Kochen macht froh – Wie geht’s weiter?

Wir haben virtuell quasi zusammengehockt (Agnes, Barbara, Daniela und ich) und haben unsere Viererraktion noch etwas konkretisiert.

Erstes Ergebnis: Es bleibt beim ersten des Montags, den aber werden wir unter ein Motto stellen. Das ist grob gefasst. Wir finden das spannend und hoffen das für die anderen Leser ebenso.

Zweites Ergebnis: Wer den Plan liest und denkt: „Oh, da habe ich auch ein schönes Rezept“ oder auch „Da würde ich auch gern mitmachen und mir was überlegen“ – Ihr seid eingeladen! Die Vorgaben sind einfach: Das Rezept sollte zumindest teilweise der Vollwert entsprechen, wobei nicht die Brukersche Vollwert gemeint ist. Man kann sich auch an der Version von Prof. Leitzmann orientieren. Im Rezept ist es schön, wenn die Zutaten gewogen werden. Bei kleineren Mengen oder Esslöffelangaben ist das so auch okay, aber ein Rezept ganz so nach dem Stil „1 Möhre, 1 Apfel, 1/2 Weißkohl“ sollte es dann auch nicht sein. Außerdem sind Zutaten und Zubereitung deutlich zu trennen. Die Zutaten kommen am Anfang des Rezepts in einer Liste. Wasser zählt auch als Zutat! Eine Woche vorher brauche ich das Rezept (weil ich derzeit diese Dinge übernommen habe) mit Foto.

Zusammengefasst:

  • Vollwertig
  • Bei größeren Mengen Gewichtsangaben
  • Zutaten in einer Liste am Anfang
  • Einreichen des Rezepts bis spätestens eine Woche vor dem ersten Montag bei mir

Hier nun der Plan für die nächsten Monate:

  • Erster Montag im November: Brot
  • Erster Montag im Dezember: Weihnachtsgebäck
  • Erster Montag im Januar: Suppe

Am Montag geht’s los!

Die „Viererbande“ (Agnes, Barbara, Daniela und ich) hat sich ja wiedergefunden. Wir haben alle viel Spaß, nicht nur wieder etwas zusammen zu machen, sondern auch wieder mehr Leserkontakt zu bekommen.

Immer am ersten des Monats stelle ich hier vier Bilder zu Rezepten vor. Dazu einen Link zum jeweiligen Rezept. Für diesen ersten Monat haben wir uns auf ein Frühstück geeinigt. Denn unser Entschluss war ja recht kurz vor dem Monatsende entstanden, da war nicht mehr viel Planung möglich.

Agnes hatte erst noch gezögert, weil sie dachte, Rezeptefinden und -schreiben würde sie stressen. Mittlerweile hat sie aber das „Feuer“ gepackt. Was es ihr einfacher macht, sagte sie mir, ist, dass sie nicht mehr jede Zutat wiegen muss. Beispiel: Senf dünn aufstreichen sei ja jedem verständlich.

Was es natürlich auch einfacher macht: Die Brukersche Vollwertkost ist keine 100%ige Pflichtvorgabe mehr. Natürlich hängen wir alle vier noch mit einem Bein darin, bildlich gesprochen. Agnes, Barbara und Daniela mahlen ihr Mehl noch selbst. Agnes mischt manchmal mit Weißmehl. Ich nehme nur noch gekauftes Mehl, gern Typ 1050 oder Vollkornmehl. Und dann und wann auch mal Weißmehl. Beim Süßen sind Daniela und Agnes noch honiglastiger als Barbara und ich. Ich bin bei den tiereiweißhaltigen Produkten sehr locker geworden. Sicher gibt es noch mehr Dinge, wo wir uns von Bruker und untereinander unterscheiden, das werden wir im Laufe der Monate noch beobachten können.

Also, wir sehen uns am Montag. Die Tagesüberschrift wird dann dem Namen unserer WhatsApp-Gruppe entsprechen: „Kochen macht froh“. Der kommende steht unter dem Motto

Frühstück

Der älteste Blog

Angesichts des Bloggeburtstags wollte ich dann heute Morgen einmal wissen, wie alt der älteste Blog oder auch Foodblog (Blog mit Rezepten) ist, der heute noch existiert. Meiner ist es definitiv nicht. 😉

Das Interessante für mich war, dass ich das nicht herausfinden konnte. Zumindest nicht auf die Schnelle. Die Frage, wer der älteste – noch lebende – Blogger ist, lässt sich da eher beantworten. Da komme ich noch nicht mit, über 80 bin ich ja nicht. Das dauert dann doch noch ein Weilchen.

