Herzhaftes Frischkorngericht

28. Dez. 2016: Frischkorn-Salat

Die meisten essen gerne das Frischkorngericht in der süßen Variante zum Start in den Tag. Es gibt aber Menschen, die entweder nicht gerne frühstücken oder überhaupt nicht „so doll“ auf ein Frühstück sind. Einmal vom Gedanken gelöst, dass ein Frischkorngericht immer morgens süß gegessen werden muss, ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten! Eine davon seht Ihr im folgenden Video.

 

Besuchsreste

26. November 2014: Was tun mit Restebergen?

Am 1. November bekam ich Besuch. Ich hatte gut vorbereitet, aber den Appetit meiner Besucher überschätzt. Okay, ich konnte nicht wissen, dass sie am Vorabend bis 24 Uhr an einem abwechslungsreichen Büffet gestanden hatten. Außer vom Kartoffelsalat und den Lebkuchen (die gingen alle weg….) hatte ich noch ziemlich viel übrig. Was tun? Mir kam die Idee, ich könnte einen Auflauf daraus probieren. Der war so lecker, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte.

Die Kunst bei einem solchen Resteauflauf ist auf jeden Fall, nicht einfach ALLES miteinander zu vermengen und dann in den Ofen zu schieben. Ich gebe auch die Einzelrezepte hier nicht an, ich glaube nicht, dass die wichtig sind. Wobei: Wenn etwas speziell gewünscht wird, kann ich das nachholen. Neben Wasser und Würzzutaten war die einzige neue Zutat – eine Tomate!

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Das totale Resteessen

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Meine Reste waren:

  • 4 leider viel zu trocken geratene Bratlinge
  • eine ordentliche Portion Hokkaido-Süßkartoffel-Kohlrabisalat im Dressing (Gemüse grob gehobelt)
  • eine größere Menge Stützcreme

Für das Gemüse:

  • 4 kleine Kichererbsenbratlinge (140 g), gewürfelt
  • 435 g Salat (mit Dressing)
  • 1 Tomate (80 g), gewürfelt
  • 75 g Maisstützcreme (eine Variante gab es hier schon einmal)
  • 100 g Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Pfeffer, beides in dem Wasser verrührt

Alle Zutaten in einer passenden Schüssel gut miteinander vermengen und in eine ofenfeste Form geben (24-cm-Pfanne von Woll).

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Guss:

  • 175 g Hummuslike Creme (gab es hier im Blog bereits)
  • 140 g Neutrale Maisstützcreme
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Curry
  • 10 g Rosmarinessig (oder einfachen Apfelessig)
  • 3 g Essigpeperoni
  • 100 g Wasser

Die Zutaten für den Guss im Vitamix gründlich durchmixen und über das Gemüse gießen. Bei mir gab das gerade eine ausreichende Menge für einen Guss. Deckel auflegen, in den kalten Ofen geben und 20 Min. bei 225 °C backen. Den Deckel abnehmen und 20 Min. bei 220 °C zu Ende backen.

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Sonntag mit Auberginen

3. November 2013: Auberginen Duo

Gerne gibt es in Restaurants Salat mit gebackenen Pilzen darauf. Lecker…. aber müssen es immer Pilze sein? Auch mit Auberginen ist das schwer lecker! Daher als 1. Rezept ein Salat, das zweite sind Nudeln (gekauft) mit Auberginene, auch sehr empfehlenswert, wie ich finde.

Kaufen könnte Ihr diese beiden Rezepte mit der Nummer 5768-5769 (zusammen für 1 Euro): hier

Gemischter Salat mit gebackenen Auberginenscheiben

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Auberginen mit Maroni-Nudeln

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Heute ist Salattag

16. Oktober 2013: Zwei Salätle

Pikanter Möhrensalat

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Dressing im Magic verquirlen:

  • 1 TL Senf (7 g)
  • 2 Prisen Salz (3 g)
  • 20 g Walnüsse
  • 1 Prise schw. gem. Pfeffer
  • 10 g Apfelessig
  • 5 g Akazienhonig oder Agavendicksaft

In die Jupiter-Elektroraspel die Stäbchenscheibe einlegen. Die folgenden drei Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in den „Trichter“ geben:

  • 60 g Zwiebel (netto)
  • 12 g Radiccio
  • 235 g Möhren (netto)

Dazu:

  • einige Blätter Salat, klein geschnitten, mit geraspeltem Gemüse und Dressing verrühren. In eine passende Schüssel geben.

