Shitstorms und mehr

Ich gestehe, wenn ich den Namen Sahra Wagenknecht gehört habe, habe ich die Augen immer himmelwärts gedreht. Ich bin keine Anhängerin der Linken. Vor ein paar Tagen schickte mir eine Freundin ein YouTube-Video mit Sahra Wagenknecht. Ich hab’s mir komplett angehört und etwa 100 mal mit dem Kopf „JAJAJA“ genickt. Einzig bei der Interpretation der Coronazahlen stimme ich nicht komplett überein – aber der Rest über Liberalität in Deutschland und ob ich auch was sagen darf, was die AfD beklatscht, finde ich umwerfend gut.

Die Videos „allesdichtmachen“ kann ich nicht beurteilen – ich habe sie nicht gesehen. Aber den Eindruck habe ich auch bei 90% derjenigen, die sich darüber aufregen. Das ist die moderne Art der Recherche und sich Informierens: Ich lasse mir von Dritten sagen, was in der Welt los ist, und übernehme auch gleich ihr Urteil. Spart mühsames Denken. Deshalb habe und hatte ich auch kein Urteil zu diesen Videos. Aber darum geht es auch nicht wirklich, sondern um den Umgang damit. Und den hat Wagenknecht vorzüglich dargestellt.

Außerdem mag ich ihre ruhige Art des Vortrags ohne große emotionale Kopfwäsche. Anschauen lohnt!