Ein Hammerkuchen!

Angelehnt ist das Rezept an ein Rezept auf der Packung von Kölln Kernige Haferflocken. Das ist das zweite Rezept, das ich ausprobiert habe, und die waren beide prima. Wie immer, habe ich leicht abgewandelt… Das Rezept ist 100% vegan, wenn man „normales“ Marzipan nimmt. Eric, der weiß, dass ich beim Nachfolgebacken immer weiter experimentiere, bat mich inständig, diesen Kuchen bitte identisch nachzubacken.

Schon vor vielen Jahren liebte ich Packungen mit Rezepten. Früher war ja alles besser… 😉 Aber früher gab es auch auf den Billigpackungen von Vanillezucker, Backpulver usw. Rezepte. Heute nicht mehr. Insoweit ein weiterer Grund, diese Haferflocken zu kaufen (die mir, keine Werbung, von allen am besten schmecken).

Apfel-Marzipankuchen

24-cm-Springform

Teig

  • 130 g Dinkelmehl 1050
  • 70 g Kernflocken
  • 1 P Weinstein-Backpulver
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 150 g Rohrohr- und Vollrohrzuckermischung
  • 100 g Sonnenblumenöl
  • 200 g Hafermilch

Die Zutaten mit dem Handrührgerät (Rührbesen) gründlich verrühren. Eine 24-cm-Springform mit Backpapier überspannen und Teig hineingeben.

Belag

  • 250 g Honigmarzipan
  • 300 g Äpfel, geviertelt, ohne Kerngehäuse (aber ungeschält)
  • 1 EL Zitronensaft

Marzipan in 3-4 mm dicke Streifen schneiden und auf dem Teig verteilen, ich habe kreisförmig begonnen. Daher habe ich zum Ende rechteckige Streifen diagnol halbiert und die Lücken ausgefüllt.


Äpfel mit Zitronensaft zerkleinern/raffeln (bei mir: Thermomix 5 Sek./Stufe 5). Auf dem Marzipan verteilen und glattstreichen.

Streusel

  • 80 g Dinkelmehl 1050
  • 40 g Kernflocken
  • 1 Prise Zimt
  • 50 g Rohrohr- und Vollrohrzuckermischung
  • 40 g Sonnenblumenöl

Mit dem Handrührgerät (Knethaken) vermischen, bis sich Streusel bilden, aber auch alle trockenen Zutaten erfasst sind. Die Streusel sind dann recht ungleichmäßig. Auf den Äpfeln so verteilen, dass die Fläche gleichmäßig bedeckt ist.

Backen

Ofen auf 160°C (Heißluft) vorheizen. Form einschieben und 55-60 Min. backen.

Hinweis

Wer keine 24-cm-Form hat, sollte bei den Streuselzutaten 50% mehr nehmen. Der Rest der Zutaten reicht auch für 26 cm.

Den Kuchen in der Form etwa 1 Stunde stehen lassen. Dann sinkt er in der Mitte etwas ein (ich hatte schon Panik, er sei total klischig, ist er aber nicht) und löst sich gut vom Rand.

Dass ich eine Zuckermischung verwende, hat küchenpraktische Gründe. Welche Sorte man nimmt, spielt keine Rolle.

Wie lecker…

Ich habe beim Essen Phasen, in denen mir irgendeine Sache auf einmal wahnsinnig gut schmeckt. Da gibt es etwas, das ich zwar als Dessert deklariere, das ich aber förmlich zu jeder Tages- und Nachtzeit essen kann. Eigentlich könnte ich mich gut eine Woche nur davon ernähren 😉 Es ist im Moment mein Standardnachtisch und schmeckt mir besser als alle selbstgemachten Süßigkeiten

Flockennachtisch

1 Portion

  • 25 g Kölln Kernige (Flocken) *
  • 10-15 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Joghurt (Bio 3,7% oder nach griechischer Art 2%)
  • 1-2 Prisen Kakaonibs
  • 40-50 g Hafermilch

Hafermilch in eine kleinen Becher füllen. Die anderen Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in eine kleine Schüssel geben und mit Nibs bestreuen. Direkt vor dem Verzehr die Milch darüber gießen und verrühren.

* Meine Liebe zu Kernflocken stammt aus meiner Jugend. Schon da mochte ich sie „einfach“ so, während der Rest der Familie sich lieber Zucker drüber streute. Und auch wenn selbstgemachte Flocken laut Bruker gesünder sein mögen: Die selbstgemachten Flocken gebe ich ins Frühstück, aber für diesen Genuss sind es eben die Kernigen, und da auch nur die von Kölln. Das ist keine Werbung, einfach eine Feststellung. 🙂

Wer’s nicht gern so puristisch hat, kann ja Kakaopulver, frisches Obst oder Konfitüre zugeben (da gibt es z.B. diese tolle aus Ungarn, nur aus Frucht und Honig).

Die Kakaonibs habe ich, es sei gestanden, nur fürs schönere Foto drüber gestreut.