Das ist Service!

20. Juni 2016: Rezepte von Vorwerk

Nach den drei kostenlosen Finessen hatte ich mich entschlossen, die Finessen zu abonnieren. Meist waren ein paar gute Ideen dabei, und die Zweiteilung in Magazin und Rezeptheft für die Küche, fand ich praktisch.

Dann kam mein erstes Zahlexemplar – nix mehr mit zwei Heften 😦 Direkt habe ich das Abo gekündigt. Dazu kommt, dass die Rezepte immer stärker vor-lastig werden, womit ich meine: Es werden Fertignahrungsmittel verwendet, wie Kokosriegel, Schokolade, Keksröllchen und was es nicht alles so gibt. Selbst der Powerriegel wird mit gesüßter Kondensmilch hergestellt! Da ist die Übertragung auf die Vollwert einfach sehr kompliziert und nahezu unerfreulich. Dennoch, ich versuche ja etwas da herauszuziehen, wenn ich schon bezahlt habe.

Ich stolperte über das Rezept „Erdbeer-Kiwi-Eis am Stiel“. Ich dachte mir – nette Idee, und das kann ja so schwer nicht sein. In der Zutatenliste schon stolperte ich über die Speisestärke. Und beim Lesen des Rezepts kam die Erleuchtung: Beide Fruchtsorten werden GEKOCHT. Äh, warum das denn? Warum die Chance für ein gesundes Eis vertun? Dass sie Zucker nehmen, okay, etwas anderes kann ich nicht erwarten. Aber für ein Eis auch noch Obst zu Tode kochen? Nä. Ade, Finessen…. (oder wie es jetzt heißt: Thermomix-Magazin), ohne mich.

Ich habe bei Vorwerk angerufen und erklärt, warum ich die Hefte nicht mehr will. Und da ist Vorwerk wieder der Superservice: Ich bekam mein Geld zurückerstattet! Und zwar auch für das bereits ausgelieferte Heft. Super, so macht Kaufen dann doch Spaß.

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Guided Cooking

11. Feb. 2016: Guided Cooking

Der neue Thermomix hat eine Funktion, die ich völlig idiotisch finde: Guided Cooking. Da erzählt mir ein Chip über das Display jeden Schritt, den ich beim Kochen und Backen unternehmen muss. Außerdem kann ich mir damit Kaufrezepte direkt von der Vorwerk-Seite in das Gerät laden. Als ich davon zum ersten Mal hörte, habe ich mir an den Kopf gepackt: Was für ein Blödsinn!

Dann hörte ich von den erstaunlichen Verkaufszahlen des neuen TM5 – Lieferzeiten im Moment von 9 Wochen! Unglaublich… Vor einigen Wochen bin ich in eine größere Thermomix-Gruppe eingetreten, da gibt es – soweit ich gesehen habe – keine Vollwertler, wenige Vegetarier oder Veganer. Aber gekocht wird da wie verrückt.

Und dann habe ich gestaunt: So viele Leute, die plötzlich ihre eigenen Brote backen. Einmal las ich „Früher habe ich nur Fertigmahlzeiten gekocht, aber jetzt mache ich vieles selbst.“

Da habe ich Thermomix Abbitte getan 😉 Auch wenn viele dieser Rezepte nicht in meine Essenswelt passen, so ist es aber – selbstgemacht. Und in einer Welt, wo schon eine Tiefkühl-Pizza mit den Worten präsentiert wird: Ich habe heute selbst gekocht!, ist das ein Fortschritt. Immer noch nichts, was ich brauche. Aber wenn es alleine schon dazu führt, dass „Normalos“ Infos über Mühlen für den Getreidekauf austauschen, so ist das etwas, das die ganze Vollwert-Werbung kaum geschafft hat.

Doch, Guided Cooking ist eine gute Idee für viele, auch wenn ich es nach wie vor nicht möchte 🙂

Nachtrag zum MyCook-Test

Soeben (7. Oktober 2013) erhielt ich einen netten Anruf einer Mitarbeiterin von Jupiter, die mich auf drei sachliche Fehler in meinen Texten hinwies. Wir waren uns beide einig, dass dies auf das Ergebnis der Tests keinen Einfluss hat, ich möchte das aber – ohne jetzt alle Tests einzeln nochmals durchzuarbeiten – an dieser Stelle genau wie in der Zusammenfassung noch einmal klarstellen (das mache ich von mir aus, ohne Druck von Jupiter, das möchte ich auch betonen):

