Rezept der Woche: ein Dessert

4. Dez. 2016: Schnell und lecker

Wer hat nicht schon einmal kleine Gebäckreste? Plätzchen, die niemand mehr will – ein Kuchenrest, der einfach am Blech hängen geblieben ist – was auch immer. Und wenn man dann wie ich Stützcreme und Schokosoße (Rezepte für beide gibt es auf dem Blog Fixer Mixer, bitte die Suchfunktion nutzen) im Kühlschrank hat, ist mit ein bisschem frischen Obst ganz schnell ein Nachtisch vorbereitet, der zusätzlich noch „Oh“s und „Ahhhh“s einheimst. 😉

Ananas im Kreis

2 Portionen

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  • 35 g Kuchenreste (bei mir: Stollen, der am Blech hängen geblieben war), zwischen den Fingern zerkrümelt
  • 35 g Schokosoße
  • 35 g Stützcreme
  • 2 Scheiben Ananas (225 g), gewürfelt

Kuchen, Schokosoße und Stützcreme mit einem Löffel verrühren. Ananaswürfel auf einem Glasteller am Rand in einem Kreis verteilen, jeweils einen Würfel zurückhalten. Schokokuchencreme in die Mitte geben und mit einem Würfel Ananas belegen.

Fixer Mixer Tag – nochmal Lebkuchen

2. Dez. 2016: Lebküchlein

Auf dem Blog Fixer Mixer hatte ich am 17. Oktober 2016 ein Rezept für vegane Lebkuchen auf Trockenfrucht-Basis eingestellt (hier). Es geht aber auch ohne so viel „Fruktose“, mit Stützcreme natürlich und so weiter. Das vorgestellte Rezept ist nicht vegan, aber Veganer wissen ja, in welchem Verhältnis sie Honig mit ihren Süßungsmitteln tauschen. Allerdings kenne ich kein vollwertiges Orangeat/Zitronat, das auch gleichzeitig vegan ist.

Haselnusslebkuchen mit Füllung

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Fester Anteil:

  • 225 g Dinkel
  • 200 g Haselnüsse
  • 2 bittere Aprikosenkerne
  • 15 g Lebkuchengewürz (Brecht)
  • 1 P Weinstein-Backpulver
  • 1 TL gem. Vanille
  • 1 gute Prise gem. Muskatnuss
  • 1 gute Prise gem. Nelken

Dinkel in der Mühle, Haselnüsse mit den Aprikosenkernen im Thermomix (10 Sek./Stufe 8) mahlen. Nüsse zum Mehl geben, alle trockenen Zutaten mit einem Löffel verrühren.

Cremeanteil:

  • 5 getr. Feigen, entstielt (85 g)
  • 255 g gekochte rote Linsen
  • 105 g Stützcreme (Rezept im Blog Fixe Mixer)
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Apfelmark (d.h. Apfelmus ohne Zusätze)
  • 250 g Honig

Feigen im TM zerkleinern (10 Sek./Stufe 8); restliche Zutaten des Cremeanteils hinzufügen und verrühren (10 Sek./Stufe 4; 10 Sek./Stufe 10). Trockene Zutaten hinzugeben und mixen (30 Sek./Stufe 5 und mit einem Spatel etwas nacharbeiten).

 

  • 50 g Zitronat (selbstgemacht)
  • 50 g Sultaninen

 

Zitronat und Sultaninen unterziehen (30 Sek./Linkslauf/Stufe 2; Spatel zuhilfe nehmen). 30 Min. quellen lassen.

Ofen auf 160°C (Heißluft) vorheizen. Mit Hilfe eines Löffels (in Wasser getaucht) 8 bis 10 mm hohe Lebkuchen formen, leicht flachdrücken. Nebeneinander eng auf ein Backblech setzen, dann passt es genau für ein Blech.

Lebkuchen einschieben, 20 Min. bei 160°C backen, dann weitere 10 Min. bei 140°C backen. Auf einem Gitterrost abkühlen lassen und mit Schokoguss bestreichen.

Einen Schokoguss findet Ihr ebenfalls, wenn Ihr auf dem Blog Fixe Mixer nach „Lebkuchen“ sucht.

Glutenfreie Lebkuchen

20. Dez. 2015: Lebkuchen nach Agnes

Dieses Rezept ist eine Art Weiterentwicklung eines Rezepts von Agnes (Superduperabonnenten können Agnes‘ Montgsrezepte nachlesen). Das Rezept ist komplett getreidefrei und – einfach lecker 🙂 Das Rezept enthält 100 g Nüsse, keine Trockenfrüchte. Der Honig kann sicher durch andere Süßungsmittel ersetzt werden. Ziel war eigentlich gar nicht die Glutenfreiheit, das war Zufall.

Die Herstellung ist beschrieben für den Thermomix, mit anderen Geräten sollte das aber auch kein Problem sein.

