Optisch top, lecker & einfach

Agnes, Barbara, Daniela & Ute (d.h. ich 😉 ) führen in einer WhatsApp-Gruppe unsere kleinen Aufgabenstellungen fort, das Kochenmachtfroh. Es macht uns einfach viel Spaß und der Druck plus eine Menge Arbeit fallen durch das „nonpublic“ weg. Meinen Beitrag zum Thema „Nachtisch/Dessert“ seht Ihr unten. Es geht wirklich einfach und überzeugt optisch.

Fürst-Pückler-Reis

2 Portionen

Milchreis

  • 100 g Vollkorn-Rundkornreis
  • 600 g Hafermilch
  • 10 g Agavendicksaft

Im TM garen: 70 Min./95 °C/Links; Stufe 1. Messbecher nicht aufsetzen. Über Nacht im Kühlschrank auskühlen lassen.

Schokoschicht

  • 1 geh. TL Kakako
  • 20 g Agavendicksaft
  • 10 g Sahne
  • 1 geh. EL gekochter Milchreis (95 g)

Kakao, Agavendicksaft und Sahne verrühren. Unter den Milchreis rühren. Als unterste Schicht gleichmäßig auf zwei geradewandige Gläser verteilen.

Erdbeerschicht

  • 55 g Erdbeeren, kleingeschnitten und mit der Gabel zerdrückt
  • 20 g Agavendicksaft
  • 1 geh. EL gekochter Milchreis (95 g)

Erdbeeren mit Agavendicksaft verrühren. Unter den Milchreis rühren. Auf die Schokoschicht in den Gläsern verteilen.

Vanilleschicht

  • 1 EL Sahne
  • etwas gem. Vanille
  • 10 g Agavendicksaft (für Süßschnäbel 20 g)
  • 125-150 g gekochter Milchreis

Sahne und Agavendicksaft verrühren. Unter den Milchreis rühren. Auf die Erdbeerschicht in den Gläsern verteilen.

Dekoration

  • 10 Heidelbeeren (beliebig, auch Nüsse sind möglich)

Oberfläche des Nachtischs mit Heidelbeeren belegen.

(Ich selbst würde die Vanilleschicht gar nicht süßen.)

Werbung

Heute vor 5 Jahren

Also gekochter Milchreis sollte vorhanden sein. 😉 Wer den nicht hat, kann ihn kochen. Oder aber, je nach Ernährungsweise, durch Quark, Joghurt, Stützcreme, Hirse usw. ersetzen.

Frische Feigen im Traubenbett

2 Portionen

  • 2 kleine frische Feigen (125 g)
  • 35 g Erdbeeren
  • 10 g Honig
  • 40 g gekochter Milchreis
  • 1 gestr. TL Flohsamenschalen
  • 100 g grüne kernlose Trauben

Jede Feige auf einen Teller stellen. Deckel von den Feigen abschneiden, Inneres aushöhlen. Das Innere, Erdbeeren und Honig mit einem kleinen Mixer mixen, Milchreis und Flohsamenschalen mit einem Löffel unterrühren. Feigen damit füllen. Deckel auf die Feigen setzen, das restliche Erdbeer-Milchreis-Gemisch auf die Teller geben. Trauben halbieren und die Lücken damit füllen.

Wie lecker…

Ich habe beim Essen Phasen, in denen mir irgendeine Sache auf einmal wahnsinnig gut schmeckt. Da gibt es etwas, das ich zwar als Dessert deklariere, das ich aber förmlich zu jeder Tages- und Nachtzeit essen kann. Eigentlich könnte ich mich gut eine Woche nur davon ernähren 😉 Es ist im Moment mein Standardnachtisch und schmeckt mir besser als alle selbstgemachten Süßigkeiten

Flockennachtisch

1 Portion

  • 25 g Kölln Kernige (Flocken) *
  • 10-15 g Sonnenblumenkerne
  • 100 g Joghurt (Bio 3,7% oder nach griechischer Art 2%)
  • 1-2 Prisen Kakaonibs
  • 40-50 g Hafermilch

Hafermilch in eine kleinen Becher füllen. Die anderen Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in eine kleine Schüssel geben und mit Nibs bestreuen. Direkt vor dem Verzehr die Milch darüber gießen und verrühren.