  1. Häufig spreche ich davon, dass der TM31 „stärker“ ist. Das ist irreführend, denn man könnte es so verstehen, dass der Motor stärker ist. Das ist nicht der Fall, der Motor des MyCook ist sogar 100 unwesentliche Watt stärker. Was ich immer meine – und so hätte ich es auch besser gesagt – ist jeweils die Umdrehungszahl.
  2. Als ich den TM 31 gekauft habe, gab es eine lange Garantiezeit. Laut der Anruferin gibt Vorwerk nur die gesetzlich vorgeschriebene, während der MyCook eine Garantiezeit von 5 Jahren hat.
  3. Tippfehler haben die üble Angewohnheit, sich ins Gehirn zu setzen. Und so schreibe ich häufig „Gäreinsatz“ oder „Gärkorb“, was natürlich Blödsinn ist, ich kann auch im MyCook kein Bier brauen 😉 Es muss natürlich Garkorb und Gareinsatz heißen 😳

Wie gesagt – an der Praxis ändert das ja nichts.

MyCook 1.6 von Jupiter: Wie hat er sich bewährt?

3. Oktober 2013 (Do): MyCook 1.6 von Jupiter – Beurteilung

Bei Lesen der Einzeltests unten bitte immer die Ergänzungen und Korrekturen beachten, die ich im Text eingeflochten habe! Diese Änderungen habe ich jeweils in Fettdruck gesetzt.

Mehrere Wochen konnte ich den MyCook testen, die Links zu den einzelnen Tests gebe ich am Ende des Artikels noch einmal. Wie sehe ich den MyCook 1.6 insgesamt? Wie schneidet er im Vergleich zum Thermomix von Vorwerk ab? Das sind ja die beiden wesentlichen Fragen, die es zu ergründen galt.

Vorbemerkung (Ergänzung): Im Text spreche ich häufig davon, dass der Thermomix „stärker“ ist. Damit meine ich immer die Umdrehungszahl, nicht den Motor, wie mich heute, 7.10.2013, eine nette Dame von Jupiter aufmerksam machte, hatt der MyCook nämlich sogar 100 Watt mehr, wobei das faktisch keinen Unterschied macht.

Betrachte ich den MyCook alleine, so bin ich äußerst zufrieden mit dem Gerät. Er kann alles, was er verspricht. Die Bedienung ist, wie es immer so schön heißt, in den meisten Dingen intuitiv, etwas mühsam zu erlernen ist der Bodenverschluss: Heute weiß ich, dass die Lasche bei offener Klappe gegenüber vom Griff liegen muss, dann passt alles sofort. Warum steht das nicht in der Bedienungsanleitung? Das wissen die Götter, wie es so schön heißt. Die Bedienungsanleitung, so nett übersichtlich sie auch anfangs wirkt, ist ziemlich miserabel. Abgesehen von abgeschnittenen Sätzen sind die Angaben manchmal willkürlich und nicht hilfreich. Gerade auch beim Einlegen des Dichtungsrings ist mir das aufgefallen. Das ist schade, weil es die ersten Begegnungen mit dem Gerät vermiesen kann. Jetzt weiß ich, wie’s geht und kann manche Handgriffe schon nach kurzer Benutzungszeit ausführen, ohne nachzudenken. Bei der Anleitung besteht dringend Nachholbedarf!

Ebenfalls in der Bedienungsanleitung fehlt der Hinweis, dass ab einer gewissen Temperatur die hohen Geschwindigkeiten nur noch über die Turbotaste zu erreichen sind.

Würde ich den Thermomix nicht kennen, würde ich trotz solcher Kleinigkeiten ein volles Loblied auf den MyCook singen. Im Vergleich mit dem Thermomix zeigt er jedoch auch Schwächen:

  • das Messer ist nicht spülmaschinen geeignet
  • der Motor ist nicht so stark
  • Gareinsatz und Dampfaufsatz sind flächenmäßig (nicht vom Volumen her!) kleiner

In einigen Punkten ist es einfach Geschmackssache, was wir bevorzugen. Vorne weg natürlich die Optik. Nun, für mich 🙂 hätten beide keinen Designpreis verdient. Ebenso das Aufsetzen des Deckels – mir liegt der MyCook mehr, aber ich bin sicher, dass sich das nicht objektiv begründen lässt. Genauso gut, wie ich vom in der Hand halten her den Thermomix lieber habe.

