Käsekuchen vom Blech

Zur Einleitung verweise ich auf meinen Beitrag von gestern.

  • 6 Eier
  • 300 g Rohrohrzucker
  • 50 g Agavendicksaft (geht vielleicht auch ohne)
  • 2 P Vanillezucker mit Rohrohrzucker
  • 3 P Magerquark à 500 g = 1500 g
  • 1 P Skyr = 400 g
  • 30 g Frischkäse
  • 2 P Vanillepuddingpulver
  • 75 g Grieß
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 100 g Chocolat Chunks zartbitter
  • 50 g Chocolat Chunks Vollmilch

Eier mit Zucker und Agavendicksaft schaumig schlagen (bei mir alles mit den Schneebesen der Morphy Richards). Bei offenem Deckel weiterrühren lassen, dabei Öl, Quark, Skyr und Frischkäse einrühren. Die trockenen Zutaten mischen und einarbeiten. Zum Einschluss auf kleiner Einstellung die Chocolat Chunks einrühren.

Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen, die Käsemasse darauf gießen und in den auf 160°C (Heißluft) Ofen schieben. 50 Min. bei 160°C backen und 10 Min. im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.

Nach dem Abkühlen in 20 (= 4 x 5) Stücke schneiden. Das Ablösen vom Backpapier war sehr mühsam, weil das Papier völlig durchweicht war. Geschmack: Lecker, Eric ist aus dem Häuschen vor Begeisterung. 🙂

Dr. Oetker

Ich oute mich: Ich bin ein Dr.-Oetker-Fan. Das hat damit angefangen, dass ich mit 16 Jahren angefangen habe zu kochen. Meine Mutter war sechs Wochen im Krankenhaus, was tun? Ich habe mich freiwillig bereit erklärt, Vater und Bruder zu bekochen, obwohl ich praktisch keine Kocherefahrung hatte. Meine Bemühungen waren äußerst erfolgreich! Nach dem großen Dr. Oetker-Grundkochbuch, das es schon lange nicht mehr gibt. Ich habe mich akribisch an die Vorgaben gehalten, alles ist gelungen: von der ersten Gemüsesuppe, über gefüllte Kohlrabi bis zum Kuchen (Rehrücken).

Als ich von zu Hause ausgezogen bin, habe ich mit dem mir eigenen Komplettierungswahn begonnen, alle Dr. Oetker-Kochbücher aufzukaufen. Die waren damals, was heute viele versprechen, gelingsicher. Daher habe ich auch meine Vorliebe für präzise Gewichtsangaben.

Heute finde ich die modernen Kochbücher aus dem Hause Oetker nicht mehr so beeindruckend. Sie sind einfach nicht mehr so eine komplette Sammlung vieler einfacher und auch etwas komplizierterer Speisen. Trotzdem – ich blättere immer wieder in den alten und finde schöne Dinge. Einige habe ich gar nicht mehr, nun ja, ich war auch immer schon eine Freundin des gründlichen Aufräumens. Wird nicht gebraucht? Verschenken! Auch das Grundkochbuch habe ich erst weggeben und mir dann neu gekauft.

Aber auch heute noch überraschen mich Dr. Oetker-Waren gern. Da ist einmal die Trockenhefe. Die ist einfach die beste, die ich je ausprobiert habe. Ich sage nur „gelingsicher“.

Nun habe ich vor ein paar Wochen etwas Neues entdeckt. Vielleicht gibt es das schon Jahre, aber dann ist es mir entgangen: Vanillezucker (kein Vanillinzucker) auf Basis von Rohrohrzucker. Na, da kommt Freude auf!

Vollwertig ist das sicher nicht, aber mir gefällt er besser als „normaler“ Vanillezucker, den ich allenfalls versehentlich kaufe, weil in manchen Supermärkten die Vanillezuckerpackungen den Backpulverpackungen sehr ähnlich sehen. Herkömmliches, preiswertes Backpulver nehme ich gern für die Reinigung von Becken, Freihalten von Ausgüssen usw.

