Nutrition Mixer von Mr. Magic

14. Jan. 2015: Ein Gerät im Test

Ich bin süchtig. Süchtig nach technischen Geräten, vor allem wenn sie im Sonderangebot sind. Und so konnte und wollte ich nicht widerstehen, als mir der Netto-Prospekt ein Gerät für einen wahrlich erstaunlichen Preis vorschlug: 700 Watt, kleiner Mixer aus dem Hause Mr. Magic, für 50 Euro. Bestellt, bald geliefert (hier).

Gleich beim Auspacken fiel mir auf: Er ist deutlich größer als der Mr. Magic.

NutritionMixer (1)

Im Lieferumfang enthalten sind 3 Deckel (einer mit Löchern, brauche ich nie; einer zum Mitnehmen von Getränken und ein einfacher Verschluss) für 3 Becher: 2 kleine (je 350 ml) und 1 großer (700 ml), und zwei Messer. Diese Füllmengen sind auch gleichzeitig die maximalen Füllmengen und deutlich in schwarz auf den Bechern markiert, das finde ich hilfreich.

Die Verarbeitung scheint mir – ich habe ihn ja noch nicht so lange – sehr gut. Vor allem die „Gummiteile“ am Motorblock und unter dem Messer, die beim Mr. Magic immer wieder verschleißen, sind aus deutlich härterem Kunststoff, so dass ich mir ein längeres Leben verspreche (der neue rechts).

NutritionMixer (5) NutritionMixer (4)

Leider ersetzt der Nutrition Mixer nicht den kleinen Mr. Magic… die Becher sind nun mal größer und demnach kann er ganz kleine Mengen nicht wirklich gut verarbeiten (Foto: die Nüsse bekommt er da nicht klein). Er ersetzt natürlich auch keinen Vitamix. Aber wie schon der kleine Mr. Magic arbeitet er sehr gut.

NutritionMixer (6) NutritionMixer (7)

Die Kraft, die er aufbringt, ist schon beeindruckend. Ich habe heute Kekse gebacken, bei denen ich sonst die flüssigen Zutaten im Thermomix püriert habe. Da traute ich meinen Augen nach 45 Sek. Nutrition Mixer nicht: es war eher eine Creme als eine Flüssigkeit. Auch die Mangomasse (40 g getr. Mango, 20 g Cashews, 300 g Wasser) für das Freitagsfrühstück hat er blendend hinbekommen. Ich hatte zwar zur Vorsicht eingeweicht, aber das habe ich im Thermomix auch.

NutritionMixer Mango

Genau wie der Magic kann er leider nur zerschlagen, Nüsse nicht hacken. Eines der flachen Messer ist gezahnt, die hochstehenden Messer sind jetzt mehr an der Zahl.

Die Beschränkungen sind die gleichen wie beim Magic: kein Inhalt über 50°C, genug Flüssigkeit, Messer nicht in die Spülmaschine, auf die Dichtungsringe achten. In der Anleitung steht ausdrücklich, dass mit dem flachen Messer ausschließlich trockene Zutaten verarbeitet werden dürfen, das scheint mir neu.

Was mich wirklich stört sind diese blöden Saugnäpfe als Füße. In meiner Jugend wurden Handtuchhaken mit solchen Dingern an die Wand „gesaugt“ – und hielten bei mir nie. Da Küchenmaschinen bei mir keinen ewig festen Platz haben und ich ja auch die Fläche darunter einmal reinigen möchte, weiß ich nicht, warum ich das Gerät festsaugen soll. Es (links das neue Gerät) steht daher aber nicht so fest wie der kleine Bruder. Einfache Gummifüße wären mir da lieber gewesen.

NutritionMixer (2) NutritionMixer (3)

Für den Sonderpreis von 50 Euro, den ich bei dieser Aktion bezahlt habe, bin ich sehr zufrieden. Dadurch, dass das Messer in die Becher geschraubt wird, ist das Gerät eben sehr einfach zu reinigen.

Wer keine Dauerbelastung benötigt, sondern nur Smoothies für eine Person, Breis und Soßen herstellen möchte, ist hier bestens bedient. Wie er sich nach 2 oder 3 Jahren macht, weiß ich nicht.

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Mr. Magic Angebot

Eine Leserin machte mich gerade darauf aufmerksam, dass der Netto-Onlineshop den Mr. Magic für 19,99 Euro im Angebot hat. Allerdings VORSICHT: Es ist nicht die Komplettversion mit 18 teilen (nur 1 Messer, jeweils nur 1 Becher): hier

Auch sollen Gemüsehobel und Spirali dort sein.

