Rezept der Woche: Hirseauflauf

11. Dez. 2016: Aufläufe geben Zeit

Während der Auflauf im Ofen bruzzelt, habe ich noch Zeit, die Küche aufzuräumen und den Tisch zu decken. Deshalb liebe ich sie….

Hirseauflauf

2 Portionen

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  • 130 g Hirse
  • 390 g Wasser
  • 20 g getr. Tomate in Streifen
  • 1 gute Prise Salz
  • 1 Zwiebel (55 g), in Halbscheiben
  • 1 gelbe Paprika, gewürfelt (195 g)
  • 145 g Süßkartoffel, gewürfelt

Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in eine ofenfeste 20-cm-Pfanne geben. Deckel auflegen, auf höchster Einstellung zum Kochen bringen, bis Dampf unter dem Deckel austritt. Kleinste Einstellung wählen und 15 Minuten dünsten, ohne den Deckel abzuheben. In dieser Zeit den Ofen auf 240°C (Heißluft) vorheizen.

Im Magic mixen:

  • 30 g Nackthafer, gemahlen
  • 20 g Sahne
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1 gute Prise Pfeffer
  • 1/2 gestr. TL Koriander
  • 20 g Apfelmark (= Apfelmus ohne Zucker etc.)
  • 10 g Essig
  • 60 g Wasser

Über das Gemüse gießen, mit

  • 100 g geriebenem Mischkäse (Andechser)

bestreuen und 15 Min. bei 240°C backen. Wer keinen Käse essen möchte, nimmt z.B. Sonnenblumenkerne.

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Rezept der Woche

6. Nov. 2016: Fein überbackenes Gemüse

Ein leckeres Gericht für jede Jahreszeit! Veganer können statt des Käses 50 g Cashewnussmus und statt der Butter ein gutes Öl nehmen, Sahne einfach durch Wasser ersetzen. Es schmeckt dann natürlich anders, aber wenn’s kein Käse sein darf, ist das eben so. 😉 Alternativ kann man die Soße ganz weglassen und mit Sonnenblumenkernen oder Sesamsamen bestreuen.

Hirse wird nicht in 15 Minuten weich, aber die Zeit im Backofen zählt auch. Wer es gerne bissfest möchte, probiert noch einige Minuten weniger Dünstzeit.

Möhre mit Hirse überbacken

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Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in eine (24-cm)-Pfanne geben. Deckel auflegen, auf höchster Einstellung zum Kochen bringen, bis Dampf unter dem Deckel austritt. Kleinste Einstellung wählen und 15 Minuten dünsten, ohne den Deckel abzuheben.

  • 100 g Hirse
  • 255 g Wasser
  • 1-2 Prisen Salz
  • 1-2 Prisen scharfes Curry
  • 95 g Zwiebel, gewürfelt
  • 450 g Möhren, in Scheiben

Ofen (Heißluft) auf 200°C vorheizen. Gemüse mit Bechamel-Käsesoße übergießen und 15 Min. bei 200°C backen (5 Min. hätte es im ausgestellten Ofen noch nachbacken sollen).

Bechamel-Käsesoße

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  • 20 g Butter
  • 20 g Kichererbsenmehl
  • 20 g Sahne
  • 230 g Wasser
  • 1 gute Prise Salz
  • 1 Prise Bockhornkleesaat
  • 60-65 g Butterkäse, in Stücke geschnitten

Butter auf mittlerer Einstellung zerlassen, Kichererbsenmehl einrühren und eine Weile, unter Rühren, garen. Sahne mit Wasser mischen und 2 EL des Gemischs mit dem Salz zur Butter geben, unter Rühren zum Köcheln bringen und den Rest der Flüssigkeit nach und nach einarbeiten, bis es eine glatte Soße ist. Dann die Käsestücke hinzufügen und heiß halten, bis der Käse gelöst ist. Nicht kochen, sonst flockt er aus. Wenn noch Zeit ist, einige Minuten ziehen lassen.

Hirse-Blumenkohlquiche

9. September 2015: Quiche auf Hirsebasis

Lässt sich wunderbar vorbereiten und muss dann nur noch in den Ofen! Rezept für 2 Personen

Hirsequiche mit Blumenkohl

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Ein Dressingrezept mit Hirse

2. Oktober 2013: Hirsedressing

Bei der Suche nach fettarmen Salatsoßen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sojabohnen und Kichererbsen bieten sich an, aber auch ein Hirsebrei tut gute Dienste. Das Dressing war lecker und cremig.

Hirsedressing mit Salatteller

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Im Magic gut mixen:

  • 15 g Erdnussmus
  • 30 g Hirsebrei (von: 100 g gem. Hirse/325 g Wasser; aufkochen)
  • 1/2 getrocknete Tomate, in Öl
  • 15 g Sonnenblumenöl
  • 1-2 Prisen Salz
  • 10 g Pepperoniessig
  • 1 Essigpeperoni
  • 5 g Honig
  • 50 g Wasser

Einen Salatteller zubereiten, in die Mitte 80 g gekochte Kartoffelstücke, am Rand grüne 3-4 Salatblätter in Streifen, dazwischen diverse Gemüse gestiftelt.

Das genau Rezept für Essigpeperoni und Peperoniessig (Peperoni in Essig eingelegt) findet sich in meinem Buch „Indisch inspiriert“ 🙂

Die Ölmenge ließe sich noch verringern, ich wollte weniger nehmen, aber das war gerade noch der Rest von der eingelegten Tomate.

