Rezept von gestern

Viel geändert habe ich nicht. Aber die Zuckermenge (Rohrohrzucker) vervielfacht, also 200 g genommen. Ich habe 50 g vom Schmand durch Skyr ersetzt. Statt 1 EL Stärke habe ich 1 Päckchen Vanillepulver genommen. Das Ergebnis ist köstlich! Nicht vegan, nicht vollwertig (nach Bruker).

Eric sagte nach zwei Bissen: „Hervorragend!“ (Das wäre mit 50 g Zucker sicher nicht passiert …).

Ich habe die Aprikosen ungehäutet mit Agavendicksaft (50 g) im Vitamix püriert. Dadurch ist der Kuchen wirklich schnell und einfach in der Herstellung. Empfehlenswert – für diejenigen, die Tiereiweiß essen.

Tiereiweißfrei – wie weit?

Kommentar vom 12. Juni 2011: Tiereiweiß-Verträglichkeit und mehr

Ich weiß, ich bin nicht die Welt 🙂 Dennoch habe ich in den letzten Wochen / Monaten einige Erfahrungen gemacht, die ich hochinteressant finde. Da würde ich gerne wissen, ob andere schon mal Ähnliches erfahren haben.

Bedingt durch eine lange Rohkostzeit mit anschließend ein bisschen Schnitzer habe ich ja monatelang keine Tierprodukte mehr gegessen. Ebenso wenig erhitzte Dinge. Nach Rückkehr zur tiereiweißfreien Vollwerternährung stellte ich erst einmal mit Freude fest, dass ich Brot bestens vertrage. Auch heiße Getränke machen keinerlei Probleme.

Was mich aber völlig überrascht hat: Meine Galle reagiert jetzt extrem auf Tiereiweiß. Schon 2 Esslöffel Sahne im Essen führen dazu, dass ich das Gefühl habe, ich habe einen Klumpen im Magen. Butter schmeckt mir jetzt schon frisch „gammelig“. Gekochtes Gemüse in kleinen Mengen geht von der Verträglichkeit, macht mich jedoch ziemlich müde.

In den letzten Tagen vor Verfassen dieses Beitrags habe ich vier Tage lang kleine Mengen Sahne ins Essen getan, mal ein Kakao mit 2 Esslöffeln, mal eine Suppe mit einem oder zwei Esslöffeln. Ich habe dann Gallenbeschwerden bekommen, wie ich sie seit Jahren nicht mehr hatte, obwohl ich in meiner Rohkostphase wirklich Nussmengen verdrückt habe (das ist ja auch eine Menge Fett), wo jeder Schulmediziner sagen würde: „Um Himmels willen, damit ruinieren Sie Ihre Galle!“ Naja, die ist ja schon ruiniert … 😉

Die vielen Nüsse sind schon nicht so gut, und das ist ein Punkt in meiner Ernährung, an dem ich arbeite. Die hohe Unverträglichkeit selbst kleiner Tiereiweißmengen zeigt mir wieder einmal: Tiereiweiß gehört nicht wirklich in unsere Ernährung. Nun könnte jemand argumentieren: Ja, du bist ja auch krank, ich als Gesunder kann aber Eier, Quark, Käse und erst recht Sahne und Butter essen, so viel ich will. Gesund? Wer ist heute noch gesund? Und was ist in zehn Jahren? Und es ist ja nicht so, als ob ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen nun Grundregeln verkünde für jedermann. Meine geschilderten Erfahrungen passen nur bestens zu vielen ernstzunehmenden Erkenntnissen (ich verweise da zum 14958049505. Mal auf die China Study).

Für mich wird in Zukunft die tiereiweißfreie Ernährung nach Bruker ein Extra für Feiertage und spezielle Anlässe sein. Einmal im Monat oder halben Jahr ist das sicher verkraftbar. Mein Körper, der mein bester Ernährungskompass ist, sagt ganz klar: Rohkost muss nicht sein; komplett tiereiweißfrei steht nun als bewusstes Ziel auf meinem Plan. Bewusst sage ich deshalb, weil ich ja schon seit vielen Monaten erkenne, dass ich mich automatisch vom Tiereiweiß wegbewegt habe.

Noch eine interessante Beobachtung zur industriellen Verarbeitung: Ich bin ja ein Kakaojunkie, Kakaonibs putschen nett auf im Getränk und belasten mich nicht. Wenn ich mir aber jetzt einen Kakao mit Kakaopulver mache: Hui, das bekommt mir aber gar nicht. Mein Magen besteht dann nicht mehr aus Muskeln und Geweben, sondern aus bleiverkleideten Stahlwänden 🙂

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie genau unser Körper uns mitteilt, was wir vertragen und was nicht, sobald wir ihn einmal aus dem Knechtdasein der Zivilisations- und Unterdrückungskost befreit haben.