Danke an die Leserin für das wache Auge!

Magic Maxx, Mr. Magic – ich liebe sie beide :-)

13. Mär. 2015: Der beliebte Magic Maxx

Wie hält mein Magic möglichst lange? Ein Beitrag aus der VWK-Fok-Gruppe in Facebook

Der Magic Maxx (Mr. Magic oder wie sie alle heißen) ist ein tolles Gerät zu relativ kleinem Preis. Er hat aber auch so seine Tücken. Daher hier meine Tipps, was ich heute beherzige und warum ich glaube, dass meine Maxxe nun länger halten.

In einem ist die Betriebsanleitung ganz wichtig: niemals länger als 1 Minute laufen lassen, dann 15 Min. pausieren. Okay, die 15 Min. halte ich nicht immer ein, aber ich lasse schon einen Wecker mit Sekundenanzeige mitlaufen, wenn ich weiß, die 1 Minute könnte kritisch werden. Ich warte anschließend mindestens 5-10 Min.

Das richtige Messer für die richtigen Zutaten verwenden. Trocken (Nüsse) und soßig (Dressings) für das flache, nass und stückig (Früchte, Fruchtbreie usw.) für das hochstehende Messer.

Genug Flüssigkeit verwenden, wenn Nasses verarbeitet wird. Auch der Vitamix braucht beispielsweise für perfekte Ergebnisse eine gewisse Flüssigkeitsmenge – nur schrottet er nicht gleich, wenn ich das nicht beherzige 🙂 Eine Grammangabe kann ich nicht machen, weil sich das auch nach dem Flüssigkeitsgehalt der enthaltenen Zutaten richtet.

Becher niemals abnehmen, solange das Messer nicht völlig still steht. Einer meiner großen Fehler am Anfang!

Vorsichtig beim Aufsetzen. Manchmal „passt“ das Messer nicht sofort auf den Motorblock, dann drehe ich ein bisschen an der Gummikupplung auf dem Motorblock und dann geht es, aber nicht draufzwingen.

Festhalten des Bechers während das Messer läuft. Das ist in meiner Erfahrung auch ganz wichtig! Früher habe ich dann irgendetwas anderes gemacht, aber das war ganz schlecht.

Keine zähen, klebrigen Dinge ohne genügend Flüssigkeit verarbeiten, und dann möglichst auch nur eingeweicht. Mein Abenteuer, weiche Datteln einfach so im Magic zu „vermusen“ endete mit einem Magic-Desaster 🙂

Wenn das Messer die Masse (Fruchtstücke) nicht packt, lieber aussetzen, mit einem Löffel durchrühren und erneut aufsetzen.

Eine gute Küchenausstattung

6. Feb. 2015: Ausstattung

Diesen Text hatte ich als Beitrag in meiner Vollwert-FoK-Gruppe veröffentlicht. Dort steht er auch immer noch als Datei zur Verfügung.

Ausstattung für eine Vollwertküche

(VWK = Vollwertkoch; FoK = forks over knives / Gabel statt Skalpell)

Was braucht der Vollwertler? Eine Mühle und ein Messer.
Was braucht der FOKler? Ein Messer und drei Päckchen Pacos 🙂

Damit will ich sagen: Grundsätzlich kann jede vernünftige Ernährungsform mit geringem technischen Aufwand betrieben werden. Es gibt ein paar Dinge, die das Leben durchaus einfacher machen. Die Geräte, die ich im folgenden als „notwendig“ bezeichne, sind ganz klar notwendiger Luxus. Beispiel: Ein Bauer kann mit Pferd und Egge sein Kornfeld pflügen oder mit einer modernen Maschine. Getreide wächst auf beiden Feldern, ist eben nur die Frage, welcher Aufwand betrieben wurde.

Wer Vollwertkost mit FoK Einfluss leben möchte, hat ein paar andere Ansprüche als ein normaler Vollwertler und erst recht als ein „normaler“ FoKler, was die Küchenausstattung betrifft.

Ich setze eine „normale“ Küche voraus und erwähne Herd/Backofen und Handrührgerät nicht noch in der Liste.