Wer also einen Blog kennt, der älter ist als meiner und auch Rezepte liefert, kann dies ja in einen Kommentar schreiben. Stichtag: 29.5.2009.

Genauso wüsste ich gern, ob es eine Webseite mit Rezepten gibt, die älter oder so alt ist wie meine und noch geführt wird (wenn auch im Abo). Da ist der Stichtag der 5. Feb. 1998.

(Soeben habe ich den zweiten „Wunderkuchen“ gebacken. Morgen wird er probiert…)

Schwere Zeiten

Liebe Leser,

wir alle müssen öfter zu Hause bleiben und da können wir häufiger kochen. Da kam es mir in den Sinn: Ich kann euch mit einem günstigen Abo helfen.

Statt der üblichen 99 Euro für den unbegrenzten Zugang zu meinen gesunden, leckeren und schnellen Rezepten bezahlt Ihr für

12 Monate nur sage und schreibe 219 Euro!

Ich weiß, das ist günstig. Aber Ihr habt es verdient.

Viele liebe Grüße und mögen eure Kusinen, Kusins, Urgroßenkel und Urgroßeltern gesund bleiben!

 

Ende einer Ära

1. Juni 2016: Mittwochsrezepte

Etwa zwei Jahre lang habe ich jeden Mittwoch Rezepte zum Kaufen eingestellt. Das ist recht viel Arbeit: Rezepte auswählen, Foto auswählen und für den Katalog verkleinern, Katalog vorbereiten, Rezepte in den Katalog einpflegen, Rezepte für die PDF-Datei vorbereiten usw. Was dabei unter’m Strich herausgekommt, kommt auf einen Stundensatz von einigen Cent. Manche Rezepte verkauften sich gar nicht, viele ein oder zweimal, nur wenige mehr als fünf Mal. Da kann sich jeder ausrechnen, ob sich das für mich rechnet 🙂

Ich werde weiterhin am Mittwoch Rezepte vorstellen, aber zwischendurch auch solche, die ich an anderer Stelle bereits veröffentlicht habe. Da nicht alle Leser dieses Blogs alle meine Veröffentlichungen verfolgen, ist das für die meisten dennoch neu (und kostenlos).

Außerdem gibt es ja noch das Superduperabonnement. Da könnt Ihr meine Arbeit jeden Tag verfolgen und somit ganz vorne mit bei der Entwicklung neuer Dinge sein. Meine Abonnenten kannten zum Beispiel meine Kuchen ohne Fett und ohne Tiereiweiß schon Monate vor der Veröffentlichung. Abonnenten können auf Wunsch in die geheime Gruppe in Facebook eintreten, wo ich viele Kleinigkeiten und Erkenntnisse poste, die nicht immer gleich für den Blog geeignet sind.

Wer sich dafür interessiert oder auch für alte Rezepte, schaut bitte hier: http://www.vollwertkochbuch.de/kaufen.htm

„Gehacktessoße“ mit Hirse

2

  • 3 Zwiebeln, geschält und halbiert (195 g netto)
  • 50 g Wasser
  • 3 Tomaten (270 g), halbiert oder geviertelt
  • 300 g Champignons
  • 200 g Wasser
  • 2 TL Salz
  • 1 geh. TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL gem. Kümmel
  • 30 g Honig oder Ahornsirup
  • 1 EL Apfelessig
  • 50 g Tomatenmark
  • 20 g Wasser

Die Herstellung ist für den Thermomix beschrieben, das geht aber natürlich auch anders.

Zwiebeln zerkleinern (10 Sek./Stufe 4) und mit 50 g Wasser dünsten (9 Min./110°C/Stufe 2). Champignons hinzufügen und zerkleinern (5 Sek./Stufe 5). Anschließend die Tomaten zugeben und ebenfalls zerkleinern (5 Sek./Stufe 4). 200 g Wasser, Salz und Gewürze zugeben und garen (15 Min./98°C/Stufe 1, Linkslauf).

