Nachtrag zum MyCook-Test

Soeben (7. Oktober 2013) erhielt ich einen netten Anruf einer Mitarbeiterin von Jupiter, die mich auf drei sachliche Fehler in meinen Texten hinwies. Wir waren uns beide einig, dass dies auf das Ergebnis der Tests keinen Einfluss hat, ich möchte das aber – ohne jetzt alle Tests einzeln nochmals durchzuarbeiten – an dieser Stelle genau wie in der Zusammenfassung noch einmal klarstellen (das mache ich von mir aus, ohne Druck von Jupiter, das möchte ich auch betonen):

  1. Häufig spreche ich davon, dass der TM31 „stärker“ ist. Das ist irreführend, denn man könnte es so verstehen, dass der Motor stärker ist. Das ist nicht der Fall, der Motor des MyCook ist sogar 100 unwesentliche Watt stärker. Was ich immer meine – und so hätte ich es auch besser gesagt – ist jeweils die Umdrehungszahl.
  2. Als ich den TM 31 gekauft habe, gab es eine lange Garantiezeit. Laut der Anruferin gibt Vorwerk nur die gesetzlich vorgeschriebene, während der MyCook eine Garantiezeit von 5 Jahren hat.
  3. Tippfehler haben die üble Angewohnheit, sich ins Gehirn zu setzen. Und so schreibe ich häufig „Gäreinsatz“ oder „Gärkorb“, was natürlich Blödsinn ist, ich kann auch im MyCook kein Bier brauen 😉 Es muss natürlich Garkorb und Gareinsatz heißen 😳

Wie gesagt – an der Praxis ändert das ja nichts.

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MyCook 1.6 von Jupiter: Wie hat er sich bewährt?

3. Oktober 2013 (Do): MyCook 1.6 von Jupiter – Beurteilung

Bei Lesen der Einzeltests unten bitte immer die Ergänzungen und Korrekturen beachten, die ich im Text eingeflochten habe! Diese Änderungen habe ich jeweils in Fettdruck gesetzt.

Mehrere Wochen konnte ich den MyCook testen, die Links zu den einzelnen Tests gebe ich am Ende des Artikels noch einmal. Wie sehe ich den MyCook 1.6 insgesamt? Wie schneidet er im Vergleich zum Thermomix von Vorwerk ab? Das sind ja die beiden wesentlichen Fragen, die es zu ergründen galt.

Vorbemerkung (Ergänzung): Im Text spreche ich häufig davon, dass der Thermomix „stärker“ ist. Damit meine ich immer die Umdrehungszahl, nicht den Motor, wie mich heute, 7.10.2013, eine nette Dame von Jupiter aufmerksam machte, hatt der MyCook nämlich sogar 100 Watt mehr, wobei das faktisch keinen Unterschied macht.

Betrachte ich den MyCook alleine, so bin ich äußerst zufrieden mit dem Gerät. Er kann alles, was er verspricht. Die Bedienung ist, wie es immer so schön heißt, in den meisten Dingen intuitiv, etwas mühsam zu erlernen ist der Bodenverschluss: Heute weiß ich, dass die Lasche bei offener Klappe gegenüber vom Griff liegen muss, dann passt alles sofort. Warum steht das nicht in der Bedienungsanleitung? Das wissen die Götter, wie es so schön heißt. Die Bedienungsanleitung, so nett übersichtlich sie auch anfangs wirkt, ist ziemlich miserabel. Abgesehen von abgeschnittenen Sätzen sind die Angaben manchmal willkürlich und nicht hilfreich. Gerade auch beim Einlegen des Dichtungsrings ist mir das aufgefallen. Das ist schade, weil es die ersten Begegnungen mit dem Gerät vermiesen kann. Jetzt weiß ich, wie’s geht und kann manche Handgriffe schon nach kurzer Benutzungszeit ausführen, ohne nachzudenken. Bei der Anleitung besteht dringend Nachholbedarf!

Ebenfalls in der Bedienungsanleitung fehlt der Hinweis, dass ab einer gewissen Temperatur die hohen Geschwindigkeiten nur noch über die Turbotaste zu erreichen sind.

Würde ich den Thermomix nicht kennen, würde ich trotz solcher Kleinigkeiten ein volles Loblied auf den MyCook singen. Im Vergleich mit dem Thermomix zeigt er jedoch auch Schwächen:

  • das Messer ist nicht spülmaschinen geeignet
  • der Motor ist nicht so stark
  • Gareinsatz und Dampfaufsatz sind flächenmäßig (nicht vom Volumen her!) kleiner

In einigen Punkten ist es einfach Geschmackssache, was wir bevorzugen. Vorne weg natürlich die Optik. Nun, für mich 🙂 hätten beide keinen Designpreis verdient. Ebenso das Aufsetzen des Deckels – mir liegt der MyCook mehr, aber ich bin sicher, dass sich das nicht objektiv begründen lässt. Genauso gut, wie ich vom in der Hand halten her den Thermomix lieber habe.

Der Thermomix hat da die Nase vorne, wo es auf Kraft ankommt. Das liegt an der Umdrehungszahl. So bleibt für mich der Thermomix der König für die Herstellung von Nussmusen ohne jeden Ölzusatz. Wegen der größeren Kraft ist er beim Zerkleinern auch schneller. Für Ungeduldige, denen es auch auf 10 oder 20 Sekunden weniger ankommt sicher ein Argument.

