Morphy Richards: Ein Brot

Mit Bedienungsanleitung in der Hand ist mir die Montage (ist ja eigentlich alles schon vorgefertigt) geglückt 🙂 Es sollten ja Knethaken sein. Ich habe erst falsch gedacht, dann aber nachgelesen. Das war also einfach.

Der erste Wermutstropfen kam beim Lesen der Bedienungsanleitung: Maximum 750 g trockene Zutaten. Das klingt erst viel, aber ich backe schon mal Brot mit mehr. Auch ein normaler Rührteig (mit 500 g Mehl und min. 250 g Zucker) kommt da eigentlich schon an die Grenze. Aber ich denke mal, dass noch ein bisschen Spielraum nach oben ist.

Obwohl die Maschine leicht ist, steht sie beim Kneten erstaunlich fest auf ihrem Platz. Es hat mich überhaupt überrascht, wie gut sie knetet. Denn die Knethaken haben noch deutlich Spielraum bis zur Schüsselwand.

Im Rezept, das ich morgen vorstellen werde, müssen als erstes Haferflocken in heißem Wasser quellen. Na, dachte ich, das mache ich doch gleich in der Schüssel. 220 g Flocken plus 200 g Wasser – das wurde nicht sehr gut verrührt, fand ich. Dennoch waren beim Test fast alle Flocken „durch“.

Die restlichen Zutaten habe ich zusammen zugegeben und kneten lassen. Wie in der Betriebsanleitung angedeutet, musste ich den Deckel abnehmen, weil der Teig „hochstieg“.

Ein tolles Feature ist eine Zähluhr (oben im Foto links unten sichtbar), die automatisch startet, wenn man die Maschine anstellt. Unterbricht man den Knetvorgang, hält der Zähler an, danach läuft er wieder weiter. Das gefällt mir sehr gut, denn so habe ich die Knetzeit im Blick. Ich habe 5 Min. kneten lassen, das wird in der Bedienungsanleitung als Knetzeit angegeben.

Zweiter Wermutstropfen: Dem Deckel und dem Deckeleinsatz zum Nachfüllen traue ich nicht so ganz. Es handelt sich um dünnes Hartplastik. Wenn mir der Deckel auf die Fliesen fällt, bricht er dann oder bekommt einen Riss? Der Deckeleinsatz ist mir natürlich, wie das so ist, auf die Fliesen gefallen – er blieb intakt.

Ich habe ein kleines Video vom Kneten an Freunde geschickt, die alle vom Geräusch der Maschine entsetzt waren. Als ich das Video selbst anschaute, musste ich zustimmen: Es quietscht. Ja, natürlich macht der Mixstar Geräusche, aber so grell wie im WhatsApp-Video ist das nicht. Und leiser als Thermomix und Vitamix ist der Mixstar alle mal.

Der Teig ist wirklich toll geworden und super gegangen. Das liegt natürlich auch am Rezept.

Dann habe ich ein wenig in meinen Küchenschränken herumgeräumt. Unter den Herdplatten habe ich zwei große geräumige Schubladen. Nimmt man die beiden Teile auseinander, passt das Gerät prima hinein. Ich muss also meine Küche nicht (wieder) durch einen zu großen Gerätepark verschandeln.

Ich habe diesmal mit der Hand gereinigt, das ging unter fließendem Wasser gut. Wenn ich mal Platz in der Spülmaschine habe, werde ich das auch ausprobieren. Beim Deckel bin ich allerdings nicht so sicher, ob ich das probieren werde.

Im Ofen ist der Teig dann mehr in die Breite gelaufen als in die Höhe geschossen. Das kann aber auch an der für Brot niedrigen Backtemperatur von 180°C, so im Rezept angegeben, liegen. Hätte ich von mir aus nicht gewählt.