Null Widerstand

Gestern im 1-Euro-Regal: Wolle für 1 Euro pro 50-g-Knäuel. Kann ich da widerstehen, trotz fast voller Schränke? Nein, kann ich nicht. Jetzt sind die Wollschränke voll bei mir.

Es handelt sich zwar um Sockenwolle, aber Sockenstricken habe ich vor Jahren abgeschlossen. Da muss ich ständig aufs Strickzeug gucken. Aber was nettes Warmes sehe ich da vor meinem inneren Auge wachsen… Ihr werdet das Ergebnis zu sehen bekommen. Allerdings habe ich vorher noch ein paar andere Pläne abzuschließen.

Neue Wolle im Haus

Gestern kam ich an meinem Lieblingswollladen innerhalb der Öffnungszeiten vorbei. Fatal! Wieder gab es ein Supersonderangebot, dem ich nicht widerstehen konnte. Die Wolle hat sogar eine gute Zusammensetzung: 35% Alpaka, 25% Mohair, 25% Schurwolle, 10% Polyamid und 5% Polyester.

Es gab noch drei Farben, die dritte (ein merkwürdiges verwaschenes Seegrün) gefiel mir nicht so richtig. Aber zwei Farben – ein dunkles Braun und ein Rostrot, beide mit etwas Glitzer – hüpften sofort in meine Einkaufstasche. Zehn Knäuel dürften für einen Schal reichen, meinte die Verkäuferin ebenfalls.

Komplettierungswahn

Den hatte ich immer schon. Das fing als Kind bereits an: Jedes Karl-May-Buch, das neu in Taschenbuch erschien, habe ich mir vom Taschengeld gekauft. Und einige dann später als gebundes Buch. Die Komplettierung war jedoch niemals 100%, ich glaube 2 oder 3 Bände fehlten.

Dann kamen diverse Phasen. Unter anderem eben auch die Vollwertkocherei. Natürlich musste ich möglichts viele der entsprechenden Kochbücher kaufen. Eine Riesensammlung, von der ich mich allmählich wieder getrennt habe. Übrig sind nur wenige Bände, einige davon könnte ich auch mal wieder in das öffentliche Bücherregal stellen. Dasselbe passierte, als ich meine indische (Koch-)Phase hatte.

Nicht zu vergessen meine Bücherliste…

Jetzt geht es mir mit dem Stricken so. Ich habe mir eine ordentliche Tabelle erstellt, welche Nadeln ich habe und welche ich brauche (zur Vollständigkeit). Und danach gönne ich mir jetzt ab und an weitere Nadeln. Eine Freundin (etwa 5 Jahre jünger als ich) erklärte mir gerade heute, dass sie ihren Haushalt nicht mehr erweitern will, so nach dem Motto: Das kann ich eh bis an mein Lebensende nicht mehr gebrauchen.

Da bin ich anders, mag unvernünftig sein. Die Stricknadeln werde ich selbst bei Weiterführung meines Hobbys sicherlich nicht alle noch brauchen. 🙂 🙂

Neuer Pullover

Es hat lange gedauert (für meine Verhältnisse), bis dieser Pullover fertig wurde. Zum einen liegt es daran, dass ich ja jetzt eine riesige Bücherliste vor mir liegen habe. Zum anderen habe ich ihn zu einem Drittel neu gestrickt, weil die Empfängerin die Ärmel nicht so mochte, wie ich sie gestrickt hatte. Aber jetzt isser soweit, nur die Fäden muss ich noch vernähen. Eine meiner Hassarbeiten 🙂