Tomatenmark, Essig und 20 g Wasser in einer kleinen Schüssel verrühren, unter die heiße Soße rühren lassen (max. 1 Min./Stufe 3/Linkslauf). Abschmecken und ggf. nachwürzen.

Dazu gab es bei uns Rosinenhirse (d.h. Hirse zusammen mit grünen Rosinen gegart).

 

Megamegalecker

13. Mai 2016: Mega

Gelegentlich schaue ich in andere Rezeptseiten, ich gehe derzeit täglich auf die Rezeptwelt von Thermomix und in der großen Thermomix-Gruppe stellen diverse Leute eigene Rezepte vor. Wie sich dort selbst gelobt wird – da bin ich vermutlich altmodisch -, finde ich hochnotpeinlich. „XXX Lasagne – megalecker“, stellt eine ihr Rezept vor. Nun, wer stellt schon ein Rezept ein, dass ihm nicht geschmeckt hat? Ich mache zwar bei meinen Rezepten gelegentlich eine Notiz wie „War nicht so lecker“, aber solche Rezepte stelle ich doch dann nicht in ein Portal ein. „Das ist ein tolles Rezept, das ich gezaubert habe, das müsst Ihr probieren“, „Die beste Möhrentorte der Welt!“ Echt, die beste Torte der Welt. Das würde ich mir selbst bei meinen leckersten Rezepten nicht anmaßen 🙂

Ich würde also erwarten, dass peinlich berührtes Schweigen auf diese Selbstberieselungen folgt. Mitnichten! Der Chor der Leser fällt ein. Blogs, bei denen die Blogger nicht nur ihre Rezepte über den grünen Klee preisen, auch noch ihr Privatleben als eine Serie von Erfolgen darstellen, negative Bemerkungen einfach ignorieren… erfolgreich ohne Ende.

Manchmal juckt es mich in den Fingern, das auch mal auszuprobieren. Immer lieb zu sein, nur Liebe zu verbreiten, mich selbst zu loben, meine Rezepte als Weltbeste darzustellen. Es geht nicht. Ich bin dafür nicht gemacht. Es ist nicht so megaeinfach, wie ich dachte 😉

 

Rezeptpreise

28. April 2016 Do Preise

Jeder möge einmal für sich selbst rechnen.

Wenn ich eine Kochzeitschrift abonniere, wie viele Rezepte werde ich wohl daraus nacharbeiten? Wenn ich ein Kochbuch kaufe, ein richtiges Schönes – wie viele Rezepte werde ich wohl daraus nachkochen?

Aus eigener Erfahrung und der anderer weiß ich: Bei einer Zeitschrift sind es im Schnitt 2-3 Rezepte (das entspricht etwa einem Preis von 1 Euro pro Rezept), bei einem Buch ist es locker das 3- bis 4-fache, selbst wenn ich davon ausgehe, dass ich 10 Rezepte davon verwende.

Je spezieller eine Ernährungsrichtung ist, um so höher ist – wegen der geringen Auflage – der Preis pro Rezept.

Letztes Jahr habe ich 2000 Rezepte geschrieben. Okay, das war überdurchschnittlich viel. Aber rechne ich es mal auf eine Zahl von 1200, die ich locker zusammenbekomme. Dann sind das 100 Rezepte pro Monat. Rechne ich auch den Preis auf Monate um, ist das 10 Euro pro Monat, somit für ein Rezept nicht einmal 10 Cent. Und das werbefrei 🙂

Was will ich euch damit sagen? Eigentlich gar nichts, ich habe es nur einmal durchgerechnet und war selbst erstaunt 🙂

Ich sag’s heute einmal selbst

13. April 2015: Ich stelle mich vor

Mit Lächeln betrachte ich die Köche, die sich in YouTube-Videos nach vorne schieben und geschlagene 5 bis 10 Minuten über sich erzählen, bevor sie endlich zur Sache kommen. Sie alle – und da sind auch bekannte Gesichter nicht frei von – lieben sich selbst ins Unermessliche, preisen ihre Leistungen an, obwohl die teils gar nicht so aufregend sind. Sie bauen einen Altar für sich selbst und alle anderen basteln daran mit.

