Radio RSG und die Vollwert :-)

23. Mai 2012: Vegetarische Vollwert im Interview

Am vergangenen Samstag – einige von euch haben es ja gehört – war ich bei Radio RSG eingeladen, um mein Buch „Immer öfter vegetarisch“ vorzustellen. Ich wusste vorher nicht, was der Moderator Daniel Morsbach mich fragen würde. Etwa 10 Minuten vor der Aufnahme gab er mir einen kurzen Überblick, wozu er in etwa Fragen stellen würde. Großartig vorbereiten konnte ich mich nicht, und daher ist das Ganze recht spontan, das fand ich auch gut. Die Atmosphäre im Studio war sehr angenehm, die anwesende Kollegin und Nachrichtensprecherin bot uns (Eric, dem „Fahrer“, und mir) mehrmals was zu trinken an. Insgesamt gab es zwei „Takes“, jeweils etwa 3 Minuten. Dazwischen war eine halbe Stunde Pause.

Aufgeregt war ich nicht. Das liegt aber daran, das ich selten aufgeregt bin. Mir hat das Spaß gemacht, es ist mal eine ganz andere „Herausforderung“ (furchtbares modernes Wort, aber manchmal auch gut zu gebrauchen). Aufgeregt war ich erst, als am Dienstag Nachmittag die Mitschnitte eintrafen. Komisch, nicht wahr? Ich habe mich erst mal 2 Stunden gar nicht getraut, mir das anzuhören 🙂 Den ersten „Take“ habe ich mir dann Dienstag Abend noch angehört. Aber warum macht Ihr das nicht selbst? Für alle, die es am Samstag nicht gehört haben, hier also die beiden Aufnahmen:

Take 1: hier

Take 2: hier

Wer das jetzt online nicht hören kann, weil ein durchgestrichenes Emblem erscheint, kann sich die Dateien herunterladen und dann hören: Rechtsklick auf den Link, „Ziel speichern unter“ anklicken…. und dann gehts es weiter mit einem Doppelklick auf die geladene Datei.

Interview in Radio RSG

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die an mich gedacht haben! Es hat sich gelohnt, denn die Atmosphäre bei Radio RSG war sehr nett, entspannt, locker und freundlich. Ich habe einen Mitschnitt bestellt, dann könnt Ihr es auch im Blog hören.

Ingesamt waren es 2 x 3,5 Minuten. Erstaunlich, wie wenig sich da sagen lässt und wie viel 🙂 Dickes Danke auch an Eric, der mich gefahren und mich somit der Problematik von Bus & Bahn enthoben hat.

Radiohören bildet!

16. Mai 2012: Radio RSG

Hört mal rein in Radio RSG, das ist der Lokalsender für das Bergische Land, also speziell Remscheid und Solingen. Da gibt’s nämlich am Samstag zwischen 10 und 11 Uhr ein Interview mit irgendso einer Vollwert-Tussi. Die hat wohl ein Buch veröffentlicht … irgendwas mit Vegetarismus, ja, und die wurde eingeladen dort im Sender Live-Interviews zu geben. Zu ihrer Koch-Historie (kann die Frau überhaupt kochen?) und zu ihrem neuen Buch. Meine Güte, jetzt schon Vollwertiges und Vegetarisches im Radio, wo gerade in Remscheid drei Bubble-Tea-Läden geöffnet haben, wäre doch sicher auch mal interessant, aber nein, es muss diese Körner-Tante ran an den Sender.

Naja, soll mir egal sein, ich kann die Sendung sowieso nicht hören. Bin nämlich Samstag von 10 bis 11 Uhr zwecks Interview bei einem Radiosender, die haben auch Web-Radio: hier 😉

Vegetarier und Veganer

27. April 2102: Warum vegan für mich keine Ernährung, sondern eine Lebenshaltung ist

Wenn ich gefragt werde: „Ach, bist du Vegetarierin?“, antworte ich in der Regel: „Nein, ich esse nur kein Fleisch“. Auf die Frage: „Sollen wir für dich vegan kochen?“ anworte ich: „Nein, bitte nicht, kocht für mich einfach ohne Tiereiweiß.“

Wieso? Wo ist der Unterschied? Ich erkläre das gerne: vegan und vegetarisch sind Lebenseinstellungen. Für mich ist diese Essweise nicht vorrangig eine Frage der Tierliebe, sondern dessen, was ich ernährungsmäßig für vernünftig halte. Dass ich mit fortschreitender tiereiweißarmer oder manchmal -freier Ernährung auch dem rohen Fleisch und der Tierhaltung gegenüber eine andere Einstellung bekommen habe, liegt auf der Hand. Warum ich mich aber vor allem immer noch und immer stärker gegen die Bezeichnung „vegan“ für mich selbst setze, konnte ich letztlich wieder an einer Webseite sehen: hier.