Die Bedienung des Thermomix ist manchmal einfacher, z.B. kann ich mit nassen Händen die Folientasten für Wärme besser einstellen als die schwach geriffelten Knöpfe auf dem MyCook. Auf Dauer vermisse ich auch das spülmaschinengeeignete Messer, weil ich nämlich jetzt nicht einfach den Becher in die Spülmaschine geben kann (mache ich beim Thermomix – ist ein Griff), sondern zumindest das Messer herausnehmen und auch wieder einsetzen. Das sind nur kleine Handgriffe, aber wenn man es anders gewohnt ist, vermisst man das. Also ich zumindest 😉

Viele Leute haben ja den Thermomix jahrelang ohne Defekt. Bei mir hat leider schon kurz nach Ende der Garantiezeit die Elektronik aufgegeben, eine Reparatur von gut 300 Euro. Schluck. Wie das beim MyCook ist, weiß ich nicht. Aber bei einer ebenfalls 5-jährigen Garantiezeit gehe ich davon aus, dass er so robust bleibt, wie sein erster Eindruck ist (Korrektur: Der Thermomix hatte, als ich ihn gekauft habe, eine 5-Jahres-Garantie. Das soll heute kürzer sein!)

Manches an der Handhabung vom MyCook ist einfacher für mich gewesen, wie das Einrasten des Bechers, das Aufsetzen des Deckels usw. Da mögen andere Nutzer anderer Meinung sein.

Die Nase auch objektiv vorn hat der MyCook aber auch in ein paar Punkten, zum Beispiel, wenn es darum geht kleine Mengen zu vearbeiten. Da ist der unten schmalere Becher ein deutlicher Vorteil, die Wand bleibt sauberer und die Zerkleinerungsfähigkeit bleibt größer, weil nicht gleich alles an die Wand geschleudert wird. Für kleinere Haushalte ist das unbedingt ein Vorteil. Ein weiterer Vorteil ist auch der separate Griff zum Herausnehmen des Edelstahleinsatzkorbes. Ein Speedy wird dadurch zum Beispiel überflüssig. Ebenso empfinde ich die Induktionserhitzung vorteilhaft, da wird nicht nur Wasser deutlich schneller heiß. Auch besser gefällt mir, dass der Dämpfaufsatz fest auf den offenen Becher verankert wird, während er beim Thermomix nur auf dem Deckel aufsitzt, die Dampfaufstiegsfläche also deutlich kleiner ist. Laut Nachfrage bei Jupiter lassen sich Gareinsatz und Dämpfaufsatz gleichzeitig verwenden!

In der Leistung gemessen am Ergebnis sind sich abgesehen von der aufgewendeten Zeit erstaunlicherweise beide Geräte bis auf das Nussmus in meiner Erfahrung ebenbürtig. Da hatte ich echt mit schlechterem Abschneiden des MyCook gerechnet.

Wenn ich heute vor der Wahl stünde, mir eines der beiden Geräte zu kaufen, würde ich wohl zum MyCook greifen, und zwar deshalb, weil ich es sehr schätze, dass im unteren Teil des Bechers „mehr passiert“. Ich habe sogar geschwankt, ob ich – auch wegen der vollen Garantie – den Thermomix mit dem MyCook ersetze. Aber dafür ist er wiederum nicht gut genug, und mit einem Vitamix brauche ich ein solches Gerät nicht so häufig wie früher. Nach wie vor ist auch der „freie“ Verkauf des Geräts für mich ein Pluspunkt.

Ich kann auch nicht sagen, dass ich Interessenten das eine oder das andere Gerät empfehlen würde. Es kommt eben auf den einzelnen Bedarf an. Ich hoffe, dass da für eine Entscheidungsfindung meine Einzeltest eine Hilfe geben können, wenn das gewünscht ist.

Erste Schritte:
Auspacken Teil 1 und Rezeptbuch
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/04/mycook-test-teil-1/
Auspacken Teil 2
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/05/mycook-test-teil-2/

Kochen:
Wasserkochen
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/06/mycook-test-teil-3/
Hülsenfrüchte kochen
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/25/mycook-1-6-jupiter-test-19/

Nussmus:
Nussmus Nr. 1
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/10/mycook-1-6-jupiter-test/
Nussmus Nr. 2
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/19/mycook-jupiter-1-6-test-nr-14/
Nussmus Nr. 3
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/20/mycook-1-6-jupiter-test-15/

Teig und ähnliches:
Hefeteig
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/11/mycook-1-6-jupiter-test-7/
Kleine Menge Schokoguss
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/12/mycook-1-6-jupiter-test-8/
Pfannkuchenteig
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/07/mycook-test-nr-4/

Dämpfen:
Dämpfen Garkorb)
ACHTUNG! Ich habe teilweise „Gärkorb“ oder „Gäreinsatz“ geschrieben. Das ist natürlich, wie ich heute einen Hinweis erhielt, nicht richtig – es muss immer heißen Garkorb.
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/13/mycook-1-6-jupiter-test-9/
Dämpfen (Aufsatz)
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/21/mycook-1-6-jupiter-test-16/
Dämpfen 2 (Aufsatz)
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/24/mycook-1-6-jupiter-test-18/
Dämpfen 3 (Aufsatz)
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/26/mycook-1-6-jupiter-test-20/

