Impfung: ja oder nein?

Ich selbst bin zweimal mit einem mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 geimpft und kann im Dezember meine dritte Impfung bekommen. Ich hoffe, es gibt keinen Engpass.

Ständig lese ich von Menschen, die merkwürdige Dinge über die Impfung verbreiten (weil natürlich alle Mediziner und Wissenschaftler lügen, während sie selbst superklug sind) oder sich ihrer Freiheit beraubt sehen, wenn Druck auf sie gemacht wird, damit sie sich impfen lassen. Und natürlich solche, die immer noch behaupten, Corona sei eine einzige Lüge.

Da kommt es massenweise zu Protesten. Interessanterweise vorwiegend in Ländern des Westens, wo es den Menschen vergleichsweise doch sehr gut geht.

Was ich nicht verstehe: Da glaubt einer nicht an Corona (alles Lüge!) und die Impfung bringt nix oder beschränkt die Freiheit usw. Wenn derjenige dann aber doch an Corona erkrankt, will er natürlich die ganze medizinische Palette erhalten.

Eigenartig. Wenn es kein Corona gibt, kann ich nicht daran erkranken. Daher fände ich es selbstverständlich, dass sich die Coronaleugner freiwillig bereit erklären, dann selbst für eine Corona-Behandlung die Kosten zu übernehmen. Dazu auch bitte die Kosten für die Behandlung der Menschen, die sie nachweislich mit Corona angesteckt haben.

Beispiel: Ich bin überzeugt, dass in meinem Garten keine Aliens hausen. Also erkläre ich mich gern bereit, alle Kosten dafür zu übernehmen, wenn diese Aliens meinen Garten und den der Nachbarn verwüsten. Mir kann ja nichts passieren.

Ist de facto dasselbe: Für etwas, das es nicht gibt, kann ich jegliche Haftung übernehmen.

Was würde passieren, wenn Ungeimpfte, die sich partout nicht impfen lassen wollen (Betonung auf wollen), eine solche Verzichts- bzw. Kostenübernahmeerklärung unterschreiben sollen?

Fände ich besser als Impfpflicht.