Mich graust, wenn ich dort zu den Milchprodukten lese: Milch wird ganz einfach durch Soja-, Reis- oder Hafermilch ersetzt. Sojamilch gibt es mittlerweile in fast jedem Supermarkt (…). Sojamilch ist vom Geschmack her sehr ungewöhnlich, ich würde jedem empfehlen, mit Vanille oder Schoko anzufangen. Am Anfang muß sich fast jeder daran gewöhnen, aber mit der Zeit – zumindest bei mir war das so – findet man dann normale Kuhmilch eklig und schleimig. […]
Sojamilch kann ganz normal wie Milch verwendet werden, zum Kochen und Backen, über das Müsli oder als Kakao. Sogar Pudding kann man ganz normal damit kochen. Für süße Rezepte verwende ich meist eine Vanillemilch, vor allem bei Pfannkuchen habe ich damit sehr gute Ergebnisse erzielt.“

Hoffentlich werde ich dort nie eingeladen… 😉

Gegen grausame Tierhaltung bin ich auch. Dennoch berührt mich die Grausamkeit gegen Menschen immer noch mehr als die gegen Tiere. Für einen deutlich geringeren Fleischverzehr bin ich unbedingt auch. Aber ganz ehrlich: Ich war hocherfreut, als ich bemerkte, dass mein Frühstück am 1. April (Scheibe Brot mit dick Schinken drauf) von vielen nicht direkt als Aprilscherz erkannt wurde. Es heißt nämlich, die meisten wissen, mir geht es um das Essen, nicht um ein Dogma. Es mag Menschen geben, die glauben (!), dass sie auch kurz vor dem Verhungern ein Stück Fleisch ablehnen würden. Zum Glück sind wir bis jetzt hier in diesen Breitengraden nicht vor die Wahl gestellt, theoretisch können wir alle viele schöne Dinge von uns glauben. Auch wenn es den einen oder anderen überzeugten Nicht-Fleischesser schockieren mag: Ich müsste nicht einmal kurz vorm Verhungern sein, um zu einem Stück Fleisch zu greifen. Richtig deftiger Hunger und nichts anderes zur Hand würden da durchaus reichen.

Da ich mich stets selbst immer wieder teste, habe ich in den letzten Monaten auch hier und dort mal in ein Stück Fleisch gebissen. Und? Fisch schmeckt mir gar nicht mehr. Fleisch schmeckt mir nicht besonders. Ente ging noch. Ich vermisse nichts, wenn ich diese Dinge gar nicht esse. Doch ich weiß auch eins: Würde ich irgendwann einmal darauf angewiesen sein, doch tierisches Eiweiß zu essen, hätte ich damit weniger Probleme, als zum Beispiel etwas Gezuckertes essen zu müssen.

So rein wissenschaftlich ist auch noch nicht entschieden, ob wir nun „von Natur aus“ Omnivoren (Allesesser) oder Vollvegetarier sind. Beide Seiten haben gute Argumente, leider sind nicht beide Seiten immer sachlich. Wobei ich persönlich überzeugt bin, dass der Mensch durchaus ohne Fleisch und Tierprodukte leben kann. Der menschliche Körper ist eben anpassungsfähig, und eine sehr fleischarme bis fleischfreie Kost hat sich immer wieder als günstig erwiesen. Warum der heutige hohe Fleischverzehr für die Gesundheit des einzelnen und für „die Welt“ als Ganzes schädlich ist, brauche ich wohl nicht mehr zu erläutern, dafür gibt es genug Material.

Ich möchte mir die Offenheit bewahren. Für mich ist Vollwerternährung die ideale Ernährungsform, weil sie aufbauend auf nachvollziehbaren und erwiesenen Tatsachen nur Empfehlungen kennt, keine Verbote. Also jemand, der einmal in der Woche oder im Monat Fleisch isst, oder genauso häufig ein Stück Käse, ist deshalb für mich kein schlechterer „Vollwertmensch“. Ich möchte auch kein schlechtes Gewissen haben, falls mich mal der Hunger auf einen Hühnerschenkel überkommt. Denn dieses Getue um das Fleisch entspringt manchmal auch unserem Luxus, in dem wir leben. Nomaden, die vom Fleisch leben, zum Beispiel würden als Veganer eben sterben.

Ich bin eine überzeugte Vertreterin der tiereiweißarmen bis tiereiweißfreien Ernährung. Die Gründe sind rein eine Sache des Wohlbefindens, kein Dogma, keine Weltanschauung. Und nur wenn wir die Vollwerternährung völlig vom Dogma befreien, haben wir auf Dauer die Chance, dass sie sich durchsetzt. Und das ist vor allem mein Ziel: Dass die Menschen nicht mehr Krankheiten als unvermeidliches Übel sehen, sondern als eine Folge ihrer Lebensweise, die sie selbst in der Hand haben. Ob mit oder ohne einem Schnitzelchen, aber „natürlich“ nicht mit einer Eiweiß- oder Steak-Diät.

Rezepte auf der Homepage

Ich habe vor einigen Monaten aufgehört, regelmäßig Rezepte neu auf die Homepage zu stellen. Das war, weil ich so mit dem Buch „Immer öfter vegetarisch“ beschäftigt war – was ich euch damals aber natürlich nicht erzählen konnte. Nun ist der große Stress vorbei und ich kann auch meiner Homepage wieder etwas mehr Aufmerksamkeit widmen.

Im Moment stelle ich – immer am Wochenende – ein bis vier Rezepte ein, die vom Buch übrig geblieben sind. Denn die sind durchaus nicht schlecht 🙂

Es lohnt sich also wieder, dort einmal nachzuschauen!

Mein nächstes Buch…

17. März 2012: Immer öfter vegetarisch – hinter den Kulissen

Im Grunde habe ich  zum Inhalt des Buches alles gesagt und gezeigt, was Ihr wissen müsst. Vom Rest könnt Ihr euch selbst überzeugen. Bisher habe ich ausschließlich Positives von euch gehört, hier auf dem Blog und auch in Emails. Ich freue mich sehr darüber, denn ich mache diese Bücher für euch, für Menschen in der Küche, für Anfänger in Sachen Vollwert, für Fortgeschrittene, für Experimentierfreudige, für alle, die gerne kochen und die von meinen Erfahrungen lernen wollen.

Weiter jetzt noch den Blog mit dem Buch zu füllen finde ich nicht richtig. Es ist ja nun im Handel. Heute möchte ich euch einmal erzählen, was noch so Besonderes an dem Buch ist und warum es in nicht nur in meinem, sondern auch eurem eigenen Interesse ist, dass dieses Buch ein „Hit“ wird.

Der erste Kontakt mit dem Verlag Dort + Hagenhauser ist fast genau ein Jahr her. Die Begeisterungsfähigkeit von Herrn Dort für meine Ideen fand ich gleich toll, damit ist ja in Normalverlagen nun überhaupt nicht zu rechnen. Der Verlag hat bisher mit eher auf Landleben-Lifestyle ausgerichteten Büchern große Erfolge eingeheimst, in der Fachpresse und bei den Käufern. Dieses Buch mit mir zu machen und inhaltlich mir völlig die Ausgestaltung zu lassen, meiner Fachkompetenz in allen Einzelheiten ohne Hinterfragen zu vertrauen ist für den Verlag ein großes Risiko, nicht für mich. So ein Verlag lebt vom Verkauf. Ich bekomme bei BOD, ich schrieb das ja schon mehrmals, für jedes Buch einen kleinen Betrag. In diesem Fall bekomme ich eine fixe Summe, das ganze Risiko liegt also bei dem Verlag. Wird das Buch ein Flopp, bleiben sie auf den Unkosten sitzen, und die sind erheblich, das kann ich mir vorstellen, wenn ich alleine sehe, wie viele Menschen mit an so einem Buch arbeiten. Ich will hier nicht auf die Tränendrüse drücken, jeder Verleger weiß, wie risikobereit er sein möchte. Dennoch weiß ich auch, dass es viele Verlage gibt, die erst mal vom Autor (!) Geld sehen wollen, bevor sie sein Buch veröffentlichen oder den Autor fest am Gängelband halten. Das war hier nicht so. Natürlich habe ich an gewissen Ecken (nicht inhaltlich) auch an der einen oder anderen Stelle Kompromisse gemacht, das ist aber normal.

Da ich, wie gesagt, eine feste Summe bekommen habe, könnte es mir relativ egal sein, ob nun ein Buch verkauft wird, 200 Stück oder die ganze Auflage. Natürlich wünscht sich jeder Autor, dass sein Buch ein Renner wird, denn sonst schreibt man kein Buch 🙂

Ich habe aber noch andere Gründe, warum ich mir sehr wünsche, dass dieses Buch erfolgreich wird und auch dem Verlag zeigt, dass es richtig war, auf mich und meine Art der Ernährung zu setzen: Wird dieses Buch ein Flop, werde ich wieder bei BOD landen. Weder Dort+Hagenhausen wird dann erpicht darauf sein, nochmals mit mir zusammen etwas zu machen, noch wird ein anderer Verlag das sein: „Wilkesmann? Sie haben schon Bücher geschrieben? Ach was, Immer öfter vegetarisch? Nee, tut mir Leid, noch nie was von gehört…., war ja wohl nicht so dolle.“

Wenn das Buch also kein Erfolg wird, ich wiederhole mich: Werde ich die nächsten Bücher wieder bei BOD schreiben (müssen). Was ist daran so schlimm? Nun, die Qualität der Bücher, des Papiers, des Drucks – und auch der Preis. Ein so schönes Buch mit farbigen Bildern, farbigen Seiten durch das ganze Buch hindurch in diesem Großformat mit Hardcover, mal abgesehen von der professionellen Mitarbeit vor und hinter den Kulissen, würde euch über BOD etwa 85 Euro kosten – und ich bekäme dann pro Buch nur eine wirklich kleine Marge.

