Marmorkuchen

5. Juli 2015: Marmorkuchen

Immer schon habe ich Rührkuchen besonders gerne gegessen, allen voran den Marmorkuchen mit einer leckeren Schokoladenschicht. Mit der Abkehr vom Tiereiweiß (keine Eier) gestaltete sich das schwierig. Nun aber mit neuem Stützcreme-Schwung habe ich mich wieder daran gewagt. Vier Versuche hat es gedauert, die meine Testesser gerne verfolgt haben, bis auch ich mit dem Ergebnis zufrieden bin. Kein Ei, keine Milch, kein Fett, kein Soja – es geht!

7273b

7273a

Der Schokoguss ist etwas aufwändig und nicht fettfrei, nur fettarm, dennoch härtet er bei Raumtemperatur aus.

  • Kaufen könnt Ihr dieses Rezept mit der Nummer 7273 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine kleine oder große Sammelkarte bzw. ein Superduper-Abonnement (nur das Superduperabo enthält dieses Rezept) beginnen möchte, klickt: hier

 

Werbung

MyCook 1.6 Jupiter – Test 15

MyCook Test Nr. 15 – Und doch noch einmal Cashewnussmus

Ich war gestern doch fürbass erstaunt, wie schnell das Erdnussmus so toll wurde. Da habe ich beim ersten Mal mit dem Thermomix mehr rumgehampelt, allerdings hatte ich ihn auch erst wenige Wochen, deshalb ist ein Vergleich zu Ungunsten des Thermomix hier nicht fair.

Auch ging mir durch den Kopf, dass die Qualität der Nüsse bzw. ihre „Trockenheit“ mitverantwortlich für die Konsistenz des Nussmuses ist. Ich weiß das speziell von Mandeln, die ich immer bei der Birlin-Mühle kaufe – manchmal bekomme ich ohne Probleme ein ganz flüssiges Mandelmus, manchmal nur eine Paste.

Also hat mich – trotz meiner beeindruckenden Menge an Nussmus, das sich bereits im Kühlschrank befindet 🙂 – der Ehrgeiz gepackt. Ich habe jetzt die Rohkost-Cashewnüsse von www.prohviant.de verwendet, denn sie sind kein Bruch (wie die Cashews, die ich bei Bode kaufe) und von wirklich frischer Qualität. Wieder habe ich einiges dazu gelernt, auch über den MyCook. Auch habe ich gemerkt, dass Nussmus im MyCook besser wird, wenn die Menge nicht zu klein ist.

Vorgegangen bin ich wie folgt mit 600 g Cashewnüssen:

  • 20 Sekunden auf Stufe 10
  • 5 Minuten auf Stufe 5, ab und an mal Turbo. Jetzt hatte ich eine Paste; Gerät abkühlen lassen
    CashewSpatel1
  • 5 Minuten auf Stufe 5 – 7, bis der MyCook von selbst auf 5 herunterschaltete, ab und an mit Turbo. Danach Gerät 30 Min. abkühlen lassen (Becher mit nassem Tuch umwickelt). Es war immer noch eine Paste.
  • 5 Minuten auf Stufe 5, ab und an Turbo, und weil ich fertig werden wollte, habe ich nach einer Minute einen (!) Esslöffel Öl hinzugegeben. Also etwa 8-9 g Öl auf 600 g Nüsse, und jetzt erhielt ich ein wirklich fließfähiges Mus, wenn auch etwas zäher als das Erdnussmus.
    CashewSpatel2

Ich denke, ich hätte das auch ohne Öl hinbekommen, wenn ich nochmals gewartet und weitere 5 Min. angehängt hätte. Aber mir war die Lust einfach vergangen.

CashewTopfvoll

Das Reinigen des Geräts war wiederum genauso schwierig oder einfach wie beim Thermomix. Nur der Deckel ist wegen der Streben etwas komplizierter zu reinigen. Keine Ahnung, wofür die gut sind. Sie gestalten die Reinigung natürlich etwas langwieriger.