Marmelade

So durfte ich als Kind noch für alles sagen, was ich Süßes aufs Brot strich (Nutella kam erst etwas später). Jetzt heißt es Konfitüre, aber so im normalen Alltag sagen die meisten Leute doch noch Marmelade. Aber ehrlich: Es klingt doch auch viel normaler. 😉

Es gibt 6 Stimmen in der Umfrage und zwei in den Kommentaren. Ein bisschen Verwirrung gab es auch, weil ich mit dieser Umfrageform noch nicht vertraut war (warum muss WordPress eigentlich alle naslang ändern, was prima war?). Da steht, es gäbe eine Auswahl zwischen vier Dingen, es gibt aber nur drei. 😦 Beim nächsten Mal weiß ich es besser, und wie Ihr seht, habe ich auch die Auswertung gefunden.

Betrachte ich die Kommentare auch als gewertet, so ergibt sich: 4 x Konfitüre, 2 x Pizzasoße und 2 x das Gericht vom 27.4.1914. Wie die Überschrift schon sagt: Die Marmelade alias Konfitüre hat gewonnen.

Konfitüre ohne Gelierzucker

Menge: 1 größeres Schraubglas (Nussmus) plus ein kleines Glas (von Aufstrich); Herstellung im Thermomix.

  • 600 g Obst, davon mindestens 100 g Äpfel (zum Gelieren)
    bei mir: 260 g Rhabarber, 155 g Birne, 105 g Apfel; Birne und Apfel ungeschält, aber entkernt)
  • 30 g Zitronensaft
  • 1 P Vanillinzucker
  • 300 g Rohrohrzucker

Obst grob vorschneiden und mit den anderen Zutaten im Thermomix zerkleinern (10 Sek./Stufe 6). Gärkörbchen als Spritzschutz aufsetzen und kochen (18 Min./Varoma/Stufe 1).

Nach Belieben noch 1 TL Johannisbrotkernmehl durch ein Sieb bei Stufe 3-3,5 einlaufen lassen.

Schon vorher vorbereiten: Das Schraubglas (oder mehrere kleine) auf ein Handtuch stellen und mit kochendem Wasser füllen, Deckel ebenfalls füllen. Wenn die Konfitüre fertig ist, Wasser ausgießen, Konfitüre einfüllen und Deckel festschrauben. Im Kühlschrank aufbewahren, da ich mich mit der Haltbarkeit noch nicht auskenne. Ich habe von der nächsten (Erdbeer-)Konfitüre ein kleines Gläschen in den Keller gestellt.

Mir ist die Konfitüre ein wenig zu süß, Eric schüttelt entsetzt den Kopf, wenn ich das sage. 😉 Ansonsten ist das aber eine supereinfache Methode. Sollte die Konfitüre sich wirklich, wie ich gelesen habe, fast ein Jahr halten, könnte ich mir die eine oder andere Sorte noch sehr gut vorstellen! Auch werde ich versuchen, den Zuckeranteil etwas zu senken.

Hinweise:
Den Vanillinzucker kann man natürlich durch echte Vanille oder andere (z.B. Konzentrat) ersetzen. Auch den Rohrohrzucker kann man durch Vollrohrzucker (dann wird es deutlich dunkler) oder normalen Zucker (böse, böse 😉 ) ersetzen. Honig geliert nicht so gut und ist nur im Kühlschrank wirklich haltbar. Andere Zuckerarten konservieren vermutlich nicht.

Wer keinen Thermomix oder ein vergleichbares Gerät hat, kann die Früchte in einem Mixer nach Wunsch zerkleinern und im Topf einige Minuten kochen. Dazu kann ich aber mangels entsprechender Erfahrung nichts über die Kochzeit, einen Spritzschutz oder Ähnliches sagne.