Mahlen & Pürieren:
Mahlen und Emulgieren
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/14/mycook-1-6-jupiter-test-10/
Fruchtpüree:
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/09/mycook-jupiter-test-nr-5/
Kartoffelpüree
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/18/mycook-1-6-jupiter-test-13/
Suppe pürieren
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/29/mycook-1-6-test-22/

Zerkleinern:
Obst fürs Frühstück
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/16/mycook-1-6-jupiter-test-nr-11/
Gemüse raspeln
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/17/my-cook-1-6-jupiger-test-nr-12/
Zwiebel schneiden
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/23/mycook-1-6-jupiter-test-17/
Eiswürfel zerkleinern
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/27/mycook-1-6-jupiter-test-21/

MyCook 1.6 Jupiter – Test 21

MyCook Test Nr. 21 – Eiswürfel zerkleinern

Dies ist ein Ersatztest. Eine Leserin hatte sich gewünscht, dass ich Himbeereis vergleiche. Ich mache im Thermomix kein Eis, weil es im Vergleich sowohl zum Vitamix als auch zur Eismaschine einfach zu schlecht abschneidet. Warum soll ich etwas in einer schlechteren Version essen nur für einen Test? Soweit geht meine Testbegeisterung auch nicht 😎

Gleich eine kleine „Warnung“: Ich liefere heute kein Rezept 🙂

Ich hatte aber eine Idee, wie ich wenigstens den Umgang der Geräte mit Eis testen kann – indem ich Eiswürfel „crushe“ oder zerkleinere. Angefangen habe ich mit dem MyCook.

  • Einfüllen von 200 g Eiswürfel
  • 10 Sekunden auf Stufe 5: die Würfel waren nur grob zerkleinert
  • 10 Sekunden auf Stufe 10: der MyCook war unten mit kleinen Eiskristallen gefüllt
    Becherwand nach 5 Sek. Stufe 5 plus 10 Sek. Stufe 10
    Becherwand nach 5 Sek. Stufe 5 plus 10 Sek. Stufe 10

    10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
    10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
  • nochmals 10 Sekunden auf Stufe 10: Auf den ersten Blick sahen die Eiskristalle nicht viel anders aus.

    5 Sek. Stufe 5, 10+10 Sek. Stufe 10
    10 Sek. Stufe 5, 10+10 Sek. Stufe 10
  • Umfüllen des zerkleinerten Eises auf einen Teller

    Ergebnis auf dem Teller: MyCook
    Ergebnis auf dem Teller: MyCook

Beim Thermomix hatte ich zuerst den Eindruck, dass sich da wirklich der kräftigere Motor bemerkbar macht:

  • Einfüllen von 200 g Eiswürfel
  • 10 Sekunden auf Stufe 5: es gab schon Kristalleis zusammen mit ziemlich groben Klumpen, wie beim MyCook
  • 10 Sekunden auf Stufe 10: am Rand des Bechers hatte sich, so wie es aussah, feinstes Pudereis abgesetzt
    Rand des TM31
    Rand des TM31
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10

     

  • nochmals 10 Sekunden auf Stufe 10: Da alle Eiskristalle an der Becherwand hingen, konnte sich nichts mehr verändern, wurde mir aber erst später klar 🙂 Das Pudereis war das Gleiche. Da war ich erst einmal beeindruckt: Schon auf Stufe 5 hatte der Thermomix mehr geleistet. Und dann hatte er sogar Pudereis produziert! Allerdings bemängel ich wie immer, dass Zutaten, einmal an der Wand, nicht wieder gegriffen werden (können)

    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 2 x 10 Sek. Stufe 10
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 2 x 10 Sek. Stufe 10
  • Umfüllen des zerkleinerten Eises auf einen Teller: Nun war der Unterschied nicht mehr so groß. Schon beim Umfüllen bemerkte ich, dass das Pudereis nur die oberste Schicht war, darunter befanden sich, genau wie beim MyCook, Eiskristalle

    TM: Fertiges Eis
    TM: Fertiges Eis

Hier hat der Thermomix auf den ersten Blick deutlich besser abgeschnitten, im Ergebnis an sich war der Unterschied dann nicht so gravierend, auf dem Teller kamen mir beide zerschlagenen Eismengen gleich vor. Oder seht Ihr einen Unterschied? Ich habe die letzten beiden Fotos extra mit größerer Auflösung hochgeladen, damit Ihr genau hinschauen könnt (Foto anklicken). Der Thermomix, denke ich, ist eher für das Zerkleinern größerer Mengen angelegt, während der MyCook eben durch den schmalen Sockel einiges „unten“ hält, was beim Thermomix schon an der Wand hing. Ich muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass es irgendwie wieder ein schönes „Gefühl“ war, den Thermomix-Becher in der Hand zu halten, der Becher an sich in seinen Größenverhältnissen ist „harmonischer“.

Jeweils nun noch einmal ein Foto auf den Tellern, nur aus einer leicht anderen Perspektive und zum Anklicken für das vergrößerte Bild. Ich sehe jetzt keinen Unterschied, aber vielleicht entgeht mir etwas?

