Nachtrag zu den Sprüchen

Die Verfasserin der Emails hat mir nochmals geschrieben: Sie ist sehr erleicthert, dass auch andere ähnliche Erfahrungen machen. Heute hat sie dann noch ihr schlimmstes Erlebnis (Marke: in den Fängen der Schulmedizin) mitgeteilt, darf ich auch veröffentlichen. Bei all dem Gewitzel heute, was uns allen Spaß gemacht hat: Vielfach ist das nicht lustig, was passiert.

Mein schlimmstes Erlebnis:

Vor ca. 1,5 Jahren passierte es bei einem Arzttermin an der Uni-Klinik. Die Ärztin (Endokrinologin) hatte sich sofort ihr Urteil über mich gebildet, nachdem ich  sagte, dass ich kein Fleisch esse, weil ich dann Schmerzen, Magen- u. Darmprobleme bekomme. Ihre Diagnose: Sie haben eine  Essstörung! Dabei hatte ich ihr noch nicht mal etwas von Bruker, Vollwertkost, kein Zucker, Weißmehl und Co. erzählt. Und meine Beschwerden tat sie als Quatsch ab, machte auch keine weiteren Untersuchungen. Aber ca. 1 Woche später rief sie ja tatsächlich bei uns Zuhause an und wollte mich telefonisch überzeugen, wieder Fleisch zu essen! Ich sagte, das wäre meine Entscheidung und legte auf. Leider bekam dann mein Hausarzt einen Bericht mit dieser tollen Diagnose, der jetzt meine Akte „ziert“. Zum Glück hatte ich dann ein paar Wochen später durch Zufall einen Arzt gefunden, der mir sehr gut hilft u. mich ernst nimmt. (Meine richtigen Diagnosen weiß ich mittlerweile auch. Und die Ursache, warum mir Fleisch essen so viele Beschwerden machte.) Aber diese Ärztin war einfach nur unfassbar dreist; in meiner damaligen Verfassung war ich leider nicht in der Lage, darauf zu reagieren. Lustig war das nicht, und da es ja auch noch offiziell in der Krankenakte ist, wird es mir wohl ewig anhängen.

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Bruker zu Leber und Galle

Kommentar vom 10. April 2010: „Dr. Max Otto Bruker: Leber-, Galle-, Magen-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

Dieses Buch war für mich der erste Kontakt mit der Vollwertkost. Als ich es las, hatte ich noch keine Ahnung von Vollwerternährung, aber es hat mich August 2004 gepackt, meine Ernährung umzustellen. Wenn auch noch nicht so ganz, was für mich anhand einer Rezension ganz amüsant zu lesen ist, die ich ein Vierteljahr später in Amazon eingestellt hatte:

Überschrift: Ich kann’s kaum fassen… eine praktische Erfahrung!

Ich habe seit mehr als 10 Jahren Gallensteine und dementsprechende Beschwerden. Essen war bei mir viele Jahre lang beschränkt auf zahlreiche Phasen von „Reis – Weißbrot – Vanillepudding“ mit kleinen „normalen“ Zwischenschritten. Homöopathisch orientiert, wollte und will ich mir die Gallenblase nicht herausnehmen lassen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

Zufällig stieß ich auf das Bruker-Büchlein. Nach den ersten Seiten war ich erbost, der Mann hat ja keine Ahnung, wer hat denn hier die kranke Galle?!? Rohkost? Vertrag ich NICHT, weiß ich doch! (Dabei esse ich sehr gerne Salat, musste aber die meiste Zeit verzichten). Ich verfasste im Geiste schon eine niederschmetternde Satire als Rezension.

Zwei Dinge machten mich stutzig:

  1. Die „Verdammung“ des Industriezuckers. Ich hatte nämlich schon eine Weile intuitiv angefangen, ihn zu meiden. Also Pudding nur mit Natursüße gesüßt usw.
  2. Zum ersten Mal las ich, was ich wirklich erlebt hatte: Obstsäfte sind höllisch bei Gallensteinen, vor allem bei regelmäßigem Genuss. Das hatte ich in Literatur noch nie gesehen oder gar von einem Arzt gehört.

Hmmm…. sollte doch was dran sein? – Ich habe mir einen Ruck gegeben. Nie wieder Zucker! Viel Rohkost, Salat und Obst, wieder mehr Fett (wertvolles Fett natürlich) in die Nahrung – Dinge, die in Gallediäten gar nicht gehören. Es ist unglaublich. Ich esse wieder völlig normal! Wobei ich mich gar nicht mal so arg eng an das Buch halte, denn Getreidebrei mag ich nun mal nicht.

Jeder Gallenkranke, der es leid ist, fast vitaminlos durchs Leben zu kriechen, sollte diesem Buch eine Chance geben: Reue ausgeschlossen!

Ist schon klar, wo die Stelle zum Kichern ist, nämlich beim Getreidebrei. Das Wort Getreidebrei finde ich ja auch nach wie vor fürchterlich und ich verwende es daher schon lange nicht mehr. Damals ließ ich mir nicht träumen, dass ich wenige Jahre später sogar mal ein ganzes Buch zu diesem „Getreidebrei“ veröffentlichen würde 🙂

Mehrere Gallenkranke habe ich mittlerweile schon getroffen, die ähnlich erfreuliche Erfahrungen machen konnten wie ich. Zum Beispiel eine junge Mutter, zu der leider der Kontakt dann einschlief. Sie rief eines Tages, das muss 2005 oder 2006 gewesen sein, bei mir an, sie hatte auch diese Rezension gelesen. Wöchentlich hatte sie Koliken, ein OP-Termin war schon anberaumt. Auf mein Anraten hin hat sie es mit der Vollwertkost versucht – ein halbes Jahr später war sie noch völlig begeistert.