Sales8401Lebkuchen

  • Kaufen könnt Ihr das Rezept mit der Nummer 8401 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
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Lebkuchen für euch nachgebacken

17. Dez. 2014 – Lebkuchenvariationen

Das von mir vorgestellte Lebkuchenrezept hat bei Nichtvollwertlern und Vollwertlern echte Begeisterungsstürme hervorgerufen. „Da kann Nürnberg einpacken!“ oder „Meine Frau möchte das Rezept, sie sagt, sie zahlt jede Summe“ 🙂 Da ist mir ein feiner Wurf gelungen, wunderbare Konsistenz und fein abgestimmter Geschmack. Und weil es so sensationell ist, habe ich es jetzt nur noch kostenpflichtig im Angebot. Wer es sich schon kopiert hatte, hat Glück gehabt 😛 Ein sehr guter Mixer ist wichtig, ein Hochleistungsmixer am besten.

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Zu kaufen gibt es mein Rezept: hier

Lebkuchen von Michaela: Dez-Ute-Mic

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Ich habe mich schon riesig auf die Lebkuchen gefreut und als erstes mit Utes Version angefangen.

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Ich habe nach Rezept gearbeitet, aber den Weizen durch Dinkel ersetzt. Auch waren gemahlene Mandeln angegeben, da ich es aber kerniger mag, habe ich sie gehackt und auch mit Haselnüsse und Erdmandeln gemischt (das waren bei mir 100 g Erdmandeln sowie 125 g Mandeln und Haselnüsse zu gleichen Anteilen) . Es roch herrlich lecker in der Küche und ich konnte es kaum abwarten bis sie ausgekühlt waren. Da ich ein Fan von Lebkuchen bin, aber am liebsten ohne Glasur, habe ich nur von ein paar Lebkuchen die Hälfte bestrichen und den Rest Schokolade in Förmchen gegeben. Mir schmecken sie sehr sehr lecker, besser als die aus Nürnberg 🙂 Die anderen Rezepte werde ich auch ausprobieren.

Lebkuchen von Helga: Dez-Son-Hel

Sonjas Lebkuchen (Son-Dez-Hel)
Sonjas Lebkuchen (Son-Dez-Hel) 1

Sonjas Lebkuchen (Son-Dez-Hel)
Es war sehr einfach und schnell zum nachbacken. Ich habe das Lebkuchengewürz mit Spekulatiusgewürz getauscht.
Die Kekse sind ein wenig hart geworden, aber sehr lecker. Nächstes mal werde ich die Backzeit etwas verkürzen.
Danke für das Rezept.

Danke an Helga, die uns hier mit Hilfe der kleinen Holzstäbe zeigt, wie man Teig gleichmäßig hoch ausrollen kann, ein toller Tipp!

Lebkuchen von Sarah: Dez-Agn-Sar

Willkommen, Sarah, auf dem Blog als neue Nachkocherin 🙂

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Ich habe Agnes Lebkuchen Variante nachgebacken und finde sie sehr gelungen!
Abgeändert habe ich lediglich folgende Punkte:
Da ich wegen der kleinen Kerne keine Feigen mag und wir keinen Hochleistungsmixer haben, habe ich ausschließlich Datteln verwendet und diese vor dem pürieren eingeweicht. Auch den Ingwer habe ich weggelassen. Als Getreide habe ich Kamut genommen. Lebkuchengewürz hatte ich nur eine kleine Probe (von Oasis), daher habe ich zusätzlich Zimt, Koriander, Nelken und Anis in den Teig gegeben und versucht mich mengenmäßig an den vorgegebenen Menge der Gewürzmischung zu orientieren. Die Küche duftet nun jedenfalls unheimlich intensiv, aber nicht unaufdringlich weihnachtlich – es scheint mir also gelungen zu sein, die Lebkuchen anständig zu würzen. 🙂 Den Guss habe ich mangels Kakaobutter und ein wenig aus Faulheit weggelassen und ich muss sagen: Die Lebkuchen schmecken trotzdem!
Der Tipp die Hände nass zu machen, kleine Kugeln zu formen und diese platt zu drücken, ist super. Die Backzeit habe ich exakt wie angegeben eingehalten und das Ergebnis überzeugt. Sie sind außen ein wenig knusprig und innen richtig schön weich und saftig – ich hoffe das bleibt auch bei Lagerung bis Weihnachten so.
Ich spreche in jedem Fall eine Nachbackempfehlung aus und danke für das Rezept 🙂

Lebkuchen viereckig

23. Nov. 2014: Weihnachtsgebäck

Ursprünglich war dies ein Rezept mit gekochten Kartoffeln, angelehnt an ein Rezept aus dem Internet (hier). Das fand ich aber von der Konsistenz her nicht zufriedenstellend, obwohl alle Testesser glücklich damit waren. Diese Version hier ist aber deutlich leckerer und sehr saftig.

