Frühstücksreihe

Es war die Woche der Nüsse und Saaten. Und jetzt ist die Woche des „keine Lust, Fotos zu machen“ 😉

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Essen bei Hitze

Also bei dieser Hitze esse ich nicht gern Erbsensuppe, Kartoffelpüree oder gar selbstgemachte Pizza. Unser Esstisch steht nämlich in der Küche, da ist Ofenhitze gerade nicht sehr zuträglich. Gestern habe ich mir einen Linsensalat gemacht. Fast alle Zutaten sind austauschbar. Eine kleine Empfehlung meinerseits 🙂

Linsen-Spitzkohlsalat

1 Portion; Topf, Messer und Gabel reichen 🙂

  • 75 g Linsen (keine Tellerlinsen, aber ich glaube auch keine Berglinsen)
  • 240 g Wasser

Linsen 6 Std. im Wasser einweichen und 30 Min. kochen. (220 g Wasser hätten vermutlich auch gereicht.) Abkühlen lassen, sie sollten lauwarm sein.

  • 2 Lauchzwiebeln (40 g)
  • 1 Möhre (65 g)
  • 80 g Spitzkohl
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 TL Agavendicksaft (oder Honig)
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Cashewkerne

Grün der Lauchzwiebeln in Röllchen, die Zwiebeln in kleine Stücke schneiden. Möhre längs vierteln und klein schneiden (raspeln für eine Möhre lohnt nicht mit einer Maschine). Spitzkohlscheibe in kleine Stücke schneiden. Gemüse mit den Linsen mischen.

Essig, Agavendicksaft, Öl, Salz und Pfeffer mit einer Gabel (oder einem kleinen Schneebesen) verquirlen. Zu den festen Zutaten gebe und gut mischen. Wenn der Salat länger durchzieht, sollte nochmal abgeschmeckt werden. Vor dem Servieren mit Cashewkernen (oder anderen Nüssen) bestreuen.

Statt Linsen kann man weiße Bohnen oder Kichererbsen nehmen. Und wenn es noch heißer wird – koche ich nicht selbst, sondern nehme Hülsenfrüchte aus der Dose resp. aus dem Glas. Die Zwiebeln würde ich nicht weglassen, weil sie den Salat pikant machen. Aber wer keine Lauchzwiebeln hat, nimmt eben eine fein geschnittene kleine „normale“ Zwiebel. Der Essig ist austauschbar gegen Würzessig, Balsamico oder Zitronensaft. Freunde des Olivenöls sind nicht an das Sonnenblumenöl gebunden. Ob Pfeffer oder Curry, Paprika oder Kreuzkümmel – wenige Rezepte sind so wandelbar.

And last but not least – gehackte Haselnüsse, Mandelstifte, Sonnenblumenkerne sind genauso lecker wie die Cashewkerne dazu.

Studien, ja gerne!

24. Oktober 2014: Studien und Apotheken-Umschau

Also ich habe in den letzten Jahren viel darüber geschrieben, wie – und hier habe ich die Apotheken-Umschau und ihre „Unter-Blätter“ gerne als Beispiel genommen – Studien sinnlos vorgestellt, schlecht interpretiert und gar nicht hinterfragt werden.

Dafür muss ich mich entschuldigen. Ich las nämlich den Seniorenratgeber 10/2014 und stieß auf Seite 8 auf eine überaus wichtige Meldung:

„Bei einer Langzeitstudie mi 16.000 älteren Frauen stellten die Wissenschaftler unter den Nussgenießerinnen eine bessere geistige Fitness fest.“

Ey, ich sag’s doch immer! Mir soll noch mal einer kommen und sagen, ich solle endlich weniger Nüsse essen. Diese Studie hat Recht, ich bin dem Seniorenratgeber dankbar, dass er das veröffentlich hat. Es interessiert mich auch nicht, was hier mit ältere Frauen gemeint ist, ich zähle mich mal kurz dazu. Es interessiert mich auch nicht, warum das nicht an Männern oder Kindern getestet wurde. Hauptsache ist doch, dass das Ergebnis der Studie meine Vorlieben kräftig unterstützt.

Und entschuldigt bitte, wenn ich ein bisschen unverständlich klinge – ich habe mir gerade mit gutem Gewissen den Mund mit Nüssen vollgestopft 🙂