  • Eine Mühle ist auf jeden Fall auf der Pflichtliste
  • Weiterhin empfehle ich einen Magic Maxx / Mr. Magic. Diesen kleinen Mixer (bitte darauf achten, dass im Set 18 Teile, vor allem 2 Messer enthalten sind) gibt es immer wieder einmal als Angebot, und
  • einen Schnellkochtopf. Für viele Dinge werden Hülsenfrüchte gebraucht. Selbst mit Einweichen kochen Kichererbsen noch sehr lange und müssen beaufsichtigt werden. Es gibt auch Schnellkochtöpfe für kleine Mengen, bei denen die Mindestwassermenge nur 150 g beträgt, sonst sind das 250 g. Es gibt auch immer wieder Sonderangebote, so habe ich z.B. einen zusätzlichen 6-Liter-Topf im Sommer 2014 für 40 Euro erworben;

Zur gehobenen Ausstattung, die aber sehr nützlich ist, zähle ich:

  • einen Hochleistungsmixer. Er ist „nicht nötig“, aber erleichtert doch die Arbeit erheblich und macht viele Dinge einfach schöner als sie im Kochtopf möglich sind. Mit einem Hochleistungsmixer lassen sich die von mir gerne genutzten „Stützcremes“ einfacher herstellen als mit einem Topf, aber es geht auch alles ohne und bei Gelegenheit werde ich dann auch Beispiele geben, wie es anders funktioniert.
  • Börner-Hobel für geschickte Menschen, aber mir ist das Teil zu scharf 🙂

Diese Dinge sind wie gesagt nicht lebensnotwendig, es geht auch ohne – aber sie geben manchmal eben diesen kleinen Kick.

  • Küchenmaschine, Thermomix, Speedy und Flocker sind nett – aber wer keine schöne große Küche hat, muss eben gut überlegen. Eine Küchenraspel brauche ich ganz selten, ein Messer tut’s auch. Das sagte mir auch vor kurzem die Mutter einer 6-köpfigen Familie.

Magic Maxx – Mr. Magic

Endlich gibt es den 18-teiligen Magic Maxx/Mr. Magic (baugleich) mal wieder zu einem erträglichen Preis, Kodi hat ihn seit gestern für 29,95 Euro im Angebot (grün-weiß). Online gibt’s ihn auch: hier.

Auch eine gute Möglichkeit, sich einen auf Halde zu legen…

Ist ja eines meiner Lieblingsteile in der Küche – kein anderes Gerät mahlt 3 Mandeln oder macht cremige Dressings auch in kleineren Mengen. Den Entsafter und den Mixer brauche ich zwar nie, aber diese Ausgabe hat beide Messer – das flache zum Mahlen, das hochstehende zum Mixen.

(Eigentlich sollte die Firma mir Provisionen geben hihi).

Was brauche ich wirklich?

15. März 2014: Grundausstattung einer Vollwertküche

Beitrag auf Leserwunsch 🙂

Die Basisausstattung ist einfach: eine Getreidemühle, ein Messer. Vielleicht auch zwei Messer.

Ich meine das jetzt nicht als Witz, es ist einfach so. Okay, man kann dann gewisse Dinge nicht machen, aber die sind Luxus, und leckeres Essen geht auch ohne. Dazu kommt, dass ja auch praktisch jeder bei der Umstellung bereits eine eingerichtete Küche besitzt. Da gibt es ein Handrührgerät oder einen Stabmixer, sicherlich den einen oder anderen Topf und eine Pfanne. Das Einzige, das ich wirklich unverzichtbar für eine funktionierende Vollwertküche im Gegensatz zur Normalküche halte, ist die Getreidemühle.

Töpfe und Pfanne(n) halte ich für die Grundausstattung jeder normalen Küche, deshalb erwähne ich sie nicht. Ein Schnellkochtopf ist heute für mich wegen der Hülsenfrüchte enorm wichtig und sicher eines der ersten Dinge, die ich wieder kaufen würde, wenn mir irgendwie klammheimlich über Nacht meine Küche abhanden käme. Das ist aber unabhängig von der Vollwerternährung.

Direkt nach der Mühle kommt für mich ein Magic Maxx, baugleich mit Mr. Magic, eine Alternative ist der Personal Blender, den ich aber überteuert finde und außerdem hat er kleinere Becher. Diese Geräte schaffen vieles, was nicht einmal große Geräte können, sodass ich – wäre meine Küche leer – einen Magic Maxx noch vor Vitamix oder Thermomix kaufen würde.

