Patentierte Ackerfurchen

Auf der Suche nach noch ein paar netten Mustern für das Dreieckstuch stieß ich auf ein Muster mit dem Namen „Ackerfurchen“. Eine Maschenzahl teilbar durch drei, und dann zwei rechts, eine links. Auf der Rückreihe genauso. Damit ergibt sich eine Art Relief (auf dem Foto unteres Drittel).

So richtig gefiel mir das aber noch nicht. Also habe ich meine Kenntnisse aus dem Patentstricken hinzugenommen und die Linksmasche geändert. Die Strickanweisung lautet jetzt:

Maschenzahl teilbar durch drei, plus zwei Randmaschen.
1. Reihe: Randmasche, zwei Maschen rechts, die folgende Masche mit einem Umschlag links abheben
Alle folgenden Reihen stricken wie Reihe 1.
Das entspricht den oberen beiden Dritteln.

Das Muster ist einfach zu stricken, weil man sehr einfach nachvollziehen kann, „wo“ man gerade ist. Auf dem Foto unten seht Ihr mein Dreieckstuch. Noch ist das Muster nicht klar zu erkennen, das liegt auch an der dunklen Farbe der Wolle.

Ein Dreieckstuch stricken

Dreieckstücher haben den großen Vorteil, dass wir stricken können, bis die Wolle zu Ende ist – wenn wir an der Spitze anfangen. Man kann sie als Halstuchersatz, aber auch als eine Art wärmende Stola planen. In letzter Zeit habe ich bereits zwei gestrickt, eines groß wie ein Halstuch, eines als Jackenersatz. Gerade habe ich ein Neues angefangen, das noch einfacher zu stricken ist. Und Ihr könnt mitmachen!

Das obere Foto zeigt eines in Halstuchgröße, das zweite einen Jackenersatz (Breite oben ca. 150 cm). Die Wolle war schon auf dem Knäuel verschiedenfarbig, ich muss also nicht allzu viele Fäden vernähen.

Anfangen kann man mit zwei Nadeln. Wird das Tuch breiter und liegen die Maschen zu eng nebeneinander, empfiehlt sich der Umstieg auf eine Rundnadel.

Zur Info: Ich verwende jetzt Alta Moda Fine, von Lana Grossa, Baby Alpaca, in dunkelblau. Nadelstärke 5. Ich habe die Wolle von einer Freundin geschenkt bekommen, die keine Lust mehr zum Stricken hat.

  1. Drei Maschen aufschlagen.
  2. Drei Maschen rechts stricken.
  3. Dritte Reihe: Randmasche, 1 Umschlag, zwei rechte Maschen.
  4. Vierte Reihe: Randmasche, 1 Umschlag, den Rest rechts stricken.

Die vierte Reihe wird quasi immer wiederholt. (Der Umschlag aus der letzten Reihe sollte verschränkt rechts gestrickt werden, d.h. man sticht in das hintere Maschenglied ein.) Dadurch ergibt sich ein breites Dreieck, wie in der breiten Ausführung. Bei der schmaleren Ausführung würde man nur in jeder zweiten Reihe zunehmen.

Das erste Foto ist von der 3. Reihe und das zweite einige Reihen später.

Morgen zeige ich euch dann, wie weit ich an einem Abend gekommen bin. Es ist Zeit, die alte verhasste Wolle aus der Ecke zu holen. Ideal beim Fernsehen oder hören von längeren Sprachnachrichten. 🙂

Französisch stricken: Rechte Maschen

11. Januar 2013: Heute wird französisch gestrickt:

Die rechten Maschen. Das Besondere ist: Der Faden wird rechts gehalten. Ich als Linkshänderin habe diese Art des Strickens immer als vorteilhaft empfunden, besser als dieses moderne Stricken für Linkshänder, was meiner Ansicht nach übertrieben auf die linke Hand eingeht: „Wir“ Linkshänder sind ja „gezwungenermaßen“ mit der Rechten geschickter als Rechtshänder mit der Linken. Und dann die Reihen von Links aus zu stricken – modernes System – macht das Nacharbeiten jedes Modells zu einer Umdenk-Qual. Natürlich ist Querdenken und Umdenken gesund :-), aber nicht an dieser Stelle. Wie gesagt… nicht nur Linkshänder können vom Faden rechts profitieren, es macht das ganze Stricken meiner bescheidenen Meinung nach „unaufgeregter“.