Der Fisch und die Gesundheit

Kommentar vom 22. August 2010: Fischlein

In der Apothekenumschau dieses Monats ist ein großes Thema der Schlaganfall. Dazu gibt es eine halbe Seite, was wir selbst dazu tun können. Dazu zählt natürlich auch die gesunde Ernährung – und was finde ich da in der Aufzählung unter anderem? „…ein- bis zweimal pro Woche fetter Seefisch mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren“. Super.

Dieses ganze Vorbeten mit der Seefisch-Esserei ärgert mich mehr und mehr.

Wenn alle Menschen jetzt anfangen, jede Woche Fisch zu essen, was wird dann aus den bereits überfischten Meeren? Wo soll dieser Fisch herkommen?

Wieso konnten im Festland Europas Generationen von Menschen leben (wenn wir einmal davon absehen, dass sie aufgrund unhygienischer Umstände häufig von Seuchen dahingerafft oder quasi durch eigene Hand durch verwüstende Kriege getötet wurden), ohne jede Woche Fisch zu essen? Wenn die Natur es für wichtig hielte, dass der Mensch Fisch isst, dann hätte es vor der Industrialisierung nur an den Meeresküsten Menschen ausgehalten. Wie konnten die Germanen jemals die Römer schlagen, wo sie garantiert kein Kühlregal mit Omega-3-Fischchen in ihren Behausungen hatten?

Wir haben vor einigen Wochen schon gesehen, dass es Omega-3-Fettsäuren viel reichlicher in anderen, pflanzlichen Lebensmitteln gibt. Wo stehen da die Tipps?

Es widert mich an. Sind diese Leute wirklich alle von der Fischindustrie bestochen worden, dass sie das eigene Zuendedenken einer Idee völlig außer Kraft setzen? Oder sind diese Schreiberlinge einfach so hirnbeschränkt, dass sie wiederum gedankenlos nachplappern, was andere genauso gedankenlos vorplappern? Und warum tun sie das? Nun, eine Idee hätte ich – weil sie ihr Gehirn mit Industriezucker und Auszugsmehl vollkleistern und denkunfähig machen 🙂

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