Luxus am Sonntag und Beiträge Nr. 27

12. Januar 2014: Luxusfrühstück und zweimal Nr. 27

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5887

Beiträge Nr. 27

Ton: Eine Beschreibung

Der Ton ist das was ich höre. Mein Gehör nimmt den ganzen Tag Töne war, aber was ich nicht ertrage ist die Stille.

Der erste Ton, den ich nach Null Uhr höre, ist meine Tochter, erst ganz leise, so dass ich denke: „Ach was, ist das denn in meinem Traum?“, dann immer lauter. Was für ein Ton. Mein Freund liegt ganz still neben mir. Höre nur ich das? Schnell hole ich sie ins Bett, dann höre ich das Nuckeln an meiner Brust und schlafe ein.

Der nächste Ton, der die Stille durchbricht, ist der schrille Ton des Weckers. Was für ein Ton, den mag ich nicht. Nun beginnt der Tag.

Beim Vorbereiten des Frühstücks dudelt das Radio, diese Töne mag ich. Dann springt mein Sohn aus dem Bett und pfeift vergnügt umher, was für ein positiver Ton.

Kaum dass mein Freund seine Arbeit aufgenommen hat, klingelt das Telefon. Das können ganz schön nervige Töne sein. Dazu schellt zwischendurch die Klingel an der Tür, Vivian krabbelt quietschvergnügt durch die Wohnung und schon sehne ich mich nach der Stille. Komisch, aber wenn ich auf der Couch zur Mittagsruhe liege, warte ich auf jeden Ton. Egal welcher Ton, der die Stille endlich durchbricht. Da wieder die Klingel: Dieser unangenehme Ton, gerade in der Mittagsstunde: „Ein Paket für ihren Nachbarn“ freundlich fragend der Hermes Typ. Wo ist nur meine Stille? Nach paar Minuten höre ich einen dumpfen Ton, was ist das nur? Ach ja, mein Handy vibriert unter der Decke. Eine Nachricht irgendwo her… Kaum ist die Stille wiederhergestellt, kommt mein Sohn aus der Schule und gibt den Ton an. Jetzt ist Hausaufgabenzeit. „Mama wie geht das?“ Meine Ohren klingeln, wie oft höre ich diesen durchdringenden Ton. „MAMA! MAMA!“ Ach ja, die Kleine ist schon wieder wach.

Diese Töne begleiten mich durch den Tag und oft frage ich mich, wie es ohne diese Töne wäre. Manchmal gehe ich zur Entspannung in die Sauna. Diese Stille, da ist sie wieder! Gerade zehn Minuten ertrage ich diese Ruhe und schon vermisse ich all diese Töne, die mich jeden Tag begleiten. Wie wäre das ohne Sie? Einfach viel zu still und nicht das, was ich will. Ich bleibe bei dem Motto: Der Ton macht die Musik und meine Musik sind die Töne des Lebens!

Ton: Ein Gedicht

Der Ton

Es gibt Töne, die stimmen Dich heiter, manche andere Töne ziehen einfach weiter.
In der Welt hat man kein Glück, ohne Ton verstummt die Musik.
Man muß ihn hören, daß ist doch klar, denn nur der Ton sagt, wie es war.
Wenn Kinder rufen: „Mama! Mama!“, dann ist der Ton doch wie ein Hammer.
Man freut sich, dass sie’s begriffen endlich, denn nur mit dem Ton macht man sich verständlich.
Geändert hat sich der Ton mit der Zeit. Die Jugend ist dafür allzeit bereit.
Da heißt es plötzlich „Yo, Baby, yo!“, doch wir Alten begreifen es nicht so.
Wir legen Wert auf Umgangsformen, die der Jugend anscheinend gingen verloren.
In diesem Sinne allzeitbereit, der Ton hat Macht und das alle Zeit.
Ja, ich muss sagen, ich bin kein Freak, doch der Ton, der macht die Musik!

Gastbeitrag: Nochmals ein Triticale-Praxistest

Kommentar vom 23. August 2011: Gastbeitrag: Triticale im Test

Noch eine Leserin zu Triticale:

Zunächst wollte ich natürlich auch die schon mehrfach beschriebene tolle Keimfähigkeit sehen. Also habe ich 50 g über Nacht (ca. 8 – 10 Stunden) eingeweicht und war echt überrascht, dass danach schon winzige Keime zu sehen waren! Man muss wirklich aufpassen, denn das Getreide keimt dermaßen schnell und heftig, dass ich schon am nächsten Morgen die Keime in den Kühlschrank gestellt habe. Ansonsten hätte sich in meinem Keimglas vermutlich ein kleiner Urwald entwickelt. Über Salat und Frischkorngericht schmeckten die Keime sehr gut, wobei der Geschmack ganz anders ist, als ich ihn mir vorgestellt habe – aber echt lecker.

