Verträgliches Vollkornbrot

7. Juni 2014: Was für ein Vollkornbrot wichtig ist

Die HörZu (Nr. 21/2014) hat den Veganismus entdeckt! 800.000 Menschen leben in Deutschland vegan, laut HörZu. „6,88 Millionen Bundesbürger bezeichnen sich nach Angaben des Vegetarierbundes als Vegetarier.“ Schon solche Zahlen finde ich prima. Es soll ja Leute geben, die jede Menge Fisch und Geflügel essen und sich als Vegetarier bezeichnen. Und hat der Vegetarierbund wirklich alle Bundesbürger befragt oder ist das nur eine Hochrechnung aus einer wie immer großen oder kleinen Stichprobe?

Wie viele Menschen vollwertig leben erfahren wir nicht – und wie eng vegan in der Meinung der Befragten gefasst ist, bleibt ebenfalls im Dunkel. Aber mal egal, auf den ersten Blick ist der Artikel gar nicht so schlecht. So wird darauf hingewiesen, dass Veganer sich möglichst nicht einfach nur das Tierische weglassen sollten, sondern eben vernünftig essen. Und natürlich kommt B12 ins Spiel – alle Veganer müssen das supplementieren (= ergänzen). Wobei aber auch darauf hingewiesen wird, immerhin, dass es auch Nichtveganer gibt, die einen solchen Mangel haben.

Als ideale Mahlzeit wird der Speiseteller der amerikanischen Universität Harvard vorgestellt, eine Überarbeitung der Ernährungspyramide. Und natürlich der ewige Fischhinweis, nun das muss wohl sein. Insgesamt aber für einen Mainstream-Artikel nicht schlecht. Dennoch ist das alles nur oberflächlich angelesen, wie ich an einigen Stellen auch beim flüchtigen Lesen feststellen konnte.

So wird zum Beispiel die Atkins-Diät als „Low-Fat-Ernährung“ eingeordnet. Da ich selbst einmal im jugendlichen Leichtsinn diese Diät einige Wochen lang gemacht habe, weiß ich eines: Von wenig Fett kann da keine Rede sein! Eher Low-Carb. Also falsch abgeschrieben, nicht die Originalquelle angeschaut.

Schön sind auch die Ausführungen zur Rohkost. Schon das Foto ist prima, da liegt neben anderem Gemüse eine geschälte Gurke 🙂 Der Text ist von Ernährungsprofi Lemberger…. ich habe gegoogelt. Na endlich mal wieder eine Diplom-Ökotrophologin! Rohkost ist laut HörZu „geeignet für gesunde Menschen mit gutem Immunsystem, denn rohe Lebensmittel können Erreger enthalten, die Infekte auslösen“. Ich hoffe, die Rohköstler wissen das 😉 Einen Alltagstipp gibt es auch – Rohköstler sollten sich gleich einen Entsafter kaufen, weil der die Zubereitung gesunder Smoothies erleichtert. Ach ja.

Aber auch für uns, die wir gerne Vollkornbrot essen, gibt es eine gute Lehre, die uns sagt, dass magenfreundliches Essen eigentlich nur mit einer besonderen Art von Mühle oder einen Vitamix möglich ist:

„Für die meisten Menschen leicht bekömmlich sind etwa Salz- und Pellkartoffeln sowie magerer Fisch […] und fein gemahlenes Vollkornbrot.“ 🙂

Buffet oder Büffet – Hauptsache lecker

29. März 2014: Vollkorn-Büffet

Im Diabetes-Ratgeber dieses Monats gibt es wie immer Speisenvorschläge, den Plan für eine Woche. Das ist natürlich alles supergesund und für Diabetiker geeignet. Auch für Menschen mit viel Zeit, aber das sage nur ich, die ich nicht so gerne lange in der Küche stehe. Auf dem Plan gibt es Frühstück, Mittag- und Abendessen und noch einen Snack. Alles sehr ausgewogen.

Ja, und auf Seite 42 der Ausgabe 3/2014 überrascht mich der Diabetes-Ratgeber. Das Frühstück trägt die Überschrift „Vollkorn-Buffet“. Vor meinem inneren Auge breitet sich sofort eine Palette köstlicher Brötchen und Brote, Salate, Obst, Aufstriche und vielleicht für den einen oder anderen, der nicht tiereiweißfrei lebt, auch noch der eine oder andere Käse aus. Nun lasst euch überraschen, wie sich die Redaktion des Diabetes-Ratgebers ein Vollkorn-Buffet (ich finde ja immer, es müsste Büffet heißen, aber beide Schreibweisen sind richtig) vorstellt:

„90 g Vollkornbrot, Salatblätter, 25 g fett-reduzierter Gouda oder Edamer, 1 TL Diätmargarine, 1 TL Konfitüre, Kresse; dazu 1 Kiwi (60 g), einige Radieschen, rote Paprikastreifen.“

Hmmm, wo ist denn hier das Büffet??? Mal abgesehen davon, dass schon Begriffe wie „fett-reduziert“ und „Diätmagarine“ meinen Magen zum Taumeln bringen, finde ich bei allem Respekt die Bezeichnung Buffet lächerlich. Kontinentalfrühstück mit ’n bissken Drumherum würde ich das nennen 🙂

Den Snack dieses Tages möchte ich euch auch nicht vorenthalten: 1 Birne (125 g = winzig) 200 g Naturjoghurt (entrahmt). Oh, entrahmt. Ich kriege einen Pelz auf der Zunge 😉