MyCook
MyCook
TM31
TM31

MyCook 1.6 Jupiter: Test 20

MyCook Test Nr. 20 – Dampfgaren 3

Bisher habe ich nur einfache Beilagen im Dämpfaufsatz zubereitet. Ich hatte nun noch einen Brotrest, einen wunderbaren großen Wirsing, sodass ich dachte: Hmm, da könnte ich jetzt aber feine Wirsingrouladen draus machen. Das Problem mit Rouladen aber ist, dass sie meist angebraten werden. Im Zeitalter des verringerten Fettgebrauchs 🙂 ist das nicht wirklich angesagt. Würden gedämpfte Rouladen schmecken? Ich stelle übrigens jetzt schon fest, dass ich den Dampfaufsatz vom MyCook dem vom Thermomix vorziehe. Das ist aber wohlgemerkt einfach eine persönliche Vorliebe, die keine kochtechnischen Gründe hat. Er nämlich nicht so weit ausladend, das heißt, ich bekomme die Teile alle miteinander besser in die Spülmaschine, ohne dass sie gleich voll ist. Auch sitzt der Aufsatz fester auf durch die Dichtung. Was mir am MyCook nicht so gut gefällt: Es kann passieren, dass es an den Griffen ein wenig tropft. Es ist nur Wasser, nicht viel, aber lästig. Wie das beim Thermomix war, weiß ich nicht mehr…. es ist lange her. Genauso wenig kann ich die Garzeiten vergleichen, weil ich das auch nicht mehr weiß. Was ich beim MyCook nicht gefunden habe: Ist es möglich, beide Gareinsätze gleichzeitig einzusetzen? Also eine ganze Mahlzeit zu kochen? Beim Thermomix geht das mit Sicherheit, beim MyCook scheint das nicht so zu sein.

Wirsingrouladen mit Senfsoße und Salat

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  • Drei dünne Außenblätter eines großen Wirsings, ca. 70 g zusammen

Füllung:

  • 30-40 g Brot
  • 100 g Wasser
  • 30 g Zwiebeln (netto)
  • 100 g Hirsebrei
  • 1-2 Prisen Salz
  • 1 Prise schw. gem. Pfeffer
  • 5 g Senf
  • 10 g Erdnussmus

Brot in einer kleinen Pfanne im Wasser „weich“ kochen, anschließend waren es 120 g. Zwiebeln sehr fein schneiden. Alle Zutaten mit einem Löffel verkneten, bei größeren Mengen mit einer Küchenmaschine.

Dritteln, jeweils ein Drittel auf ein Wirsingblatt legen,

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aufrollen, die Seiten einklappen und auf den Dämpfeinsatz (MyCook 1.6) geben, 30 Min. dämpfen bei 120 °C, Stufe 3, in 1250 g Wasser. Die Strunkstücke waren noch ein wenig hart. Die Zwiebeln waren gar. Entweder Strunk abschneiden oder 5-10 Min. länger dämpfen.

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Soße:

  • 15 g Dinkelmehl
  • 1 TL Senf
  • 1-2 Prisen Salz
  • 125 g Wasser

Im Magic verquirlen und in einem kleinen Topf/einer kleinen Pfanne unter Rühren aufkochen. Die Rouladen auf einen Teller setzen und mit einem Teil der Soße überziehen. Die Soße ist reichlich – ich mag das 🙂

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Salat:

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  • 80 g Kopfsalat
  • 10 g Ruccola
  • 90 g Tomaten
  • 4-6 EL Wasser
  • 1-2 Prisen Salz
  • 1 Prise schw. gem. Pfeffer
  • 1 TL Senf
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 TL Walnussöl

Gemüse waschen, kleinschneiden und auf einen Teller geben. Aus den restlichen Zutaten im Magic ein Dressing quirlen und über den Salat gießen. Ziehen lassen, bis der Wirsing fertig ist.

Morgen gibt es noch einen, und dann am Montag den letzten Einzeltest. Die große Zusammenfassung mit meiner persönlichen Bewertung gibt es dann nächste Woche Donnerstag.

MyCook 1.6 Jupiter – Test 19

MyCook Test Nr. 19 – Hülsenfrüchte kochen

Auf Anregung eines Lesers habe ich im MyCook Hülsenfrüchte gekocht. Einen Vergleich habe ich mit dem Thermomix nicht gemacht, weil ich nicht zweimal hintereinander Linsen essen wollte 🙂 Ich habe in Vor-Schnellkochtopfzeiten schon mal Linsensuppe im Thermomix gemacht, Bohnen zum Beispiel aber immer anders gekocht. Das hat auch seinen Grund, wie ich heute wieder sehen konnte: Hülsenfrüchte schäumen nämlich.

Ich habe erst einmal 100 g Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen 20 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinert, dann 40 g Ruccola hinzugeben, nochmals 20 Sekunden auf Stufe 6. Die Stücke waren gleichmäßig groß bzw. klein.

Linsendip (1)

Mir reichen sie so. Der Deckel war bei dieser Menge kaum verschmutzt.

Linsendip (2)

Dann kamen die gelben Linsen hinzu. Dies sind aber keine „echten“ gelben Linsen, sondern aus dem Asialaden, also eigentlich geschälte Bohnen. Deshalb haben sie auch recht lange gebraucht, nämlich 25 Minuten bis alles gar war. 100 g vom Dal (Linsen), dazu 300 g Wasser und kochen bei 100 °C auf Stufe 2-3. Nach kurzem Kochen habe ich aber von 100 °C auf 90 °C heruntergeschaltet, weil trotz der geringen Wassermenge Schaum aufstieg.