Die nächsten 50 Gramm habe ich dann geschrotet und für eine Portion Frischkorngericht über Nacht eingeweicht und am nächsten Morgen nach dem klassischen Rezept für das FKG zubereitet. Auch dafür finde ich das Getreide sehr lecker. Es ist würziger, als Weizen alleine, aber anders, als wenn ich Roggen und Weizen mische. Sehr interessant.

Blieben also noch 250 Gramm Triticale. Und während ich so überlegte, was ich damit machen könnte (Brötchen, ein kleines Brot, Nudeln, Bratlinge…), kam mein Sohn mit dem Wunsch nach Pizza. Also habe ich kurzerhand daraus eine Gemüsepizza gemacht:

  • 250 g Triticale
  • 10 g Olivenöl
  • 150 g Wasser
  • 1 gestr. TL Salz
  • ½ Würfel frische Bio-Hefe

Triticale mahlen. Wasser, Öl und Salz in den Thermomix füllen, Mehl drauf und Hefe obendrauf bröseln. Das ganze ca. 2 Minuten auf Teigeinstellung kneten lassen (Geht natürlich auch von Hand!).Den Teig noch einmal kurz mit der Hand durchkneten, in eine Schüssel legen und in eine Plastiktüte stecken. Ich habe ihn dann ungefähr 1 ½ Stunden gehen lassen.

Den Backofen auf 225°C vorheizen. In der Zeit das Gemüse und die Sauce vorbereiten. In meinem Fall war das eine Sauce aus 1 mittelgroßen Tomate, ½ Zwiebel, 1 Knoblauchzehe und einem Teel. Pizzakräuter. Den Teig dann auf einem gefetteten Backblech ausrollen, mit der Sauce bestreichen und mit dem Gemüse belegen (ich hatte Zucchini, Paprika und Lauch). Auf den Teil, den meine Kinder gegessen haben, habe ich Käse gerieben, mein Teil blieb ohne. Anschließend bei 225°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen.

Der Teig ist sehr gut gegangen und ließ sich auch gut ausrollen. Die fertig gebackene Pizza sah lecker aus – schmeckte allen sehr gut und wird bestimmt bald mal wieder gemacht!

Wenn ich das nächste Mal Rotkornweizen bei Herrn Kleider bestelle, werde ich auf jeden Fall auch Trititcale bestellen! Wobei der Rotkornweizen auch weiterhin mein absolutes Lieblingsgetreide bleibt!

Gastbeitrag: Ein Triticale-Bericht

Kommentar vom 9. August 2011: Gastbeitrag zum Triticale

Hier noch ein weiterer Beitrag zum Triticale. Ich selbst bin fast am Ende meines Vorrats angekommen 🙂

Inzwischen habe ich auch endlich meine Triticale-Körner verarbeitet.

Mein erstes Experiment bestand darin, indische Brote daraus herzustellen und zwar Chapati/Roti. Bewusst habe ich diese nur mit Salz und keinerlei Gewürzen gemacht. Auf diese Weise konnte ich den Getreide-Geschmack gut wahrnehmen. Auf mich wirkte es aromatisch-intensiv, aber nicht aufdringlich dabei. Hatte ein bisschen was an sich, das mich irgendwie an Emmer erinnerte.

Meine zweite Verwendung von Triticale diente dem Frühstück. Ich habe Flocken daraus gemacht und zwar mit einem Eschenfelder Tischflocker. Ging soweit ganz gut, allerdings sind die Körner eher hart wie Granat-Rotkornweizen oder Roggen. Auf keinen Fall so weich wie Hafer, was beim Flocken/Kurbeln daher auch mehr Kraft erfordert. Über den Geschmack selbst kann ich in diesem Kontext nichts aussagen, da die Triticale-Flocken quasi im Obst versanken bzw. von diesem geschmacklich überdeckt wurden.

Alles in allem ist Triticale okay. Ich finde es jetzt für mich persönlich weder schlecht noch gut, einfach mal etwas Neues.

Dinkel, Hafer und Einkorn bleiben jedoch meine bevorzugten Getreidesorten.

