Wir kochen falsch!

Vor wenigen Tagen las ich folgende Schlagzeile:

Das ist nicht das erste Mal, dass mir so Dinge unter die Augen kommen. Wir kochen nämlich die Spaghetti falsch, Pizza kriegen wir sowieso nicht hin…

Mich ärgert das. Beispiel: Von mir aus können Italiener ihre Nudeln bissfest kochen. Ich mag sie weich. Dass einige Gourmets bei solchen von mir gekochten Speisen dann die Nase rümpfen und sich zur Seite drehen, mag sein. Interessiert mich nicht. Ich will nicht theoretisch perfekt essen, ich will was Leckeres auf dem Teller haben, etwas das mir schmeckt und nicht irgendwelche Bedingungen des Originallandes erfüllt.

Dennoch probiere ich natürlich gern Neues aus. Hieße die Schlagzeile oben: „Spargel für Genießer: Probier mal was Neues! Es gibt auch andere schöne Zubereitungsarten“, dann würde ich mir den Artikel durchlesen. Vielleicht stünde da ja auch was, das meine Küche bereichert.

Internet und Zeitungen sind voller selbst ernannter Lehrmeister. Wenn ich für jeden virtuell erhobenen Zeigefinger einen Euro bekäme, wäre ich reich.

P.S. Bei Spargel ist mir das sowieso egal, ich mag ihn nicht besonders. Allensfalls mit Sauce Hollandaise 😉

Was wollt Ihr morgen sehen?

Hier schon mal drei Fotos zum Auswählen:

Rhabarber-Birnen-Apfel-Konfitüre (nicht vollwertig)
Rote Soße für Pizza (Vorrat für ca. 14-16 Pizzen)
Eine einfache Hauptspeise mit Spinat (vollwertig) (vor sieben Jahren)

Anmerkung: Diese Umfrage ist neu in WordPress und ich kenne ihre Funktionsweise noch nicht. Ich hoffe also, dass ich auch herausfinde, wo ich die abgegebenen Stimmen zählen bzw. ihre Zahl ablesen kann. 🙂

Rezept der Woche

13. Nov. 2016: Brotpizza

Die unten vorgestellte Brotpizza hat uns beiden extrem lecker geschmeckt und ist einer „normalen“ Pizza mit Vollkornmehl durchaus ebenbürtig. Arbeitsaufwand? Minimal. Okay, Pizza ist meist nicht viel Arbeit an sich, kostet aber einfach Zeit mit Teig gehen usw. Lecker und fix – da meckert man nix 😉

Brotpizza

2 kleine Portionen

20161023_174113

  • Öl für die Form
  • 140 g Brot (= 5 dünne Scheiben, ca. 8 x 11 cm)
  • 165 g Tomaten, stückig, aus der Dose
  • 20 g Tomatenmark
  • 15 g Apfelmark
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1 TL Apfelessig
  • 35 g Zwiebel, in dünnen Ringen
  • 1/2 TL Italienische Kräutermischung
  • 1 Tomate (145 g), in dünnen Scheiben
  • 1 Mozzarella (125 g Abtropfgewicht), in 8-10 Scheiben

Eine 24-cm-Pizzaform mit Öl einpinseln. Dicht mit dem Brot auslegen, auch die Lücken. Wenn einige Streifen hochstehen, runterdrücken. Das ging bei mir, da ich frisches Brot genommen habe.

20161023_165124

Dosentomaten, Tomaten- und Apfelmark, Salz, Gewürze und Essig im kleinen Becher des Magic mixen (hoch stehendes Messer), auf dem Brot verstreichen. Mit Zwiebelringen belegen, mit Kräutermischung bestreuen. Mit den Tomatenscheiben belegen.

20161023_171031

Ofen auf 220°C vorheizen, Pizza einschieben und 10 Min. backen. Mozzarella vor allem in die Lücken zwischen den Tomaten legen und weitere 5 Min. backen. Im ausgestellten Ofen 5 Min. nachbacken lassen.

