Töne – das letzte Mal

23. Januar 2014. Preisausschreiben 2 Beiträge Nr. 28

Hiermit verabschieden wir uns von den Tonbeiträgen. Es war wieder eine bunte Mischung aus ernsthaften, lustigen und spannenden Beiträgen, manch einer hat uns mit großem Können überrascht, ich denke da an einige Zeichnungen und vor allem Daniela mit ihrem Lied. Ich glaube, da wird mir keiner widersprechen, dass das hervorragend war! Heute noch einmal ebenfalls sehr schöne Textbeiträge. Genießt sie 🙂

Geschichte

Der entflohene Ton

Es war einmal ein sehr begabter Prinz, der Klavierunterricht nahm. Sein Vater, der König, entspannte sich, wenn er den wundervollen Tönen lauschte, und abends war die Musik wie ein Schlaflied. Eines Tages prangte ein großes Plakat auf einer Litfaßsäule, auf dem Folgendes zu lesen war: Nächste Woche am Mittwochabend im Musiksaal des Schlosses findet ein Wettkampf unter den besten Pianisten statt. Der Prinz wollte unbedingt an dieser Musikveranstaltung teilnehmen, denn der Preis war ziemlich verlockend: ein goldenes, sprechendes Klavier. Deswegen übte und übte er jeden Tag viele Stunden. Dann war es endlich soweit: Der große Tag war gekommen! Die Zuhörer drängten sich nur so auf die Plätze! Der Prinz hatte plötzlich ein mulmiges Gefühl im Bauch. Vor sooo vielen Zuschauern sollte er spielen! Doch zum Glück musizierten vor ihm noch andere Teilnehmer. Einige von ihnen verhaspelten sich häufig, anderen passierten nur kleine Fehler. Doch der kleine Prinz schwor sich, dass er sein Stück fehlerfrei spielen würde. Da! Jetzt wurde sein Name aufgerufen! Sein Herz klopfte wie wild. Er erhob sich und ging auf die Bühne. Sofort wurden alle Kameras auf ihn gerichtet. Als er sich auf den Klavierstuhl setzte, verflog sein Lampenfieber völlig. Mit einer schwungvollen Bewegung setzte er seine Finger auf die Tasten. Als er sein prachtvolles Stück beendet hatte, schritt der Veranstalter auf die Bühne und verkündete den Prinzen als Sieger. Nachdem der Prinz wieder nach Hause gekommen war, feierte die Familie seinen Sieg. Schon nach wenigen Tagen wurde das prunkvolle Klavier geliefert. Beim Auspacken staunte der Prinz vor Verwunderung: Das Klavier war nicht nur aus Gold, die Tasten waren sogar aus Edelsteinen gefertigt! Sofort begann der Prinz zu spielen. Eines Tages bemerkte er, dass ein Ton fehlte. Sooft er auch die Taste antippte, nie war ein Ton zu hören. Einmal war aus Richtung der Klavierbücher ein dunkles Jammern zu vernehmen. Sofort rannte der Prinz dorthin und schaute nach: Er konnte seinen Augen kaum trauen, tatsächlich kauerte dort der vermisste Ton. Kläglich stammelte er: „Kaum darf ich ertönen, die höheren Töne dürfen viel öfters einen Laut von sich geben!“ Da tröstete der kleine Prinz den Ton und setzte ihn wieder an seine Stelle im Klavier. Nun suchte der kleine Prinz in einem von seinen Klavierbüchern ein besonders tief klingendes Stück, in welchem der Ton oft vorkam. Danach spielte er wieder ein Lied mit hohen Tönen. Von da an waren sowohl die hohen als auch die tiefen Töne zufrieden.

Gedicht

Tonstatue

Der Mann aus Ton
sitzt stumm an der Bahnstation.
Neben ihm – Ton in Ton –
thront seine Frau mit dem gemeinsamen Sohn.

Einen leisen Ton summend,
dann gleich wieder verstummend,
denkt der Mann soeben:
„Gerne würde ich mal den Ton angeben.“

Da kommt ihm auch schon eine Idee,
zufrieden trinkt er einen Schluck Tee
und denkt: „Ich werde sie überraschen!“,
genüsslich beginnt er, vom Stollen zu naschen.

„Im Alltag werde ich sie öfters berühren,
am Wochenende in ein Konzert entführen,
dann können wir zusammen den wunderbaren Tönen lauschen
und uns hinterher gemütlich austauschen.“

Dreimal Ton

20. Januar 2014: Preisausschreiben Beiträge Nr. 31

Zum vorletzten Mal stelle ich Beiträge vor. Heute sind es drei, zwei Texte und ein Bild.

Beschreibung

Beschreibung des Begriffes Ton! Gemeint ist hier der gute Ton. Im allgemeinen setzt man voraus, dass unter den Menschen der gute Ton vorherrscht. Allerdings gibt es auch hier und dort Zusammenkünfte bei denen der gute Ton keineswegs vorhanden ist, sondern Beschimpfungen eben denselben verdrängt haben. Der gute Ton ist eine Art Versicherung von Menschen, die sich viel und gerne mit anderen Menschen unterhalten oder gar beruflich unterhalten müssen. Dabei ist es wichtig demgegenüber dabei in die Augen zu schauen und auf jegliche Art von Reizungen bzw.  Aggressionen zu verzichten.

Foto

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Gedicht

Morgendliche Töne!

Der Wecker schrillt mit hellem Ton,
„steht auf“, „nun mach“, – „ich komm‘ doch schon“.
Die Kaffeemaschine läuft blubbernd vor sich hin,
jetzt ins Bad, die Sachen an, Pullover bis übers Kinn.
Den Apfel auf der Reibe raspeln,
das Frischkorngericht zusammen basteln.

