Landtagswahlen

Am 15. Mai finden in diesem Jahr die Landtagswahlen in NRW statt. Seit ich wählen darf, habe ich an jeder Wahl teilgenommen, egal ob Bundes-, Landtags- oder Kommunalwahlen.

Ich werde mich von meinem langjährigen Motto „Ich wähle das kleinste Übel“ trennen. Es gibt kein kleinstes Übel mehr, es gibt nur noch große Übel.

Was diese Bundesregierung sich leistet, überschreitet meine Toleranzgrenzen. Hü und Hott sind die Lieblingsmethoden, die sie von der letzten Regierung übernommen und noch ausgeweitet haben.

Da ist keine einzige Person, die wenigstens etwas Respekt bei mir auslösen könnte. Darf ich es öffentlich sagen, dass ich sie alle für geldgierige, arrogante Stümper mit überdimensioniertem hohlem Mundwerk halte? Vielleicht wird dann eine Sammelklage von der Regierung gegen mich angestrengt? Mich wundert nicht’s mehr!

Mit dem Wort Frieden auf den Lippen werden Waffen geliefert und Ausrüstungsausgaben in schwindelnder Höhe geplant. Wenn die Bevölkerung an horrenden Preissteigerungen verzweifelt, fällt ihnen nichts ein außer Billigtickets im ÖPNV für 3 Monate (falls die je kommen). Bei abrupt steigenden Benzinpreisen, die vor allem die Kleinverdiener treffen, die für die Arbeit auf das Auto angewiesen sind, fällt ihnen jeden Tag was Neues ein, aber nichts wird umgesetzt. Und es wird, so erzählte mir letztlich eine Verkäuferin, wohl überlegt, die Kilometerpauschale von 35 Cent auf schwindelnde 38,5 Cent anzuheben. Es werden Parolen wie „Frieren für den Frieden“ ausgegeben.

Das Parteispektrum, das außerhalb dieser Parteien liegt, ist für mich sowieso unwählbar. Zum ersten Mal gibt’s einen Strich durch den Wahlzettel. Was anderes bleibt mir nicht.

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Zahlen

Heute Morgen im Radio (WDR2) gehört:

Es gab gestern in NRW eine Veranstaltung mit Fragen, die Bürgern auf der Seele liegen, Ministerpräsidentin Kraft war auch dabei (die schafft auch alles). Dabei kam eine interessante Zahl ans Tageslicht, die auch von offizieller Seite nicht dementiert wurde oder sogar von ihnen angegeben:

Ca. 200.000 Flüchtlinge sind dieses Jahr unregistriert nach Deutschland gekommen.

Das dürfen wir uns einmal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist schon die Größenordnung einer Großstadt, quasi halb Wuppertal. Da die offiziellen Zahlen doch behaupten, dieses Jahr kämen nur 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland, hieße das, jeder vierte Flüchtlinge kommt einfach so. Und selbst wenn es knapp die doppelte Zahl insgesamt wäre (1,5 Millionen) … das wäre immer noch jeder 8. Asylant. Wir brauchen nur an die Straße zu denken, in der wir wohnen, und einmal im Geiste auszählen, wie viele Nachbarn das wären, die hier völlig unbekannt so „leben“.

Die Zahl 200.000 ist natürlich überhaupt nicht alarmierend. Denn gleichzeitig wurde in den Nachrichten verkündet, dass sich irgendein zuständiges Amt (Verfassungsschutz oder BKA) überhaupt keine Sorgen darüber macht, dass hier Terroristen mit ins Land geschleust werden. Ihnen ist nämlich kein einziger Fall bekannt, bei dem auch nur ein Verdacht besteht.

Nee, klar. Das passt gut zu der obigen Zahl. Auch machen sich unsere Sicherheitskräfte gar nicht so arg viel Sorgen, „wir“ sind nämlich gut gerüstet gegen größere Terroranschläge, die Polizei wird dafür teils speziell ausgebildet. Es beruhigt mich ungeheuer zu wissen, dass die Polizei nach einem Anschlag flugs die Leichenteile zusammenräumt, oder was soll mir das sagen? Das passt auch besonders gut zu den Berichten, dass die Polizei derzeit sowieso völlig überlastet ist.

Ich frage mich echt, für wie doof man mich so hält. Mich und viele andere.