CashewDeckel

Der leere MyCook-Becher inklusive Messer wiegt 1294 Gramm. Nach gründlicher Entnahme des Nussmuses (wobei ich da nur mittelmäßig geduldig bin) ohne Herausnahme des Messers blieben knapp 20 g Nussmus im Becher. Ich habe es beim Thermomix nicht gemessen, aber rein von der Optik her scheint mir der Unterschied, wenn es da einen gibt, vernachlässigbar.

CashewTopfleer

Eine Sache, die mich beim MyCook erst genervt hat und mir negativ erschien, weiß ich mittlerweile zu schätzen: Er zeigt mir deutlich, wann ich an seine Grenzen komme. Zum Beispiel springt ein lauter Ventilator an, wenn ich den Motor zu sehr quäle. Wenn Gerät und Becher durch mechanische Beanspruchung zu heiß werden, schaltet die Geschwindigkeit auf maximal 5 herunter. Ich kann dann immer noch die Turbotaste betätigen, aber wie ich von meinen ersten Versuchen weiß, schaltet das Gerät dann irgendwann ab. Vor allem seit ich hier von einer Leserin gelesen habe, deren Thermomix wegen Verschleiß durch Nussmus und schwere Teige noch innerhalb der Garantiezeit defekt war, denke ich: Was nützt mir das, wenn ich ein Gerät quälen kann, ohne dass es meckert, wenn ich dann nicht merke, dass ich es schädige?

CashewGlas

Eine Sache, die beim Thermomix angenehmer ist: Die Folientasten sind mit nasser Hand einfacher zu bedienen als die Drehknöpfe am MyCook, deren Riffelung auch nich allzu stark ist.

Das Rezept des Tages ist ein Marmorkuchen. Ich habe mich da von Muffinluff anregen lassen, der Hauptunterschied ist, dass ich statt gekochten Sojabohnen Reisbrei (Herstellung: siehe den Test gestern) verwendet und Schokoguss aufgetragen habe. Ich bin sehr begeistert!

Marmorkuchen

5719piece

  • 175 g Gelbmehlweizen (oder Dinkel bzw. Weizen)
  • 2 Teelöffel Weinstein-Backpulver (= 9 g)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Löffelspitze Vanillepulver
  • 90 g Reisbrei (100 g Reis/300 g Wasser)
  • 50 g Cashewnussmus
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 100 g Honig
  • 50 g Mineralwasser
  • Butter für die Form

Für die Schokoschicht zusätzlich:

  • 2 TL Kakaopulver ( 9 g)
  • 20 g Agavendicksaft (oder Honig, ich muss den Agavendicksaft ja nur irgendwie aufbrauchen….)
  • 35 g Mineralwasser

Für den Guss:

  • 40 g Kakaobutter
  • 35 g Honig
  • 10-15 g Kakaopulver

Weizen mahlen, mit Backpulver, Salz und Vanillepulver in einer Rührschüssel für ein Handrührgerät mit Rührbesen vermischen. Im Magic Reisbrei, Nussmus, Öl und Honig verquirlen, mit dem Wasser zu dem Mehl geben und mit den Rührbesen verrühren, bis sich ein schwer reißender Teig ergibt. Eine kleine Kranzform (18 cm) einfetten. Zwei Drittel des hellen Teiges darin verteilen. Zum Rest den Kakao, den Dicksaft und die 35 g Wasser geben, gut verrühren. Der Teig ist relativ flüssig. Auf den hellen Teig geben und mit einer Gabel Spiralen durch beide Teigarten ziehen.

In den kalten Ofen geben, 30 Minuten bei 175 °C und 10 Minuten bei 150 °C backen. Dann im ausgeschalteten Ofen nachbacken lassen. Den Rand vorsichtig mit einem Messer lösen,

5719inmould

abkühlen lassen und den Kuchen lauwarm vorsichtig von der Form nehmen. Abkühlen lassen.