Das Frühstück für die Kinder schneiden,
dass sie in der Schule nicht an Hunger leiden.
Die Kinder wecken mit lieben Gesang,
da steht man doch gerne auf, bei dem Klang.
Frühstücken, Jacken an, den Ranzen schnappen,
so geht’s morgens los, viele verschiedene Töne sind bei uns zu ertappen.

Luxus am Sonntag und Beiträge Nr. 27

12. Januar 2014: Luxusfrühstück und zweimal Nr. 27

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Beiträge Nr. 27

Ton: Eine Beschreibung

Der Ton ist das was ich höre. Mein Gehör nimmt den ganzen Tag Töne war, aber was ich nicht ertrage ist die Stille.

Der erste Ton, den ich nach Null Uhr höre, ist meine Tochter, erst ganz leise, so dass ich denke: „Ach was, ist das denn in meinem Traum?“, dann immer lauter. Was für ein Ton. Mein Freund liegt ganz still neben mir. Höre nur ich das? Schnell hole ich sie ins Bett, dann höre ich das Nuckeln an meiner Brust und schlafe ein.

Der nächste Ton, der die Stille durchbricht, ist der schrille Ton des Weckers. Was für ein Ton, den mag ich nicht. Nun beginnt der Tag.

Beim Vorbereiten des Frühstücks dudelt das Radio, diese Töne mag ich. Dann springt mein Sohn aus dem Bett und pfeift vergnügt umher, was für ein positiver Ton.

Kaum dass mein Freund seine Arbeit aufgenommen hat, klingelt das Telefon. Das können ganz schön nervige Töne sein. Dazu schellt zwischendurch die Klingel an der Tür, Vivian krabbelt quietschvergnügt durch die Wohnung und schon sehne ich mich nach der Stille. Komisch, aber wenn ich auf der Couch zur Mittagsruhe liege, warte ich auf jeden Ton. Egal welcher Ton, der die Stille endlich durchbricht. Da wieder die Klingel: Dieser unangenehme Ton, gerade in der Mittagsstunde: „Ein Paket für ihren Nachbarn“ freundlich fragend der Hermes Typ. Wo ist nur meine Stille? Nach paar Minuten höre ich einen dumpfen Ton, was ist das nur? Ach ja, mein Handy vibriert unter der Decke. Eine Nachricht irgendwo her… Kaum ist die Stille wiederhergestellt, kommt mein Sohn aus der Schule und gibt den Ton an. Jetzt ist Hausaufgabenzeit. „Mama wie geht das?“ Meine Ohren klingeln, wie oft höre ich diesen durchdringenden Ton. „MAMA! MAMA!“ Ach ja, die Kleine ist schon wieder wach.

Diese Töne begleiten mich durch den Tag und oft frage ich mich, wie es ohne diese Töne wäre. Manchmal gehe ich zur Entspannung in die Sauna. Diese Stille, da ist sie wieder! Gerade zehn Minuten ertrage ich diese Ruhe und schon vermisse ich all diese Töne, die mich jeden Tag begleiten. Wie wäre das ohne Sie? Einfach viel zu still und nicht das, was ich will. Ich bleibe bei dem Motto: Der Ton macht die Musik und meine Musik sind die Töne des Lebens!

Ton: Ein Gedicht

Der Ton

Es gibt Töne, die stimmen Dich heiter, manche andere Töne ziehen einfach weiter.
In der Welt hat man kein Glück, ohne Ton verstummt die Musik.
Man muß ihn hören, daß ist doch klar, denn nur der Ton sagt, wie es war.
Wenn Kinder rufen: „Mama! Mama!“, dann ist der Ton doch wie ein Hammer.
Man freut sich, dass sie’s begriffen endlich, denn nur mit dem Ton macht man sich verständlich.
Geändert hat sich der Ton mit der Zeit. Die Jugend ist dafür allzeit bereit.
Da heißt es plötzlich „Yo, Baby, yo!“, doch wir Alten begreifen es nicht so.
Wir legen Wert auf Umgangsformen, die der Jugend anscheinend gingen verloren.
In diesem Sinne allzeitbereit, der Ton hat Macht und das alle Zeit.
Ja, ich muss sagen, ich bin kein Freak, doch der Ton, der macht die Musik!

Ton-Beiträge Nr. 21

10. Januar 2014: Preisausschreiben Vier Beiträge mit Nr. 21

Beschreibung

Die Tajine, der traditionelle Tontopf aus Marokko

Die Tajine besteht aus einem Unterteil, das geformt ist wie eine Bratpfanne, und einem gewölbten Deckel. Beide Teile sind aus Ton, haben also die typische rote Farbe „Terracotta“.

Die Tajine ist eines der wenigen Kochgeschirre, die immer schöner werden, je häufiger sie benutzt werden. Das hat damit zu tun, dass sich durch häufigen Gebrauch eine so genannte Patina auf dem Ton bildet, die nach häufigem Gebrauch wie eine Anti-Haft-Versiegelung wirkt.

Damit sich die Patina bilden kann und die Tajine immer schöner wird, ist es wichtig, das sie vor jedem Gebrauch in Wasser eingeweicht und dann mit Öl eingepinselt wird. Der Ton nimmt das Wasser auf, das Fett versiegelt die Poren. Vor dem ersten Gebrauch muss die Tajine länger eingeweicht und sorgfältig eingebraten werden.

