Geimpft!

Wir sind gerade vom Impfzentrum nach Hause gekommen. Wir sind beeindruckt: Toll organisiert von der Einfahrt bis zum Warteraum. Und die Leute waren auch sehr freundlich. Da wir beide nicht umgekippt sind, konnten wir nach einer Viertelstunde gehen.

Anfangs, also Mitte letzen Jahres, habe ich noch gedacht: Impfen? Ach nee, lieber nicht. Das hat sich gewandelt. Das fing damit an, dass mir die Fahrlässigkeit, mit der manche Leute mir in der Öffentlichkeit (Läden, Straße) zu nah kamen, auf den Geist ging. Dann hörte ich von mehreren Menschen, deren Meinung ich ernst nehme, dass sie sich hatten impfen lassen oder sich definitiv dafür entschieden hatten. Das hat mich überzeugt. Ebenso Gespräche mit Verwandten und Freunden, die in Krankenhäusern arbeiten. Da gibt’s nix zu verharmlosen.

Der einzige Wermutstropfen: Ich darf heute nicht mehr stricken. 😉

Eine kleine Grippeimpfung gefällig?

5. Mai 2014: Impfen, Impfen, Impfen

Las ich doch im Seniorenratgeber (April 2014) einen schönen Artikel über „Masern mit 70“. Resümée: Weil Senioren Impflücken haben, sind sie für bestimmte Keime besonders empfindlich. Wobei die Tipps hier sich nicht, wie der Titel vermuten lässt, auf über-70-Jährige bezieht, sondern auf Menschen ab 60 Jahren. Welcher Rückschritt, wir hatten die Senioren doch schon bei ab 50 🙂

Also die Senioren haben Impflücken und bekommen deshalb Kinderkrankheiten. Kleine Anregung zum Nachdenken: Hätten die Senioren als Kinder einige Kinderkrankheiten bekommen, wie das früher üblich war, würden sie im Alter nicht daran erkranken. Aber das ist natürlich völlig Impf-blasphemisches Denken 🙂

Schön auch das Kästchen zu den Impfungen, die man ab 60 machen lassen sollte. Am besten gefällt mir ja die alljährliche Impfung gegen Grippe. Das wird ja wirklich immer so schön heruntergebetet, wie ein Rosenkranz. Es gäbe ja z.B. auch die Möglichkeit, Menschen ab 60 Jahren eine Ernährung zu empfehlen, die sie generell gesünder und weniger anfällig macht.

Typische Erkrankungen des Alters schwächen das Immunsystem der älteren Menschen. Immerhin – es wird nicht von Alterskrankheiten (die es nicht gibt, denn das Alter ist nicht notwendig mit Krankheiten verknüpft) gesprochen, sondern typischen Erkrankungen des Alters. Das mag ja sein. Ich lese die Liste mit Freude: Bluthochdruck, Arteriosklerose, Lungenleiden und Multimorbidität (= viele Krankheiten gleichzeitig). Mit Freude lese ich das deshalb, weil ich außer meinem Gallenleiden nix habe. Kommt aber bestimmt in den nächsten Tagen, den so ein Seniorenratgeber weiß das doch besser als ich 😉

Impfen – ja oder nein?

6. September 2012: Ketzerisches zu Impfungen

Wer ein guter Vollwertler ist, ist gegen Impfungen. Bruker hat das ganz klar gemacht, im Brukerhaus in Lahnstein wird diese Linie beibehalten und auch ich spende jeden Monat an die AGBUG von H. Tolzin. Wann immer eine neue Impfwelle auf uns zurollt, gehöre ich mit zu denen, die laut rufen: Meine Güte bloß nicht, denkt mal an die Impfschäden! Die Belastung fürs Immunsystem! Impfungen gegen Grippe, Masern, Keuchhusten – ja, die finde ich auch völlig überflüssig, eher noch bedenklich, weil sie unserem Immunsystem die Möglichkeit nehmen zu lernen. Auch einen Säugling mit einer Siebenfach-Impfung „plattzumachen“ halte ich für falsch. Aber wie ist das mit Diphterhie? Würde ich, wenn ich ein Kind hätte, den Nerv haben, es nicht gegen Kinderlähmung impfen zu lassen? Meine Klavierlehrerin, eine aufgeschlossene Frau, sagte einmal zu mir: „In Montenegro (dort wo ihre Eltern wohnen) ist die Kinderlähmung noch sehr verbreitet. Natürlich habe ich meine Töchter impfen lassen!“ Kann ich ihr vehement widersprechen?

Dennoch bin ich nicht blind. Ganz klar für mich ist, dass viele Impfschäden von den Zusatzstoffen kommen. Aber sind Impfungen wirklich so völlig sinnlos? Als Gegenargument kommt gerne: Ihre Nützlichkeit ist nicht erwiesen. Nun, das ist ja auch schwierig. Denn es wäre unethisch, Leute absichtlich mit Pocken zu infizieren, 50 % Ungeimpfte und 50 % Geimpfte. Nur das wäre ein echter Test. Dann gibt es die Argumente, dass es nicht die Impfungen sind, die die Seuchen beseitigt haben, sondern die verbesserten Hygienebedingungen. Dazu werden Statistiken geliefert. Es gibt aber auch ernstzunehmende Stimmen, die sagen, dass diese Statistiken auch anders interpretiert werden können.

Tendenziell bin ich nach wie vor gegen das Impfen. Anderen davon vollständig abraten, hmm, nein, gerade bei Kindern würde ich das nicht tun. Nur weil einige Eltern stolz herausposaunen: „Also wir haben unsere Kinder gegen nichts impfen lassen, und dank Vollwerternährung sind sie ganz gesund…“, ist das ja offensichtlich kein Beweis. Das steht auf derselben Linie wie das Argument: „Mein Oppppa ist 95 und hat sein Leben lang geraucht.“ Und da alle anderen z.B. häufig geimpft sind, lässt sich auch nicht herausfinden, ob diese ungeimpften Kindern nun keine Masern bekommen, weil sie so gesund ernährt werden oder weil sie keine Möglichkeit zur Ansteckung haben.

Ich bin also in Sachen Impfungen unentschlossen, tendenziell eher dagegen. Eine Frage, die mich jedoch immer beschäftigt: Wenn Impfungen nur gefährlich sind und überhaupt nichts bringen, warum werden Haustiere erfolgreich geimpft? Geimpfte Katzen bekommen keinen Katzenhusten. Die Frage, warum Impfungen bei Tieren erfolgreich sind, also wirklich Krankheiten beseitigen, können, hat mir noch niemand zufriedenstellend beantworten können. Gibt es da keine verlässlichen Daten? Es gibt auch im Internet Tierimpfgegner. Aber die sind auf dem Niveau so mancher Seiten, die auch schon den Weltuntergang prophezeihen…. (wenn die Welt dann im Dezember untergeht, hat sich die Impffrage ja auch von selbst gelöst). Auch wird in Diskussionen häufig vergessen, dass Impfungen nicht gesund machen wollen und können, sondern vor einer bestimmten Krankheit schützen.

Mich würde an dieser Stelle eine offene Diskussion interessieren. Vor allem möchte ich auch die Impfbefürworter bitten, einmal das Wort zu ergreifen, oder die Zweifler. Die andere Seite, die Impfgegner, kennen wir hier gut genug, die interessieren mich heute mal nicht so sehr. Eine eigene Meinung kann ich mir nicht bilden, wenn mir ständig undifferenziert eingebläut wird „Impfen ist böse“.

Rezension von zwei DVDs zum Impfen

Kommentar vom 27. Juni 2009: Eine unbedingte DVD-Empfehlung zum Thema Impfen

Im Zusammenhang mit der möglichen Pflichtimpfung gegen Schweinegrippe (Beitrag vom 18. Juni) hatte ich ja zwei YouTube-Videos vorgestellt. Die dazugehörigen DVDs „6. Stuttgarter Impf-Symposium 2009: Schweinegrippe, HPV & Co. Was bringt das Impfen?“ hatte ich mir bestellt, denn ich möchte nicht mit Fakten bei einem Thema diskutieren, die nicht mehr up-to-date sind. Die YouTube-Videos hatten den Eindruck erweckt, ich könnte auf den DVDs Interessantes sachlich dargeboten sehen.

Und so ist es dann auch. Gestern dachte ich dann abends, ach ich schaue mal ein wenig rein…. und blieb kleben und habe die erste DVD komplett geguckt, so spannend ist das. Und heute dann die zweite. Ich habe beruflich einen wissenschaftlichen Hintergrund, und auch wenn ich hier häufig über die Studien herziehe, so deshalb, weil sie in den Medien häufig unvollständig vorgestellt bis falsch, einseitig oder wissenschaftsgläubig interpretiert werden. Ein wirklich wissenschaftliches Vorgehen finde ich bei allen Grenzen der Wissenschaft immer vertrauenerweckender als ein reines Bauchgefühl. Alle Vorträge fußen auch auf „der Wissenschaft“ bzw. ihren Anforderungen.

Um gleich zu den Schwachstellen der DVD zu kommen: Die Aufnahmen sind nicht brillant. Offenbar wurde nur mit einer Kamera gefilmt, sodass teilweise Unschärfen zu sehen sind. Der Ton ist manchmal etwas dumpf, zum Glück nur bei dem Moderator, die Sprecher bzw. die Sprecherin sind klar und gut zu verstehen.

Insgesamt enthalten die DVDs fünf Vorträge: zwei von Medizinjournalisten (Hans Tolzin, Initiator des Symposiums; Bert Ehgartner aus Österreich) und drei von Ärzten (Dr. Jenö Ebert, Internist und Autor; Dr. Klaus Hartmann, ehemaliger Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts und Gerichtsgutachter für Impfschäden und Frau Dr. Michaela Glöckler). Alle Redner sind sachlich, und dennoch engagiert, durchaus humorvoll. Das fällt angenehm auf, denn das tollste Thema bringt mich zum Gähnen, wenn die Vortragenden betonungslos vor sich hinflüstern. In den Diskussionsteilen kommen auch Betroffene zu Wort.

Ich habe hier Fakten gelernt, von denen ich vorher noch nie gehört hatte:

  • Impfstoffe sind deshalb für die Pharmafirmen so interessant, weil der Patentschutz nie endet, d.h. es gibt niemals Preisdruck durch Nachahmer-Produkte
  • Impfstoffe werden ohne Placebo-Vergleichsstudien zugelassen. Ein Placebo ist ein wirkungsloses Scheinmedikament. Normalerweise muss jedes Medikament in Studien auf seine Wirksamkeit und Nebenwirkungen überprüft werden, indem eine bestimmte Anzahl von Personen das Medikament, eine andere Gruppe das Scheinmedikament erhält. Nur so lässt sich ja die Wirkung überprüfen. Für Impfstoffe gilt das nicht.

Dies sind nur zwei Beispiele. Das hat mich sehr beeindruckt, denn über Arzneimittel und deren Zulassung weiß ich ebenfalls berufsbedingt eine Menge.

Drei Impfungen werden besonders abgehandelt: die mögliche Impfung gegen Schweinegrippe bzw. Grippeimpfungen allgemein, die HPV-Impfung (Stichwort Gebärmutterhalskrebs) und die Zecken-Impfung. Besonders wird immer deutlich gemacht, wie die Impfbefürworter mit Angst arbeiten statt mit beweisbaren Daten.

Wobei der Tenor der Vortragenden durchaus nicht immer einhellig nur „Anti-Impfen“ ist. Dr. Hartmann z.B. sprach sich deutlich für eine Tetanusimpfung aus. Wer Kinder hat und sie impfen lassen will, wer sich selbst impfen lassen will, nur weil das der Arzt empfiehlt, handelt meines Erachtens verantwortungslos, wenn er sich diese Vorträge nicht wenigstens einmal angeschaut hat.

Die DVDs gibt es nicht im normalen Handel. Man kann sie direkt per Email  für 30 Euro inklusive Porto auf Rechnung bestellen, und zwar bei:
hans@tolzin.de                ODER
leitner@wunschfilm.net

Interessant in diesem Zusammenhang auch die von Hans Tolzin geführte Website http://www.impf-report.de/