Sonntag mit Eis und eine Geschichte

21. Juli 2013: Papaya-Eiscreme und Geschichte Nr. 38

Papaya-Eis mit Kick

Kaufen könnte Ihr diese Rezept mit der Nummer 5606 (für 1 Euro): hier

5606

Die Papaya hatte ich zwar vor dem Einfrieren in Stücke geschnitten, weil sie aber so sehr safthaltig ist, ließen sich diese nicht auseinanderbrechen. Das benötigte dann schon ganz schön viel Kraft, um diesen dicken Eisklumpen (ca. 10 x 10 x 3-5 cm) im Vitamix mit einzuarbeiten. Da möchte ich den Hochleistungsmixer sehen, der daraus ein wirklich schönes Eis bekommt und dabei nicht den Überhitzungsschutz anwerfen muss und blockt.

Geschichte Nr. 38

Es ist Nacht. Irgendwo knarrt eine Holzbohle. Das Mondlicht scheint durch das gardinenlose Fenster in einen Raum. In der Mitte des Zimmers steht ein großer Tisch mit vier Holzstühlen. Mehr kann man nicht erkennen. In der rechten Ecke ist ein kleines weißes Licht zu sehen. Ab und zu schiebt sich eine kleine Wolke über den Mond, je weiter er über den Horizont kommt, umso besser kann man erkennen, was auf dem Tisch liegt: Bestecke, vielleicht aus Silber, die im Mondlicht funkeln. Eine Glasvase, deren Rundung ebenfalls das Mondlicht reflektiert. Irgendwo im Haus schlägt eine Uhr: Es ist 2 Uhr nachts. Wenige Minuten später klingelt es im Raum, drringgg-drringg, viermal geht das so. Dann springt eine Maschine an, das ehemals kleine weiße Licht ist nun rot und beginnt zu flackern. Nach einer Weile macht es klick und klock… die Stimme einer Frau ist zu hören “Ja, hallo, ich bin’s, tut mir Leid, dass ich so spät anrufe, aber…. ich muss einfach mit jemandem reden” Pause. “Eine blöde Idee, jetzt anzurufen, aber ich wollte …”. Pause. Ein unsicheres “Ja, dann bis bald, und… äh, tschüss.”. Man kann hören, wie der Hörer aufgelegt wird. Das kleine Licht leuchtet nun stetig grün. Wenige Stunden später durchflutet das erste Grau den Raum, Vogelstimmen verkünden den neuen Morgen. Ein Radio plärrt los, irgendwo knallt eine Tür. Wasser fließt, ein Fenster wird geschlossen, Lichter gehen an.

Wie von der Tarantel gestochen, springt Elvira aus dem Bett. Eigentlich ist sie schon seit einer Stunde wach. Warum? Nun, heute steigt die große Party anlässlich ihres 50. Geburtstages. Das Problem ist, dass sie eigentlich kein Partytyp und schon gar kein Partyausrichtertyp mehr ist. Früher, als sie sich noch wie jeder normale Mensch ernährt hat, ja, da war das anders. Sie hat nicht den Mumm, eine Vollwertparty zu schmeißen, weil sie um die Reaktionen der Gäste weiß. Bei der Einladung hatte sie bei einigen schon erwähnt, dass es „ganz normales“ Essen geben würde. Heute nun müsste Sie noch 3 Kuchen backen und das Fleisch besorgen. Auch Stühle müssen noch herbeigeschafft werden. Gestern hatte sie sich vorsorglich schon mal das gute Besteck bereitgelegt und überprüft. Sie spürt eine Mischung aus Unsicherheit und schlechtem Gewissen. Aber sie macht ja auch einen Obstsalat, das hat sie sich fest vorgenommen. Als sie am Telefon vorbeikommt, sieht sie das blinkende Licht und hört die Nachricht ab. Es ist Susi. Sollte sie zurückrufen? Nein, keine Zeit! Außerdem ist Susi heute auch eingeladen. Es ist 15 Uhr. Es klingelt an der Tür, die ersten Gäste trudeln ein. Elviras Anspannung steigt. Wird sie den Ansprüchen der Normalesser genügen? Es wird gegessen und getrunken, erzählt und gelacht. Langsam, aber nur sehr langsam spürt Elvira, wie ein kleines Stück der Anspannung abfällt. „Wenigstens haben sie es gegessen, wenn auch nicht gerade geschwärmt“, denkt sie. Auf dem Weg zur Küche wird sie von Susi verfolgt. Diese fragt in Flüsterlautstärke: „Hast du meinen Anruf bekommen?“ Verschwörerisch entgegnet Elvira: „Ja! Was wolltest du denn?“ „Naja, ich wollte eigentlich für heute absagen, hab es aber nicht über’s Herz gebracht.“ „Warum denn?“ fragt Elvira erstaunt. „Nun ja, wie soll ich das sagen, ich will dir nicht zu nahe treten, aber… ich esse seit 3 Monaten eigentlich nicht mehr so normales Essen. Ich, äh, esse jetzt vollwertig. Also, ich meine, ich meide jetzt Zucker und so.“ Jetzt ist es raus. Elvira kann es nicht gleich fassen. Nur soviel wird ihr klar, dass es gut ist, noch kein Wort über das geplante abendlich Grillen verloren zu haben. Sie denkt sich: „Jetzt oder nie! Ich stehe einfach dazu!“ Aber was nun tun, so auf die Schnelle? Das Grillzeug liegt schließlich schon bereit!

Werbung