RIP Morphy Richards Mixstar

Nun, gestorben ist er nicht wirklich, mein heißgeliebter Mixstar – aber es gibt ihn nur noch in einem Onlineshop, in dem ich nicht kaufe. Warum interessiert mich das? Ich hätte gern eine zweite Schüssel und einen zweiten Einsatz für die Teigschläger. Dann wäre die Arbeit noch einfacher. Gestern habe ich für einen Mohnkuchen die Eier mal brav getrennt, erst Eischnee geschlagen, den dann umgefüllt und den Restteig hergestellt. Da musste ich mir doch mehr die Finger dreckig machen, als mir das so zwischendurch lieb ist. Bei Hagen Grote ist er nicht mehr im Programm, ich werde zwar trotzdem mal nach Einzelteilen fragen, mache mir aber keine große Hoffnung.

Dabei habe ich doch den besten Eischnee meines Lebens mit dem Mixstar bekommen….

Die Mohntorte ist köstlich geworden – überhaupt nicht vegan (liegt auf der Hand wegen der Eier), nicht vollwertig (wegen des Zuckers), aber immerhin: glutenfrei 🙂

Morphy Richards: Pizza

Bisher gefällt mir der Mixstar sehr gut. Meine bange Frage war jedoch: Schafft das Gerät auch kleinere Teigmengen, wie z.B. meinen Pizzateig (235 g Mehl und 155 g Flüssigkeit)? Würde der Mixstar das schaffen, hieße das: Ja, ich behalte das Gerät. Wenn nicht, wäre es überflüssig.

Was ließ mich denn daran zweifeln, dass diese Teigmenge gut verarbeitet wird? Nun, die Teigkneter haben einen für meinen Geschmack relativ hohen Abstand zum Boden und auch zum Rand.

Zu meiner großen Freude schaffte der Mixer es bestens. Das folgende Foto habe ich nach 1 Min. und 44 Sek. aufgenommen (was ich ja am Zähler ablesen kann).

Es bleibt sehr wenig Teig hängen. Der gleiche Teig im Thermomix bedeutet einiges Herumzupfen am Messer und an den Wänden.

Hier bleibt nach 4 Min. Knetzeit kaum etwas hängen:

Der Teig ging nicht ganz so rasant wie sonst. Das aber liegt an den mittelwarmen Außentemperaturen gestern. Das heißt, die Heizung unter der Fensterbank ist ausgeschaltet. Der Rolladen ist halb heruntergelassen. Der Teig hatte also nicht wie sonst einen warmen Untergrund, nur niedrige Raumtemperatur. Beim Backen hat das keinen Unterschied gemacht.

Die große Schüssel passt auch prima in meine Spülmaschine:

Noch einen kleinen Wermutstropfen habe ich zu vermelden: Die Schüssel lässt sich nicht mit einer Hand halten. Zum Ausgießen ist das schade. Eine kleine geriffelte Eingriffmulde unten an der Schüssel könnte da helfen. Aber auch dann würde es mit kleinen Händen schwierig sein. Das ist kein Drama, aber eben verbesserungswert.

Genauso vermisse ich eine kleine Ausgusswölbung oben an der Schüssel. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob beide Punkte in der Herstellung sehr viel komplizierter und und das Gerät dementsprechend teurer wäre. Beim Ausgießen des Gusses für den Kuchen von gestern wäre das hilfreich gewesen.

Ob die Plastikteile sich über die Zeit bewähren, kann ich noch nicht sagen. Für anfällig halte ich den recht dünnen Deckel und die beiden Kunststofflaschen, die den Einsatz für die Schneebessen / Teigschläger halten. Das aber kann nur häufige Nutzung zeigen.

Ich habe 199,90 Euro ohne Porto bezahlt. Häufig habe ich ihn im Internet nicht angetroffen, nur in einem anderen Onlineshop, bei dem ich nichts kaufe. Und dort ist er 20 Euro teurer. Bei Ebay gibt es derzeit fünf Angebote, die alle bei um die 250 Euro und mehr liegen.

Für mich persönlich ist das Gerät auf jeden Fall eine gute und sehr praktische Wahl.

Morphy Richards: Etwas Kritik

Eric findet es toll, dass ich eine neue Küchenmaschine habe. Der Nachschub an Essbarem und Süßem steigert sich. 😉

Gestern also wollte ich einen Apfelkuchen machen, der aus drei Schichten besteht: Rührteiggrundlage, Äpfel und eine Sahnedecke.