20161023_173938

Das Einzige, was bei dieser Pizza nicht so schön ist: Sie bricht beim Heben auf den Teller schon mal zusammen. Eine Lösung wären zwei kleinere Formen (oder zwei Formen füllen und mehr essen 😉 ), aus denen man direkt essen kann.

 

Aus einer Pizza mach zwei

24. Jan. 2016: Zwei Pizzen statt einer

Lange hatte ich das Problem, dass mir eine 28-cm-Form für eine Pizza natürlich zu viel ist. Für eine Person, das schafft man nur mit Weißmehlteigen, die nicht sättigen 😉 Also haben wir uns zu zweit eine solche Pizza geteilt, was aber immer noch recht reichlich war.

Bis ich eines Tages kleine Kerami-Pie-Formen entdeckt habe – die passen bei mir genau schräg versetzt in den Backofen (22,5 cm Durchmesser) und sind eine hübsche kleine Portion. Die Formen sind von Berghoff und überhaupt empfehlenswert, weil da wirklich gar nichts ansetzt, besser noch als PerfectClean. Auf dem Foto is die zweite Form nur links oben mit wenigen Millimetern zu sehen 😉 Es ist keine Stützcreme enthalten.

Beschrieben ist die Herstellung im Thermomix, aber selbstverständlich geht das auch ohne – dann knetet man eben den Teig mit einer anderen Maschine oder der Hand usw.

Pizza Pastinaka

sales8457 zwei kleine Pizzen

  • Kaufen könnt Ihr das Rezept mit der Nummer 8457 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine Sammelkarte beginnen möchte, klickt: hier

 

Schummelpizza

23. September 2015: Fast wie Pizza

Sonntag ist seit einigen Monaten traditionell Pizzatag. Eines schönen Sonntags aber mussten wir arbeiten, da hatte ich nicht die Zeit und Muße, geruhsam einen Teig und diverse Beläge herzustellen. Eine Schnellversion musste her – und siehe da, die Begeisterung war groß!

sales7627

sales7627a

Stützcreme, gekochte Linsen und Pflanzenmilch (alles selbst gemacht) sind Teil des Rezepts. Ich habe diese drei Zutaten fast immer vorrätig.

  • Kaufen könnt Ihr das Rezept mit der Nummer 7627 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine Sammelkarte beginnen möchte, klickt: hier

Mini-Calzone

23. August 2015: Mini-Calzone

Das Rezept ist schon etwas aufwändiger von der Arbeit her, dafür lässt es sich gut vorbereiten und die kleinen Gebäckstücke schmecken auch kalt oder lauwarm sehr lecker. Sie eignen sich prima für Picknicks.

Die Beschreibung enthält Fotos der einzelnen Arbeitsschritte. Das Rezept ergibt 4 Calzone, das reicht für 2 Personen als Hauptessen, je nach Appetit noch mit einer kleinen Rohkost vorher oder einem Dessert hinterher.

7532

  • Kaufen könnt Ihr dieses Rezept mit der Nummer 7532 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine Sammelkarte beginnen möchte, klickt: hier

7532f

Pizza vom Blech für Besuch

17. Mai 2015: Übernacht-Pizza

Wenn Besuch kommt oder bei einer Familie mit zwei Kindern muss die Pizza aufs Blech! Gerade wenn Besuch kommt, ist es schön, wenn man vorher alles möglichst weit vorbereiten kann. Bei dieser Pizza muss (in diesem Fall: abends) nur noch der Teig ausgerollt und mit den bereits vorbereiteten Soßen etc. belegt und natürlich gebacken werden. Das Schwätzchen mit dem Besuch ist nahezu ungestört 🙂 Die Pizza ist fettfrei, der Nussanteil sehr klein – also ganz im Sinne von „Forks over Knives“.

7037

  • Kaufen könnte Ihr dieses Rezept mit der Nummer 7037 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine kleine oder große Sammelkarte bzw. ein Superduper-Abonnement (nur das Superduperabo enthält dieses Rezept) beginnen möchte, klickt: hier

Mal wieder Pizza

23. Juli 2014: Pizza mit viel Bohnen

Das war die letzte Pizza vor dem Umzug. Dann kam der Ofen zum Verkauf in Ebay… Diese Pizza lässt sich auch gut für Gäste vorbereiten, die Soßen können genau wie die Bohnen schon am Vortag zubereitet werden, der Teig steht ruhig im Kühlschrank. Diese Pizza ist etwas für Freunde des etwas dickeren Teiges!

