Was ist Vollwerternährung?

Was ich an der Vollwerternährung schätze und auch gern immer wieder betone, ist, dass sie keine Diät ist. Diäten sind einschränkend, für Kranke gemacht und in ihrer Einseitigkeit nicht immer hilfreich.

Wer einmal eine Brigitte- oder auch Atkins-Diät gemacht hat und „Weight Watcher“ gefolgt ist, weiß, was ich meine. Der Tag besteht nur noch aus Zählen und Aussortieren. Kann es das sein?

Dasselbe gilt meiner Ansicht nach auch für strikte Rohkost, Forks over Knives, glutenfreie Ernährung und so weiter. Vegetarismus und Veganismus sind ernährungstechnisch für mich nicht überzeugend, da gehen die Meinungen nach wie vor auseinander. Sie bleiben eine Sache der Überzeugung.

Sie alle schränken ein, kennen Verbote und sorgfältiges Aufpassen. Für Kranke ist das sicher richtig und wichtig. Wer Rheuma hat und nicht ohne Tiereiweiß auskommen mag, wird seine Schmerzen kaum los, wenn er nicht ständig unter Schmerzmitteln stehen will. Für Kranke ist dieser Beitrag insoweit nicht gedacht.

Was ich an der Vollwertkost so schätze, ist: Hier ist alles erlaubt, es kommt nur auf die Herkunft und die Menge an, eventuell noch auf die Zusammensetzung. Weder Fleisch noch Käse sind verboten.

Wer meinen Blog und meine Entwicklung verfolgt hat, weiß: Ich bin mehr als zehn Jahre lang den „Regeln“ der Vollwertkost nach Bruker 100% gefolgt. Ich habe mindestens zwei Jahre lang auch komplett tiereiweißfrei gelebt, einmal sogar 6 Monate lang reine Rohkost. Gebracht hat mir das keinen echten Fortschritt.

Der Satz „So natürlich wie möglich“ ist für mich der wichtigste Leitsatz überhaupt geworden. Denn er zwängt mich nicht ein: Ich kann essen, was und wann ich will. Ich muss mich nicht zwingen, die Rohkost vor dem Warmen zu essen, ich darf im Restaurant auch mal ein Essen ohne zwanzig Sonderwünsche bestellen und essen (und somit die Gesellschaft mit Freunden usw. genießen) und kann auch mal einen Salat essen, ohne mich beim Kellner fünfmal zu vergewissern, dass auch bestimmt keine Prise Zucker im Salat enthalten ist.

Vollwerternährung ist keine Diät, und ich lasse sie mir auch von einigen „Fanatikern“ nicht dazu machen. 🙂

Morgen mehr…

 

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Fixe-Mixer-Tag: Eisschokolade

30. Jan. 2016: Als Vorbereitung auf den Sommer

Eisschokolade trinken wir eher im Sommer, aber, versprochen: Sie schmeckt auch im Winter. Dazu handelt es sich noch um eine Rohkostvariante, die auch für Veganer geeignet ist. Was will man mehr? 😉

Eisschokolade

Rohkost; 2 Portionen

eisschoko

  • 1 EL Rotkornweizen (oder anderes Getreide) (20 g) flocken, mit
  • 30 g Cashewnüssen und
  • 1 EL Kakaonibs (20 g) sowie
  • 200 g kaltem Wasser 1 Minute im Vitamix schlagen.
  • 220 g Eiswürfel in zwei Portionen jeweils 1 Minute unterschlagen. Ergibt zwei Becher.

Die Cashewnüsse geben die Süße. Wem das nicht reicht, gibt ein Süßungsmittel hinzu.

 

Fixe-Mixer-Tag: In roh

13. Jan. 2017: Grünkohlsalat

Grünkohl essen wir selten roh. Das ist schade! Allerdings gebe ich zu – etwas gewöhnungsbedürftig. Aber in dieser Kombination fand ich das sehr lecker.

Grünkohl in Avocadosoße

1 Portion; 100 % vegane Rohkost

gruen

Soße:

  • 2 Zitronenscheiben geschält (14 g)
  • 6 g Zitronensaft
  • 20 g rohes Pesto (oder weglassen)
  • 80 g Avocadofleisch (etwa 1/2 Frucht)
  • 30 g Sesamöl kaltgepresst
  • 150 g Wasser

Feste Zutaten:

  • 230 g Grünkohl (mit Stängel, ohne Strunk gewogen)
  • 20 g Sesam, Rohkostquaität
  • 5 Radieschen

Soße:

Avocadofleisch aus der Avocado löffeln, Kerne aus der Zitrone nehmen. Die Soßenzutat gut verschlagen (z.B. im Magic Maxx)

Gemüse:
Grünkohl waschen und Blätter unten vom Strunk ziehen, aber Stängel dran lassen. Grob vorschneiden. Im Thermomix schneiden (1 Min./Stufe 4). In eine Schüssel geben, dabei die noch intakten Stängel herausnehmen und getrennt raffeln (6 Sek/Stufe 6). Mit geschnittenen Blättern, Sesam und Soße gut vermengen. Am besten mit den Händen, weil man dann besser merkt, wann der ganze Grünkohl „eingefeuchtet“ ist.

In eine Schüssel füllen, Oberfläche glatt streichen. Ein Radieschen in die Mitte setzen, die anderen halbieren und am Rand verteilen.