Dekoration:

  • 35 g gekochte Kichererbsen in die Mitte geben
  • 1 EL Linsensprossen am Rand ausstreuen (aus schwarzen Linsen; 48 Std. gekeimt)

Passend zur Jahreszeit noch ein weiterer Salat:

Blumenkohl-Salat mit gebratenen Kürbisspalten

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Salatgemüse (Gewicht netto):

  • 170 g Blumenkohl
  • 1/2 kl. rote Paprikaschote (55 g)
  • 45 g Radicchio

Blumenkohl im Speedy zerkleinern, Paprika teils mit untermixen, große Stücke dann mit dem Messer würfeln. Radicchio in feine Streifen schneiden. Alles vermischen.

Dressing (im Magic mixen):

  • 20 g Nussmus (Cashew-Erdnuss)
  • 30 g Reisbrei (100 g Reis/300 g Wasser)
  • 30 g Aufstrich (hier: Mungaufstrich mit Dal, siehe unten; kann aber auch ein Pesto sein)
  • 10 g Apfelessig
  • 50 g Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Prise schw. gem. Pfeffer
  • 1 TL Honig

Die Hälfte des Dressings mit dem Salat vermischen; Teil des Salats auf einen großen Teller geben.

Kürbis:

  • 300 g Kürbis (netto)
  • 1 EL Erdnussöl
  • etwas Salz

Der Kürbis ist von der Quinta in Portugal, keine Ahnung, welche Sorte das ist. Geht aber ohne schälen.

Kerne entfernen, Kürbisfleisch in möglichst gleich dicke Spalten schneiden. AMT-Pfanne heiß werden lassen, 1 EL Erdnussöl hineingeben und verstreichen (mit Pinsel). Die Spalten hineingeben, auf höchste Stufe kurz anbraten, dann auf 9 (von 15) von beiden Seiten braten. Immer wieder wenden, zwischendurch leicht salzen. Mit aufgelegtem Deckel arbeiten. Einige der Spalten neben den Salat geben, den Dressingrest zu dem Kürbis geben. Schmeckt gut zusammen!

Mung-Dal-Aufstrich

Im Schnellkochtopf, Stufe 2, 10 min.:

  • 100 g Mungbohnen
  • 40 g weiße Linsen (Urad Dal)
  • 60 g gelbe geschälte Bohnen (Mungdal)
  • 615 g Wasser

Dann noch heiß im Vitamix mischen mit:

  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL gem. schw. Pfeffer
  • 50 g Olivenöl
  • 70 g Apfelesisg
  • 10 g Essigpeperoni
  • 40 g Bärlauchpesto
  • 35 g Mandeln

Sonntagsspeise und Geschichte Nr. 42

4. August 2013: Sommermenü

Dies war mein Essen am Freitag, dem bisher in Remscheid heißesten Tag. Und ich hatte gerade meine Elektroraspel neu 🙂 Also gab es natürlich als Hauptspeise einen Salat, als Nachtisch…. ein Eis 🙂

Raspelsalat mit scharfem Dressing

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Für das Dressing im Magic verquirlen:

  • 4 g Salz
  • 1 Stück Essigpeperoni (2 g)
  • 10 g Peperoniessig
  • 15 g Cashewnussmus
  • 20 g Olivenöl
  • 50 g Wasser

Für den Salat mit der Elektroraspel schneiden (nicht gewogen):

  • 8 cm Salatgurke (Scheiben)
  • 1/3 kleiner Fenchelknolle (Scheiben)
  • 1/2 gelbe Paprikaschote (Scheiben)
  • 1 mittelgroße Möhre (Bircher)

Essigpeperoni sind Peperonistücke, in Essig eingelegt.
Peperoniessig ist dann der Essig, in dem diese Peperoni eingelegt sind.
Einfach herzustellen, toll zum Würzen – ein Rezept aus dem Buch Indisch inspiriert

Erfrischendes Heidelbeereis

Kaufen könnte Ihr diese Rezept mit der Nummer 5632 (für 1 Euro): hier

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Eine richtig erfrischende Zusammenstellung mit leicht säuerlicher Note

Geschichte Nr. 42

Es ist Nacht. Irgendwo knarrt eine Holzbohle. Das Mondlicht scheint durch das gardinenlose Fenster in einen Raum. In der Mitte des Zimmers steht ein großer Tisch mit vier Holzstühlen. Mehr kann man nicht erkennen. In der rechten Ecke ist ein kleines weißes Licht zu sehen. Ab und zu schiebt sich eine kleine Wolke über den Mond, je weiter er über den Horizont kommt, umso besser kann man erkennen, was auf dem Tisch liegt: Bestecke, vielleicht aus Silber, die im Mondlicht funkeln. Eine Glasvase, deren Rundung ebenfalls das Mondlicht reflektiert. Irgendwo im Haus schlägt eine Uhr: Es ist 2 Uhr nachts. Wenige Minuten später klingelt es im Raum, drringgg-drringg, viermal geht das so. Dann springt eine Maschine an, das ehemals kleine weiße Licht ist nun rot und beginnt zu flackern. Nach einer Weile macht es klick und klock… die Stimme einer Frau ist zu hören “Ja, hallo, ich bin’s, tut mir Leid, dass ich so spät anrufe, aber…. ich muss einfach mit jemandem reden” Pause. “Eine blöde Idee, jetzt anzurufen, aber ich wollte …”. Pause. Ein unsicheres “Ja, dann bis bald, und… äh, tschüss.”. Man kann hören, wie der Hörer aufgelegt wird. Das kleine Licht leuchtet nun stetig grün. Wenige Stunden später durchflutet das erste Grau den Raum, Vogelstimmen verkünden den neuen Morgen. Ein Radio plärrt los, irgendwo knallt eine Tür. Wasser fließt, ein Fenster wird geschlossen, Lichter gehen an.

Das kleine Mädchen steht vor dem Anrufbeantworter und drückt auf den Knopf, der die aufgenommenen Nachrichten abspielt. Eine weibliche Computerstimme sagt: „Eine Nachricht. Letzte Nachricht, 6. Juli, 2 Uhr und 3 Minuten.“ Das Mädchen hört die Nachricht ab, dreht den Kopf über die rechte Schulter und ruft in die Wohnung: „Maaaama, Lisa hat letzte Nacht gegen 2 Uhr angerufen“ „Was wollte sie denn?“, fragt eine Frauenstimme. „Sagt sie nicht“, antwortet das Mädchen. „Sie wird sich schon wieder melden“, ruft die Mutter „aber jetzt komm frühstücken! Welches Obst möchtest du denn heute in dein Frischkorn?“ „Erdbeeren und Wassermelone“, kommt es wie aus der Pistole geschossen aus dem kleinen Mädchen heraus. Da klingelt es an der Tür. Das kleine Mädchen läuft zur Tür, öffnet diese und ruft dann in die Wohnung: „Mama, Lisa ist da.“ Zusammen treten Lisa und das kleine Mädchen in die Küche, wo der Frühstückstisch gedeckt ist: drei leeren Schüsseln, in der Mitte eine große Schüssel mit einer Art Brei, daneben ein Teller üppig belegt mit Wassermelonenstücken, Erdbeeren, Bananen und Äpfeln. „Lisa!“, sagt die Mutter des kleinen Mädchens „ich dachte mir schon, dass du zum Frühstück kommst. Setzt dich, ich habe schon eine Schüssel für dich bereitgestellt.“ Beiläufig fragt die Mutter: „Was war denn letzte Nacht?“ Freudestrahlend holt Lisa einen Laib Brot aus ihrer Tasche und verkündet: „Zum allerersten Mal ist mir der Sauerteig gelungen und das ist das erste Brot daraus. Ich habe so lange gewartet bis das Brot etwas abgekühlt war, damit ich es probieren konnte und weil ich so glücklich war, dass es ganz wunderbar geschmeckt hat, musste ich das einfach jemandem erzählen. Leider war es da schon ungefähr 2 Uhr nachts und es war mir dann doch etwas peinlich, so dass ich dann doch nichts gesagt habe. Ich hoffe, du verzeihst mir.“ Mutter und Tochter grinsen sich an, sehen dann zu Lisa und alle müssen lachen. Nach dem Frischkorn essen alle noch etwas von dem wunderbaren ersten Sauertaugbrot, das Lisa je geglückt ist.