* Meine Liebe zu Kernflocken stammt aus meiner Jugend. Schon da mochte ich sie „einfach“ so, während der Rest der Familie sich lieber Zucker drüber streute. Und auch wenn selbstgemachte Flocken laut Bruker gesünder sein mögen: Die selbstgemachten Flocken gebe ich ins Frühstück, aber für diesen Genuss sind es eben die Kernigen, und da auch nur die von Kölln. Das ist keine Werbung, einfach eine Feststellung. 🙂

Wer’s nicht gern so puristisch hat, kann ja Kakaopulver, frisches Obst oder Konfitüre zugeben (da gibt es z.B. diese tolle aus Ungarn, nur aus Frucht und Honig).

Die Kakaonibs habe ich, es sei gestanden, nur fürs schönere Foto drüber gestreut.

 

Rezept der Woche

11. Sep. 2016: Ein Dessert

Für dieses Dessert braucht man etwas Milchreis. Stützcreme würde auch gehen.

Gefüllte Nektarinen

2 Portionen

  • 1 Nektarine (175 g), die sich gut vom Kern löst
  • 40 g Milchreis (Anleitung siehe unten)
  • 10 g Zitronensirup (Anleitung im Link etwas weiter unten, hier)
  • 1 TL flüssiger Honig
  • 10  Pistazien

Nektarine halbieren, Kern vorsichtig entfernen. Das Innere mit einem Melonenausstecher entfernen und mit Reis und Zitronensirup verrühren. Die Nektarinenhälften mit der Öffnung nach oben auf Glasteller setzen, mit der Reismischung füllen. Honig darüber tröpfeln. Je 5 Pistazien am Rand entlang stecken.

Milchreis

Mit dem Jasmin-Vollkornreis eines bestimmten Online-Shops gelingt mir ein wunderbarer Milchreis – natürlich ohne Milch. 🙂

  • 100 g Jasmin-Vollkornreis
  • 1/2 Stange Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 360 g Pflanzenmilch (Herstellung siehe im Link zur Stützcreme oben)

Aufkochen, 45 Min. bei klein(st)er Einstellung mehr quellen als kochen lassen. Ich lasse den Topf dann auf der Induktionsplatte nachquellen, bis der Reis etwas wärmer als lauwarm ist. Auf einem normalen Elektroherd geht das nicht, weil dort die Platten die Hitze zu lange halten.

 

 

Obst im Fokus

11. Oktober 2012: Obst als Nachtisch

In einem meiner kleinen Preisausschreiben auf dem Menüblog hatte ich im September die Frage gestellt:

Wie steht’s mit Obst als Nachtisch nach einer Bohnensuppe in der Vollwerternährung ?

  1. Bestes: Der beste Nachtisch, den es gibt.
  2. Eingeweckt: Da Rohes vor dem Essen gegessen werden soll, darf es zum Nachtisch nur eingewecktes Obst geben.
  3. Einheimisch: Solange es einheimisches Obst ist, darf man es als Nachtisch essen. Exotisches Obst ist zu schwer verdaulich.
  4. Frisch: Frisches sollte grundsätzlich vor der warmen Mahlzeit gegessen werden.
  5. Sauer: Saures Obst geht nicht, weil das negativ auf die basischen Hülsenfrüchten einwirkt, sonst okay.
  6. Verträglichkeit: Das liegt alleine an der individuellen Verträglichkeit.

Die meisten hatten richtig geantwortet, mit Nummer 4. Aber einige hatten auch anders geraten, andere bezweifelten das und wollten von mir eine Erklärung. Dies wird auch in „erlauchten“ Vollwertkreisen nicht immer richtig gehandhabt. Deshalb möchte ich es hier mit Brukers eigenen Worten belegen. Dass jetzt einige dennoch Obst zum Nachtisch essen, heißt nicht, dass diejenigen sich nicht vollwertig ernähren. Manche trinken auch Saft. Die Vollwert ist ja kein Zwangsgerüst. Wichtig finde ich immer nur, dass wir WISSEN, was buchstabengetreu ist und was nicht. Denn häufig lassen sich auch Unpässlichkeiten damit erklären, für die sich sonst kein Grund finden lässt.

