz heutzutage im öffentlichen Bewusstsein gefördert wird: Kinder haben und kriegen ja, aber bitte keine Arbeit damit haben….