Der Alligator im Test

14. Juni 2012: Alligator Scheibenschneider und Gemüseschneider 

Ich habe zwei Geräte von der schwedischen Firma Alligator: den Alligator Slicer zum Scheibenschneiden (Kunststoff) und den Edelstahl Big Gemüseschneider (mit 3 mm-, 6 mm- und 12-mm-Messer). Nach kurzer Einarbeitungszeit bin ich mit beiden Geräten sehr zufrieden, vor allem auch im Kontrast zum Nicer Dicer. Der Nicer Dicer hat einen kleinen Vorteil: Da die Messer fest mit dem Oberteil verbunden sind, lassen sie sich etwas schneller austauschen. Außerdem sind die runden Auffangschalen, die eingedreht werden, auch etwas schneller austauschen. Dafür ist ihr Fassungsvolumen geringer. Außerdem hat mein Nicer Dicer binnen kurzem quasi seinen Geist aufgegeben: Die Noppen auf der Grundplatte haben sich leicht gespalten, wodurch die sogenannte „automatische Selbstreinigung“ fast unmöglich geworden ist.

Für die Alligator-Geräte gibt es auch diverse Ersatzteile, wichtig hier vor allem die Reinigungssiebe, die mir am anfälligsten erscheinen. Der Preis vor allem des Edelstahlgerätes ist heftig, wer also in kleinem Haushalt mit dem Messer geschickt ist, kann sich die Ausgabe sparen. Für mich ist das Gerät sehr gut, weil es schwierig sein dürfte, mir damit den Daumen zu verletzen 🙂 Ich habe mir allerdings angewöhnt, weder die Messer noch das Gerät für eine Mahlzeit zu wechseln, denn dann ist der zeitliche Vorteil eines solchen Geräts für kleine Haushalte aufgehoben. Dennoch zeige ich im Film natürlich alle Möglichkeiten.

Sehr gut auch der Service der schwedischen Herstellerfirma (genauer gesagt: die Idee ist schwedisch, für den schwedischen Hersteller wird der Big Edelstahl in China produziert). Fragen werden prompt und freundlich beantwortet! Ich habe in Englisch geschrieben, aber ein bisschen Deutsch wird dort auch beherrscht.

Wie soll man Salat waschen?

Kommentar vom 9. Februar 2010: „Knackiger Salat“

So kleine Zeitungsmeldungen sind ja immer besonders nett. Niemand weiß, wer dahinter steht, niemand weiß, ob das jemals überprüft wurde. Immerhin: Bei diesem Zehnzeiler gibt es sogar ein kleines Foto von einem Salatkopf. Schon die Überschrift ließ Begeisterung bei mir aufkommen: „Salat mit Zuckerwasser waschen“. Dieses Mal sind wir jedoch nicht das Opfer einer wahnwitzigen Studie, sondern der Empfehlung eines Kochs: Frank Buchholz. Nicht, dass ich jemals seinen Namen gehört hätte. Aber es lässt sich ja recherchieren: „Frank Buchholz ist Gründungsmitglied der Köche-Initiative (1997) ‚Die Jungen Wilden‘ und wurde 1999 vom Gault Millau als ‚Innovation des Jahres‘ ausgezeichnet. In verschiedenen Buchpublikationen stellt er seine kreative Kochkunst vor.“ Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, wie ein Mensch eine Innovation sein kann, beglückt er die Kochwelt jetzt in der neuesten Ausgabe von „Der Feinschmecker“ (3/2010) mit diesem tollen Tipp:

Wenn man die Salatblätter in handwarmem Wasser mit drei bis vier Esslöffeln (!) Zucker waschen würde, bliebe der Salat knackig und verliere keine Nährstoffe.

Potzblitz. Was für ein herrlicher Zuckerverbrauch, da freut sich die Zuckerindustrie. Die Zeitschrift „Der Feinschmecker“ freut sich auch, weil hier kostenlos für sie geworben wird. Aus dem gleichen Grund freut sich auch der Koch, der wohl vor mehr als 10 Jahren seinen großen Hit landete und nun auch mal wieder ins Rampenlicht möchte. Begründungen finden sich für diese wertvolle Wirkung des Zuckers natürlich nicht. Iwo. Das sind ja nur diese dummen Sandalenfreaks, die immer an allem rummeckern, die so eine Aussage hinterfragen.

Herrlich so kostenlose Werbung, die uns als Zeitungsmitteilung verkauft wird. Product Placement oder so ähnlich heißt das wohl. Ich werde übrigens weiter meinen Salat unter fließendem Wasser abwaschen und in einer Plastikdose aufbewahren. Merkwürdigerweise bleibt er da auch ohne Zucker knackig. Die Nährstoffe habe ich allerdings noch nicht unterm Mikroskop gejagt – hat das der Zuckerkoch getan?