Ein Osterdessert

Ich habe Eierlikör aus eigener Produktion und selbstgebackenes Toastbrot. Das wäre doch eine prima Grundlage für einen Dessert, oder? Heute bekommt Ihr ein richtig frisches Rezept, denn ich habe den Nachtisch noch nicht gegessen (nur die einzelnen Schichten probiert 😉 ).

Eierlikör-Schichtcreme

Zutaten:

  • 2 dünne Scheiben Toastbrot (Rezept hier veröffentlicht, 55 g)
  • 5 g Alsan-Biomargarine
  • 10 g Pinienkerne
  • 5 g + 20 g Agavendicksaft
  • 40 g Eierlikör (Rezept hier veröffentlicht)
  • 40 g Mascarpone
  • 50 g Skyr
  • 10 g Hafermilch
  • 20 g Heidelbeeren

Vom Toastbrot dünn die Rinde abschneiden (Rinde = 15 g, Brot = 40 g) und in kleine Stück schneiden. Die Margarine in einer Pfanne erhitzen, Pinienkerne und Brotrindenwürfel darin unter gelegentlichem Rühren erhitzen. Wenn die Pinienkerne mittelbraun sind, 5 g Agavendicksaft unterrühren und karamellisieren lassen.

Die beiden Scheiben fein würfeln. Die Hälfte in ein gerades Trinkglas geben, mit 20 g Eierlikör übergießen. Ab und zu mit einem kleine Löffel verrühren. In der Zwischenzeit 20 g Agavendicksaft, Marscarpone, Skyr und Hafermilch glatt rühren. Etwa die Hälfte der Creme auf die Weißbrotschicht geben, die restlichen Brotwürfel darüber verteilen, mit Eierlikör beträufeln. Mit den Heidelbeeren belegen.

Den Rest Creme auf den Beeren verteilen und die karamellisierten Brotwürfel und Pinienkerne darauf verstreuen.

Tipp: Wer es besonders luxuriös möchte, schmilzt etwas Schokolade und verrührt sie mit der Pinienkern-Brotmischung.

Skyr-Napfkuchen

Dieses Rezept ist angelehnt an den „Quark-Napfkuchen“ aus dem Buch „Backen mit Lust & Liebe“ von Roland Gööck (1970-1973). Wer gerne gute Rezepte liest, dem sei empfohlen, sich in Antiquariaten, Ebay u.ä. Stellen danach umzusehen. Kein einziges Farbbild, nicht einmal ein SW-Foto zu jedem Rezept. Also völlig out. Aber ich liebe es heiß und innig 🙂

Skyr-Napfkuchen

  • 150 g Butter * siehe Anm.
  • 200 g Rohrohrzucker * siehe Anm.
  • 1 Tütchen Zitronenschale (dennree) * siehe Anm.
  • 1 P Vanillinzucker * s. Anm.
  • 3 Eier
  • 250 g Skyr *
  • 125 g Weizenmehl 550
  • 225 g Dinkelmehl 630
  • 2-3 EL Hafermilch * s. Anm.
  • 85 g gehackte Mandeln
  • 75 g Rosinen
  • Butter und Vollkorngrieß für die Form

Mit dem Handrührgerät, Rührbesen. Butter gut durchrühren, Zucker mit Zitronenschale verrühren und zur Butter geben, rühren. Nacheinander die Eier und Skyr dazugeben und verrühren. Mehl mit Backpulver mischen und nach und nach hinzufügen. Rühren, bis der Teig schwer reißend vom Löffel fällt, dabei die Milch zugeben. Zuletzt Mandeln und Rosinen unterheben (Rührgerät Stufe 1). Ofen (Umluft) auf 160°C vorheizen. Gugelhupform mit Butter einfetten und mit Grieß ausstreuen. Teig in die Form geben und 50 Min. bei 160°C backen. Aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten auf einem Gitterrost auskühlen lassen und stürzen.

Schmeckt nach 1-2 Stunden auch schon warm 🙂

Hält sich im Kühlschrank, eingewickelt in ein Tuch in einer Plastiktüte. Sieht unscheinbar aus, ist aber extrem lecker.

Anmerkungen:

Butter: Ich backe immer noch mit Butter. Aber weil Butter eben auch Massentierhaltung begünstigt, egal ob Bio oder nicht, habe ich vermehrt Zweifel. Veganerin bin ich nicht und werde es wohl auch kaum werden, aber wo es geht, finde ich es doch immer wichtiger, auf andere Produkte auszuweichen. Es gibt durchaus Bio-Margarine. Ich bin da sehr Lahnsein-geprägt, gebe ich zu, d.h. Margarine ist für mich „böse“. Aber ich bin ja in einem Prozess.. 😉

Rohrohrzucker: Jede andere Zuckersorte geht auch, sei es Industrie oder Vollrohrzucker. Bei Honig bin ich mir nicht sicher, aber meine Versuche mit Agavendicksaft und Ahornsirup waren bei Kuchen nicht sehr erfolgreich.

Zitronenschale: Ein Teelöffel frisch geriebene Zitronenschale (von mir aus auch Zitronenaroma 😉 ) gehen genauso gut. Ich finde die Zitronenschale in Päckchen doch einfach praktisch.

Vanillinzucker: Prinzipiell kaufe ich keinen Vanillinzucker. Aber als ich Billigbackpulver für Reinigungszwecke gekauft habe, habe ich mich vergriffen. Und zum Wegschmeißen einfach zu schade… Er kann einfach wegbleiben oder durch Vanille ersetzt werden.

Skyr: Lange war ich Skyr gegenüber kritisch eingestellt, so ein Modeprodukt… Aber nach einem Versuch habe ich festgestellt: Ich mag das! Es knallt mir nicht den Magen so zu wie Quark (roh vertrage ich ihn nicht richtig) und schmeckt mir auch pur. Da bleibt es nicht aus, dass ich ihn in diversen Gerichten verwende. Ein Skyr-Käsekuchen ist noch auf meinem Testplan!

Hafermilch: Ich verwende gern Hafermilch, das hat keine ideologischen Gründe. 🙂