Von TM31 zu TM5

20. Feb. 2016: Thermomix-Umstieg

Lohnt der Umstieg vom TM31 auf den TM5, gesetzt den Fall, der TM31 ist noch voll-fit?

tm51-maße (1)

Meine Antwort lautet: eher nein. Begründung:

Wenn du das Guided Cooking nicht brauchst, lohnt der Umstieg nur, wenn du den alten zu einem fiesen Preis verkaufst 😦 Die anderen Verbesserungen empfinde ich eher als Kleinigkeiten. Das Display ist nett, ja, aber wer mit dem TM31 schon verbrüdert ist, kommt doch prima zurecht.

tm5-display (1)

tm5-display (2)

Die Leuchtdioden ändern ihre Farbe mit Anstieg der Temperatur.

Für mich als Linkshänderin ist der Deckel leichter aufzusetzen. Das Messer ist einfacher einzusetzen, weil der Boden nicht nur zwei Löcher hat, die man finden muss.

TM-Bottom

Du hast jetzt nicht mehr 10 Geschwindigkeiten, sondern auch dazwischen, also 2-2,5-3-3,5 usw. Die Turbofunktion ist ganz neckisch, quasi wie pulsen. Der Dichtungsring ist fest im Deckel montiert, was nicht unbedingt ein Vorteil ist. Das fällt mir so auf Anhieb bei den Unterschieden auf. Er ist größer im Volumen, was mir praktisch noch nicht aufgefallen ist. An Standfläche braucht er nicht mehr und auch er passt auf meine enge Fensterbank.

tm51-maße (2)

Wenn der Mixtopf nicht im Gerät sitzt, sehen die Haltarme so aus, als riefen sie: „Komm zu mir, ich hab dich lieb“ 😉

TM-Arme

Nachtrag zum MyCook-Test

Soeben (7. Oktober 2013) erhielt ich einen netten Anruf einer Mitarbeiterin von Jupiter, die mich auf drei sachliche Fehler in meinen Texten hinwies. Wir waren uns beide einig, dass dies auf das Ergebnis der Tests keinen Einfluss hat, ich möchte das aber – ohne jetzt alle Tests einzeln nochmals durchzuarbeiten – an dieser Stelle genau wie in der Zusammenfassung noch einmal klarstellen (das mache ich von mir aus, ohne Druck von Jupiter, das möchte ich auch betonen):

  1. Häufig spreche ich davon, dass der TM31 „stärker“ ist. Das ist irreführend, denn man könnte es so verstehen, dass der Motor stärker ist. Das ist nicht der Fall, der Motor des MyCook ist sogar 100 unwesentliche Watt stärker. Was ich immer meine – und so hätte ich es auch besser gesagt – ist jeweils die Umdrehungszahl.
  2. Als ich den TM 31 gekauft habe, gab es eine lange Garantiezeit. Laut der Anruferin gibt Vorwerk nur die gesetzlich vorgeschriebene, während der MyCook eine Garantiezeit von 5 Jahren hat.
  3. Tippfehler haben die üble Angewohnheit, sich ins Gehirn zu setzen. Und so schreibe ich häufig „Gäreinsatz“ oder „Gärkorb“, was natürlich Blödsinn ist, ich kann auch im MyCook kein Bier brauen 😉 Es muss natürlich Garkorb und Gareinsatz heißen 😳

Wie gesagt – an der Praxis ändert das ja nichts.

MyCook 1.6 Jupiter – Test 21

MyCook Test Nr. 21 – Eiswürfel zerkleinern

Dies ist ein Ersatztest. Eine Leserin hatte sich gewünscht, dass ich Himbeereis vergleiche. Ich mache im Thermomix kein Eis, weil es im Vergleich sowohl zum Vitamix als auch zur Eismaschine einfach zu schlecht abschneidet. Warum soll ich etwas in einer schlechteren Version essen nur für einen Test? Soweit geht meine Testbegeisterung auch nicht 😎

Gleich eine kleine „Warnung“: Ich liefere heute kein Rezept 🙂

Ich hatte aber eine Idee, wie ich wenigstens den Umgang der Geräte mit Eis testen kann – indem ich Eiswürfel „crushe“ oder zerkleinere. Angefangen habe ich mit dem MyCook.