Kaufen könnte Ihr dieses Rezept mit der Nummer 6134 (für 1 Euro): hier

Gebohnerte Pizza

6134 (9)t

6134 (10)

 

Hetz…

2. April 2014: Schleich-Rezept

Schnecken-Pizza

Ich wollte einmal testen, wie schnell ich eine echte Pizza herstellen kann. Und habe festgestellt: Puh, ich bin langsam. Gemessen habe ich die Zeit von dem Augenblick an, in dem ich in die Küche gekommen bin. Es stand nichts bereit, es war nichts vorbereitet – außer der Hafermilch, da hätte ich aber genauso gut Wasser (allerdings etwas weniger) nehmen können. Um 16.10 Uhr habe ich angefangen, um 16.35 Uhr war die Pizza im Ofen. Schon mal grottenschlecht! Dann habe ich sie auch noch unendliche 25 Min. backen lassen. Echt mies. Erst um 17 Uhr stand sie vor mir auf dem Tisch.

Damit der Teig fix geht, habe ich 1/2 Würfel Hefe auf 125 g genommen. Also das ging… aber ich habe schon leckerere Teige gegessen 😉 Um Zeit zu sparen, habe ich auch die Tomaten einfach nur aufgeschnitten, sonst mache ich da im Magic einen richtigen Belag draus, ist auch netter.

Insgesamt war es lecker, wenn auch nicht die beste Pizza meines Lebens. Der Guss jedoch war wirklich lecker. Da der Teig nicht sooo umwerfend ist, sollte man darauf achten, dass der Rand nicht zu dick wird. Beim nächsten Mal nehme ich mir wieder Zeit, damit der Teig mit weniger Hefe schön gehen kann. Oder ich kaufe mir einen Gärschrank 😉

5959

(Am Vortag vorbereitet) Hafermilch im Vitamix

  • 40 g Nackthafer
  • 10 g Sonnenblumenöl
  • 240 g Wasser solange schlagen, bis es leicht dicklich ist.

Teig

  • 125 g Dinkel fein mahlen, mit
  • 2-3 Prisen Salz mischen und
  • 1/2 Würfel Hefe in
  • 85 g Hafermilch (oder ca. 65-70 g Wasser) auflösen und mit den anderen Zutaten verkneten. In einer Pengschüssel direkt auf die warme (nicht heiße Heizung stellen).

Ofen (Heißluft) auf 225 °C stellen.

Belag

  • 1 Tomate (130 g) in möglichst dünne Scheiben schneiden
  • 1 weiße Zwiebel (85 g netto) und 1 rote Zwiebel (30 g netto) abziehen und in feine Scheiben = Ringe schneiden.

Guss

  • 30 g Mandeln
  • 5 g Salz
  • 15 g Sonnenblumenöl
  • 15 g Apfelessig
  • 60 g Wasser 1 Min. im Magic verquirlen. Eine 24-cm Profi-Email-Pizzaform mit
  • 1-2 TL Öl auspinseln.

Arbeitsfläche anfeuchten, Küchenhandtuch darauf legen, darüber eine Dauerbackfolie. Den Teig etwas größer als die Form ausrollen, vorsichtig von der Folie ziehen und auf die Form geben. Überragenden Teig zu einer Rolle am Rand formen. Tomaten auf den Teig legen, mit

  • 1-2 TL Pizzakräutern

bestreuen. Zwiebeln darüber verteilen. Guss darüber gießen. In den heißen Ofen schieben, 5 Min. bei 225 °C und 20 Min. bei 200 °C backen.

Ich wollte erst bei 225 °C backen, hatte aber dann Bedenken, dass die Zwiebeln – die nach 5 Min. an den Rändern schon Farbe annahmen – schwarz würden. So waren sie recht gut.