Bitte schön. So etwas ist mir fremd. Da ich eher im unauffälligen Bereich wirke und nicht ständig meine Werbetrommel rühre, wird mir eins zuteil: Unauffälligkeit, meine Leistung gilt als selbstverständlich und eigentlich sollte ich noch viel mehr tun, Vorschläge gibt es genug, wie ich dies und jenes doch noch zusätzlich machen könnte. Es wird sich kräftig bedient bei mir (und das nicht nur im Internet), aber mich erwähnen? Iwo, mich kennt eh niemand. Außer so ein paar verrückten Vollwertlern (vermutlich alles Orthorektiker).

Manchmal fällt mir aber meine Einzigartigkeit auf, so zum Beispiel gestern, als ich das 7000. Rezept notierte. Und heute gebe ich mir selbst den Beifall, der mir zusteht. Es gibt meines Wissens nirgendwo im Internet eine Seite mit so vielen Rezepten – schon gar nicht im Bereich Vollwert -, die alle von einer Person (nämlich mir) entworfen, gekocht, fotografiert und ins Netz gestellt wurden. 5000 davon umsonst. Wer sonst hat so viele Erneuerungen in die Vollwertküche gebracht, wie die Schokolade, die Rührkuchen ohne Soja und Eier, die leckeren Soßen ohne Mehlschwitze, Majonnaise ohne Ei und und und? Seit den Altzeiten der Vollwertkost ist nichts mehr passiert, was wirklich neu war.

Ich habe keinen Zirkus für mich entfacht, ich habe mich nicht nach irgendeiner Richtung gestreckt, ich mache mein Ding. Viele können davon profitieren und es gibt auch eine Menge, die sehr nett reagieren. Das sind die Menschen, die mich motivieren. Wenn ich eine Email bekomme, wo jemand schreibt, wie er durch mich das gesunde Kochen gelernt hat. Das ist schön und da kann ich mich sehr darüber freuen.

Diese Menschen, die mir auf verschiedene Weisen gedankt haben, halten mich bei Stange und machen die vielen, vielen vergessen, die mich wie eine Institution betrachten, an der man sich bedienen kann.

Ich beklage mich nicht. Nur heute einmal klopfe ich mir selbst auf die Schulter und sage: Ute, das hast du prima gemacht und machst es immer noch. 7000 Rezepte, alles alleine (von Videos und Büchern gar nicht zu reden), das ist eine Leistung.

Ich weiß, was ich kann, und ich weiß, was ich leiste. Und, ja, da bin ich stolz auf mich 🙂 Ich klatsche für mich selbst so etwa 7000 Mal 🙂

Rezept oder kein Rezept?

27. Feb. 2015: Ich koche nicht nach Rezept!

Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, warum es Köchinnen und Köche gibt, die mit Verachtung in der Stimmung sagen – „ich koche nie nach Rezept, ich mache das alles spontan“. So als ob leckeres Kochen eine Begabung sei, die einem Talentierten in die Wiege gelegt wurde wie ein Goldschatz. Also die miesen, mittelmäßigen Köche nehmen Rezepte, die echten Könner arbeiten ohne Rezept und notieren sich auch nichts, sie sind ja so begabt und können ihre Geniestreiche jederzeit wiederholen.

Ich bin kein Genie, was man schon daran sieht, dass mich das Kochen nicht überkam wie der Heilige Geist zu Pfingsten, sondern dass ich es anhand von Kochbüchern gelernt habe. Ich schreibe fast alle meine Rezepte auf. Angefangen habe ich damit, weil ich nicht vergessen wollte, wie ich etwas gemacht habe – wäre doch schade, etwas Leckeres nicht reproduzieren zu können. Und weil ich kein Genie bin, nehme ich da lieber meine alten Unterlagen, statt mich wieder vom Heiligen Kochgeist beflügen zu lassen.

Natürlich koche ich mittlerweile auch ohne Rezepte, ich habe ein paar Jährchen Erfahrung. Wenn ich aber etwas Neues ausprobiere – wie z.B. vor ein paar Jahren das indische Koche – orientiere ich mich natürlich an vorgegebenen Rezepten.

Einen phantastischen Koch erkennt man meiner Ansicht nach nicht daran, dass er ohne Rezept kocht. Das ist völlig egal. Wichtig ist, dass das Essen lecker ist 🙂