Was die Vollwertküche auch von der normalen unterscheidet, ist der Bedarf an großen Schüsseln. Wenn mal so ein richtig schönes Sauerteigbrot gebacken werden sollte… muss eine Schüssel schon drei Liter fassen, was normale Rührteigschüsseln z.B. nicht tun.

Backformen kann ich fürs erste aus der Normalküche übernehmen. Schöner ist es, wenn ich dann Spezialbrotbackformen habe, weil sie im Verhältnis höher sind und das Ergebnis auch mehr aussieht wie ein Brot. Wer immer freigeschobenes Brot backt, hat diese Sorge nicht. Ich empfehle fürs Brotbacken nach wie vor die Profi-Emai.-Formen von Dr. Oetker. Sie sind förmlich unverwüstlich und unbeschichtet (dafür muss man sie gut einfetten, aber das muss man praktisch alle Brotformen).

Ebenfalls wichtig finde ich die Bio-Snacky-Gläser zum Keimen. Sie sind so unproblematisch in der Verwendung und deutlich einfacher als Schüssel und Sieb zu handhaben, obwohl auch das geht. Und mit unter 6 Euro sind sie wirklich preiswert.

Auf die Dauer ist auch eine Gemüseraspel hilfreich, denn gerade für mehrere Personen Gemüse für die reichliche Rohkost mit einem Messerchen zu schneiden, wird zu einer aufwändigen Geduldsaufgabe.

Dies alles sind wichtige Dinge, nicht unbedingt notwendig, aber auch kein Luxus. Der Luxus beginnt bei: Spezialpfannen, Wok, großen Küchenmaschinen und dann natürlich auch Vitamix und Thermomix. Wobei diese Geräte natürlich in jeder Küche, wo noch richtig gekocht wird, phantastische Helfer sind.

Gerne witzele ich über ein anderes Vollwertler-Phänomen: der zweite Kühlschrank. Wer viele Dinge selbst herstellt, braucht mehr Kühlschrankplatz als der Normalbürger, und auch das viele frische Gemüse will gut verwahrt werden. Da können wir aber günstig auf gebrauchte Geräte zurückgreifen. Besonders geeignet sind die Biofresh-Kühlschränke. Ich selbst habe (noch) keinen, aber weiß aus zwei glaubhaften Quellen, dass sich Gemüse unverpackt locker zwei Wochen hält!

Gastbeitrag zum Personal Blender

21. April 2012: Erfahrungen mit dem Personal Blender – ein Gastbeitrag

ACHTUNG: Unter dem Beitrag steht eine kleine Umfrage. Dieser Gastbeitrag traf bei mir ein, während das Preisausschreiben läuft. Die Leserin selbst hat kein Zusatzlos dafür beantragt, als ich sie fragte, ob ich ihre Mails verwenden kann. Was meint Ihr: Soll sie ein Zusatzlos erhalten, weil sie ja ohne Schielen auf Vorteile Text zur Verfügung gestellt hat, oder soll ihr Beitrag unter die Grenze 6. April fallen?

Nachdem mein erster Magic Maxx recht schnell den Geist aufgab, hatte ich mir ja einen Personal Blender bestellt: angeschaut und zurückgeschickt, denn er hatte, wie ich auf einen Blick sah, dieselbe Schwachstelle wie alle dieser Geräte: die Gummiverbindung zwischen Motorblock und Messer. Hier nun ein spontaner Erfahrungsbericht einer Leserin, den ich anonym veröffentlichen darf:

Ich hatte einen Personal Blender, der nach ca 5 Jahren defekt war, was ich schon ein wenig verwunderlich finde, da es ja ein recht hochpreisiges Gerät ist und immer betont wird, er sei nicht mit den Nachbauten zu vergleichen, weswegen ich mich damals auch für das Gerät entschieden habe. Ich hab das  Gerät gar nicht so oft verwendet, aber die Antriebsschraube hat sich abgenutzt und griff nicht mehr in die Mahlwerke, der PB funktionierte daher schon eine ganze Weile nicht mehr gut und dann ging plötzlich gar nichts mehr. Ich hätte also das Antriebsteil und die Mahlwerke, bei denen sich das schwarze Gegenstück zur Antriebsschraube auch abgenutzt hatte, neu gebraucht.

