Kulturelle Aneignung

Heute ist der Tag des Weihnachtsgebäcks, der allerdings noch nicht von den Vereinten Nationen aufgegriffen wurde. Vielleicht könnte die UN ihn mal zu einem zu schützenden immateriellen Erbe ernennen? Unter dem Motto „Weihnachtsgebäck für Weihnachtshasser“.

Bild von Silvia auf Pixabay

„Eine mystische Theorie besagt, dass damals zum Tag der Wintersonnenwende am 21. Dezember Opfergaben in Form von Tieren nötig waren, um die bösen Geister und Dämonen von den Häusern fernzuhalten. Im Laufe der Zeit wurde den Kelten aber klar, dass der Wert der eigenen Tiere größer war, als der Aberglaube und fortan wurden die Tiere einfach aus Teig hergestellt und „geopfert“. Bis heute gibt es deshalb zahlreiche Plätzchen in Tierform (Quelle: hier).

Das Weihnachtsgebäck ist ein heidnischer Brauch wie Weihnachten selbst. Oder das Osterfest. Das Christentum enthält sehr viel kulturelle Aneignung. Wundert mich, dass das noch niemand aufgegriffen hat. Oder ich hab’s einfach übersehen …

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Einmal Rastalöckchen, bitte

Manchmal bin ich froh, dass ich nicht mehr jung bin. Erstens muss ich in bezahlten Texten nicht gendern (Was hätte ich gemacht, wenn der Auftraggeber es verlangt hätte? Wie weit hätte ich mich korrumpieren lassen?) und zweitens muss ich immer milde lächeln, wenn ich die Pro-Argumente höre. Gerne werden dann alle, die das Gendern ablehnen, in die Ecke – pensioniert, älter – gedrückt. Ja, ist denn das, was ein emeritierter Professor sagt, von Vornherein schlechter als das, was ein Mittdreißiger von sich gibt? Wobei ja nicht einmal alle jungen Leute dafür sind, 75% der Deutschen wollen sich die Sprache nicht verunstalten lassen.

Ja, wie schön, das Etikett „älter“ hänge ich mir dann gerne um. Bitte schön, versucht doch eure Gegner mit den albernsten Argumenten mundtot zu machen.

Ich bin gespannt, wie diese radikalisierte Minderheit nicht nur die Medien, sondern auch die Bevölkerung zwangsvergendert. Oder ob sich doch der gesunde Menschenverstand durchsetzt? Dasselbe gilt ja für Cancel Culture und, mein Lieblingsthema neuerdings, kulturelle Aneignung. Was noch Alberneres habe ich selten gehört. Wann endlich verbannen wir die Kartoffeln aus Deutschland, denn wenn ich als Europäerin nicht mexikanisch kochen „darf“, dann auch kein Gemüse aus Südamerika essen. Dort wurde von den Europäern ja brutalstens unterdrückt. Passt also ins kulturelle Aneignungsschema.

Schade, dass meine Haarpracht für Rastalöckchen nicht reicht. Wäre sonst meine Lieblingsfrisur.