Viel kann ich nicht tun …

Die Nachrichten über die Taliban, die sich nach der Machtübernahme noch überschlugen, werden seltener. Wichtiger sind natürlich Tage wie der Single Day oder der Black Friday, da gibt’s immerhin Sonderangebote.

Ich habe eine Stelle gefunden, die afghanische Frauen unterstützt. Das halte ich für eine sehr wichtige und gute Oganisation! Aber lest selbst:

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Berliner Obdachlosenhilfe

Im letzten Jahr hatte ich angekündigt, die Provisionen der Verkäufe beim Perfektegesundheit-Shop, die über meine Webseite laufen, an die Berliner Obdachlosenhilfe zu spenden.

Es waren ca. 183 Euro, die zusammengekommen sind. Simon Bodzioch hat die Summe auf 200 Euro aufgestockt. Danke Simon!

Auch 2017 gebe ich das Geld für die Provisionen weiter. Es wird wieder der Regenwald sein, den Ihr unterstützen könnt. Wer die Organisation noch nicht kennt: http://www.regenwald.org

Für die, die es noch nicht wissen: Es gibt meiner Webseite http://www.vollwertkochbuch.de ein Banner, über das Ihr beim PGS kaufen könnt. Die entsprechende Verkaufsprovision spende ich regelmäßig, wie oben erwähnt.

Sondermeldung Spenden

Gerade bekam ich von Simon Bodzioch vom Perfekte Gesundheit Shop die Kopie einer Mail, die er an die Regenwald.org geschickt hat:

„Bitte buchen Sie … 406,02 € ab. … Die Spende kommt durch die Affiliate-Provision zustande vom Vollwert-Blog von Frau Ute-Marion Wilkesmann.“

Wow, das ist toll! Das ist ja nicht einmal ein Jahr, und obwohl es keine Preise mehr gibt, habt Ihr dafür gesorgt, dass so viel Geld über die Provisionen gespendet werden kann, indem Ihr Eure Käufe beim Perfekte Gesundheit Shop über das Banner auf meiner Homepage tätigt.

Im Januar könnt Ihr dann entscheiden, ob der Spendenempfänger weiterhin die Regenwald.org bleibt oder jemand anderes den Zuschlag bekommt.

Wer eine besonders unterstützenswerte Organisation kennt, kann mir einen Link per Email (!) schicken. Bitte nur solche Organisationen empfehlen, die Ihr kennt und die Menschen unterstützen.

Wo kann ich spenden? + Nr. 23

28. Dez. 2013: Thema Spenden und Beitrag Nr. 23

In der Vorweihnachtszeit und anlässlich von Naturkatastrophen wie gerade auf den Philippinen wieder gesehen, werden wir um Spenden gebeten. Letztlich las ich in einem Blog zu eben diesem Zweck einen Spendenaufruf. Und eine Leserin fragte: Ja, kommen die Spenden denn überhaupt an?

Da geht mir das Messer in der Hose auf, wie man so schön sagt.

Ich finde das hochinteressant, wie viele Sorgen Menschen haben, dass ihre Spenden nicht ankommen. Es ist ja auch eine beliebte Entschuldigung: „Ich weiß ja gar nicht, ob das ankommst, da gebe ich lieber gar nichts.“ Pfiffig, gell? Denn es gibt genug Bettler auf der Straße, denen wir ja dann das Geld in die Hand geben können, ohne dass wir immer eine Organisation fürchten müssen 🙂

So schwierig ist es heute dank Internet nicht mehr, sich selbst ein Bild zu machen. Man kann ja bei einer Homepage nicht nur die Front anschauen, sondern auch das Impressum und ein wenig googeln…. Dazu höre ich mir auch gerne an, welche Organisationen Freunde empfehlen und warum. Und für den lieben Gott (ich nenne das: Karma) ist es am Himmelstor doch sicher egal, ob ich versehentlich mein Geld mal an eine dubiose Organisation gegeben habe oder ob es wirklich immer „angekommen“ ist.