Linsendip (3)

Man beachte bitte, bei welch kleinen Mengen schon der Deckel erreicht wird! Nach einigen Minuten 90 °C konnte ich wieder auf 100 °C stellen. Ich würde aber jetzt nicht 150 g Bohnen mit Wasser in den Topf geben und auf 2 Stunden stellen… und die Küche verlassen. Auch beim Thermomix würde ich das nicht machen.

Ich habe nur kurz anpüriert – einige Sekunden (10 oder 15?) auf Stufe 5, zwei mal habe ich dabei die Turbotaste gedrückt. Abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer. Es gab ein gleichmäßiges Püree, noch ein ganz wenig stückig, das war mir aber durchaus recht.

Linsendip (8)

Mein Urteil ist: Es ist keine gute Idee, größere Mengen Hülsenfrüchte in so einem Gerät unbeaufsichtigt zu kochen, Bohnen schäumen ja sogar noch mehr als Linsen. In einem Schnellkochtopf brauche ich nur 10-15 Minuten, in der Zeit kann ich die Küche aufräumen usw. Das halte ich für praktischer.

MyCook 1.6 Jupiter Test 18

MyCook Test Nr. 18 – Dampfgaren 2

Fein nebeneinander gelegt hat das Dampfgaren gut geklappt. Wie ist das mit einer größeren Menge? Ich hatte knapp 600 g Buschbohnen vor mir liegen und dachte: Noch mal ein feiner Test! Und in welchem Topf kann ich die Bohnen schon so schön in einem Stück gar bekommen?

Das war jetzt fast schon Routine: 1,25 Liter Wasser in den Topf füllen, das Edelstahlteil oben befestigen (geht genau wie beim Deckel mit Runterdrücken), vorbereitete Bohnen nebeneinanderlegen und 30 Min. garen lassen. Das ist wunderbar, ich habe in dieser Zeit einen Salat vorbereiten und sogar noch Bratlinge machen können. Wäre mir nicht ein Telefonat dazwischen gekommen, wäre ich in 35 Minuten fertig gewesen.

Bohnen

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Varoma vom Thermomix auf 116 °C kommt, der MyCook hat eine Einstellung 120 °C. Ich würde mal sagen, da tun sich die beiden nichts, die 4 °C werden kaum eine echte Mehrleistung darstellen. Allerdings schafft der MyCook die 120 °C eben auch so, ohne Varoma.

Blumenkohl-Bohnen-Salat mit Bratlingen

Salat

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  • 1,25 Liter Wasser in den MyCook füllen,
  • 545 g Buschbohnen netto (nur Spitzen abgeschnitten) als Ganzes in das Dämpfteil legen, bei 120 °C, 30 Min, Stufe 3 garen
  • 165 g Blumenkohl im Alligator zerkleinern
  • 185 g gegarte Buschbohnen in 4-5 cm lange Stücke schneiden, mischen. Ein Dressing aus
  • 1 MS Senf
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Prise gem. schw. Pfeffer
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 3-4 EL Wasser herstellen, dazugeben, gut mischen, mit
  • Spalten von 1/2 Tomate (40 g) garnieren

Auf die Bratlinge kam ich, weil ich so ein leckeres Rezept bei Daniela gelesen hatte 🙂

Bratlinge

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  • 135 g Hirsebrei (100 g Hirse zu 325 g Wasser) mischen mit
  • 60 g Zwiebel fein geschnitten (Alligator)
  • 20 g Erdnussmus
  • 3 g Salz
  • 1 Prise schw. Pfeffer
  • 2 Prisen Paprika edelsüß
  • 50 g Nackthafer, geflockt
  • 10 g Ruccola, ganz feingeschnitten

Gut mit einem Löffel durchkneten. Wollpfanne (24 cm) gut erhitzen,

  • 1 TL Erdnussöl in der Pfanne mit dem Pinsel verstreichen.

Aus dem Teig mit einem Esslöffel sechs Kugeln formen, flachdrücken und in die heiße Pfanne geben. Deckel auflegen, ab und an umdrehen und bei kleiner bis mittlerer Hitze (600-800 Watt) backen.

MyCook 1.6 Jupiter – Test 17

MyCook Test Nr. 17- Zwiebelschneiden

Eigentlich eine einfache Aufgabe, dachte ich. Am Tag vorher hatte ich den Deckel und die Dichtung trennen und reinigen müssen. Ich war anschließend ganz zufrieden, dass ich mittlerweile auch die Deckeldichtung besser wieder an ihren Platz bekomme.

Ich bereitete also die Zwiebeln und ein bisschen Broccolistrunk vor. Dann wollte ich den Deckel wie gewohnt draufsetzen und runterdrücken. Klappte nicht, mehrmals versucht, ich habe mir fast das Handgelenk ausgerenkt dabei. Es ging einfach nicht. Ich war echt sauer, habe die Dichtung kontrolliert, sie saß fest. Nochmal Deckel aufsetzen… nein, er schnackt nicht ein, dafür klemmt er beim Öffnen. Tja, dann wäre das eben der letzte Test und ich würde das Gerät am nächsten Tag eben zurücksenden. Unbenutzbar nach einer Weile…

