Das leidige Gendern

Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Es ist ja nichts Neues, dass ich das grammatikalisch auch noch falsche Gendern nicht akzeptiere. Es wird hier von einer Ideologie über die Grammatik behobelt, wobei auch Wortverschiebungen und Wortänderungen über die Jahre unbeachtet bleiben.

Hierzu ein vielen bekanntes Beispiel: Das Wort Weib hat sprachhistorisch eine Bedeutungsverschlechterung erfahren. Kleines Zitat aus Wikipedia:

Weib ist eine alte Bezeichnung für eine Frau, die in einigen Regionen sprachhistorisch eine allmähliche Bedeutungsverschlechterung erfuhr. Grund war die niedrige gesellschaftliche Stellung und Wertschätzung von Frauen, weshalb auch zahlreiche andere Frauenbezeichnungen (bspw. Magd, Dirne, Mamsell, Fräulein, Frauenzimmer) eine Bedeutungsverschlechterung erfahren haben.

Wenn ein (normaler) Mensch heute „Schüler“ hört, so denkt er auch an die Schülerinnen. Die maskuline Form stimmt häufig mit einem Sammelbegriff überein, das heißt aber nicht, dass die Frauen vergessen werden. Ein Freund von mir hat eine Hausärztin, das ist mir seit Jahren bekannt. Und was sagt er? „Ich muss morgen zum Arzt“. Arzt als Berufsbezeichnung, egal ob Mann oder Frau.

Da ich mich über diese so falsch gegenderten Formen ärgere und schon gar nicht irgendeinem Modetrend nachrennen werde, benutze ich vielleicht Formen wie „Schüler und Schülerinnen“ (wenn es der Zusammenhang erfordert), aber alle anderen Auswucherungen nicht. Da ich auf diesem Blog „Hausrecht“ habe, bitte ich auch alle, die hier kommentieren, das zu respektieren. Daher habe ich auch einen neuen Passus in meine „Blogetikette“ aufgenommen, nämlich:

Ganz neu: das Gendern. Ich bin eine ausgesprochene Gegnerin des grammatikalisch nicht korrekten Genderns in Form von Binnen-I, Doppelpunkt im Satz und was noch für Scheußlichkeiten erfunden wurden. Bitte verwendet die korrekte Form wie „Leser und Leserinnen“. Ich ändere sonst ungefragt.

Danke für euer Verständnis 🙂

Werbung

Einfluss des Gehirnsitzes auf die Wissenschaft

Wissenschaftler sind auch nur Männer…

und womit die denken, wissen wir alle….

In der Apotheken-Umschau, Oktober-A-Ausgabe wird mal wieder eine Studie kurz vorgestellt. Überschrift „Hormongesteuerte Einkaufslust“. Das lässt aufhorchen, gell? Die Wissenschaftler der John Molson School of Businness (Business = Geschäft!, also keine Mediziner) aus Montreal (Kanada) haben nämlich das Einkaufsverhalten von 59 Studentinnen (weniger gab’s nicht?) untersucht, die keine hormonellen Verhütungsmittel einnamen. Und dabei haben sie festgestellt: in der fruchtbaren Phase des Zyklus latschen die Frauen häufiger in Boutiquen und Drogerien als sonst.

Darf ich hier schon anmerken, dass die Zahl der Studentinnen sehr gering ist für Aussagekraft? Und dass Studentinnen nicht repräsentativ für alle Frauen sind, unabhängig von Alter und Bildungsstufe? Und warum werden nicht Männer gleichzeitig studiert? Alles schon… hübsch einseitig.

Aber die Schlussfolgerung ist wirklich zum Schenkelklopfen: „Unbewusst versuchen Frauen während ihrer fruchtbaren Tage, sexuell möglichst attraktiv zu sein.“

Nur Männer können sich so was an den Haaren herbeiziehen. Klar, denn Männer können sich nur eins vorstellen: Dass Frauen mit ihren Gedanke und allem Tun nur auf eins abzielen, nämlich auf diese herrlichen Geschöpfe der Natur (wie wir wissen, zeichnen sich gerade Wirtschaftswissenschaftler durch einen hohen Attraktionsgrad aus, oder verwechsel ich da jetzt was?). Und damit Frau das gar nicht erst abstreitet, setzen wir den Alleskiller „unbewusst“ dazu. Ha! Da soll jetzt mal eine Frau versuchen, DAS wegzudiskutieren.

Ich hatte eigentlich gedacht, die „Wissenschaft“ sei dem Zeitalter dieser Primitiverklärungen entwachsen. Es gibt so viele Erklärungen, die möglich sind… aber wie gesagt, womit denken alle Männer? 🙂