Triticale und Wildhefe

Kommentar vom 25. Juli 2011: Noch mal die Wildhefe und Triticale

Das „Theater“ letzte Woche mit zig Mal Teig gehen lassen ist mir für meinen Geschmack schon etwas reichlich – Freitag Morgen den ersten Teig ansetzen! Ich war also entschlossen, stufenweise mit den Ansätzen herunterzugehen. Daher habe ich diesmal Freitag Abend angefangen. Außerdem fand ich das Brot zu trocken. Am Samstag war es schon richtig hart, da sind meine normalen Hefebrote fast noch lockerer. Was natürlich auch an meiner Flüssigkeitszugabe lag. Da Triticale an sich ja so ein „feuchtes“ Getreide ist, habe ich diesmal gleich zwei Experimente kombiniert.

  1. Freitag Abend:
    100 g Triticale / 50 g Wildhefe / 50 g Wasser
  2. Samstag Morgen: Große Enttäuschung, nicht ein einziges Bläschen zu sehen. Aber egal, dachte ich mir, ich mache jetzt weiter. Im Zweifelsfalle kann ich ja Sonntag Morgen immer noch Hefe aus dem Beutel hinzugeben.
    Ansatz (1) + 200 g Triticale / 200 g Wasser verrühren
  3. Samstag Abend: Freudige Überraschung, als ich die Peng-Dose öffnete: Der Teig war gegangen und blasig. Ein kleiner Geschmackstest zeigt: Die Zitrone aus der Wildhefe schmeckt immer noch ein wenig durch, es ist also kein Sauerteig.
    Ansatz (2) + 400 g Triticale / 400 g Wasser verrühren
  4. Sonntag Morgen: Der Teig war wieder blasig
    Ansatz (3) + 650 g Triticale fein geschrotet / 225 g Wasser, Salz, 1 EL Öl

Vor dem Gehen:

Diesmal wollte der Teig überhaupt nicht gehen. Nach 6 Stunden Wartezeit war ich es Leid und habe den Ofen vorgeheizt.

Nach 6 1/2 Stunden

Es gab ein bisschen Ofentrieb, das schon. Dass der Teig diesmal so schlecht gegangen ist, könnte z.B. ein weiterer Beweis dafür sein, dass es sich hier um Hefe, und nicht um Sauerteigkulturen handelt. Denn Triticale geht ja mit Sauerteig sehr gut.

Das Brot ist diesmal viel dunkler geworden. Warum? Ich weiß es nicht, denn die Backzeit war  dieselbe (10 Min 250 °C; 50 Min 200 °C).

Beim Aufschneiden zeigte sich – es ist doch was passiert, es ist auf jeden Fall lockerer als mein erster Versuch. Es schmeckt säuerlicher als meine Sauerteige, aber auch wieder nicht wie Sauerteig. Es ist recht „nass“, aber noch nicht klitschig. Triticale lässt sich da also gut verwende. Es schmeckt lecker. Nächste Woche muss ich dann mal erst wieder an meinen Sauerteig ran.

Mehr zu Triticale

Kommentar vom 21. Juli 2011: Triticale-Erfahrungen von Leserinnen

Einige Leserinnen (es hat sich kein männliches Wesen für eine Getreideprobe interessiert 🙂 ) haben ihre Erfahrungen in Kommentare gesetzt, zwei haben sie mir als Mail geschickt. Die möchte ich dann hier einmal vorstellen.:

Nummer 1: Tritcale-Chapti. Hierzu habe ich das Getreide in meiner neuen Getreidemühle gemahlen und zwar zusammen mit Koriander, Schwarzkümmel und der indischen Gewürzmischung Panch Puren (da ist Fenchel drin und noch andere feine Sachen). Etwas Öl und frisch geraspelter Ingwer wurden dann zusammen mit etwas Wasser zu einem fröhlichen Teig verarbeitet. Und da ich in der Kantine nichts vernünftiges zu Essen für mich finde, freue ich mich morgen besonders auf: gemischtes Gemüse mit Triticale-Chapati. Natürlich habe ich zwei, drei Chapatis probiert und ich muss sagen: mjam, yummy oder einfach: lecker! Bei der Verarbeitung ist mir aufgefallen, dass der Teig nicht so schnell „geschmeidig“ wurde und auch beim hineinbugsieren des ausgerollten Fladens in die Pfanne muss man Vorsicht walten lassen, da der Teig zu reißen neigte (was ich von Dinkelmehl z.B. nicht so kenne). Funktioniert hat trotzdem alles: der Teig warf schöne Blasen, der Fladen ist köstlich.

Ich finde, dass schon das Foto reicht, um zugreifen zu wollen 🙂


Nummer 2: Lasagne: Gestern (und gleich den Rest) gab’s Lasagne – je 100g Triticale, Rotkornweizen und Hartweizen mit 150g Wasser und 1 TL Salz im Thermomix geknetet, ein bißchen ruhen lassen und dann passend ausgerollt,schmeckt schonmal wirklich gut, auch wenn sich der Rotkornweizen da geschmacklich ziemlich durchsetzt. Und vorhin habe ich auch gestaunt – gestern nachmittag/abend eingeweicht, heute morgen einmal gespült (da waren erst kleine Ansätze zu sehen) sind die Keimlinge nun schon fertig – werde wohl ein bißchen im Salat probieren und den Rest für morgen früh in den Kühlschrank verfrachten, nicht daß ich sonst schon ein ganzes Feld in der Küche vorfinde.

Dass Nudelteig klappt, hat mich überrascht. Andererseits kann der Teig für Lasagne ja auch etwas dicker sein. Ein Experiment, das ich sicher auch noch wiederholen werde!

Triticale – erste Erfahrungen

Kommentar vom 13. Juli 2011: Erste Erfahrungen mit Triticale

Es ist immer wieder spannend, ein neues Getreide auszuprobieren. Mit Triticale habe ich bisher folgende Dinge ausprobiert:

  1. Als Getreide in Fladen
  2. Keimen – und als Getränk weiterverarbeiten
  3. Als Beimischung in einem Hefebrot mit kurzer Backzeit
  4. Als Hauptgetreide in einem Sauerteigbrot
  5. Als Hauptgetreide in Brötchen
  6. Als Getreide in Waffeln
  7. Als Schrot im FKG
  8. Als Flocken im FKG
  9. Pfannkuchen

(1) Der Triticale, den mir Herr Kleider zum Testen zur Verfügung gestellt hat, ist „Wintertriticale“. Inwieweit sich die Backeigenschaften zwischen Winter- und Sommertriticale unterscheiden, weiß ich nicht. Als Mischung von Roggen und Weizen hätte ich Mischeigenschaften erwartet. Das kann ich so nicht bestätigen, es hat für mich auch andere Eigenschaften. Zum Beispiel reagiert es in Fladen eher wie Hafer. Roggen hat zwar auch wenig Kleber, aber Fladen werden weniger „ausgefranst“, der Teig neigt zum Brechen. Da kommt es doch eher dem Hafer nahe.

(2) Der Triticale keimte wie verrückt, schon nach knapp 24 Stunden waren Keime deutlich sichtbar. Das hat der Triticale offensichtlich vom Roggen mitgebracht. Guter Bioroggen keimt auch wüstlinghaft 😉 Das ist aber nicht nur Verdienst des Getreides, sondern wie ich aus Erfahrung weiß, auch des Anbauers. Ich habe schon Demeterroggen im Bioladen gekauft, der relativ mühsam keimte, während Bio-Roggen von der Birlin-Mühle gleich „loslegte“. Da ich Getreidekeime (außer Buchweizen und Gerste) nicht so gerne roh esse, habe ich den ersten Ansatz in einen Kakao weiterverarbeitet. Auch hier wirkte Triticale wie Hafer.

(3) Als ich das Fünfminutenbrot (100 g Triticale/400 g Rotkornweizen) zum ersten Mal anschaute, dachte ich: Aha, das ist jetzt aber nicht so dolle gegangen.

Ein Vergleich mit einem Foto, das zwei Wochen vorher mit reinem Weizen entstanden war, zeigte aber eher doch gleiche Größe.

Wobei der Riss im Weizenbrot schöner ist – was aber Zufall sein kann. Innen war das Brot relativ grobporig.

Der Geschmack zusammen mit Rotkornweizen ist ausgezeichnet!

(4) Als Sauerteig entfaltete Triticale seine Roggenkomponente perfekt. Da Triticale den Teig von außen immer so ein bisschen goldgelb färbt, ist das auch sehr hübsch anzuschauen. Das werde ich garantiert wiederholen!

(5) Hier also einmal ein reiner Triticale-Hefeteig: 1/2 Würfel Biohefe und 500 g Triticale. Ich hatte besonders lange Gehzeiten eingeplant, das war aber gar nicht nötig. Nach 45 Minuten war der Teig deutlich größer. Die Brötchen hätte ich als Rohlinge vermutlich doch etwas länger als 20 Minuten (= Vorheizzeit) gehen lassen sollen, denn der Ofentrieb blieb weitestgehend aus. Die Brötchen haben eine sehr schön goldbraune Farbe, der Teig eine schöne Krume. Aber er ist feucht – nichts für Liebhaber sehr trockener Gebäcke. Bei den Brötchen ist mir aufgefallen, dass Triticale wirklich einen eigenen Geschmack hat, denn ich hatte den Teig nur gesalzen, keine zusätzlichen Gewürze hinzugefügt.

(6) In Waffeln wie in den Fladen auch – Hafercharakter. Was ich aber bei Waffeln durchaus köstlich finde.

(7) Im FKG geschrotet, zeigt sich deutlich, dass Triticale nicht so stark quillt wie andere Getreide. Bei gleicher und durchaus vorsichtiger Wasserzugabe stand morgens noch richtig Wasser auf dem Schrot. Geschmacklich sehe ich da keinen Unterschied – aber ich habe auch so grobe Geschmackspapillen, dass ich im Gegensatz zu einigen Feinschmeckern den Unterschied zwischen Weizen und Dinkel nicht schmecke 🙂

(8) Triticale lässt sich gut flocken. Ich befeuchte Getreide prinzipiell vor dem Flocken nicht, das ist mir zu viel Aufwand und Vorbereitung. Hier schneidet Triticale gut ab, deutlich besser als Grünkern oder Roggen. Die Flocken sind teils klein, teils aber auch noch schön großflächig.

(9) Bei Pfannkuchen macht sich noch stärker als bei den Waffeln (da habe ich das nicht so gemerkt, weil sie sehr dünn waren) die schlechte Wasserbindungskraft des Getreides bemerkbar: Die Pfannkuchen werden sehr kross, aber irgendwie innen nicht gar. Es dauert auch sehr lange, bis ich sie drehen kann, weil ihre Masse immer noch sehr feucht ist. Gast war begeistert, weil so knusprig. Ich finde andere Getreide dafür besser.

Fazit: Für Brot als Beigetreide sehr schön, für Sauerteig ideal geeignet. Wegen des leckeren Geschmacks lohnt es sich auch für andere Dinge, wobei da (Pfannkuchen, Waffeln) etwas Vorsicht walten sollte.

Triticale gefällig?

Kommentar vom 8. Juli 2011: Triticale

Von Triticale (einer einige Jahrzehnte alten Neuzüchtung aus Roggen plus Weizen) habe ich zum ersten Mal in Waltraud Richters Getreidebuch „Korngesund“ gelesen. Nie aber fand ich ihn irgendwo zum Kaufen. Bis mir letztlich jemand erzählte, dass Familie Kleider (dort bestelle ich immer den Rotkornkornweizen) auch Triticale hat. Ich habe sofort 2 kg bestellt – und typisch für Familie Kleider kam natürlich viel mehr 🙂 Meine Vorräte bersten derzeit auseinander, daher habe ich mir überlegt: Wer will, kann bei mir ein kleines Testpäckchen mit ca. 350 g anfordern. Ich will dafür nichts haben, auch kein Porto. Es wäre nett, wenn Ihr Eure Ergebnisse dann später mal kund tut.  Freundlich wäre auch, dann Herrn Kleider ein Dankeschön in Form von einer entsprechenden Zahl Briefmarken zu schicken 🙂

ACHTUNG: Die folgende Aktion ist ABGESCHLOSSEN, tut mir Leid, alles vergeben.

Neun Päckchen bin (war!) ich bereit zu schnüren. Wenn bis morgen früh mehr als neun Wünsche als Kommentar eingegangen sind, werde ich sie in chronologischer Reihenfolge abarbeiten. Da ich dann natürlich auch eine Adresse brauche, bitte ich die bestätigten Wünscher, dass sie mir umgehend eine Email an die im Impressum erwähnte Email-Adresse schicken. In die Email bitte einfach nur die Adresse schreiben, hübsch ordentlich untereinander getippt, dann kann ich sie gleich auf das Etikett kopieren.

Als erstes habe ich übrigens gleich am 7. Juli abends 50 g Triticale zum Keimen angesetzt. Am 8. Juli um 15.30 Uhr sehe ich schon richtig deutliche Keime, so wie das ja mit allem Getreide aus dem Hause Kleider ist: Das sind Keimwüstlinge 😉 Zweimal habe ich jetzt Fladenbrote gebacken und dabei auch schon festgestellt: Triticale ist wirklich kleberarm, in Richtung Hafer, etwas besser, schätze ich mal. Wer auf das Bild klickt, sieht die Triticale-Keime in voller Pracht.