Dann schaute ich nochmals in die Bedienungsanleitung. Das „dicke“ Ende sollte zum Außenrand liegen. Es gibt natürlich kein „dickes“ Ende, sondern nur ein offenes mit zwei Rändern. Aber was wäre eine Gebrauchsanweisung heute wert, wenn sie das beschreiben würde, was wirklich am Gerät dran ist? Lächerlich und völlig unmodern. Dreimal geguckt, nein, die „Doppelseite“ sitzt richtig nach außen. Auf der Dichtung ist so eine Art Schrift. Ob ich da etwas sehen könnte? Leicht erhabenes graues Gummi auf grauem Gummi, sorry, es ist nicht zu lesen. Da hatte ich plötzlich eine dichtungerische Eingebung: Sollte diese Art Schrift vielleicht gar nicht oben liegen? Umgedreht, reingefrimmelt (geht schon richtig fix)…. und der Deckel sitzt. Ich hätte aber anschließend gerne in eine Tischkante, vielleicht auch in den MyCook gebissen: Warum bitte kann man, anstatt den Leser mit zwei völlig sinnlosen Abbildungen zu irritieren, nicht einfach schreiben „Dichtung so einlegen, dass der offene Teil mit den zwei Streben nach außen und die rauhe / beschriftete Seite nach unten zeigt.“ Oh Manno, ist das soooo schwer?

Danach war alles einfach. Ich habe die Zwiebeln vorher geviertelt, den Strunk in Scheiben geschnitten (die liegen unten):

Zwiebel1

insgesamt waren es 100 g. 6-8 Sek. auf Stufe 5,

Zwiebel2

gefolgt von 3 Sek. auf Stufe 7.

Zwiebel3

Das Ergebnis war gut. Dies habe ich dann verwendet, um ein Nudelgericht mit frischen Luna-Emmer-Nudeln herzustellen:

Emmernudeln mit Broccolisoße

5727

  • 100 g Zwiebeln
  • und den Strunk von 200 g Broccoli im MyCook zerkleinern. Rest Broccoli hinzugeben, Stufe 5 einige Sekunden, mit
  • 250 g Wasser 15 Min, Stufe 2, 100 °C (sobald Temperatur erreicht, herunter auf 90 °C) kochen.
  • 2 geh. TL Dinkelmehl mit
  • 1/2 TL Salz in
  • ca. 30 g Wasser verrühren, mit
  • 1 geh. TL Mandelmus hinzugeben und nochmals aufkochen

Nudeln:

  • 500 g Emmer, gemahlen
  • 150 g Wasser, in der Luna zu Bandnudeln verarbeitet

Ca. 125 g frische Nudeln, kochen in 1,5 Liter Salzwasser, 4 Minuten.

MyCook 1.6 Jupiter – Test 15

MyCook Test Nr. 15 – Und doch noch einmal Cashewnussmus

Ich war gestern doch fürbass erstaunt, wie schnell das Erdnussmus so toll wurde. Da habe ich beim ersten Mal mit dem Thermomix mehr rumgehampelt, allerdings hatte ich ihn auch erst wenige Wochen, deshalb ist ein Vergleich zu Ungunsten des Thermomix hier nicht fair.

Auch ging mir durch den Kopf, dass die Qualität der Nüsse bzw. ihre „Trockenheit“ mitverantwortlich für die Konsistenz des Nussmuses ist. Ich weiß das speziell von Mandeln, die ich immer bei der Birlin-Mühle kaufe – manchmal bekomme ich ohne Probleme ein ganz flüssiges Mandelmus, manchmal nur eine Paste.

Also hat mich – trotz meiner beeindruckenden Menge an Nussmus, das sich bereits im Kühlschrank befindet 🙂 – der Ehrgeiz gepackt. Ich habe jetzt die Rohkost-Cashewnüsse von www.prohviant.de verwendet, denn sie sind kein Bruch (wie die Cashews, die ich bei Bode kaufe) und von wirklich frischer Qualität. Wieder habe ich einiges dazu gelernt, auch über den MyCook. Auch habe ich gemerkt, dass Nussmus im MyCook besser wird, wenn die Menge nicht zu klein ist.

Vorgegangen bin ich wie folgt mit 600 g Cashewnüssen:

  • 20 Sekunden auf Stufe 10
  • 5 Minuten auf Stufe 5, ab und an mal Turbo. Jetzt hatte ich eine Paste; Gerät abkühlen lassen
    CashewSpatel1
  • 5 Minuten auf Stufe 5 – 7, bis der MyCook von selbst auf 5 herunterschaltete, ab und an mit Turbo. Danach Gerät 30 Min. abkühlen lassen (Becher mit nassem Tuch umwickelt). Es war immer noch eine Paste.
  • 5 Minuten auf Stufe 5, ab und an Turbo, und weil ich fertig werden wollte, habe ich nach einer Minute einen (!) Esslöffel Öl hinzugegeben. Also etwa 8-9 g Öl auf 600 g Nüsse, und jetzt erhielt ich ein wirklich fließfähiges Mus, wenn auch etwas zäher als das Erdnussmus.
    CashewSpatel2

Ich denke, ich hätte das auch ohne Öl hinbekommen, wenn ich nochmals gewartet und weitere 5 Min. angehängt hätte. Aber mir war die Lust einfach vergangen.

CashewTopfvoll

Das Reinigen des Geräts war wiederum genauso schwierig oder einfach wie beim Thermomix. Nur der Deckel ist wegen der Streben etwas komplizierter zu reinigen. Keine Ahnung, wofür die gut sind. Sie gestalten die Reinigung natürlich etwas langwieriger.

