Rezept der Woche: Vitamix-Schokolade

18. Juli 2012: Rezept der Woche: Schokolade aus Kakaobohnen

In meinem Buch „Schokolade. Pralinenträume: Für Rohkost. Vollwert. Für Alle“ habe ich beschrieben, wie wir mit ganz einfachen Mitteln und in einem kleinen Mixer köstliche Schokolade (über 100 Variationen) in Rohkostqualität herstellen können. Hier zeige ich, wie dies im Vitamix mit Kakaobohnen geht:

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Die Geheimnisse des Kakaos

28. März 2012: Kakao

Wir lernen unterschiedlich schnell, ich meine das hier im Sinne von: Wir erfahren manche Dinge manchmal später als andere, oder auch früher. Meine Kakao-Erkenntnisse sind daher für manchen von euch vielleicht schon ein alter Hut, mir sind da aber einige Zusammenhänge erst vor kurzem klar geworden.

Früher habe ich mir über die Bedeutungen von „schwach“ und „stark entölt“ keine Gedanken gemacht. Ich kaufte Rapunzel-Bio-Kakao, in vielen Vollwertrezepten wird Kakao benutzt, da wird das schon okay sein. Über die Schokolade bin ich zu Kakaobohnen und Kakaonibs gestoßen, eigentlich eher wegen der Rohkostqualität. In meinem Schokoladenbuch verwende ich ja fast ausschließlich Kakaonibs. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich Produkte mit Kakaonibs besser vertrage als solche mit Pulver. Dies gilt besonders für Kakaogetränke: Trinke ich drei Tage Kakao aus Kakaopulver, sagt meine Galle: Quiek. Kakao aus Kakaonibs dagegen kann ich ohne Probleme fast täglich trinken 🙂 Ohne weiter nachzudenken habe ich das unter dem Eindruck der Schulmedizin eingeordnet unter „Ach ja, das Kakaopulver ist sicher fetthaltiger als die Nibs, weil konzentrierter, und Fett ist ja schwierig für die Galle“.

Nun schaute ich mir vor einigen Tagen in Manuela’s Prohviant.de Shop die Kakao-Rohkostqualitäten an und stellte fest, dass Kakaopulver (Rohkost) billiger ist als es Kakaonibs (Rohkost) sind. Da Verarbeitung Geld kostet, stutzte ich – Kakao muss ja erst gemahlen werden, um Pulver zu werden. Das dann auch noch in Rohkostqualität hinzubekommen, dürfte also recht aufwändig sein. Logischerweise müsste daher das Pulver deutlich teurer sein. Zum Glück gibt’s in dem Shop auch immer Erläuterungen zu den Produkten, und ich las nach und staunte hier: „Gewonnen von gepressten Kakaobohnen, aus denen das Fett extrahiert wurde und anschließendes Mahlen und Trocknen der verbliebenen Bestandteile“. Also ist Kakaopulver ein Extrakt, schloss ich messerscharf – kein Wunder, dass meine Galle da bei der Verarbeitung mehr Arbeit hat als mit den Nibs!

Für mich ist seitdem klar – Kakaopulver gibt’s es nur noch für Notfälle, ansonsten sind Nibs angesagt! Heute im Zeitalter der preiswerten Küchengeräte (Magic Maxx) ist ja die Verarbeitung nicht mehr so aufregend. Jetzt wurde mir auch der schwach entölt – stark entölt Unterschied klar (den eine Freundin mir schon vor Monaten erklärte hatte, aber irgendwie hatte ich es nicht geschnallt). „Schwach“ hat immer so den Beigeschmack von „schwach und krank und schlecht“, daher dachte ich immer, dass sei die schlechtere Sorte. Jetzt habe ich es endlich begriffeun und daher kann ich jetzt meine Rangfolge der Kakaoarten aufstellen:

  1. Kakaobohnen oder Kakaonibs
  2. Schwach entölter Kakao (nur wenig Fett entzogen, also naturnäher)
  3. Stark entölter Kakao (viel Fett entzogen, also am „unnatürlichsten“).

Alle die, die das schon lange wissen, dürfen sich jetzt freuen, dass sie mir hier wissensmäßig lange Zeit überlegen waren 😈