Nach freundlicher Auskunft von Keimling (da hatte ich den PB damals gekauft), wäre eine Reparatur kein Problem und man hätte mir auch einen Kostenvoranschlag erstellt, aber die Reparatur mitsamt Porto (ich hätte das Gerät ja einschicken müssen) und den neuen Teilen hätte, da die Garantie ja nicht  mehr besteht, soviel gekostet, dass sich das nicht im Geringsten rentiert hätte. Ich möchte aber betonen, dass ich bei Keimling am Telefon sehr freundlich informiert wurde, was es für Möglichkeiten gibt, aber das war dennoch für mich keine wirkliche  Alternative, deshalb habe ich den schrottreifen PB einfach entsorgt und mir den Mr. Magic bestellt: Das kam mich weit günstiger als eine Reparatur, da sind für knapp 30 Euro 18 Teile im Set und alles sieht eigentlich genau so aus, wie beim PB, ich merke da verarbeitungstechnisch jetzt von der Optik her, was die Wertigkeit vom ersten Eindruck her angeht, kaum Unterschiede.

Nach einigen Wochen Nutzung nun bin ich mit dem Magic sogar fast noch zufriedener, ich hab den Eindruck, er hat noch mehr Schmackes beim Mixen und ich finde die etwas größeren Behälter viel praktischer, beim PB sind die definitiv etwas kleiner!

Das Preis-Leistungsverhältnis ist natürlich im Gegensatz zum PB, der in ähnlicher Version damals ca. 120 Euro gekostet hat, super! Ich hoffe, der Magic hält mir eine Weile, sollte ich nach ein paar Jahren einen neuen brauchen, hat sich das preislich immer noch mehr als rentiert!

Nochmal zu den angebotenen Möglichkeiten: Nur aufgrund der Infos, die man mir am Telefon ungefähr genannt hatte, wäre ich mit Porto, Reparatur und den neuen Mahlwerken bestimmt auf mindestens 50 bis 60 Euro gekommen. Allein die Reparatur der Antriebsschraube des Motorblocks wurde mit mindestens 30 bis 35 Euro beziffert. Dabei habe ich das Gerät wirklich nicht täglich benutzt, eher einmal die Woche, da ich ja auch einen Thermomix hab und mehr mit ihm arbeite. Daher habe ich mich schon über die doch recht kurze Lebensdauer gewundert.

Bei Keimling sagten sie, dass das Problem, dass die Antriebsschraube und damit ja auch die Mahlwerks-Schrauben kaputt gegangen sind, daran liegen könnte, dass ich den Becher öfter vom Gerät genommen hab, noch bevor der Motor ganz aufgehört hätte, sich zu drehen. Ich kann das nicht völlig ausschließen, aber eigentlich glaub ich schon, dass ich das Gerät vorschriftsmäßig bedient habe, all meine anderen Küchengeräte erfreuen sich schon länger einer guten „Gesundheit“ ;), will sagen, ich bin keine Geräteschrotterin 🙂 Ich kann mich auch nicht erinnern, dass das in der Anleitung steht.

Nur nochmals zum besseren Verständnis: Ich hab mich ehrlich gesagt schon ein bisschen geärgert, dass ich für ein ca. 4 Jahre altes Gerät um die 50 bis 60 Euro berappen soll (es wären insgesamt wohl eher 60 Euro oder mehr geworden, denke ich), um dann aber ja kein neues Gerät und auch keinen neuen Motorblock zu haben, es wäre ja nur die Schraube aus Gummi ausgetauscht worden, das finde ich ehrlich gesagt, unsinnig. Ab um die 70 Euro war damals glaub ich, der PB 100 zu haben, mit weniger Zubehör als der PB 200, den ich hatte, da kann ich mir ja dann gleich einen neuen kaufen, bei den Kosten, die mir hier insgesamt entstanden wären, dann hab ich aber ein neues Gerät. Und ich hab extra das teure „Markengerät“ damals gekauft, weil ich dachte, wenn mal was ist, hast du sicher guten Service dabei…

Bei Reparaturkosten , die mit Porto und Neuteilpreis für die beiden Mahlwerke, die ich als Folge des Ursprünglichen Problems ja auch neu gebraucht hätte, auf einen Preis fast annähernd eines neuen Gerätes zu kommen, das macht doch dann keinen Sinn für Kunden, sich unter diesen Umständen für ein teures Markengerät zu entscheiden, finde ich… Wenn der Magic mal nach zwei Jahren hin ist, dann kann ich für knappe 30 Euro das ganze Set neu haben, das finde ich dann doch preislich interessanter!

