… und es geht weiter!

Die Iphorismen habe ich veröffentlicht, da stellt sich naturgemäß die Frage: Was kommt danach? Ganz logisch, es kokmmen iphorismische Short Stories.

Was zeichnet eine Kurzgeschichte aus?

Gute Kurzgeschichten haben eine witzige Pointe, sind kurz (zwischen – selten – einer halben und 30 Seiten), haben einen packenden Anfang und ein witziges Ende oder eines, das die Leser zum Nachdenken bringt. Die Leserinnen denken sowieso immer über das Ende von Kurzgeschichten nach, ich brauche mich daher nicht mit einer gendergerechten Form quälen.
Und wo ist nun der Unterschied?

Die iphorismische Short Story

Was nicht denglisch ist, ist nicht gut (dies könnte in die Iphorismen aufgenommen werden). Also ist es logisch, diese Literaturgattung so zu bezeichnen.
Was zeichnet die iphorismische Short Story aus?

  1. Sie darf nicht länger sein als eine Buchseite eines Buches mit maximal Taschenbuchgröße.
  2. Eine Pointe ist fast verpönt und darf nur per Zufall hineingeraten.
  3. Der Anfang schon soll die Leser möglichst abstoßen oder langweilen.
  4. Es muss, wenn ein Sammelband erscheint, an jedem Tag eine dabei sein.
  5. Eventuell kommt hier noch mehr. Ist dies der letzte Punkt, so hat sich erwiesen, dass „eventuell“ eben nicht eingetroffen ist.

Morgen bringe ich ein Beispiel.

Nach den Iphorismen

Natürlich sind die Iphorismen kein Ende, sondern ein Anfang. Nach den Iphorismen kommen die iphorismischen Short Stories (iShSt).

Die isphorismische Short Story

Was nicht denglisch ist, ist nicht gut. Also ist es logisch, diese Literaturgattung so zu bezeichnen. Was zeichnet die isphorismische Short Story aus?

  1. Sie darf nicht länger sein als eine Buchseite eines Buches mit maximal Taschenbuchgröße.
  2. Eine Pointe ist fast verpönt und darf nur per Zufall hineingeraten.
  3. Der Anfang schon soll die Leser möglichst abstoßen oder langweilen.
  4. Es muss, wenn ein Sammelband erscheint, an jedem Tag eine erscheinen.
  5. Eventuell kommt hier noch mehr. Ist dies der letzte Punkt, so hat sich erwiesen, dass „eventuell“ eben nicht eingetroffen ist.

Natürlich bekommt Ihr auch davon Kostprobe. Heute also die iShSt für den 27. Oktober:

Der Schornsteinfeger hat die falsche Taste gedrückt bzw. er hat auf die richtige Taste zu lang gedrückt.

Das sieht man daran, dass im Display eine kleine Hand zu sehen ist. Wenn man die Heizung aber nur über das Smartphone bedient, sieht man diese Hand nicht und wundert sich, warum denn die Nachtabsenkung nicht funktioniert. Warum die Heizung nachts voll durchheizt, obwohl eine Absenktemperatur im Sommer von 7 Grad Celsius eingegeben ist.

Was der Laie auch nicht weiß: Um die entsprechende Taste zu erreichen, muss man die silberfarbene Leiste hochklappen. Wer klappt an seiner Heizung schon Leisten um?

Wenn du diese Leiste hochklappst, siehst du zwei schwarze Tasten. Auf der linken ist der weiße Umriss einer Hand zu sehen. Wenn du Schornsteinfeger bist, drückst du diese Taste einmal kurz und kontrollierst so, ob die Heizung ordnungsgemäß funktioniert. Hat der Schornsteinfeger durch zu langes Drücken auf „manual“ geschaltet, drückst du eben auch diese Taste noch mal, aber länger. Dann ist alles wieder in Butter.