Eigentlich hätte sich ein Marmorkuchen eher für so einen Test geeignet, aber wir hatten Hunger auf einen Obstkuchen. Zuerst habe ich Butter und Zucker schaumig geschlagen:

Voller Begeisterung für den ganzen Krempel hatte ich leider das Ei vergessen und wunderte mich nach der Mehlzugabe über die Festigkeit des Teigs.

Die „Schlagbesen“ haben das aber gut ausgehalten.

Sehr praktisch sind die beiden Schaber: einer hält die Wand (relativ) sauber, der andere den Zylinder in der Mitte.

Nachdem ich noch Hafermilch hinzugegeben habe, wurde es auch ein schöner Teig. Schon da habe ich eines gelernt: Besser erst die trockenen Zutaten in die noch offene Schüssel geben, es fällt sonst falsch und eher oben auf die Einrichtung in der Mitte. Außerdem habe ich den Löffel zu tief reingehalten, als ich etwas Mehl nachher einfüllen wollte, und es machte „zack“, der Löffel geriet zwischen die Teigschläger. Zum Glück ist nichts passiert, weder mein Arm noch der Rührer sind deformiert, 😉 aber eine Lektion hatte ich intus.

Dann sollte die Maschine auch den Sahneguss meistern. Dafür waren erst einmal drei Eier schaumig zu schlagen. Logisch wäre es gewesen, dafür die Schneebesen einzusetzen – aber das war mir zu lästig. Dazu weiter unten mehr bei meinen Kritikpunkten.

Es ging aber auch so. Statt saurer Sahne habe ich eine Skyr-Frischkäsemischung genommen. Der Frischkäseanteil blieb teils etwas kleinklumpig, was aber durchaus an meiner Ungeduld liegen könnte.

Mittlerweile bin ich deutlich sicherer im Zusammenbau der Teile und Einsortieren in den „Ordnungsbehälter“.

Auch wenn das jetzt kein Härtetest (mit einem 500-g-Mehlanteil) war, so bin ich bisher mit dem Teigergebnis zufrieden. Ich habe mittlerweile aber auch Nachteile entdeckt, die mehr mit der „Organisation“ und dem „Platz“ zu tun haben.

Nachteile

Das Gerät ist kompakt. Aber wenn ich es benutzen will, muss ich ja den Einsatz für die Geräte herausnehmen und irgendwo ablegen. Wenn ich nicht gerade die Schneebesen nutzen will, muss ich sie trotzdem herausnehmen, um an die anderen Dinge zu kommen.

Hier liegen die Rührbesen wie ein Insekt auf dem Rücken. Die Knethaken funktionieren für sich, kein Problem. Aber die Teigschläger (blau) muss ich statt der Rührbesen in die Halterung einsetzen: Halterung öffnen mit zwei Kunststoff-Laschen, jeden Rührbesen einzeln herausziehen, jeweils Teigschläger einsetzen, in die kleine Einheit drücken. Klingt jetzt vielleicht nach noch mehr, als es eigentlich ist – aber wenn die Rührbesen oder Teigschläger schon benutzt sind, wird das ein teigiges Vergnügen.

Dazu kommt, dass die Rührbesen die oberste Einheit sind, die ich herausnehmen muss, wenn ich an die anderen beiden Rührer kommen will. Das finde ich extrem unpraktisch. Wer macht den mehr Ei-Schnee als Teige? Da bin ich sicher nicht die Einzige. Mag sein, diese Anordnung ist die einzige, die so ein praktisches Zusammenstecken ermöglicht. Handlich ist sie trotzdem nicht.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die Größe der Schüssel. Ich habe zum Glück eine Waage, auf der ich auch Größeres wiegen kann. Dazu kommt, dass ich die Schüssel nach dem Wiegevorgang noch in die Grundhalterung einrasten lassen muss. Wie das bei größeren Mengen funktioniert, weiß ich nicht. Beim Thermomix ist das kein Problem, den muss ich quasi nur von oben in die Halterung drücken. Hier aber muss ich drehen und einen „Rastpunkt“ finden.

Wenn der Mixstar auch noch den Pizzateig schafft, werde ich sie behalten. Der Pizzateig ist relativ wenig an Menge. Da bin ich nicht so sicher, ob die Knethaken greifen. Aber ich werde berichten. 🙂

Würziges Dinkelbrot

Ein Vollkornbrot mit der Morphy Richards

Freigeschoben; nach einem Rezept von einer Packung „Bio-Dinkelflocken zart“ von Kölln; erster Teigversuch mit der Morphy Richards

  • 220 g Dinkelflocken zart
  • 200 g kochendes Wasser

Kochendes Wasser in der Rührschüssel über die Flocken gießen, mit den Knethaken mixen und 20-30 Min. quellen lassen (Vorgabe: 1 Std.)