Das Sonntagsrezept und eine Geschichte

14. Juli 2013: Rezept und Geschichte Nr. 34

Gefüllte Gurke

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(Brotresteverwertung)

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Geschichte Nr. 34

Es ist Nacht. Irgendwo knarrt eine Holzbohle. Das Mondlicht scheint durch das gardinenlose Fenster in einen Raum. In der Mitte des Zimmers steht ein großer Tisch mit vier Holzstühlen. Mehr kann man nicht erkennen. In der rechten Ecke ist ein kleines weißes Licht zu sehen. Ab und zu schiebt sich eine kleine Wolke über den Mond, je weiter er über den Horizont kommt, umso besser kann man erkennen, was auf dem Tisch liegt: Bestecke, vielleicht aus Silber, die im Mondlicht funkeln. Eine Glasvase, deren Rundung ebenfalls das Mondlicht reflektiert. Irgendwo im Haus schlägt eine Uhr: Es ist 2 Uhr nachts. Wenige Minuten später klingelt es im Raum, drringgg-drringg, viermal geht das so. Dann springt eine Maschine an, das ehemals kleine weiße Licht ist nun rot und beginnt zu flackern. Nach einer Weile macht es klick und klock… die Stimme einer Frau ist zu hören “Ja, hallo, ich bin’s, tut mir Leid, dass ich so spät anrufe, aber…. ich muss einfach mit jemandem reden” Pause. “Eine blöde Idee, jetzt anzurufen, aber ich wollte …”. Pause. Ein unsicheres “Ja, dann bis bald, und… äh, tschüss.”. Man kann hören, wie der Hörer aufgelegt wird. Das kleine Licht leuchtet nun stetig grün. Wenige Stunden später durchflutet das erste Grau den Raum, Vogelstimmen verkünden den neuen Morgen. Ein Radio plärrt los, irgendwo knallt eine Tür. Wasser fließt, ein Fenster wird geschlossen, Lichter gehen an.

Ich sitze in der Dunkelheit, für die meisten anderen Menschen wird ein neuer normaler Tag beginnen, für mich allerdings … ich weiß es nicht. Vor einer Stunde habe ich sie angerufen, sie, mit der ich über alles reden kann, die mich kennt, mein Leben, meine Probleme, meine Ängste. Vor 3 Jahren haben wir uns in einem Forum kennengelernt und jetzt, da ich sie so dringend brauche, geht sie nicht ans Telefon. Diesen Mist, den ich auf ihrem Anrufbeantworter zusammengestammelt habe, ich schäme mich. Sollte ich vielleicht bei ihr vorbeifahren, sie ist sicher zu Hause mitten in der Nacht. Aber was soll ich sagen? „Hallo, ich habe Mist gebaut, was soll ich tun?“ Nein, peinlicher geht es wohl kaum. Über mir bricht wieder eine Welle zusammen, die Dunkelheit legt sich wie ein schwarzes Tuch auf meine Seele. Mein schlechtes Gewissen droht, mich aufzufressen.

Gestern Abend war alles noch in bester Ordnung, ich bin heimgekommen, habe mir was Leckeres gekocht und mich dann auf mein Sofa gekuschelt. Im Fernsehen kam wieder nur Mist und dann ist es passiert. Seit 3 Jahren bin ich clean, habe mich strikt an alle Regeln gehalten, habe mein Leben im Griff und bin konsequent. Doch gestern Abend passierte das, was ich schon seit so langer Zeit nicht mehr gespürt habe und das Schlimmste ist, ich habe der Versuchung nachgegeben, alle meine Überzeugung über Bord geworfen, Schwäche gezeigt. Noch immer frage ich mich, wie das passieren konnte … Ich muss mit jemandem reden, aber sie, die die Einzige ist, der ich diese Sünde anvertrauen kann, geht nicht ans Telefon.

Mittlerweile dämmert es draußen, ein neuer Tag beginnt. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Meine Gedanken drehten sich die ganze Zeit nur um dieses Eine. Warum hab ich das nur getan.

Ein Klingeln schreckt mich aus meinem Dämmerschlag auf. Offensichtlich muss ich doch eingenickt sein! Langsam versuche ich, mich aufzurichten. Meine Glieder sind steif und schmerzen. Mit Mühe hangle ich mich zum Telefon: „Hallo?“ flüstere ich unsicher hinein. Am anderen Ende ertönt eine aufgeregte Stimme: „Mann, was ist denn los? Alles in Ordnung? Dein Anruf, was ist passiert? Ich hab mir riesige Sorgen gemacht!“ Ich brauche einen Moment, um wieder zu mir zu kommen und sofort ist auch wieder das schlechte Gewissen da. „Ja, tut mir leid“ sage ich, „ich wusste nicht, wen ich sonst anrufen sollte.“ „Ja, mir tut es leid, dass ich das Klingeln nicht gehört habe, aber nun sag schon, was passiert ist!“ Ich ringe mit mir, soll ich es beichten? Mich kostest es große Überwindung, aber ich muss es jemandem erzählen und schließlich bricht es aus mir heraus: „Du, ähm, ich habe eine ganze Tafel Schokolade gegessen, eine mit ganz viel bösem Zucker!“ Ein kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung, dann ertönt ein schallendes Gelächter. „Schon klar, dass Du das mit Deinem Vollwertgewissen nur schwer vereinbaren kannst …“