CashewDeckel

Der leere MyCook-Becher inklusive Messer wiegt 1294 Gramm. Nach gründlicher Entnahme des Nussmuses (wobei ich da nur mittelmäßig geduldig bin) ohne Herausnahme des Messers blieben knapp 20 g Nussmus im Becher. Ich habe es beim Thermomix nicht gemessen, aber rein von der Optik her scheint mir der Unterschied, wenn es da einen gibt, vernachlässigbar.

CashewTopfleer

Eine Sache, die mich beim MyCook erst genervt hat und mir negativ erschien, weiß ich mittlerweile zu schätzen: Er zeigt mir deutlich, wann ich an seine Grenzen komme. Zum Beispiel springt ein lauter Ventilator an, wenn ich den Motor zu sehr quäle. Wenn Gerät und Becher durch mechanische Beanspruchung zu heiß werden, schaltet die Geschwindigkeit auf maximal 5 herunter. Ich kann dann immer noch die Turbotaste betätigen, aber wie ich von meinen ersten Versuchen weiß, schaltet das Gerät dann irgendwann ab. Vor allem seit ich hier von einer Leserin gelesen habe, deren Thermomix wegen Verschleiß durch Nussmus und schwere Teige noch innerhalb der Garantiezeit defekt war, denke ich: Was nützt mir das, wenn ich ein Gerät quälen kann, ohne dass es meckert, wenn ich dann nicht merke, dass ich es schädige?

CashewGlas

Eine Sache, die beim Thermomix angenehmer ist: Die Folientasten sind mit nasser Hand einfacher zu bedienen als die Drehknöpfe am MyCook, deren Riffelung auch nich allzu stark ist.

Das Rezept des Tages ist ein Marmorkuchen. Ich habe mich da von Muffinluff anregen lassen, der Hauptunterschied ist, dass ich statt gekochten Sojabohnen Reisbrei (Herstellung: siehe den Test gestern) verwendet und Schokoguss aufgetragen habe. Ich bin sehr begeistert!

Marmorkuchen

5719piece

  • 175 g Gelbmehlweizen (oder Dinkel bzw. Weizen)
  • 2 Teelöffel Weinstein-Backpulver (= 9 g)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Löffelspitze Vanillepulver
  • 90 g Reisbrei (100 g Reis/300 g Wasser)
  • 50 g Cashewnussmus
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 100 g Honig
  • 50 g Mineralwasser
  • Butter für die Form

Für die Schokoschicht zusätzlich:

  • 2 TL Kakaopulver ( 9 g)
  • 20 g Agavendicksaft (oder Honig, ich muss den Agavendicksaft ja nur irgendwie aufbrauchen….)
  • 35 g Mineralwasser

Für den Guss:

  • 40 g Kakaobutter
  • 35 g Honig
  • 10-15 g Kakaopulver

Weizen mahlen, mit Backpulver, Salz und Vanillepulver in einer Rührschüssel für ein Handrührgerät mit Rührbesen vermischen. Im Magic Reisbrei, Nussmus, Öl und Honig verquirlen, mit dem Wasser zu dem Mehl geben und mit den Rührbesen verrühren, bis sich ein schwer reißender Teig ergibt. Eine kleine Kranzform (18 cm) einfetten. Zwei Drittel des hellen Teiges darin verteilen. Zum Rest den Kakao, den Dicksaft und die 35 g Wasser geben, gut verrühren. Der Teig ist relativ flüssig. Auf den hellen Teig geben und mit einer Gabel Spiralen durch beide Teigarten ziehen.

In den kalten Ofen geben, 30 Minuten bei 175 °C und 10 Minuten bei 150 °C backen. Dann im ausgeschalteten Ofen nachbacken lassen. Den Rand vorsichtig mit einem Messer lösen,

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abkühlen lassen und den Kuchen lauwarm vorsichtig von der Form nehmen. Abkühlen lassen.

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Für den Guss Kakaobutter mit Honig in einer kleinen Pfanne auf niedriger Einstellung zerlassen, in das Kakaopulver einrühren und den Kuchen von allen Seiten (außer von unten <G>) mit dem Guss bepinseln.

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MyCook Jupiter 1.6 – Test Nr. 14

MyCook Test Nr. 14 – Nussmus zum zweiten

Es ließ mir doch keine Ruhe 🙂 Also habe ich diese Woche 500 g Erdnüsse gekauft (geröstet und gesalzen). 20 Sekunden auf Stufe 10 laufen lassen, dann 5 Min. auf Stufe 4 gestellt, etwa nach der Hälfte der Zeit rauf auf 5, 6, 7, 8, 9…. und in den letzten  Sekunden auf Stufe 10. Was kam heraus? Eine supercremige Erdnussbutter, die geht auch im Thermomix oder Vitamix nicht besser. Wieder fiel mir angenehm auf, dass die Dinge im MyCook durch die Becherform vermutlich nicht so hochspritzen. Der Deckel hatte etwas abgekriegt, aber nicht viel. An den Seiten war das Nussmus nur bis etwa zur halben Becherhöhe ein wenig an der Wand. Mag sein, dass es an der geringeren Geschwindigkeit liegt, ich finde das auf jeden Fall praktisch. Bis auf 30 g habe ich einfach alles herausbekommen, und zwar habe ich das meiste sogar ausgießen können. Der Rest ging mit einem kleinen Spatel heraus. Die 30 g, die im MyCook verblieben waren, habe ich in ein Dressing umgearbeitet.