Der Deckel der Tajine hat einen Knauf mit einer Vertiefung, eine Art Delle, in die Wasser gefüllt wird. Dies hat die Wirkung, dass der Wasserdampf während des Garens mit geschlossenem Deckel an dem Material kondensiert. Die Speisen garen also in ihrem eigenen Saft. Man braucht dabei nur ein wenig Flüssigkeit zufügen. Verwendet man sehr feuchte Zutaten, wie z.B. Tomaten, so benötigt man mitunter gar kein zusätzliches Wasser.

Nach meiner Erfahrung ist die Tajine am einfachsten im Backofen zu verwenden. Sie ist sehr praktisch, wenn Gäste kommen, denn man kann das Essen vorbereiten, indem man die Zutaten und Gewürze im Topf aufschichtet. Während der Besuch da ist, kann das Gericht in Ruhe im Ofen garen. Möchte man die Speisen zusätzlich gratinieren, nimmt man kurz vor Ende der Garzeit den Deckel ab, gibt die Sauce oder den Käse zum Gratinieren über das Gargut und überbackt es.

Der Geschmack der Speisen aus diesem Tontopf unterscheidet sich ein wenig von dem einer klassischen Gemüsepfanne, denn durch das Garen im Tontopf entwickelt sich ein spezielles Aroma. Da der Tontopf hübsch anzusehen ist, spart man sich zudem das Umfüllen in eine Servierschüssel.

Foto

21

Gedicht

Tonqualität

Geh hinaus in den Wald und grabe,
weit hinten auf der Lichtung unter der Grasnarbe,
Tief unten, geh hinein in den Boden,
Suche und finde dein Material.

Gelb und dicht, elastisch und formbar,
weich und doch fest.
Der Stoff, aus dem du kannst erschaffen
Formen, Gefäße und auch Karaffen.
Zum Verwenden nur so als Scherz,
Zur Freude, zum Nutzen, für Selbstausdruck und Schmerz.

Gegeben von der Natur,
ein Material so rein und pur.
Verbunden mit dir, deinen Händen,
wird daraus Neues zum Erfreuen oder Verwenden.

Lass sie fließen durch deine Finger die Kraft,
mit der man so viel Neues schafft,
in das Material so weich und schön.

Aushärten wird es, fest, fast wie Stein,
nach dem Brennen wird es für Ewig sein.
Zerbrechlich und doch hart,
solide und doch zart.

Eine Scherbe mag man finden,
in ferner Zukunft, von dem was du getan,
spekulierend über dein Leben,
anhand dessen, was du in den Ton gegeben.

Eine Geschichte

Vom Guten Ton

„Antonia!“, rief die Mutter verzweifelt in den Garten hinaus. „Bist du schon wieder verschwunden in deiner Fantasiewelt, kleine Antonia!, denkt sie.

Die kleine Antonia ist in ihrem Zaubergarten, einer Welt der Fantasie mit Fabelwesen und Elfen. Sie alle erzählen ihr vom guten Ton.

Der kleine Käfer Ludowig zeigt ihr seine Welt aus Summen und Zirpen. Dem Igel folgt sie in den Holzhaufen, in sein Nest aus Laub, Spänen und Reisig. „Hörst du es knistern?“, fragt er sie. „Wie schön es knistert!“, freut sich Antonia.

Die Amsel zwitschert ihr zu: „Geh mit mir hinauf zu dem Nest – höre dir an das zufriedene Piepen der Kleinen, wenn sie gefüttert werden.“ Der Kirschbaum flüstert ihr zu: „Lausche dem Rauschen in meinem Wipfeln“. Er erzählt ihr Geschichten von vergangenen Zeiten. Vom Wald tönt es herüber, ein Rauschen so schön, kaum wahrnehmbar und doch da. Das Plätschern und Fließen des Baches nach einem Sommerregen, so klar und rein, ein Ton, den niemand imitieren kann. Im Haselbusch sitzt Elvira das Eichhörnchen und schwärmt vom Knacken der reifen Nüsse.

Die Grille spricht zu Antonia: „Willst du es hören, mein neues Lied?“, und zirpt ihr etwas vor, nach allen Regeln der Kunst. Antonia hört sie, die Stille hinter all dem, die Ruhe und den Frieden, die Harmonie der Klänge in dieser Welt.

Plötzlich ertönt ein lauter Knall und ein Getöse wie aus einer anderen Welt. Der Nachbar mit seinem Motorrad…

„Ist das für ihn der gute Ton?“, fragt sich die kleine Antonia, während sie sich erhebt und zum Haus hinübergeht, wo die Mutter schon auf sie wartet.

Preisausschreiben: Beiträge 24

6. Januar 2014: Ton-Preisausschreiben

Heute stelle ich euch vier Beiträge einer Einsenderin vor. Genießt sie alle vier …. aber ich würde mal sagen, die beiden Tonbeiträge verdienen einen besonderen Tusch, mehr verrate ich noch nicht 🙂

Beitrag 24: Eine Geschichte

Rose und die 7 Zaubertöne

Es war einmal ein Mädchen mit roten Locken. Keiner wusste ihren Namen, da sie neu in der Gegend war und wohl nicht sprechen konnte. Niemand hatte je ihre Stimme gehört. Die Leute nannten sie Rose, weil ihr Haar in der Sonne leuchtete, wie die Rosen, die in den Gärten blühten. Rose war ein hilfsbereites und freundliches Geschöpf. Jedem half sie. Auch, wenn alle sie mochten, wusste man doch nicht, woher sie kam und warum sie nie ein Wort sprach. Eigentlich hat man gedacht, sie wäre stumm, aber so ganz sicher war sich niemand mehr, seit im Ort das Gerücht umging, dass man Rose nachts in ihrem Häuschen am Waldrand wundervolle Töne hätte singen hören. Und da sie nie Besuch empfing, könne es nur sie selbst gewesen sein. Aber da niemand bisher Rose selbst dabei beobachtet hatte, wusste man es nicht genau und so sprach man zwar über diese seltsamen Dinge, aber niemand traute sich, Rose darauf anzusprechen. Da jeder sie bereits sehr ins Herz geschlossen hatte, beschloss man, Rose einfach so zu nehmen, wie sie war. Trotzdem beschäftigte diese Geschichte die Leute und sie hätten gern gewusst, was es damit auf sich hatte. Immer öfter kam es vor, dass nachts heimliche Lauscher zum Waldrand schlichen, um den Klang der sonderbaren Töne zu hören, die jeden verzauberten. Aber nie konnte jemand einen Blick ins Innere der Hütte erhaschen. So kam es, dass diese Sache sich herum sprach. Sogar zum Gut des Grafen gelangte die Kunde von jenem geheimnisvollen Mädchen. Da der Graf ein Mensch war, der nichts glaubte, dass er nicht selbst sah und zudem gern den Dingen auf den Grund ging, dachte er bei sich, dass es vielleicht keine schlechte Idee wäre, einmal in die kleine Stadt unweit des Gutes zu reiten und nach dem Rechten zu sehen. Vielleicht konnte er herausfinden, was es mit den Melodien, die aus dem Häuschen am Waldrand klangen, auf sich hatte. Gesagt, getan. Er sattelte sein Pferd und machte sich auf den Weg. Dort angekommen, fragte er nach dem Weg und hoffte, nicht zu viel Aufsehen erregt zu haben. Der Graf hatte die kleine Hütte bald gefunden. In einiger Entfernung stieg er ab und machte sein Pferd fest, um zu Fuß weiter zu gehen. Da es bereits dunkel war, konnte er unbemerkt zu Roses Häuschen schleichen. Plötzlich erklangen wunderbare Töne, die sich zu  zauberhaften Melodien verbanden und ihn in ihren Bann zogen. Der Graf wusste nicht, wie ihm geschah, wie von Zauberhand geführt, musste er zur Tür gehen und anklopfen. Dies Geräusch brachte ihn jäh wieder zur Besinnung. Aber es war zu spät, den Rückweg anzutreten. Die Tür öffnete sich und ein hübsches Mädchen stand vor ihm und deutete ihm freundlich, herein zu kommen. Als er Rose ins Gesicht sah, wusste er, das er sie zur Frau nehmen wollte. Er spürte, dass sie die Richtige war. Er nahm Rose mit auf sein Gut und zur Hochzeit waren auch die Bewohner des kleinen Städtchens geladen. Nach der Trauung fing Rose, die bis zu diesem Tag kein Wort gesprochen hatte, an, zu den Menschen zu reden. Sie lächelte glücklich und sagte: „Ich danke euch von Herzen, dass ihr mich einfach so geliebt habt, wie ich war. Mit eurer Hilfe ist heute ein Bann von mir genommen. Ich habe viel Schweres erlebt und stand ganz alleine auf der Welt, ich war sehr verzweifelt. Da hörte ich eines Tages  eine Stimme, sie sagte, dass ich, wenn ich vertrauen würde und Gutes tun, bald großes Glück erleben würde. Ich durfte jedoch von Stund an kein Wort mehr sprechen und sollte jeden Abend singen, ohne, dass jemand mich sehen durfte. Mein Gesang durfte  nur aus 7 Zaubertönen bestehen und kein anderer Ton je darunter sein. Ich vertraute der Weisung und hielt mich daran. Als mein Gemahl dann in der Tür meines Hauses stand, erkannte ich auf einmal den Sinn. Nun bin ich überglücklich, mein Leben hat eine wundersame Wendung genommen. Ich möchte, dass ihr alle an meinem Glück teilhabt, die ihr immer gut zu mir wart.“

So sprach Rose und so geschah es. Fortan lebten alle glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Beitrag 24: Ein gesprochener Text

Ein Ton-Text

Beitrag 24: Ein Gedicht

Der Ton macht die Musik – oder doch anders rum?

Der Ton,
so hört man dann und wann,
bisweilen die Musik machen kann.
Das ist nicht neu,
mag mancher denken,
die Weisheit kann man sich auch schenken.

Doch halt,
vielleicht steckt mehr dahinter.
Vielleicht ist’s Sommer wie auch Winter
grad anders rum?
Musik macht wunderbarer Weise,
auch erst den Ton, ob laut, ob leise.

Musik,
das wird kaum wer bestreiten,
kann Ton um Ton viel Freud bereiten.
Die Melodie ein Töne-Meer,
entrinnen ihrem Bann ist schwer.

Wer will das auch,
selbst wär er schuld,
Töne bilden mit Geduld,
manch wundersame, schöne Weise,
nehmen mit auf eine Reise.

Immer weiter geht es fort,
bis hin zu einem hellen Ort,
der fernab vom Alltagstrubel,
in mir ertönt verhalten Jubel.
Wenn ich doch hier könnt verweilen,
nie mehr müsst ich mich beeilen.

Wie ein Wunder genieß ich’s still,
das unbeschreiblich schöne Spiel.
Erfüllt von Freude und von Glück,
muss den Weg ich doch zurück.
Schade, es ist leider so –
doch ich bin von Herzen froh.

Und jetzt wisst ihr,
merkt gut auf,
warum auch anders rum der Lauf.
Mit Musik und guter Laune,
stimmt mein Ton,
man hör und staune.

Mein Ton, der nun im Wald erschallt,
genau so ja zurück auch hallt,
drum klingen plötzlich viele Töne,
gar keiner schief, nur lauter schöne.
Musik hat meinen Ton verwandelt
und dies Gedicht nun davon handelt.

Was soll uns dieses Wort denn sagen,
wird mancher sich zurecht nun fragen.
Hört ihr Musik, lasst euch drauf ein,
kann euer Ton nur freundlich sein.
Wo man singt, dich nieder lass –
ein schöner Ton macht einfach Spaß.

Beitrag 24: Das Lied

Ein Lied

Vollwertleben: Zeit sparen

4. Jan. 2014 Organisation des Vollwertlebens: 6. Teil und TON Nr. 26

Vorbereitungen, die Zeit sparen (Salatsoße)

Zu den einzelnen Dingen wie Backen, Einkaufen, Sprossen habe ich in den jeweiligen Beiträgen schon etwas geschrieben, wie sich durch Organisation Zeit sparen lässt. Es gibt aber noch ein paar Kleinigkeiten, die uns Zeit sparen. Auch wenn es pro Tag vielleicht nur wenige Minuten sind, so summiert sich das.

So können wir z.B. die Rohkost für den Tag in einem Rutsch vorbereiten und dennoch in zwei Phasen essen. Beispiel von mir selbst: Mittags bereite ich reichlich Salat für Eric und mich zu. Und zwar so viel, dass er noch für abends etwas mit heimnehmen kann und ich auch noch für mich genug habe. Vorbereiten heißt hier waschen und zerkleinern, nicht schon mit dem Dressing mischen. Vier Portionen vorbereiten ist etwas mehr Arbeit als eine Portion vorzubereiten. Aber die Elektroraspel, die Salatschleuder, das Messer usw. einmal zu reinigen, kostet deutlich weniger Zeit (und Wasser!), als wenn ich das dreimal mache – mittags für uns beide, dann nimmt Eric Rohware mit und zerkleinert usw. sein „Zeugs“ daheim und ich fange abends wieder von vorne an. Der angebliche Vitaminverlust ist übrigens weniger klein als häufig getan wird, das hat Bruker sehr schön ausgeführt.

Für die Standardsalate ist es auch sehr schön, eine Standardsalatsoße im Kühlschrank stehen zu haben, die ich bei Bedarf einfach nur verlängere. Das heißt, in der Woche, wenn ich nicht viel Zeit habe, gebe ich einfach nur Wasser zu. Am Wochenende oder abends „peppe“ ich sie dann schon mal auf, indem ich etwas Obst, Nussmus oder ähnliches untermixe. Das ist immer noch schnell, als wenn ich ganz von vorne anfange!

Gemüsepfannen lassen sich ebenfalls gut vorbereiten, das kann ich morgens schon machen – wenn ich noch mehr Energie habe 🙂 , dann muss ich abends „nur noch“ kochen. Nicht empfehlen kann ich jedoch das Vorkochen für mehrere Tage. Erstens einmal verlieren die Lebensmittel dabei natürlich und außerdem ist wieder Aufgewärmtes, wenn es Fett enthält, einfach nicht so verträglich, was jeder Magenempfindliche gerne bestätigen kann. Und auch wenn jemand sagt: Na, mir macht das aber nix…. sollte ihm der Magenempfindliche ein Hinweis sein!

Auch kann ich lernen, beim Kochen Dinge gleichzeitig zu tun. Während mein Auflauf backt, kann ich die Küche aufräumen, statt erst den Auflauf zuzubereiten, dann die Küche aufzuräumen und anschließend zu backen. Es sieht so aus, als wenn das doch auf der Hand liegt, dass man das nicht macht, aber auf andere Arbeitsgänge übertragen, könnt Ihr leicht sehen, wie wichtig die Gleichzeitigkeit ist. Und sei es nur, dass ich die Spülmaschine ausräume, während der Vitamix mit meinem Kakao heißläuft – das ist doch produktiver, als wenn ich wie ein hypnotisiertes Kaninchen vor dem Vitamix stehe und ihm beim Mixen zu sehe.

So gilt auch für die Gemüsepfanne: Während sie auf dem Herd ihre 12-15 Min. dünstet, kann ich die Soße vorbereiten, wenn ich will, auch noch eine Rohkost herstellen und essen und und und.

Drei Beträge von Nr. 26

Eine Zeichnung

26Zeichnung

Ein Foto

26Foto

Die Geschichte  von Nr. 26 kommt am 8.1. (Mittwoch)!

Beiträge Nr. 9 und 13

3. Januar 2014: Beiträge zum Ton-Preisausschreiben

Drei Beiträge mit Nr. 9

Gedicht Nr. 9

Der Ton
Der Ton macht die Musik mal leise mal laut mal langsam mal schnell
Aber immer ist etwas zum Hören zur Stell
Ein Ton kann uns auch ärgern oder Freude bringen
Wir auch schon mal um Fassung ringen
Der Ton will uns immer etwas miteilen
Damit wir auch dabei auch verweilen
Er macht uns traurig und auch froh
Wir hören zu und entspannen uns so
Denn wer fröhlich singt und lacht
Hat die Welt schon gut gemacht
Egal, wann, wo, an welchem Orte,
durch Töne erhalten Worte
einen ganz tollen Klang,
drum  pflegt den Gesang.
Wo man singt, da lass dich ruhig nieder.
Böse Menschen haben keine Lieder.
Utes Preisrätsel  sind immer für eine Überraschung gut
Auch  hier will sie das wir etwas tun
ja die Aufgabe heißt schickt  was zum Thema Ton
Jeder hofft ja auf den Gewinn und überlegt  sich seine  Version
Auf einmal ist die Aufgabe gar nicht so schwer
Überlegen hin und her und  mit viel Können kommen Töne auf das Papier
Was jeder sich dabei gedacht  kann  dann gelesen werden hier
Für alle deshalb  viel Glück
Mit ihrem Lieblingsstück

Eine Tondatei (vom Ehegespons)

Beitrag Nr. 9

Ein Foto

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Zwei Beiträge Nr. 13

Beschreibung

Ton – eine kleine Beschreibung

Ton ist ein Stück Natur. Es besteht aus Mineralien und Wasser. Die Konsistenz ist abhängig vom Wassergehalt. Aus Ton kann man mit Hilfe der Handwerkskunst des Töpferns wunderschöne Dinge herstellen. Hält man ein entsprechendes Stück Ton in Händen, fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit seiner Kindheit. Es ist ein wunderbares Gefühl zu versuchen aus einem Tonklumpen Formen oder Figuren zu gestalten – ähnlich wie früher mit Knete. Ein Erlebnis der besonderen Art ist die Arbeit mit Ton an der Töpferscheibe. Was aussieht wie ein Kinderspiel erfordert enorm viel Geschick, Können und Übung, um aus dem Tonklumpen tatsächlich ein rundes Gefäß herzustellen. Nach dem Formen muss der Ton trocknen und anschließend gebrannt werden, damit er hart wird. Zum Schluss kann das kleine Kunstwerk noch nach Belieben bemalt und verziert werden.

Gedicht

Töne

Von fern vernimmt man,
Wohlklingende Töne,
Schnell, ganz schnell, nah heran,
Dass es dringt in meine Seele – das Schöne.

Ist es ein Geigenton,
Der dort erklingt?
In jedem Falle der Mühsahl Lohn,
Der nun in mir singt und schwingt.

Feen oder Elfen müsst Ihr sein,
Die diese Töne spielen so rein,
Denn kein Mensch auf dieser Welt allein,
Kann solch ein Zaubermeister sein.

Den Wundertönen lauschend,
Steh ich stumm dabei,
Hoffe, dass die Zeit nicht rauschend,
Eilt an mir vorbei.

Ich möcht’ sie in mir spüren,
Alle Töne hoch und tief,
Die meine Seele zart berühren,
Wo sie doch so lange schlief.

Mein Herz ist hoch erfreut,
Denn, alle Töne laut und leise,
Ohne dass es mich nur einmal reut,
Nehm’ ich mit auf die lange Reise.

Wo kann ich spenden? + Nr. 23

28. Dez. 2013: Thema Spenden und Beitrag Nr. 23

In der Vorweihnachtszeit und anlässlich von Naturkatastrophen wie gerade auf den Philippinen wieder gesehen, werden wir um Spenden gebeten. Letztlich las ich in einem Blog zu eben diesem Zweck einen Spendenaufruf. Und eine Leserin fragte: Ja, kommen die Spenden denn überhaupt an?

Da geht mir das Messer in der Hose auf, wie man so schön sagt.

Ich finde das hochinteressant, wie viele Sorgen Menschen haben, dass ihre Spenden nicht ankommen. Es ist ja auch eine beliebte Entschuldigung: „Ich weiß ja gar nicht, ob das ankommst, da gebe ich lieber gar nichts.“ Pfiffig, gell? Denn es gibt genug Bettler auf der Straße, denen wir ja dann das Geld in die Hand geben können, ohne dass wir immer eine Organisation fürchten müssen 🙂

So schwierig ist es heute dank Internet nicht mehr, sich selbst ein Bild zu machen. Man kann ja bei einer Homepage nicht nur die Front anschauen, sondern auch das Impressum und ein wenig googeln…. Dazu höre ich mir auch gerne an, welche Organisationen Freunde empfehlen und warum. Und für den lieben Gott (ich nenne das: Karma) ist es am Himmelstor doch sicher egal, ob ich versehentlich mein Geld mal an eine dubiose Organisation gegeben habe oder ob es wirklich immer „angekommen“ ist.

Wenn ich mit Freude gebe (und ein bisserl aufpasse, und dazu gehört für mich auch, einem Blogger, den ich regelmäßig und gerne lese, eine gewisse Kritikfähigkeit zuzutrauen), wird das ankommen. Auch kann ich die Spenden über verschiedene Organisationen streuen. Wenn ich nur mit Misstrauen spende, kriege ich negative Lachfalten um den Mund 🙂

Dasselbe gilt für Bettler und Straßenmusikanten. Jeder kennt dann Freunde, die gesehen haben, wie der scheins lumpige Bettler nachts in seinen Mercedes braust und heimfährt. Ob das stimmt, sei dahin gestellt. Und selbst wenn: Ich würde mich auch für einen Mercedes (was soll ich damit? 😉 ) und anderen Reichtum nicht bei jedem Wetter auf die dreckige Straße setzen mögen. Wenn ich so einer Bettlerin einen Euro gebe, was kostet mich das? Sie freut sich. Und selbst wenn sie denkt: „Ha, die Fußgängerin habe ich jetzt aber über den Tisch gezogen“, was macht das schon? Ich habe mit Freude gegeben. Wobei ich persönlich eher etwas gebe, wenn diejenigen auch etwas leisten, also z.B. Musik machen. Auch wenn sie jämmerlich ist 😉 In Remscheid gibt es einen Mann, dem habe ich regelmäßig etwas gegeben. Er hat nicht danke gesagt, er hat nicht gebettelt, er war, das war ganz einfach zu sehen, nur noch ein Schatten eines Menschen. Ich bin nicht guter Mensch genug, um mich neben ihn zusetzen, nach seinen Problemen zu befragen (wobei ja auch nicht sicher ist, ob er das will oder kann) oder sonst etwas zu tun, um ihm zu helfen. Da ist ein Euro ab und an die kleinste Sache, die ich tun kann.

Und wenn ich in der Woche dreimal einen Euro einem Bettler gebe und nur einmal im Monat wirklich ein solcher Euro einen „Richtigen“ erreicht: Da fühle ich mich wohler bei, als wenn ich mit zugekniffener Geldbörse durch die Stadt gehe und denke: Die sollten lieber mal richtig arbeiten!

Kein Mensch wird Alkoholiker aus Lust am Leben. Denn das ist ja auch so ein Argument: Die kaufen sich eh nur Schnaps dafür! Wenn ich diese Einstellung teile, sollte ich mich als verantwortungsvoller Mensch anders um diesen Menschen kümmern. Helfe ich denn diesem armen Menschen, wenn ich ihm meinen Euro vorenthalte? Wer selbst einmal süchtig war – ich habe früher mal geraucht -, weiß, dass es schwer ist, von einer Sucht loszukommen. Und das trifft bestimmt erst recht zu, wenn man nicht mehr „normales Mitglied“ der Gesellschaft ist. Wer bin ich, dass ich mich zur Richterin aufschwingen könnte?

Beitrag Nr. 23 – ein Gedicht

Herr Ton

Herr Ton der kam mit leisen Schritten –
gar manchmal nur ein Flügelschlag man vernahm.
Er pirscht sich vorwärts –  piano, ganz sachte
wie ein helles Glöckchen, ganz zahm.
Man vernimmt ihn nur im Stillen –
wenn man hin lauscht, konzentriert.
Melodisch wird es, majestätisch
will uns die Herzen füllen.
Dann wächst er an, bekommt Volumen
Herr Ton will nicht mehr Zufall sein.
Man soll ihn hören, jauchzen, loben
Tanzen und singen, eins mit ihm sein.
Herr Ton erfüllt in all seiner Vielfalt,
so wandelbar, so flüchtig, so klar
was wären wir ohne?
„Der Ton macht die Musik“ – ja, auch das ist wahr!

Nr. 22 kam mit 5en

27. Dez. 2013: Preisausschreibenbeiträge Nr. 2

Einsenderin Nr. 22 konnte voll aus ihrem Leben schöpfen….

Nr. 22: Beschreibung

Herstellung von Kanalisationssteinzeugrohren  im VEB Steinzeugwerk Bad Schmiedeberg
1965 zeigte ich als Laborleiterin einer Gruppe das seit 1 Jahr bestehende Werk:
Wir fertigen Rohre mit einem Durchmesser von 150 – 250 mm. Den Ton fördern wir in der nahen Tongrube.
Die Haspeln des Kastenbeschickers zerkleinern die Tonklumpen. Im  Kollergang mit den 2 großen Walzen erfolgt eine Plastifizierung. Fein gemahlene Schamotte wird im Tonraspler zugemischt, damit die Rohre beim Trocknen und Brennen nicht reißen. Die Tonmasse muss in diesem Sumpfhaus gelagert werden.
In den Vakuum-Schneckenpressen werden die Rohre als Strang gepresst und die Rohrmuffen mit den komplizierten Formwerkzeugen angepresst. Hier werden per Hand Abzweige hergestellt.
Die geformte Ware wird in dieser Kanaltrockenanlage mittels Heißluft. bei 110 °C getrocknet und in diesem Tauchbecken glasiert.
Im Tunnelofen durchlaufen die Wagen einen Brennkanal von 120 m. Die Brenntemperatur beträgt 1250 °C. Hier sehen Sie die Brennzone mit einer modernen Impulsbrenneranlage aus der BRD. Dies ist der Sortier- und Verladeplatz.
Haben sie noch Fragen an mich?

Nr. 22: Foto

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Nr. 22: Gedicht

Mein erstes Gedicht

Wenn ich auch noch nie ein Gedicht geschrieben habe,
habe ich vielleicht dafür die bisher nicht entdeckte Gabe.
Ich sage mir, es muss mir doch mit etwas Selbstvertrauen gelingen,
mittels Tönen einen Vitamix oder einen anderen tollen Preis zu gewinnen.

Ja, liebe Ute, ich weiß,
ich benötige jetzt erst den erforderlichen Fleiß.
Ich muss mir das Los für mein Gedicht über Ton und Töne erst verdienen,
ansonsten kann Fortuna mir keinen Gewinn beamen.

Haben auch andere mehr Talent,
ich meine die, die Ute von ihrem Blog kennt.
Ich werde mich halt „schinden“,
und passende Reime zum Thema Ton und Töne finden.

Sind die anderen auch noch so exzellent,
der Wunsch, ein Vitamix, mir unter den Nägeln brennt.
Alle Gewinne sind die Mühe wert,
ich denke, ich setze nicht auf das falsche „Ton-Pferd“.

Ich will keine großen Töne spucken,
ich werde aber ohne mit der Wimper zu zucken,
zu mir sagen: „Du Schöne“, du musst dich arrangieren,
suche passende Reime über das Singen und Musizieren.

Auf das Los für den Gesang möchte ich verzichten,
würden sich sicher auch nicht die Reihen der Fans im Blog lichten.
Habe ich auch früher in Chören gesungen,
ist die Musikkarriere meiner Schwiegertochter und den beiden Enkeln besser gelungen.

A. singt in Dresden im Frauenkirchen-Chor
und J. tat sich neun Jahr im Dresdener Kreuzchor hervor.
J. traf jederzeit, egal ob im Sopran oder im Bass II,  jederzeit den richtigen Ton,
ich bin sehr stolz auf meinen Enkelsohn.

Enkelin M.hat schon viele Menschen mit Ihren Spiel am Cello entzückt,
auch Enkel J. ist dies mit dem Klavier schon oft geglückt.

Wenn nun auch die Verse und Reime über Töne in der Musik holpern und „krachen“,
ich weiß, es wird niemand darüber lachen.
Oft musste ich mühsam die richtigen Worte suchen,
zum Glück hörte mich nur meine Katze fluchen.

Liebe Ute, Du Macherin und Talenteschmied,
ich schicke Dir hiermit, in den höchsten Tönen, mein Lobeslied.
Hab Dank für alles, was Du für uns tust,
auch Deine Geschichte zu ergänzen machte Lust.

Nr. 22: Eine Zeichnung

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Nr. 22: Eine Geschichte

Beginn meiner Lehrzeit im VEB Niederlausitzer KlinkerwerkeGroßräschen, Heute mache ich eine Zeitreise in die Zeit als Ziegler-Lehrling ab September 1958.

Ankunft
Nun ist es soweit. Ich will in 2 Jahren den Facharbeiterbrief „Ziegler“  erwerben, um an die Ingenieurschule für Baustofftechnologie Apolda delegiert und ein Ingenieur der Fachrichtung „Technologie der Bau- und Grobkeramik“ zu werden.

Betriebsbesichtigung
Gestern war ein aufregender Tag: Wir, 2 weibliche und 10 männliche Lehrlinge, haben die einzelnen Produktionsstufen in unserem Lehrbetrieb kennengelernt. Alles war aufregend.
Ich bekomme etwas Angst, weil offensichtlich viel körperlich Arbeit auf uns zukommt.
In der nahen Tongrube haben erfahren, dass Ton nicht gleich Ton ist. Von der Qualität des Tone hängt ab, welche Produkte daraus hergestellt werden können.
Unser Lehrmeister zeigte uns, wie man mit den Fingern einen Würfel formt und dabei feststellen kann, ob der Ton wenig Sand enthält, d.h. ob er „fett“ ist . Ein „magerer“ Ton enthält mehr Sand. Wir waren sehr erstaunt, als er sogar den Ton in den Mund nahm und darauf kaute.
Aus „unserem“ Ton kann man Klinkererzeugnisse herstellen.
Klinker brennt man bei fast 1000 C. Dabei sintert der Ton und der Klinker hat nur eine Wasseraufnahmefähigkeit von ca. 2 %. Nur so kann eine Frostbeständigkeit erreicht werden.
Der Sinterpunkt  und der Schmelzpunkt des Tones müssen ziemlich weit auseinander liegen, damit qualitativ hochwertige Klinker entstehen und kein „Schmolz“.
Die verantwortungsvolle Arbeit der Brenner hat uns sehr  beeindruckt. Sie brauchen eine langjährige Berufserfahrung, um die notwendige Temperatur zu erreichen und zu halten. Sie können anhand der Farbe des Feuers schon ziemlich genau die Temperatur einschätzen.

Als wir den alten ellipsenförmigen Ringofen besichtigten, haben wir durch die  Fenster der zugemauerten Türen das Feuer beobachten können. Hinter den Türen waren drei, etwa 5 cm  hohe, ganz schmale pyramidenartige Kegel zu sehen. Diese Kegel bestehen aus einer standardisierten feinkeramischen Masse. Sie sind quasi ein Spezialthermometer. Wenn ein Kegel umkippt, ist eine bestimmte Temperatur erreicht und der Brenner weiß, was er zu tun hat.
Auf der Decke des Ringofens  war es sehr heiß. Der Brenner zog kurz mit einer Stange einen Deckel vom Feuerloch. Es sprühten Funken. Durch dieses Feuerkoch wird der Ofen mit Koks beheizt. Darunter hatten die Setzer, auch Lehrlinge, einen Schacht aus getrockneten Ziegeln gesetzt.
Die Feuerführung in den dicken Mauern scheint sehr kompliziert  zu sein. Viel habe ich nicht verstanden.
Was haben wir noch gesehen? Den Kastenbeschicker, wo die großen Tonklumpen zerkleinert und mit Sand gemischt werden, den Kollergang mit 2 schweren rotierenden Walzen, das Maukhaus, zum Ablagern des Tones, damit dieser homogener wird.
Die Pressen erinnerten mich an einen Fleischwolf mit Plätzchenvorsatz. Die jeweiligen Steine werden automatisch abgeschnitten, per Hand auf Holzlatten gelegt und mittels ganz hohen Wagen in die Trockenanlage gefahren.
Die Bedienung der Anlage hörte sich auch kompliziert an.

Mein erster Arbeitstag
Ich bin total geschafft. Meine Arme sind 2 m lang und ich spüre jeden Muskel und jeden Knochen. Worauf habe ich mich nur eingelassen?Unser Kollektiv hatte Spätschicht auf dem Sortierplatz. Wir mussten
4,4 kg schwere Radial-Schornsteinklinker sortieren. Dafür sollten wir in jede Hand einen Stein nehmen und aneinander schlagen. Den Unterschied zwischen einen guten und einem gerissenen Stein würden wir leicht am Klang erkennen. Ein kaputter Stein „scheppert“.
So weit die Theorie. Unsere Kraft reichte aber nicht aus. Wir waren nur in der Lage, am Ende unserer Arme, die Steine pendelnd aneinander zu schlagen. Schwierig war auch, die „geprüften“ Steine in Stapelhöhe zu bekommen. Eine Stapellage besteht aus 4 x 4 versetzten Steinen.