  • 500 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 1 EL (= 17 g) Salz
  • 1 gestr. EL Brotgewürze (Brecht)

Trockene Zutaten in einer Schüssel mit dem Löffel verrühren.

  • 150 g Hafermilch
  • 200 g warmes Wasser
  • 2 P Trockenhefe
  • 1 TL Vollrohrzucker

Mit einem Teelöffel verrühren.

Erst die Flüssigkeit in die Rührschüssel mit den Flocken geben und 20 Sek. auf Stufe 2 rühren. Mehlmischung zugeben und 5 Min. kneten (praktisch der Zähler!). Wie in der Bedienungsanleitung angegeben, geht der Teig gegen den Deckel, den habe ich dann abgenommen. Hat gut geknetet. Mit den Händen kurz durchkneten und zu einer Kugel unter Spannung formen. In eine passend große Schüssel geben, mit einem Tuch abdecken und in den Ofen stellen. Bei 35°C Ober-/Unterhitze 30 Min. gehen lassen (im Winter würde ich die Teigschüssel einfach auf das Fensterbrett stellen).

Nach der Gehzeit nochmal durchkneten und ein rundes Brot formen.

  • 1-2 EL Hafermilch
  • 1-2 EL Dinkelflocken zart

Mit Hafermilch bepinseln und mit Dinkelflocken bestreuen. Mit einem scharfen Messer mehrmals kreuzweise einschneiden.

Eine große Schüssel über das Brot stülpen und den Heißluftofen auf 180°C vorheizen, auf dem Boden steht eine feuerfeste Form mit Wasser.

Backzeit bei 180°C: 50 Min.

Das Brot ist sehr flach geworden. Ich habe es gehen lassen, während der Ofen aufheizte. Vermutlich wäre es besser, der Ofen ist schon heiß und das Brot wird direkt nach Formen eingeschoben.

Sehr lecker ist es allemal! Bei einem nächsten Versuch würde ich das Bestreuen mit Haferflocken weglassen. Das ist eine unheimliche Sauerei – kaum schaut man das Brot an, fallen sie schon in alle Himmelsrichtungen. Außerdem würde ich nur 1 P Trockenhefe nehmen und länger gehen lassen.

Die neue Küchenmaschine

Heute, als wir vom Shoppen heimkamen, stand ein großer Karton vor der Tür. Das konnte nur eines sein 🙂 Wir haben uns also ans Auspacken begeben. Dabei stellte sich heraus: Der Mixer ist von der Firma morphy richards. Eine mir neue Marke, aber Eric berichtete, dass es eine bekannte englische Marke ist, von der schon seine Mutter Geräte benutzt hatte.

Der „Mixstar Mixer“ ist wirklich sehr kompakt. Wenn ich einen meiner Schränke mal gründlich ausmiste, kann ich ihn sicher auch dort unterbringen, da sich die Schüssel von der Grundeinheit abnehmen lässt. Beide Teile für sich sind auch nicht zu schwer.

Macht man das Paket auf, liegt auf der eigentlichen Verpackung eine Mappe mit der Rechnung. Ich konnte nämlich, obwohl ich zum ersten Mal Kunde bin, auf Rechnung bezahlen. Paypal wird interessanterweise nicht angeboten.

Das ist schön übersichtlich 🙂

Dann habe ich die Bedienungsanleitung gelesen. Die ist ein wenig lustig, weil die Übersetzung vor allem der Rezepte nicht von guten Deutschkenntnissen oder Backwissen zeugt. Fertigmehl – was soll das sein? Gut gefällt mir auch „7 g Beutel schnellwirkende Trockenhefe“. Nee, klar, die kaufe ich immer. 😉 Und „milchfreier Mozzarella“? Mandelbutter? Auf deutsch heißt es „veganer Mozzarella“ und „Mandelmus“. Nun ja.

Die Bedienungsanleitung enthält, wie heute häufig, mehrere Sprachversionen. Die deutsche Version geht von S. 46 bis 57, einschließlich Inhaltsverzeichnis und Gewährleistungshinweisen. Und trotzdem sind noch einige Rezepte enthalten, die das Prinzip des Geräts verdeutlichen. Die Benutzung scheint mir einfach. Die Teil (Schüssel und die Rührgeräte) können in die Spülmaschine: Hurra!

Mal sehen, ob ich morgen Backlust verspüre. Die derzeitigen Temperaturen sprächen eher dagegen.