  • Einfüllen von 200 g Eiswürfel
  • 10 Sekunden auf Stufe 5: die Würfel waren nur grob zerkleinert
  • 10 Sekunden auf Stufe 10: der MyCook war unten mit kleinen Eiskristallen gefüllt
    Becherwand nach 5 Sek. Stufe 5 plus 10 Sek. Stufe 10
    Becherwand nach 5 Sek. Stufe 5 plus 10 Sek. Stufe 10

    10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
    10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
  • nochmals 10 Sekunden auf Stufe 10: Auf den ersten Blick sahen die Eiskristalle nicht viel anders aus.

    5 Sek. Stufe 5, 10+10 Sek. Stufe 10
    10 Sek. Stufe 5, 10+10 Sek. Stufe 10
  • Umfüllen des zerkleinerten Eises auf einen Teller

    Ergebnis auf dem Teller: MyCook
    Ergebnis auf dem Teller: MyCook

Beim Thermomix hatte ich zuerst den Eindruck, dass sich da wirklich der kräftigere Motor bemerkbar macht:

  • Einfüllen von 200 g Eiswürfel
  • 10 Sekunden auf Stufe 5: es gab schon Kristalleis zusammen mit ziemlich groben Klumpen, wie beim MyCook
  • 10 Sekunden auf Stufe 10: am Rand des Bechers hatte sich, so wie es aussah, feinstes Pudereis abgesetzt
    Rand des TM31
    Rand des TM31
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10

     

  • nochmals 10 Sekunden auf Stufe 10: Da alle Eiskristalle an der Becherwand hingen, konnte sich nichts mehr verändern, wurde mir aber erst später klar 🙂 Das Pudereis war das Gleiche. Da war ich erst einmal beeindruckt: Schon auf Stufe 5 hatte der Thermomix mehr geleistet. Und dann hatte er sogar Pudereis produziert! Allerdings bemängel ich wie immer, dass Zutaten, einmal an der Wand, nicht wieder gegriffen werden (können)

    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 2 x 10 Sek. Stufe 10
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 2 x 10 Sek. Stufe 10
  • Umfüllen des zerkleinerten Eises auf einen Teller: Nun war der Unterschied nicht mehr so groß. Schon beim Umfüllen bemerkte ich, dass das Pudereis nur die oberste Schicht war, darunter befanden sich, genau wie beim MyCook, Eiskristalle

    TM: Fertiges Eis
    TM: Fertiges Eis

Hier hat der Thermomix auf den ersten Blick deutlich besser abgeschnitten, im Ergebnis an sich war der Unterschied dann nicht so gravierend, auf dem Teller kamen mir beide zerschlagenen Eismengen gleich vor. Oder seht Ihr einen Unterschied? Ich habe die letzten beiden Fotos extra mit größerer Auflösung hochgeladen, damit Ihr genau hinschauen könnt (Foto anklicken). Der Thermomix, denke ich, ist eher für das Zerkleinern größerer Mengen angelegt, während der MyCook eben durch den schmalen Sockel einiges „unten“ hält, was beim Thermomix schon an der Wand hing. Ich muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass es irgendwie wieder ein schönes „Gefühl“ war, den Thermomix-Becher in der Hand zu halten, der Becher an sich in seinen Größenverhältnissen ist „harmonischer“.

Jeweils nun noch einmal ein Foto auf den Tellern, nur aus einer leicht anderen Perspektive und zum Anklicken für das vergrößerte Bild. Ich sehe jetzt keinen Unterschied, aber vielleicht entgeht mir etwas?

MyCook
MyCook
TM31
TM31

MyCook 1.6 Jupiter – Test 13

MyCook Test Nr. 13 – Kartoffelpüree

Ich esse Kartoffelpüree gerne, mache es aber selten. Irgendwie ist das viel Arbeit. Im Thermomix ging das gut. Gilt das auch für den MyCook? Im Rezeptbuch ist auch ein Rezept für Kartoffelpüree vorgegeben, so hatte ich eine Richtschnur.

