Die neue Küchenmaschine

Heute, als wir vom Shoppen heimkamen, stand ein großer Karton vor der Tür. Das konnte nur eines sein 🙂 Wir haben uns also ans Auspacken begeben. Dabei stellte sich heraus: Der Mixer ist von der Firma morphy richards. Eine mir neue Marke, aber Eric berichtete, dass es eine bekannte englische Marke ist, von der schon seine Mutter Geräte benutzt hatte.

Der „Mixstar Mixer“ ist wirklich sehr kompakt. Wenn ich einen meiner Schränke mal gründlich ausmiste, kann ich ihn sicher auch dort unterbringen, da sich die Schüssel von der Grundeinheit abnehmen lässt. Beide Teile für sich sind auch nicht zu schwer.

Macht man das Paket auf, liegt auf der eigentlichen Verpackung eine Mappe mit der Rechnung. Ich konnte nämlich, obwohl ich zum ersten Mal Kunde bin, auf Rechnung bezahlen. Paypal wird interessanterweise nicht angeboten.

Das ist schön übersichtlich 🙂

Dann habe ich die Bedienungsanleitung gelesen. Die ist ein wenig lustig, weil die Übersetzung vor allem der Rezepte nicht von guten Deutschkenntnissen oder Backwissen zeugt. Fertigmehl – was soll das sein? Gut gefällt mir auch „7 g Beutel schnellwirkende Trockenhefe“. Nee, klar, die kaufe ich immer. 😉 Und „milchfreier Mozzarella“? Mandelbutter? Auf deutsch heißt es „veganer Mozzarella“ und „Mandelmus“. Nun ja.

Die Bedienungsanleitung enthält, wie heute häufig, mehrere Sprachversionen. Die deutsche Version geht von S. 46 bis 57, einschließlich Inhaltsverzeichnis und Gewährleistungshinweisen. Und trotzdem sind noch einige Rezepte enthalten, die das Prinzip des Geräts verdeutlichen. Die Benutzung scheint mir einfach. Die Teil (Schüssel und die Rührgeräte) können in die Spülmaschine: Hurra!

Mal sehen, ob ich morgen Backlust verspüre. Die derzeitigen Temperaturen sprächen eher dagegen.

Eis für Jedermann!

6. September 2015: Heidelbeereis

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Cremiges Eis nur aus Frucht und Eiswürfeln ist normalerweise den Besitzern von Hochleistungsmixern vorbehalten. Mit einem kleinen Trick geht’s aber auch in einer Küchenmaschine mit Hackmesser, einem sogenannten Food Prozessor. Das hier vorgestellte Eis funktionierte auch mit Kirschen, anderen Beerenfrüchte und allgemein weichem Obst. Wer absolut keine Bananen mag, für den ist dieses Rezept eher ungeeignet.

Das Rezept ist vegan.

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  • Kaufen könnt Ihr dieses Rezept mit der Nummer 7628 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine Sammelkarte beginnen möchte, klickt: hier

 

Zum Kneten empfehle ich…

20. März 2015: Teig kneten

Letztlich stolperte ich über die Frage, welche Küchenmaschine fürs Kneten empfohlen wird. Meine lapidare Antwort, die Hände zu nehmen, wurde zwar mit nettem Humor angenommen, aber nein, 15 Minuten kneten, das sei nun wirklich zu lang. Und wenn es einfacher ginge, würde sie sicher mehr backen. Es ging hier nicht um den Brotvorrat für eine 7-köpfige Familie, sondern um Brötchen.

Mal abgesehen davon, dass ich Teige in der Regel um die 7 Minuten knete und nicht länger, also selten 15 Minuten, ist das schade. Ich kann auf ein bisschen Erfahrung mit Knetmaschinen zurückblicken. Sie machen alle Arbeit. Okay, sie kneten. Aber es gibt keine mit Selbstreinigungsmechanismus. Meine Hände sind schneller sauber 😉

Es ist klar – ich spreche hier wirklich nur von Teigmengen bis 750 g Getreide. Als ich noch jeden Sonntag 3-4 Brote gebacken habe, war ich sehr dankbar für die große Teigknetmaschine. Dann ging das schrittweise rückwärts: Ich backte nur noch ein Brot pro Woche, da war die riesige Häussler-Maschine nur noch platzraubend. Ich stieg um auf Kenwood. War auch gut, aber die Teigschüsseln und Teighaken reinigten sich nicht von selbst – und einfach in die Spülmaschine stecken geht natürlich mit klebrigem Sauerteig auch nicht.

Ich zog um in eine kleinere Wohnung. Für die Kenwood war kein Platz mehr. Ich habe sie in den Keller gestellt mit dem Gedanken: Ach ja, wenn ich sie brauche, kann ich sie mir ja hochholen, so schwer ist sie nicht. Das ist jetzt acht Monate her. Kein einziges Mal habe ich sie benutzt.

Mein Trost: Ich habe ja den Thermomix, der knetet Teige bis 500-600 g Getreidegewicht prima. Wenn da nicht das Messer wäre, um das sich der Teig so gerne legt und den auch die Spülmaschine nicht entfernt.

Wieder trat Platzmangel auf, hier auf die Fensterbank kann ich nichts stellen. Ein Gerät musste in den Keller – ich entschied mich für den Thermomix. Bei Bedarf kann ich ihn ja hochholen. Ich ahne schon, was passieren wird 😉

Ich habe schon vor der Teigknetmaschine gerne mit der Hand geknetet. Vielleicht liegt es daran, dass Brotbacken für mich mehr ist als eine Lebensmittelbeschaffung – es ist die Verbindung zu meinen „Ahnen“, die auf Bauernhöfen, in alten Küchen ihr Brot selbst gebacken haben. Ich bin auch froh, dass ich vor Anschaffung meiner Teigknetwerklinge viel mit der Hand geknetet habe. Wie sonst hätte ich je dieses Gefühl für die Teigkonsistenz bekommen? Ganz abgesehen vom meditativen Charakter des Knetens. Ich kann einen Guru besuchen und mir für viel Geld den Weg in mein Inneres weisen lassen. Ich kann auch eine Weile jeden Sonntag Teig 20 Minuten kneten… ist billiger und es kommt noch etwas bei rum 😉 An diesem kleinen Scherz ist meiner Meinung nach auch etwas Wahres.

Um wirklich beurteilen zu können, ob ein Teig gut ist, ist die Handerfahrung wichtig – finde ich. Vor Anschaffung einer Maschine sollte doch die händische Erfahrung stehen. Wichtig ist auch eine richtige Knettechnik. Ich habe meine teils bei Frau Erika Richter in Lahnstein und teils in einem Manz-Seminar gelernt, ich habe die Techniken auch an mehreren Stellen beschrieben. Da sind 20 Minuten oder auch 15 nicht wirklich nötig.

Selbst Brot backen ist immer Arbeit, egal ob mit Hand oder Maschine. Wer keine Lust hat, sich in das Abenteuer Teig einzulassen, wird niemals viel backen – ob mit oder ohne Maschine. Auch wenn mein Einstieg mit meinem Brotbackautomaten geschah, weiß ich heute, dass ich daraus nicht viel gelernt habe.