So sah der Becher nach Laufen des flüssigen Muses auf Stufe 10 aus
So sah der Becher nach Laufen des flüssigen Muses auf Stufe 10 aus

Nachdem ich das gesehen habe, denke ich wieder: Okay, Erdnussmus ist einfach, weil die Erdnüsse in Öl geröstet sind. Trotzdem lässt mich das vermuten, dass es nur eines Tricks bedarf, um den MyCook auch dazu „zu bewegen“, Cashews, Mandeln usw. zu einem schönen Mus zu verarbeiten. Da aber meine Kühlschränke jetzt fast zur Hälfe mit Nussmusen aus meinen Tests überlaufen, muss ich das anderen überlassen 😉

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Hier auch gleich ein Rezept, in dem ich Erdnussmus verwende:

Blitzkekse, abgemagert

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  • 125 g Dinkel
  • 35 g Gelbmehlweizen
  • 50 g Hafer
  • 1 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 EL Ingwerpulver (auch ohne Ingwer sehr lecker!)
  • 1 EL Apfelessig
  • 50 g Reisbrei (100 g Reis/300 g Wasser *)
  • 50 g Erdnussmus (gesalzen)
  • 50 g Wasser
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 70 g Agavendicksaft (bzw. Honig)

* Naturreis fein mahlen, in einen Topf geben. Wasser langsam hinzugeben, mit einem Schneebesen rühren. Auf 100 °C (Induktion) erhitzen, bis die Masse dicklich kocht. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank 4 Tage haltbar.

Getreide zusammen fein mahlen und mit den anderen trockenen Zutaten verrühren. Essig, Reisbrei und Erdnussmus mit den Flüssigkeiten und dem Agavendicksaft zu dem Mehl geben. Mit den Händen (ab und an mit Wasser befeuchten) kleine Kugeln formen (Durchmesser ca. 1,5 cm), nebeneinander auf ein mit Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech setzen. Mit einer Gabel die Kugeln zu Plätzchen drücken, dann nochmals in die andere Richtung mit der Gabel drücken, sodass sich ein Rautenmuster ergibt. In den auf 160 °C (Heißluft) vorgeheizten Ofen schieben. 20 Min. bei 160 °C backen und auf einem Kuchngitter abkühlen lassen.

Dies war mein erster Versuch mit Reisbrei nach Waltraud Becker (Lust ohne Reue).

My Cook 1.6 Jupiter – Test Nr. 12

MyCook Test Nr. 12 – Gemüse raspeln

Der Thermomix wird immer beworben dafür, dass er Rohkost herstellen kann. Okay, das geht, und wenn ich mal ganz extrem in Eile war, habe ich dann früher auch alles Gemüse in den Thermomix gegegeben (grob vorgeschnitten), Öl, Essig & Salz dazu … und fertig war’s. Das geht im Speedy übrigens auch. Heute nehme ich meine Jupiter-Elektroraspel, die macht das fast genau schnell, nur einfach schöner. Der Thermomix schneidet in kleine Stücke, hack-hack, das war’s. Nun habe ich ein Abendessen auf diese Weise gestaltet. Die geringere „Kraft“ des MyCook hatte hier keinen Einfluss. Letztendlich hat er sich gut bewährt, es bliebt allerdings eine Scheibe Zucchini relativ unzerkleinert über. Das will ich nicht bewerten, das kommt auch beim Vitamix ganz selten einmal vor. Da müsste ich jetzt 8 oder 9 dieser Salate machen, um zu sehen, ob das ein Einzelfall war. Ansonsten waren die Stücke in etwa gleich groß und gut durchmischt. Übrigens benutzte ich zum Leeren des Bechers keinen Silikonspatel mehr, dafür sind mir die Messer zu scharf. Ich verwende einen flachen Kochlöffel aus Kunststoff.

Dieses Wochenende kann ich noch Tests nach euren Wünschen einplanen. Gibt es noch etwas Besonderes, das euch interessiert?

Rohkost

Rohkost (3)

Dressing

  • 15 g Cashewnussmus
  • 1 geschälte Knoblauchzehe in Scheiben
  • 23 g Essig
  • 1-2 Prisen Salz
  • 1 Prise schw. Pfeffer
  • 100 g Wasser

Die Zutaten im MyCook 30 Sek. auf Stufe 10 laufen lassen. Das Cashewnussmus habe ich quasi erst nachträglich gewogen, es waren Reste von der Nussmus-Herstellung. Einen Becher bis auf 15 g sauberzubekommen ist ordentlich! (Ohne dass ich das Messer herausgenommen habe.)

Gemüse

  • 100 g Zucchini
  • 75 g Fenchel
  • 95 g Möhre

Gemüse grob vorschneiden. Zu dem Dressing geben und 8-10 Sekunden auf Stufe 4-6 schlagen. Einfach ein bisschen aufpassen, damit es nicht zu fein wird.

Fertigstellung

  • 3-4 Salatblätter
  • 1-2 EL Linsensprossen (von schwarzen Linsen)

Salat waschen, ausdrücken, in Streifen schneiden und den Rand eines großen flachen Tellers damit belegen. Gehacktes Gemüse in die Mitte geben. Die Linsen auf dem Salatrand verteilen.