Der Thermomix hat da die Nase vorne, wo es auf Kraft ankommt. Das liegt an der Umdrehungszahl. So bleibt für mich der Thermomix der König für die Herstellung von Nussmusen ohne jeden Ölzusatz. Wegen der größeren Kraft ist er beim Zerkleinern auch schneller. Für Ungeduldige, denen es auch auf 10 oder 20 Sekunden weniger ankommt sicher ein Argument.

Die Bedienung des Thermomix ist manchmal einfacher, z.B. kann ich mit nassen Händen die Folientasten für Wärme besser einstellen als die schwach geriffelten Knöpfe auf dem MyCook. Auf Dauer vermisse ich auch das spülmaschinengeeignete Messer, weil ich nämlich jetzt nicht einfach den Becher in die Spülmaschine geben kann (mache ich beim Thermomix – ist ein Griff), sondern zumindest das Messer herausnehmen und auch wieder einsetzen. Das sind nur kleine Handgriffe, aber wenn man es anders gewohnt ist, vermisst man das. Also ich zumindest 😉

Viele Leute haben ja den Thermomix jahrelang ohne Defekt. Bei mir hat leider schon kurz nach Ende der Garantiezeit die Elektronik aufgegeben, eine Reparatur von gut 300 Euro. Schluck. Wie das beim MyCook ist, weiß ich nicht. Aber bei einer ebenfalls 5-jährigen Garantiezeit gehe ich davon aus, dass er so robust bleibt, wie sein erster Eindruck ist (Korrektur: Der Thermomix hatte, als ich ihn gekauft habe, eine 5-Jahres-Garantie. Das soll heute kürzer sein!)

Manches an der Handhabung vom MyCook ist einfacher für mich gewesen, wie das Einrasten des Bechers, das Aufsetzen des Deckels usw. Da mögen andere Nutzer anderer Meinung sein.

Die Nase auch objektiv vorn hat der MyCook aber auch in ein paar Punkten, zum Beispiel, wenn es darum geht kleine Mengen zu vearbeiten. Da ist der unten schmalere Becher ein deutlicher Vorteil, die Wand bleibt sauberer und die Zerkleinerungsfähigkeit bleibt größer, weil nicht gleich alles an die Wand geschleudert wird. Für kleinere Haushalte ist das unbedingt ein Vorteil. Ein weiterer Vorteil ist auch der separate Griff zum Herausnehmen des Edelstahleinsatzkorbes. Ein Speedy wird dadurch zum Beispiel überflüssig. Ebenso empfinde ich die Induktionserhitzung vorteilhaft, da wird nicht nur Wasser deutlich schneller heiß. Auch besser gefällt mir, dass der Dämpfaufsatz fest auf den offenen Becher verankert wird, während er beim Thermomix nur auf dem Deckel aufsitzt, die Dampfaufstiegsfläche also deutlich kleiner ist. Laut Nachfrage bei Jupiter lassen sich Gareinsatz und Dämpfaufsatz gleichzeitig verwenden!

In der Leistung gemessen am Ergebnis sind sich abgesehen von der aufgewendeten Zeit erstaunlicherweise beide Geräte bis auf das Nussmus in meiner Erfahrung ebenbürtig. Da hatte ich echt mit schlechterem Abschneiden des MyCook gerechnet.

Wenn ich heute vor der Wahl stünde, mir eines der beiden Geräte zu kaufen, würde ich wohl zum MyCook greifen, und zwar deshalb, weil ich es sehr schätze, dass im unteren Teil des Bechers „mehr passiert“. Ich habe sogar geschwankt, ob ich – auch wegen der vollen Garantie – den Thermomix mit dem MyCook ersetze. Aber dafür ist er wiederum nicht gut genug, und mit einem Vitamix brauche ich ein solches Gerät nicht so häufig wie früher. Nach wie vor ist auch der „freie“ Verkauf des Geräts für mich ein Pluspunkt.

Ich kann auch nicht sagen, dass ich Interessenten das eine oder das andere Gerät empfehlen würde. Es kommt eben auf den einzelnen Bedarf an. Ich hoffe, dass da für eine Entscheidungsfindung meine Einzeltest eine Hilfe geben können, wenn das gewünscht ist.