5719proper

Für den Guss Kakaobutter mit Honig in einer kleinen Pfanne auf niedriger Einstellung zerlassen, in das Kakaopulver einrühren und den Kuchen von allen Seiten (außer von unten <G>) mit dem Guss bepinseln.

5719choc

Rezepte ganz einfach…

Kommentar vom 27. August 2009: Marmorkuchen: Ich habe ein einfacheres Rezept!

Einmal in der Woche stelle ich ein Rezept in YouTube ein. Ursprünglich dafür gedacht, dass die Besucher meiner Website sich diese Filme auf diese Weise problemlos ansehen können, hat sich auch in YouTube eine kleine „Fan-Gemeinde“ gebildet, die diese Filme regelmäßig anschauen.

In der 34. Kalenderwoche nun präsentierte ich einen Marmorkuchen. Das Besondere an diesem Kuchen ist, dass er nicht nur das Prädikat „vollwertig tiereiweißfrei im Sinne von Dr. Bruker“ trägt, so wie ich mich ja nun einmal ernähre. Ich habe auch schon Marmorkuchen mit Creme fraiche, Sahne und Butter gebacken. Dieser Kuchen nun ist aber völlig ohne tierisches Eiweiß gebacken. Wäre nicht der Honig drin, könnte ich ihn „vegan“ nennen. Er ist sehr lecker, ich habe ihn auf der Grundlage eines Rezepts von einer veganen Schweizer Website geschaffen – dort findet natürlich Zucker, Stärke usw. Verwendung.

Kaum stand der Marmorkuchen also in YouTube, erschien auch schon ein Kommentar von XXX:

viel zu kompliziert ich hab ein einfacheres rezept was eigentlich recht gut schmeckt ;)?

Ich finde das Rezept zwar nicht kompliziert und bevorzuge auch Dinge, die richtig schmecken, gegenüber Dingen, die nur eigentlich recht gut schmecken (was natürlich eine Formulierungsnachlässigkeit der Verfasserin sein könnte), bin aber natürlich immer offen für Verbesserungsvorschläge und habe deshalb um das Rezept gebeten. Die Verfasserin hat es auf ihrem Blog veröffentlicht, auf dem ich dann folgendes Rezept fand:

370 g Mehl
125  g Speisestärke
200 g Zucker
300 ml Sojamilch
1 Tütchen Backpulver
5 TL Kakao
[Erst im Text erwähnt: Margarine, keine Mengenangabe]
Euren Backofen heizt ihr vor – auf  180 grad.
Zu euren Zutaten vermischt ihr zuerst die Magariene mit dem Zucker . ( ca. 3 min mit dem Rührgerät ! )
Anschliessend vermengt ihr die restlichen Zutaten mit einem Rührgerät 😀 . Das ganze macht ihr etwa 3 minuten ! Nun gibt ihr den einen Teil in eure Backform , in den restlichen Teig wird das Kakaopulver eingerührt und anschliessend auch in die Backform gegeben. Nun das ganze in den backofen und zwar für ganze 60minuten! Dannach muss der Kuchen auskühlen und ist essfertig
.

Beim Lesen der Zutaten fiel mir natürlich der Unterkiefer etwas herunter. Ich schrieb dann auch an die YouTube-Kommentatorin: Das Rezept ist aber mit Zucker, Speisestärke und Soyamilch. Alles Dinge, die für Vollwertler nicht in Frage kommen 🙂

Ihr Antwort: 😀 stimmt . Ich bin aber veganerin xD Mich ist es also okay

Das haut mich dann doch um, sie ist nämlich regelmäßige Besucherin meines YouTube-Kanals. Und dann habe ich noch ihren privaten Blog gelesen, wo sie sich selbst (in der dritten Person) beschreibt. Dort lese ich, Zitat: „Sie hat Asthma.“

Noch Fragen?