Viereckige Bohnenlebkuchen

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Kaufen könnt Ihr das Rezept für 1 Euro: hier

 

Meine persönlichen Vorweihnachtsgedanken

Kommentar vom 2. Dezember 2010: Weihnachten naht

In Ebay wird seit einigen Wochen schon die noch verbleibende Tageszahl bis Weihnachten angezeigt. Das ist einmal ein böser Indikator dafür, wie die Zeit rast, weil ich manchmal denke: Huch, waren das gestern nicht noch 36 Tage, jetzt nur noch 22, wie kann das sein? Das Phänomen der rasenden Zeit kenne natürlich nicht nur ich.

Heute Morgen nach dem Frühstück las ich die Tageszeitung, der Einzelhandel ist soweit sehr zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft. Allerorten gibt es jetzt in den Onlineshops Weihnachtskalender mit Sonderangeboten. Ich habe das erste Weihnachten vor mir, wo ich wirklich nur noch ein einziges Geschenk mache und dementsprechend auch nur mit einem Geschenk „rechne“. Ich empfinde das persönlich als sehr entspannend. Ein paar Weihnachtskarten muss ich noch kaufen – wenn mir jemand eine schickt, finde ich es höflich, dann auch eine zurückzuschicken.

Einen Stollen oder Plätzchen backen mache ich schon. Das reicht mir an vorweihnachtlicher Aktivität. Wobei ich mich an Weihnachten, früher, zu Hause durchaus gerne erinnere. Da gab es eine Adventsschale, wir haben an den Adventssonntagen genau bei der abgezählten Kerzenzahl gesungen und beisammen gesessen. Wobei ich mich immer über meine Mutter geärgert habe, weil sie aus Sparsamkeitsgründen am zweiten Advent nicht die Kerze vom ersten Advent plus einer neuen anzündete, sondern zwei neue. Das sei dann gleichmäßiger verbraucht. Vielleicht hat diese Sparsamkeit für mich den ersten Keil in meine Weihnachtsbereitschaft getrieben? 😉

Mit Kindern im Haus ist das natürlich anders. Nur dieser Geschenkmarathon ist so eigenartig. Die Dinge, die mir am Weihnachtsfest in Erinnerung geblieben sind, sind ganz anderer Art. Das „Warten aufs Christkind“, während meine Eltern den Baum schmückten. Die Spannung wenn wir alle um den Gabentisch saßen, der mit einem großen weißen Damasttuch abgedeckt war, während mein Vater aus der Familienbibel die Weihnachtsgeschichte vorlas. Die Vorfreude auf den Putenbraten mit Preiselbeeren, leckerer Soße und Kartoffeln. Mein wachsender Widerstand zum Mitsingen der Weihnachtslieder, weil ich früh merkte, dass ich selten den richtigen Ton traf. Ich erinnere mich jedoch weder konkret an besonders gelungene noch völlig daneben gegangene Geschenke.

Was mich aber an Weihnachten jedes Jahr mehr stört, ist nicht die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes. Was heißt das schon? Wenn die Leute nicht kaufen würden, gäbe es das nicht. Alle klagen darüber, dass die Lebkuchen immer früher in den Geschäften erhältlich sind – aber mal ehrlich: Würden die Händler ihre Regale damit vollstopfen, Jahr für Jahr, wenn sie nicht gekauft würden?

Was mich jedoch am meisten stört ist das Gejammere über den Weihnachtskommerz. Gerade gestern las ich in einem Blog wieder mehrere Stimmen, die sich darüber entsetzten, dass Weihnachten überhaupt nicht mehr das Fest der Besinnlichkeit sei. Überall lese ich das, höre ich das. Das sind mindestens gefühlte 75 % 🙂 der Bevölkerung. Ey, wer heuchelt denn da – der Handel oder diejenigen, die sich so erhaben über diesen Kommerz aufregen?

Ich plädiere nicht dafür, dass jederman wie ich das Weihnachtsfest fast unter den Tisch fallen lässt. Das ist eine Entscheidung einer Lebensphase und einer persönlichen Lebenserfahrung. Ich wünsche mir mehr Ehrlichkeit an Weihnachten. Nicht immer das Geseufze über den Stress der Weihnachtszeit. Niemand wird dazu gezwungen. Und bitte nicht immer diese Phrasen: Ach lieber ein kleines, mit Liebe selbstgemachtes Geschenk als etwas lieblos Gekauftes. Ich bevorzuge lieblos Gekauftes, wenn die Alternative Wände voller liebevoller Kinderzeichnungen, selbstgemachte Kalender mit schlechten Fotos, formlose selbstgestrickte Pullover sind. Außer den eigenen Eltern finden allenfalls noch die Großeltern Kinderzeichnungen aufhebenswert 😉

Kommerz kann nerven. Aber ohne Kommerz ist es auch schwierig. Oder wollen wir alle wieder quasi von der Arbeit auf der eigenen Scholle leben und auf alle technischen Neuigkeiten verzichten? Ich nicht. Ganz simpel ausgedrückt: Wenn keiner mehr etwas Überflüssiges kauft, ist die Wirtschaftskrise vom letzten Jahr ein blasses Abbild dessen, was uns dann erwarten würde :mrgreen: