Komplettierungswahn

Den hatte ich immer schon. Das fing als Kind bereits an: Jedes Karl-May-Buch, das neu in Taschenbuch erschien, habe ich mir vom Taschengeld gekauft. Und einige dann später als gebundes Buch. Die Komplettierung war jedoch niemals 100%, ich glaube 2 oder 3 Bände fehlten.

Dann kamen diverse Phasen. Unter anderem eben auch die Vollwertkocherei. Natürlich musste ich möglichts viele der entsprechenden Kochbücher kaufen. Eine Riesensammlung, von der ich mich allmählich wieder getrennt habe. Übrig sind nur wenige Bände, einige davon könnte ich auch mal wieder in das öffentliche Bücherregal stellen. Dasselbe passierte, als ich meine indische (Koch-)Phase hatte.

Nicht zu vergessen meine Bücherliste…

Jetzt geht es mir mit dem Stricken so. Ich habe mir eine ordentliche Tabelle erstellt, welche Nadeln ich habe und welche ich brauche (zur Vollständigkeit). Und danach gönne ich mir jetzt ab und an weitere Nadeln. Eine Freundin (etwa 5 Jahre jünger als ich) erklärte mir gerade heute, dass sie ihren Haushalt nicht mehr erweitern will, so nach dem Motto: Das kann ich eh bis an mein Lebensende nicht mehr gebrauchen.

Da bin ich anders, mag unvernünftig sein. Die Stricknadeln werde ich selbst bei Weiterführung meines Hobbys sicherlich nicht alle noch brauchen. 🙂 🙂

Neuer Pullover

Es hat lange gedauert (für meine Verhältnisse), bis dieser Pullover fertig wurde. Zum einen liegt es daran, dass ich ja jetzt eine riesige Bücherliste vor mir liegen habe. Zum anderen habe ich ihn zu einem Drittel neu gestrickt, weil die Empfängerin die Ärmel nicht so mochte, wie ich sie gestrickt hatte. Aber jetzt isser soweit, nur die Fäden muss ich noch vernähen. Eine meiner Hassarbeiten 🙂

Ein neuer Pullover

Zum Glück habe ich eine Freundin, die meist auch die verrücktesten Sachen, die ich herstelle, cool findet. So auch bei dem folgenden Pullover. Ich habe ihn angefangen, ohne einen großen Plan zu haben. Und letztendlich wurde der Pulli auch ganz anders, als selbst in meinem Miniplan vorgesehen war. Ab und zu habe ich ihr per WhatsApp ein Foto geschickt – das natürlich mehr neugierig machte als Aufschluss gab. Die Farben und der Mustermix gefielen ihr immer.

Nun ist das Stück fertig. Die Fäden habe ich noch nicht vernäht, meine Freundin soll ihn erst anprobieren. Wenn er sitzt und gefällt, vernähe ich. Wenn nicht, werde ich halt einen Teil wieder aufziehen (die Ärmel habe ich sowieso links 2x und rechts 3x gestrickt, weil ich mich vertan hatte).

Die Wolle habe ich aus dem Sonderangebot. Das Knäuel 1 Euro. Ich kann bei sowas nicht widerstehen. „Was wollen Sie denn draus machen?“, fragte mich die Bedienung, weil sie mich bei der Zahl der Knäuel beraten wollte. „Keine Ahnung.“ Sie ließ sich nichts anmerken. 😉

Als erstes das Foto von vorn. Auf dem Foto links den Ärmel habe ich etwas umgeklappt, damit man sieht, wo die Ärmelöffnung aufhört. Der Halsausschnitt ist absichtlich schräg.

Vorderteil
Rückenteil

Ich habe Stricken und Häkeln gemischt. Das gefällt mir sehr gut, und wird sicher nicht das letzte Mal sein. Nun bin ich gespannt, wenn mir meine Freundin ein Foto schickt, wie er aussieht. Aufgrund von Corona lege ich ihr den Pulli nämlich in den Briefkasten.

Die Wolle gefiel mir ja optisch sofort, aber zum Verarbeiten ist sie ein wenig schwierig. Da sie sehr rutschig ist, kann man einen Fehler beim Stricken in der Runde darunter kaum reparieren, es fällt alles sofort metertief …

Lockeres Patent

Wenn man Patent strickt, sieht das im Prinzip so aus:

(1. Reihe): 1 Masche rechts, 1 Masche mit Umschlag links abheben.
Alle folgenden Reihen: Die Masche mit dem Umschlag rechts abstricken, die Einzelmasche mit einem Umschlag links abheben.

(Das ist oben auf dem Foto)

Da habe ich mich doch gefragt, was passiert, wenn ich es anders mache, nämliche:

(1. Reihe): 1 Masche mit Umschlag rechts abheben, 1 Masche links abstricken
Alle folgenden Reihen: Die Masche mit dem Umschlag links abstricken, die Einzelmasche mit einem Umschlag rechts abheben.

Nun, einen sehr großen Unterschied sieht man nicht. Aber das Gestrickte ist deutlich lockerer, wie man auf dem unteren Streifen auf dem Foto sieht):

Dreieckstuch – Teil 2

Wie versprochen, heute das neue Dreieckstuch, soweit ich gestern gekommen bin. Es ist wirklich das Einfachste bisher. Immer rechts stricken, am Anfang der Reihe eine rechts, dann ein Umschlag, rechts weiter. Die vorletzte Masche der Reihe ist immer ein Umschlag, diesen verschränkt rechts abstricken, dann die letzte Masche rechts. Dadurch, dass ich immer am Anfang der Reihe die Masche zunehme, muss ich am Ende nicht ans Zunehmen denken.

Wichtig ist auch, vor bzw. nach dem Umschlag noch eine rechte Masche zu stricken, sonst wird der Rand ungleichmäßig. Was mir auch so gefällt ist, dass ich vorher nicht planen muss. Ich stricke, bis ich keine Lust mehr habe, oder bis die Wolle aufgebraucht ist. Wie oft friert man, aber eine Jacke ist so lästig? Da ist doch so ein Tuch phantastisch.

Man kann auch kleine Muster einarbeiten, z.B. in Abwechslung mit Patentstricken. Das hat den Vorteil, dass die Reihen gleich hoch und die Maschen genauso breit sind wie beim einfachen Rechtsstricken. Es eignen sich alle Muster, die rechts wie links gleich aussehen.

Ich vermute, dass das beim Häkeln ähnlich ist. Ich stricke nur lieber, weil ich dabei nicht die ganze Zeit aufs Strickzeug gucken muss. Beim Häkeln muss ich immer hinsehen.

Ein Dreieckstuch stricken

Dreieckstücher haben den großen Vorteil, dass wir stricken können, bis die Wolle zu Ende ist – wenn wir an der Spitze anfangen. Man kann sie als Halstuchersatz, aber auch als eine Art wärmende Stola planen. In letzter Zeit habe ich bereits zwei gestrickt, eines groß wie ein Halstuch, eines als Jackenersatz. Gerade habe ich ein Neues angefangen, das noch einfacher zu stricken ist. Und Ihr könnt mitmachen!

Das obere Foto zeigt eines in Halstuchgröße, das zweite einen Jackenersatz (Breite oben ca. 150 cm). Die Wolle war schon auf dem Knäuel verschiedenfarbig, ich muss also nicht allzu viele Fäden vernähen.

Anfangen kann man mit zwei Nadeln. Wird das Tuch breiter und liegen die Maschen zu eng nebeneinander, empfiehlt sich der Umstieg auf eine Rundnadel.

Zur Info: Ich verwende jetzt Alta Moda Fine, von Lana Grossa, Baby Alpaca, in dunkelblau. Nadelstärke 5. Ich habe die Wolle von einer Freundin geschenkt bekommen, die keine Lust mehr zum Stricken hat.

  1. Drei Maschen aufschlagen.
  2. Drei Maschen rechts stricken.
  3. Dritte Reihe: Randmasche, 1 Umschlag, zwei rechte Maschen.
  4. Vierte Reihe: Randmasche, 1 Umschlag, den Rest rechts stricken.

Die vierte Reihe wird quasi immer wiederholt. (Der Umschlag aus der letzten Reihe sollte verschränkt rechts gestrickt werden, d.h. man sticht in das hintere Maschenglied ein.) Dadurch ergibt sich ein breites Dreieck, wie in der breiten Ausführung. Bei der schmaleren Ausführung würde man nur in jeder zweiten Reihe zunehmen.

Das erste Foto ist von der 3. Reihe und das zweite einige Reihen später.

Morgen zeige ich euch dann, wie weit ich an einem Abend gekommen bin. Es ist Zeit, die alte verhasste Wolle aus der Ecke zu holen. Ideal beim Fernsehen oder hören von längeren Sprachnachrichten. 🙂

Sockenzeit ist jetzt vorbei

13. Mai 2013: Im Sockentaumel

Ich habe in den letzten Wochen ziemlich viele Socken gestrickt. Ein- oder zweimal habe ich vergessen, ein Foto zu machen. Aber die meisten von Babystiefeln bis zu gediegenen Herrsocken sind erfasst 🙂 Viel zu sagen gibt’s dazu nicht – ich habe fünf verschiedene Fersen probiert, am häufigsten die Bumerang- (oder Jojo-)Ferse, die Tomatenferse, die Ferse nach Sylvia Rasch und die herkömmliche Käppchenferse. So 100% glücklich bin ich noch mit keiner. Ich wollte dann selbst experimentieren, aber leider geht es erst einmal nicht weiter: Ich habe mir einen Tennisellbogen angestrickt. Daher stricke ich zurzeit gar nicht und werde es, wenn der Arm wieder in Ordnung ist, mit sehr geringerem Tempo wieder aufnehmen. Aber nun heißt’s nur… anschauen

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Sockenrosagruen