 

Fixe-Mixer-Tag: Rohknäcke

30. Dez. 2016: Rotkohl im Knäckebrot

Cracker und Knäckebrot aus dem Dörrautomaten sind nicht nur bei Anhängern der Rohkost beliebt, mittlerweile kann man sie auch (teuer) fertig kaufen. Ich mache das lieber selbst. Wer keinen Dörrautomaten hat, kann z.B. auf der Heizung trocknen lassen. Und wem die Rohkostqualität nicht so wichtig ist, der kann bei 100°C im Backofen trocknen (die Zeit muss man ausprobieren).

Rotkohlknäcke (roh)

Vorbereitung: 2-3 Tage Wildroggen bzw. Roggen sprossen lassen; ergibt 3 Dörrsiebe voll

rotkohl

  • 50 g Wildroggen (oder Roggen) = ergibt 80 g Sprossen
  • 50 g Buchweizen
  • 150 g Sonnenblumenkerne
  • 1 gestr. TL Salz
  • 3 EL Olivenöl
  • 260 g Rotkohl
  • 2 TL Zitronenschaum (oder 10 g Zitronenfleisch / 2-3 EL Zitronensaft)
  • 1 große Knoblauchzehe (8 g)

Herstellung beschrieben im Thermomix – eine kräftige Küchenmaschine geht genauso gut. Im Vitamix wird die Masse besonders glatt.

Buchweizen in der Getreidemühle fein mahlen. Sonnenblumenkerne im Thermomix mahlen (10 Sek./Stufe 10). Rotkohl grob vorschneiden und mit den anderen Zutaten zusammen in den Thermomix geben. Solange immer wieder bei Stufe 6 oder 8 laufen lassen (Masse an den Wänden mit dem Spachtel herunterdrücken), bis sich eine homogene Masse ergibt (z.B. 1 Min./Stufe 6, 40 Sek./Stufe 8).

Backpapier in Größe der Trockensiebe ausschneiden. Mit einem Teigschaber gleichmäßig verteilen. Mit einem Teigrad Stücke vorschneiden. Bei 40-42 °C etwa 2-3 Tage trocknen. Zwischendurch vorsichtig vom Backpapier lösen, umdrehen und trocknen, bis sie wirklich knusprig sind.

Tipp: Mit verschiedenen Gewürzen wie z.B. Curry oder Koriander lassen sich viele Varianten herstellen.

Fixe Mixer-Tag: roh und süß

19. Dez. 2016: Ein köstlicher Nachtisch

Eine rohe Suppe ist eher ungewöhnlich, so wie ich sie vor ein paar Tagen vorgestellt habe. Roher, ungekochter Nachtisch – heute ist man über das Denken „ach, sicher Obst!“ weit hinaus. Hier ein leckeres Beispiel.

Mousse au Chocoroh

Vegane Rohkost

mousse

Achtung! Wer nicht gewohnt ist, völlig ohne Süßen mit Trockenfrüchten oder Honig auszukommen, sollte noch 3-4 entsteinte Datteln oder 1 EL Honig mit verarbeiten. Die Konsistenz ist wie von einer etwas festeren Mousse. Durch den hohen Nussanteil und noch Ölzugabe fällt dieses Rezept nicht unter „fettarm“, wie die meisten Rohkostrezepte eben.

  • 50 g Kakaonibs
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Cashewkerne
  • 1 TL Maca-Pulver (muss nicht)
  • 30 g Sonnenblumenöl (oder ein edles Nussöl)
  • 125 g Banane netto
  • 75 g Apfelsine netto
  • 60 g Apfelsine für Deko

Kakaonibs, Kerne und Pulver im Vitamix-Trockenbecher fein mahlen. Erst mit dem Öl, dann mit den anderen Zutaten zu einer glatten Creme verarbeiten. Achtung: Aufpassen, dass es nicht zu warm wird!

In 6 Förmchen verteilen, jeweils mit einem kleinen Apfelsinenstück dekorieren. Wenn es nicht frisch gegessen wird, einfrieren – schmeckt dann auch köstlich!

Fixe Mixer-Tag: Rohkost

12. Dez. 2016: Gurkensuppe

In der kalten Jahreszeit streiten sich die Geister, ob eine Rohkostphase möglich ist. Das richtet sich wohl nach der persönlichen Befindlichkeit. Ich fand nicht, dass ich bei reiner Rohkost im Winter mehr gefroren habe. Ob man nun nur Rohkost isst oder Mischkost – eine rohe Suppe schmeckt doch immer!

Gurkensuppe mit Mungbohneneinlage

Vorbereitung: 48 Stunden Mungbohnen keimen lassen; 2 Portionen

gurke

  • 40 g Mungbohnen (vor dem Sprossen)
  • 400 g Salatgurke
  • 1 kleine Banane (brutto 120 g)
  • 1-2 EL Zitronensaft oder 10 g Zitronenfleisch
  • 1 TL Salz
  • 30 g Olivenöl
  • 200 g Wasser
  • 20 g Mandeln
  • 1 Mandarine (60 g netto)

Zubereitung im Thermomix. Im Vitamix geht es noch schneller.

Gurke und geschälte Banane grob zerkleinern, mit Zirone, Salz und Öl in den Thermomix geben und zerkleinern (1 Min./Stufe 4; 30 Sek./Stufe 10). Mandeln und Mandarine in einem kleinen Mixer (z.B. Mr. Magic) 30 Sekunden mixen. Mit 200 g Wasser in den Thermomix geben und temperieren (4 Min./37,5°C/Stufe 1), zum Abschluss nochmals gut durchrühren (einige Sekunden Stufe 4).

Suppenteller füllen, Mungbohnensprossen auf die Suppe oder auf den Tellerrand streuen.

Tipp:
Man kann es auch mit anderen Sprossen oder Keimen probieren, wobei sowohl mein Gast als auch ich gerade die Mungbohnen sehr lecker fanden

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