Die Vorlage dünstet 900 g Kartoffeln im Dünstaufsatz. Da ich keinen Besuch erwartete und 900 g doch ein wenig viel für mich finde, habe ich 200 g Kartoffeln im Garkorb gedünstet. Bei der Garzeit habe ich geraten. 20 Minuten eingestellt, aber nach 19 Minuten waren die Kartoffeln wirklich weich. Dann soll man Milch und später noch Öl mit den Kartoffeln im Becher selbst 2 Min. auf Stufe 5 bei 90 °C mischen. Da hatte ich ja schon wieder meine Zweifel. Ich habe die Kartoffelstückchen mit meinem Milchverschnitt mutig in den Becher getan und die Einstellungen vorgenommen: Ha, ich sah es schon gleich, das wird nie fein. Getäuscht. Nach 2 Min. hatte ich ein wirklich glattes Püree vor mir. Mein Tipp: Unbedingt nach der Herstellung aus dem Topf nehmen und den Topf spülen. Es wird sonst, das ließ sich schon erahnen, eine kleine Tortur, da das Püree einfach „klebt“.

Mir fällt am MyCook immer wieder angenehm auf, dass er weniger nach oben spritzt, unabhängig von der eingestellten Geschwindigkeit. Das liegt möglicherweise an dem verjüngten Becherende.

5714topf

Ergebnis: Auch hier gibt es nichts zu meckern, obwohl ich wie immer ungeschälte Kartoffeln verwendet habe. Ob größere Mengen genauso gut werden, weiß ich nicht und werde ich auch nicht erproben 🙂 Das habe ich im TM31 auch nie in größeren Mengen hergestellt.

Kartoffelpüh in rohem Ring

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Püree

  • 200 g Kartoffeln
  • 725 g Wasser
  • 1 Lorbeerblatt
  • 45 g Wasser
  • 10 g Cashewnussmus
  • 1 Prise Salz
  • 1 kleine Prise schw. Pfeffer
  • 30 g gekochte Kichererbsen

Kartoffeln klein schneiden, in den Garkorb geben. 725 g Wasser mit dem Lorbeerblatt in den Becher geben und den Garkorb einhängen. 19 Min. bei 120 °C auf Stufe 2-3 dünsten. Wasser ausgießen (evtl. zur Weiterverwendung aufbewahren). 45 g Wasser mit den restlichen Zutaten im Magic verquirlen, zu den Kartoffeln geben und 2 Min. bei 90 °C auf Stufe 5 rühren lassen. Das Püree ist fertig.

Spitzkohlsalat

  • 200 g Spitzkohl; Dressing:
  • 10 g Essig
  • 1/2 TL Salz
  • 1 MS schw. Pfeffer
  • 30 g gekochte Kichererbsen
  • 30 g Wasser

Spitzkohl fein raffeln (Jupiter Elektroraspel, Scheiben). Die restlichen Zutaten im Magic verquirlen, gut mit dem Spitzkohl mischen. Einen Süitzkohlrand auf einen großen Teller legen, Püree in die Mitte klecksen.

  • 15 g Cashewnussmus
  • 1 geschälte Knoblauchzehe in Scheiben
  • 23 g Essig
  • 1-2 Prisen Salz
  • 1 Prise schw. Pfeffer
  • 100 g Wasser

Die Zutaten im MyCook 30 Sek. auf Stufe 10 laufen lassen. Das Cashewnussmus habe ich quasi erst nachträglich gewogen, es waren Reste von der Nussmus-Herstellung. Einen Becher bis auf 15 g sauberzubekommen ist ordentlich! (Ohne dass ich das Messer herausgenommen habe.)

Gemüse

  • 100 g Zucchini
  • 75 g Fenchel
  • 95 g Möhre

Gemüse grob vorschneiden. Zu dem Dressing geben und 8-10 Sekunden auf Stufe 4-6 schlagen. Einfach ein bisschen aufpassen, damit es nicht zu fein wird.

Fertigstellung

  • 3-4 Salatblätter
  • 1-2 EL Linsensprossen (von schwarzen Linsen)

Salat waschen, ausdrücken, in Streifen schneiden und den Rand eines großen flachen Tellers damit belegen. Gehacktes Gemüse in die Mitte geben. Die Linsen auf dem Salatrand verteilen.