Wenn ich mit Freude gebe (und ein bisserl aufpasse, und dazu gehört für mich auch, einem Blogger, den ich regelmäßig und gerne lese, eine gewisse Kritikfähigkeit zuzutrauen), wird das ankommen. Auch kann ich die Spenden über verschiedene Organisationen streuen. Wenn ich nur mit Misstrauen spende, kriege ich negative Lachfalten um den Mund 🙂

Dasselbe gilt für Bettler und Straßenmusikanten. Jeder kennt dann Freunde, die gesehen haben, wie der scheins lumpige Bettler nachts in seinen Mercedes braust und heimfährt. Ob das stimmt, sei dahin gestellt. Und selbst wenn: Ich würde mich auch für einen Mercedes (was soll ich damit? 😉 ) und anderen Reichtum nicht bei jedem Wetter auf die dreckige Straße setzen mögen. Wenn ich so einer Bettlerin einen Euro gebe, was kostet mich das? Sie freut sich. Und selbst wenn sie denkt: „Ha, die Fußgängerin habe ich jetzt aber über den Tisch gezogen“, was macht das schon? Ich habe mit Freude gegeben. Wobei ich persönlich eher etwas gebe, wenn diejenigen auch etwas leisten, also z.B. Musik machen. Auch wenn sie jämmerlich ist 😉 In Remscheid gibt es einen Mann, dem habe ich regelmäßig etwas gegeben. Er hat nicht danke gesagt, er hat nicht gebettelt, er war, das war ganz einfach zu sehen, nur noch ein Schatten eines Menschen. Ich bin nicht guter Mensch genug, um mich neben ihn zusetzen, nach seinen Problemen zu befragen (wobei ja auch nicht sicher ist, ob er das will oder kann) oder sonst etwas zu tun, um ihm zu helfen. Da ist ein Euro ab und an die kleinste Sache, die ich tun kann.

Und wenn ich in der Woche dreimal einen Euro einem Bettler gebe und nur einmal im Monat wirklich ein solcher Euro einen „Richtigen“ erreicht: Da fühle ich mich wohler bei, als wenn ich mit zugekniffener Geldbörse durch die Stadt gehe und denke: Die sollten lieber mal richtig arbeiten!

Kein Mensch wird Alkoholiker aus Lust am Leben. Denn das ist ja auch so ein Argument: Die kaufen sich eh nur Schnaps dafür! Wenn ich diese Einstellung teile, sollte ich mich als verantwortungsvoller Mensch anders um diesen Menschen kümmern. Helfe ich denn diesem armen Menschen, wenn ich ihm meinen Euro vorenthalte? Wer selbst einmal süchtig war – ich habe früher mal geraucht -, weiß, dass es schwer ist, von einer Sucht loszukommen. Und das trifft bestimmt erst recht zu, wenn man nicht mehr „normales Mitglied“ der Gesellschaft ist. Wer bin ich, dass ich mich zur Richterin aufschwingen könnte?

Beitrag Nr. 23 – ein Gedicht

Herr Ton

Herr Ton der kam mit leisen Schritten –
gar manchmal nur ein Flügelschlag man vernahm.
Er pirscht sich vorwärts –  piano, ganz sachte
wie ein helles Glöckchen, ganz zahm.
Man vernimmt ihn nur im Stillen –
wenn man hin lauscht, konzentriert.
Melodisch wird es, majestätisch
will uns die Herzen füllen.
Dann wächst er an, bekommt Volumen
Herr Ton will nicht mehr Zufall sein.
Man soll ihn hören, jauchzen, loben
Tanzen und singen, eins mit ihm sein.
Herr Ton erfüllt in all seiner Vielfalt,
so wandelbar, so flüchtig, so klar
was wären wir ohne?
„Der Ton macht die Musik“ – ja, auch das ist wahr!