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So ein netter kleiner Mixer: Wie lange hält er?

Kommentar vom 8. September 2009: Mr. Magic, Magic Maxx oder wie sie alle heißen

Wer über meine Website kommt oder meine Youtube-Filme kennt, weiß, dass ich quasi untrennbar mit einem dieser kleinen Mixer verbunden bin. Das Gerät hat meine Küche einfach um viele Möglichkeiten bereichert.

Ich habe mir jetzt schon den dritten Mr. Magic gekauft (manchmal anderer Firmenname, aber sie sind baugleich). In meiner Küche stehen eine Küchenmaschine, ein Thermomix und ein Krupps Speedy Zerkleinerer – und seit über einem Jahr auch ein Mr. Magic. Viel Schlechtes hatte ich davon gehört und so ging ich kritisch daran. Aber ich muss sagen: Ich bin immer noch restlos begeistert.

Den ersten habe ich selbst ruiniert, das ist mir klar, hatte einfach nicht nachgedacht und Trockenfrüchte versucht zu zerkleinern, ohne Flüssigkeit. Da schleift das Gummi ab, das mit dem Motor verbindet. Der zweite Magic hat ein Jahr gehalten, wobei ich da schon wirklich vorsichtig war. Andererseits habe ich das Gerät mehrmals täglich im Einsatz, mit Heißem, mit Kaltem, mit Nüssen, Getreide, alles mögliche.

Wer für diesen Preis die Leistung einer hochwertigen Küchenmaschine erwartet, wird enttäuscht sein. Aber dass ich für knapp über 20 Euro (mittlerweile eher um die 30 Euro) nicht die Leistung bekomme wie für mehrere Hundert Euro – das geht ja nun wirklich an der Realität vorbei. Natürlich wird für dieses Gerät einiges behauptet, was es nicht  oder nicht gut kann – aber das gilt auch für meine teureren Stücke.

Den Entsafter ist für mich uninteressant, daher kann ich dazu nichts sagen. Alles andere begeistert mich – in den preislich abgesteckten Grenzen:

  • In keinem anderen Gerät kann ich auch kleine Mengen so fein mahlen (Nüsse und Obst). Hier wird selbst ein Apfel richtig glatt und fein, den mir Speedy, Thermomix und Küchenmaschine in mehr oder weniger großen Stück an die Wand schmeißen, und das war’s.
  • Mit keinem anderen Gerät kann ich so schnell und fix einen superglatten Dip, eine Salatsoße oder einen Shake herstellen
  • Genial der Einschaltmodus durch Drehen des Bechers statt eines Knopfes, so kann ich auch gut „Pulsen“ (kurz an- und ausschalten)
  • Durch zwei Messer, vier Becher und noch einen Mixer kann ich hinter einander verschiedene Sachen machen, und muss nur gelegentlich das Messer einmal abspülen
  • Dadurch dass die Becher auch auf dem „Kopf“ stehen können und dann erst das Messer angedreht wird, kann ich schon im Becher wiegen (das ist ist mit Speedy und Küchenmaschine unmöglich)
  • Wenn ich Dip- oder Soßenreste habe, kann ich den Becher schnell mit einem der Deckel zudrehen, und das geht dann so in den Kühlschrank
  • Alle Teile lassen sich auch unter fließendem Wasser leicht reinigen, wenn ich sie nicht sowieso in die Spülmaschine gebe

Schwierig sind

  • Dinge ohne Flüssigkeit zerkleinern (Trockenfrüchte); Nüsse und Ölfrüchte hingegen werden auch in kleinen Mengen sehr schön fein; selbst 4 Mandeln kann ich hiermit fein mahlen!
  • Hacken (Zwiebeln, Äpfel, Nüsse) funktioniert nur mit sehr vorsichtigem Pulsen, und dann auch nicht ideal

Das Gerät hat viele schöne wohl durchdachte Details und ist für diesen Preis unschlagbar.

Dennoch bin ich gespannt, ob das von mir nach einem Jahr „zerschossene Modell“ ein sogenanntes Montagsmodell war, oder ob das die Lebenszeit bei häufigem Gebrauch ist. Ich würde ihn mir trotzdem wieder kaufen, weil er einfach einiges so perfekt kann.

Wegen der Lebensspanne habe ich nun mal den Hersteller angeschrieben. Wenn ich Antwort bekomme, werde ich das hier auch bringen!