Wenn wir an das D-Zug-Beispiel denken: Der D-Zug (Rohkost) wird ja vor dem Bummel-Zug (gekochte Speisen) gegessen. Da macht es wenig Sinn, anschließend wieder einen D-Zug hinterherzuschicken.

Ich zitiere hierzu auch aus dem “Ärztlichen Rat”, Seite 265, Stichwort Frischkost:
Frage: Warum soll Frischkost immer vor der gekochten Nahrung gegessen werden?
Die Frischkost ist leichter verdaulich, weil sie noch zahlreiche biologische Wirkstoffe enthält, die beim Kochen zerstört werden. Je leichter eine Speise verdaulich ist, umso weniger lange ist es nötig, dass sie im Magen verbleibt, d.h. umso kürzer ist die Verweildauer.
Es ist selbstverständlich, dass man diese Speisen vor den schwerer verdaulichen zu sich nimmt. Deshalb muss logischerweise die Frischkost vor dem Gekochten gegessen werden.

Aufgepasst: Die Frage lautet „Warum soll Frischkost IMMER…“, und nicht „Warum soll vor dem Gekochten Frischkost gegessen werden“. Bruker schreibt auch nicht: Es muss etwas Frischkost vorher gegessen werden, und der Rest kann beliebig verteilt werden.

Zu 1: Obst ist sicher ein sehr gutes Lebensmittel, die Antwort 1 war ein bisschen fies ;-) Zu 2: Gekochtes Obst gehört zu den vier “Nein” der Vollwertkost; zu 3: das ist frei von mir erfunden, genau wie Nr. 5. Die Nummer 6 klingt verlockend, und weil viele Menschen eben Obst nach dem Essen auch vertragen, wird das häufig als Regel empfunden – was es aber nicht ist.

Einer Teilnehmerin, die es bisher anders verstanden hatte, habe ich es auch noch einmal dargelegt und stelle das zum besseren Verständnis hier ebenfalls ein:

Viele verstehen das Zitat von Bruker falsch, obwohl es so ganz eindeutig formuliert ist. Ich wiederhole den letzten Satz:
Es ist selbstverständlich, dass man diese [Frischkost = leicht verdaulichen] Speisen vor den schwerer verdaulichen zu sich nimmt. Deshalb muss logischerweise die Frischkost vor dem Gekochten gegessen werden.
Beachtet bitte: er sagt „die Frischkost“, und nicht „Frischkost“! Wäre es ander, müsste er nämlich formuliert haben: „Vor dem Gekochten sollte immer (etwas) Frischkost gegessen werden.“ Ich finde, das sind zwei völlig andere Sätze und keine Wortklauberei 🙂
Ich kann das übrigens aus eigener Erfahrung bestätigen. Esse ich zum Beispiel Trauben im Frühstück oder vor der Mahlzeit, ist alles wunderbar. Esse ich aber Trauben nach einer Scheibe Brot, bekomme ich Blähungen.
Viele Dinge werden in der Praxis anders gehandhabt, z.B. werden in Lahnstein Obstkuchen gebacken, was eigentlich nicht „erlaubt“ ist. Aber solange die Leute das vertragen, will man dann wohl nicht weiter einengen. Ich esse ja wie gesagt auch Obst zum Nachtisch – wundere mich dann aber auch nicht, wenn es mir anschließend nicht so gut geht.
Es ist eben ein Unterschied zwischen der praktischen Theorie und der Praxis 🙂 Für mich an dieser Stelle interessant ist eben auch, wie leicht Unpässlichkeiten dann falsch interpretiert werden können. Wüsste ich von dieser „Regel“ nichts, würde ich vielleicht glauben, ich vertrage kein Vollkornbrot!

Wie oben gesagt: Die Vollwertregeln sind kein Zwangsgerüst, wir haben Freiheiten (wobei ich die teils sehr leger gehandhabt finde, wer Kaffee trinkt und sich als Vollwertler bezeichnet, ist im Übergangsstadium, vielleicht auf dem Weg, aber kein Vollwertler). Wir haben Freiheiten, ja. Bevor wir uns aber über die Vollwertkost als nicht hilfreich beschweren, sollten wir ehrlich zu uns selbst sein.