Was will ich nun von euch? Dass jeder 10 Bücher kauft? Nein, sicher nicht…. oder vielleicht doch? 😆

Wenn euch das Buch gefällt – dann erzählt das auch, haltet das nicht als Geheimnis für euch. Empfehlt es anderen, schenkt es anderen. Setzt euch in eurer Buchhandlung dafür ein, dass sie das Buch ins Regal stellen wollen. Und wenn ihr so begeistert seid, wie viele sind: Schreibt es nicht nur mir. Es gibt genug Stellen im Internet, wo Ihr Rezensionen einreichen könnt. Das müssen keine schriftstellerischen Kunstwerke sein, im Gegenteil, nur das, was Ihr mir ja auch schreibt.

Dass Ihr mich nicht falsch versteht: Ich fordere euch nicht auf, Rezensionen zu schreiben oder sonst irgend etwas zu tun. Das fände ich peinlich. Ich zeige euch nur auf, was ihr persönlich dafür tun könnt, wenn Ihr selbst dafür seid, dass ich weiterhin Bücher für euch schreiben kann, die nicht nur mit einem bombigen Inhalt und vielen Ideen glänzen, sondern die auch wirklich eine Augenweide für euch sind. Denn BOD ist neben dem Preis leider nicht mehr das, was es mal war. Vermutlich um den Preis nicht noch höher schießen zu lassen, wird meiner Ansicht nach am Druck, am Papier gespart. Der Verlag ist für Neueinsteiger immer noch toll. Ich finde nur – Ihr habt jetzt Besseres verdient!

Und ja, ich sitze schon am nächsten Buch und verrate kein Wort. Überraschung muss sein :mrgreen:

Immer öfter vegetarisch, was gibt’s da?

25. Februar 2012: Gut genug!

In der kommenden Woche ist geplant, dass das Buch „Immer öfter vegetarisch“ erscheint. Um euch weiter die Zunge lang zu machen, stelle ich jetzt einmal das Inhaltsverzeichnis vor. Und dann noch ein Foto zu einem Rezept aus dem Buch, nämlich einem Cremekuchen (im Buch hat das Rezept kein Foto). Mit Erscheinen des Buchs wird es auch über meine Homepage Zugang zu verschiedenen Fotos geben: zum Beispiel für Rezepte, die ohne Fotos sind oder die mit reinen Schmuckfotos versehen sind, die nicht mein Essen wiedergeben (nur wenige). Außerdem stelle ich dort alle meine eigenen Fotos zu denjenigen Rezepten vor, die eine Profi-Fotografin gemacht hat (meist hat sie das Essen nach meinem Rezept zubereitet). Das ist dann für euch, so hoffe ich, auch mal spannend zu sehen 🙂

Zitat aus der Presseinformation:
Anders als bei üblichen Kochbüchern, hat die Autorin ihre Rezepte nicht nach Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts gegliedert, sondern nach „Genuss-Themen“. So findet der Leser alles rund um Getreide, Frischkost, Gemüse, Süßes oder Basics in einzelnen „Genuss-Welten“ zusammengefasst. Ergänzt werden die Rezepte mit zahlreichen Ernährungstipps und Hinweisen zu geeigneten Geräten

Inhalt

Einleitung
Naturnahe Ernährung als Paradies
Vegetarische Ernährung in der Praxis
Hinweise zu den Rezepten
Verwendete Geräte
Meine Garantie

Brote & Brötchen
– Brot-Basisrezepte
– Brötchen & Co
– Resteverwertung
– Teigersatz

Getreide
– Frühstück
– Herzhaft
– Süß
– Gekeimt
– Nudeln

Gemüse gekocht
– Suppen
– Pfannengerichte
– Kartoffeln
– Hülsenfrüchte

Frischkost
– Salate
– Hauptspeisen
– Suppen
– Brote
– Süß
– Frühstück
– Getränke

Konservieren
– Milchsauer
– Trocknen
– Einlegen

Basics
– Nussmuse und -pasten
– Grundrezepte
– Pestos, Aufstriche & Co.

Süßes
– Getränke
– Kuchen
– Konfekt & Plätzchen
– Desserts

Austauschtabelle
Register
Anhang

Der Cremekuchen: