Impfung: ja oder nein?

Ich selbst bin zweimal mit einem mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 geimpft und kann im Dezember meine dritte Impfung bekommen. Ich hoffe, es gibt keinen Engpass.

Ständig lese ich von Menschen, die merkwürdige Dinge über die Impfung verbreiten (weil natürlich alle Mediziner und Wissenschaftler lügen, während sie selbst superklug sind) oder sich ihrer Freiheit beraubt sehen, wenn Druck auf sie gemacht wird, damit sie sich impfen lassen. Und natürlich solche, die immer noch behaupten, Corona sei eine einzige Lüge.

Da kommt es massenweise zu Protesten. Interessanterweise vorwiegend in Ländern des Westens, wo es den Menschen vergleichsweise doch sehr gut geht.

Was ich nicht verstehe: Da glaubt einer nicht an Corona (alles Lüge!) und die Impfung bringt nix oder beschränkt die Freiheit usw. Wenn derjenige dann aber doch an Corona erkrankt, will er natürlich die ganze medizinische Palette erhalten.

Eigenartig. Wenn es kein Corona gibt, kann ich nicht daran erkranken. Daher fände ich es selbstverständlich, dass sich die Coronaleugner freiwillig bereit erklären, dann selbst für eine Corona-Behandlung die Kosten zu übernehmen. Dazu auch bitte die Kosten für die Behandlung der Menschen, die sie nachweislich mit Corona angesteckt haben.

Beispiel: Ich bin überzeugt, dass in meinem Garten keine Aliens hausen. Also erkläre ich mich gern bereit, alle Kosten dafür zu übernehmen, wenn diese Aliens meinen Garten und den der Nachbarn verwüsten. Mir kann ja nichts passieren.

Ist de facto dasselbe: Für etwas, das es nicht gibt, kann ich jegliche Haftung übernehmen.

Was würde passieren, wenn Ungeimpfte, die sich partout nicht impfen lassen wollen (Betonung auf wollen), eine solche Verzichts- bzw. Kostenübernahmeerklärung unterschreiben sollen?

Fände ich besser als Impfpflicht.

Impfen – ja oder nein?

6. September 2012: Ketzerisches zu Impfungen

Wer ein guter Vollwertler ist, ist gegen Impfungen. Bruker hat das ganz klar gemacht, im Brukerhaus in Lahnstein wird diese Linie beibehalten und auch ich spende jeden Monat an die AGBUG von H. Tolzin. Wann immer eine neue Impfwelle auf uns zurollt, gehöre ich mit zu denen, die laut rufen: Meine Güte bloß nicht, denkt mal an die Impfschäden! Die Belastung fürs Immunsystem! Impfungen gegen Grippe, Masern, Keuchhusten – ja, die finde ich auch völlig überflüssig, eher noch bedenklich, weil sie unserem Immunsystem die Möglichkeit nehmen zu lernen. Auch einen Säugling mit einer Siebenfach-Impfung „plattzumachen“ halte ich für falsch. Aber wie ist das mit Diphterhie? Würde ich, wenn ich ein Kind hätte, den Nerv haben, es nicht gegen Kinderlähmung impfen zu lassen? Meine Klavierlehrerin, eine aufgeschlossene Frau, sagte einmal zu mir: „In Montenegro (dort wo ihre Eltern wohnen) ist die Kinderlähmung noch sehr verbreitet. Natürlich habe ich meine Töchter impfen lassen!“ Kann ich ihr vehement widersprechen?

Dennoch bin ich nicht blind. Ganz klar für mich ist, dass viele Impfschäden von den Zusatzstoffen kommen. Aber sind Impfungen wirklich so völlig sinnlos? Als Gegenargument kommt gerne: Ihre Nützlichkeit ist nicht erwiesen. Nun, das ist ja auch schwierig. Denn es wäre unethisch, Leute absichtlich mit Pocken zu infizieren, 50 % Ungeimpfte und 50 % Geimpfte. Nur das wäre ein echter Test. Dann gibt es die Argumente, dass es nicht die Impfungen sind, die die Seuchen beseitigt haben, sondern die verbesserten Hygienebedingungen. Dazu werden Statistiken geliefert. Es gibt aber auch ernstzunehmende Stimmen, die sagen, dass diese Statistiken auch anders interpretiert werden können.

Tendenziell bin ich nach wie vor gegen das Impfen. Anderen davon vollständig abraten, hmm, nein, gerade bei Kindern würde ich das nicht tun. Nur weil einige Eltern stolz herausposaunen: „Also wir haben unsere Kinder gegen nichts impfen lassen, und dank Vollwerternährung sind sie ganz gesund…“, ist das ja offensichtlich kein Beweis. Das steht auf derselben Linie wie das Argument: „Mein Oppppa ist 95 und hat sein Leben lang geraucht.“ Und da alle anderen z.B. häufig geimpft sind, lässt sich auch nicht herausfinden, ob diese ungeimpften Kindern nun keine Masern bekommen, weil sie so gesund ernährt werden oder weil sie keine Möglichkeit zur Ansteckung haben.

Ich bin also in Sachen Impfungen unentschlossen, tendenziell eher dagegen. Eine Frage, die mich jedoch immer beschäftigt: Wenn Impfungen nur gefährlich sind und überhaupt nichts bringen, warum werden Haustiere erfolgreich geimpft? Geimpfte Katzen bekommen keinen Katzenhusten. Die Frage, warum Impfungen bei Tieren erfolgreich sind, also wirklich Krankheiten beseitigen, können, hat mir noch niemand zufriedenstellend beantworten können. Gibt es da keine verlässlichen Daten? Es gibt auch im Internet Tierimpfgegner. Aber die sind auf dem Niveau so mancher Seiten, die auch schon den Weltuntergang prophezeihen…. (wenn die Welt dann im Dezember untergeht, hat sich die Impffrage ja auch von selbst gelöst). Auch wird in Diskussionen häufig vergessen, dass Impfungen nicht gesund machen wollen und können, sondern vor einer bestimmten Krankheit schützen.

Mich würde an dieser Stelle eine offene Diskussion interessieren. Vor allem möchte ich auch die Impfbefürworter bitten, einmal das Wort zu ergreifen, oder die Zweifler. Die andere Seite, die Impfgegner, kennen wir hier gut genug, die interessieren mich heute mal nicht so sehr. Eine eigene Meinung kann ich mir nicht bilden, wenn mir ständig undifferenziert eingebläut wird „Impfen ist böse“.

Herr Doktor, ein halbes Pfund Schweine-Grippe bitte!

Kommentar vom 11. Juli 2009: Wann kommt die Schweinegrippe endlich nach Remscheid?

Wer Remscheid nicht kennt: Es ist eine der kleinsten Großstädte Deutschlands mit ca. 118.000 Einwohnern, jeweils eine halbe Autostunde von Köln und Düsseldorf entfernt. Bildet mit Wuppertal (Schwebebahn) und Solingen (Messer) das Bergische Dreieck. Wuppertal ist wesentlich besser dran, die haben ja schon mindestens einen Schweinegrippefall. Wir hier in Remscheid müssen uns immer noch mit normalem Schnupfen und Husten begnügen. Ein Jammer. Aber das Gesundheitsamt und die Tagespresse (Remscheider Generalanzeiger = RGA) sind besten Mutes und so ziert dann auch ein Aufhänger die Titelseite  der heutigen Samstagsausgabe „Warten auf die Schweinegrippe“ mit folgendem Text:

Dr. Frank Neveling ist ein nüchterner Mediziner. Umso ernster sind die Warnungen des Arztes zu nehmen: Im August sei mit der Schweinegrippe in Remscheid zu rechnen. Impfen kann er die Bürger erst später.

Schon diese Einleitung dürfen wir uns auf der Zunge zergehen lassen. Nüchtern ist gleichbedeutend mit „ernster zu nehmen“ (ernster als was?). Eine interessante Schlussfolgerung, die nicht unbedingt jeder teilen muss. Im August wird die Schweinegrippe in Remscheid sein (dann sind wir endlich wieder „in“!). Dann folgt der kleine Satz über das Impfen, den ich ja wirklich spannend finde. Ich habe ja immer noch nicht verstanden, warum ich mich gegen eine Grippe impfen lassen soll, die harmloser ist als die normale Wintergrippe, die ich eh selten bekomme. Dann wird das Rätsel großartig. „Die Grippe kommt im August. Impfen geht erst später.“ Bitte noch einmal ganz ruhig lesen. Gell, ihr hattet auch immer gedacht, es muss vor der Krankheit geimpft werden? Das sind ganz neue Erkenntnisse. Allerdings frage ich mich, warum ich mich dann, wenn die Schweinegrippe mich schon erreicht und wieder verlassen hat, gegen sie impfen lassen soll. Dass ich das nicht verstehe, liegt vermutlich daran, dass ich nicht so nüchtern bin wie Dr. Frank Neveling, Leiter des Gesundheitsamts in Remscheid.

Im Innenteil kommt dann ein etwas ausführlicherer Artikel. „Sobald der in den Labors entwickelte Impfstoff gegen die so genannte Schweinegrippe im Bergischen eintrifft, will der Amtsarzt die Remscheider deshalb in einer groß angelegten Impfaktion pieksen“. Ich tue dem nüchternen Mediziner sicher Unrecht, wenn ich hier ein gewisses Machtstreben in dem Satz schmecke, endlich kann auch ein Remscheider Gesundheitsamtsleiter mal so richtig auftrumpfen, in Aktion treten? Wird er hinter den Gartenhecken hocken und sich pieksend auf harmlose Passanten stürzen? Ein Jammer, dass die Schweinegrippeimpfung noch keine Pflichtimpfung ist. Herr Dr. Frank Neveling, der nüchterne Mediziner, wäre sicherlich ein vortrefflich nüchterner und gründlicher Vollstrecker.

Weiter geht’s – wir sollen uns unbedingt nach dem Urlaub auch gegen die normale Grippe impfen lassen! (Früher hieß es noch einschränkend, das gelte nur für Kranke und Kinder.) „Schon um den Genaustausch zu verhindern“, erklärt der Mediziner. Ich vermute, dass Dr. Frank Neveling, der nüchterne Mediziner, auch ein Gegner von natürlicher Vermehrung über den so genannten Beischlaf ist. Auch dort kommt es, wenn ich den Biologieunterricht noch richtig in Erinnerung habe, zu einem Genaustausch. Man stelle sich das nur vor, wenn die Menschheit sich weiter per Beischlaf vermehrt: Alle diese Mutanten, die die Straßen bevölkern werden…. (vielleicht sind ja auch nüchterne Mediziner bereits Menschenmutanten?).

Natürlich macht die Impfmüdigkeit der Bürger den armen Amtsärzten zu schaffen. Von Impfgegnern wird gar nicht erst gesprochen, denn wer wird so dumm sein, sich angesichts der furchtbaren Gefahr einer milde verlaufenden Grippe gegen eine solche Impfung auszusprechen? Aber nicht nur das, hinzu kommt „noch eine gewisse Gelassenheit gegenüber der erstmals in Mexiko aufgetauchten Grippe“. Grauenhaft. Gelassenheit. Keine Panik, keine Emotionen. Sind wir etwa alle schon so nüchtern wie der nüchterne Dr. Frank Neveling? Nur nicht so besorgt? „Bislang ist der Virus zwar weniger gefährlich als angenommen wurde“, erklärt Neveling (vermutlich, das unterstelle ich ihm einmal, mit einer gewissen Enttäuschung in der Stimme). „Das könne sich aber schnell ändern“.

Der menschliche Körper ist stets voller Bakterien und Viren, ohne die wir überhaupt nicht leben könnten. Wir sind somit eine Virusbombe, die bei Genaustausch jederzeit hochgehen könnte. Da mache ich mir echt Sorgen. Ob das Gesundheitsamt mich vielleicht gegen mich selbst impfen könnte?

Übrigens. Es gibt da ein sehr schönes Dokument, die Ärztliche Erklärung zur empfohlenen Impfung, das wir uns vom Arzt ausfüllen und unterschreiben lassen können, der so gerne impfen möchte. Er übernimmt dann auch die volle Haftung für etwaige Schäden. Das Dokument finden wir hier zum Download: http://www.impf-report.de


Schweinegrippe und Impfpflicht

Kommentar vom 18. Juni 2009: Schweinegrippe und Pflichtimpfung

Ein Bericht in der Tageszeitung (Remscheider Generalanzeiger, 18. Juni 2009) ließ mich aufhorchen. Ich fasse den Artikel zusammen: NRW hat sich bei zwei Pharmafirmen das Vorkaufsrecht für Impfstoff gegen Schweinegrippe zugesichert. Da kommen Kosten für das Land von 500 Millionen Euro zusammen. Die Patienten brauchen sich aber keine Sorge zu machen, denn die Kosten für diese Impfung werden wohl die Krankenkassen (= die aber auch nichts anderes sind als die Versicherten, Anm. d. Autorin) tragen, da dann davon auszugehen ist, dass die Impfung eine Pflichtimpfung wird. So also der Artikel.

Hoppla???? Pflichtimpfung? Was sagt denn da das Grundgesetz? Und wieso wird eine Impfung gegen eine Krankheit zur Pflicht, die im selben Atemzug, ja im selben Artikel als harmloser als die normale Grippe deklariert wird?

Egal, wie ich zu Impfungen und zur Schweinegrippe stehen: Pflichtimpfungen sind eine Unverschämtheit größten Ausmaßes. Wie soll ich denn verpflichtet werden? Drei oder vier Aufrufe von einer offiziellen Stelle… und wenn ich nicht hingehe, was dann? Werde ich zu einer Geldbuße verdonnert? Werde ich abgeführt und auf der Polizeidienststelle zwangsgeimpft, während mich vier Beamte festhalten? Darf ich nicht mehr arbeiten gehe, wenn mein Impfpass nicht ordentlich ausgefüllt ist? Werden mir Reisen per Flugzeug verwehrt, wenn ich nicht geimpft bin?

Auch Impfbefürworter sollten hier aufhorchen. Und sich vielleicht an dieser Stelle einmal – abgesehen von der Warte der Grundrechte – doch einmal näher mit der Impfkritik beschäftigen.


Den zweiten Teil gibt’s hier: http://www.youtube.com/watch?v=vFn1kZ_ml0s