Erste Schritte:
Auspacken Teil 1 und Rezeptbuch
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/04/mycook-test-teil-1/
Auspacken Teil 2
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/05/mycook-test-teil-2/

Kochen:
Wasserkochen
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/06/mycook-test-teil-3/
Hülsenfrüchte kochen
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/25/mycook-1-6-jupiter-test-19/

Nussmus:
Nussmus Nr. 1
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/10/mycook-1-6-jupiter-test/
Nussmus Nr. 2
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/19/mycook-jupiter-1-6-test-nr-14/
Nussmus Nr. 3
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/20/mycook-1-6-jupiter-test-15/

Teig und ähnliches:
Hefeteig
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/11/mycook-1-6-jupiter-test-7/
Kleine Menge Schokoguss
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/12/mycook-1-6-jupiter-test-8/
Pfannkuchenteig
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/07/mycook-test-nr-4/

Dämpfen:
Dämpfen Garkorb)
ACHTUNG! Ich habe teilweise „Gärkorb“ oder „Gäreinsatz“ geschrieben. Das ist natürlich, wie ich heute einen Hinweis erhielt, nicht richtig – es muss immer heißen Garkorb.
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/13/mycook-1-6-jupiter-test-9/
Dämpfen (Aufsatz)
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/21/mycook-1-6-jupiter-test-16/
Dämpfen 2 (Aufsatz)
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/24/mycook-1-6-jupiter-test-18/
Dämpfen 3 (Aufsatz)
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/26/mycook-1-6-jupiter-test-20/

Mahlen & Pürieren:
Mahlen und Emulgieren
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/14/mycook-1-6-jupiter-test-10/
Fruchtpüree:
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/09/mycook-jupiter-test-nr-5/
Kartoffelpüree
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/18/mycook-1-6-jupiter-test-13/
Suppe pürieren
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/29/mycook-1-6-test-22/

Zerkleinern:
Obst fürs Frühstück
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/16/mycook-1-6-jupiter-test-nr-11/
Gemüse raspeln
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/17/my-cook-1-6-jupiger-test-nr-12/
Zwiebel schneiden
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/23/mycook-1-6-jupiter-test-17/
Eiswürfel zerkleinern
https://vollwert.wordpress.com/2013/09/27/mycook-1-6-jupiter-test-21/

MyCook 1.6 Jupiter – Test 21

MyCook Test Nr. 21 – Eiswürfel zerkleinern

Dies ist ein Ersatztest. Eine Leserin hatte sich gewünscht, dass ich Himbeereis vergleiche. Ich mache im Thermomix kein Eis, weil es im Vergleich sowohl zum Vitamix als auch zur Eismaschine einfach zu schlecht abschneidet. Warum soll ich etwas in einer schlechteren Version essen nur für einen Test? Soweit geht meine Testbegeisterung auch nicht 😎

Gleich eine kleine „Warnung“: Ich liefere heute kein Rezept 🙂

Ich hatte aber eine Idee, wie ich wenigstens den Umgang der Geräte mit Eis testen kann – indem ich Eiswürfel „crushe“ oder zerkleinere. Angefangen habe ich mit dem MyCook.

  • Einfüllen von 200 g Eiswürfel
  • 10 Sekunden auf Stufe 5: die Würfel waren nur grob zerkleinert
  • 10 Sekunden auf Stufe 10: der MyCook war unten mit kleinen Eiskristallen gefüllt
    Becherwand nach 5 Sek. Stufe 5 plus 10 Sek. Stufe 10
    Becherwand nach 5 Sek. Stufe 5 plus 10 Sek. Stufe 10

    10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
    10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
  • nochmals 10 Sekunden auf Stufe 10: Auf den ersten Blick sahen die Eiskristalle nicht viel anders aus.

    5 Sek. Stufe 5, 10+10 Sek. Stufe 10
    10 Sek. Stufe 5, 10+10 Sek. Stufe 10
  • Umfüllen des zerkleinerten Eises auf einen Teller

    Ergebnis auf dem Teller: MyCook
    Ergebnis auf dem Teller: MyCook

Beim Thermomix hatte ich zuerst den Eindruck, dass sich da wirklich der kräftigere Motor bemerkbar macht:

  • Einfüllen von 200 g Eiswürfel
  • 10 Sekunden auf Stufe 5: es gab schon Kristalleis zusammen mit ziemlich groben Klumpen, wie beim MyCook
  • 10 Sekunden auf Stufe 10: am Rand des Bechers hatte sich, so wie es aussah, feinstes Pudereis abgesetzt
    Rand des TM31
    Rand des TM31
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 10 Sek. Stufe 10

     

  • nochmals 10 Sekunden auf Stufe 10: Da alle Eiskristalle an der Becherwand hingen, konnte sich nichts mehr verändern, wurde mir aber erst später klar 🙂 Das Pudereis war das Gleiche. Da war ich erst einmal beeindruckt: Schon auf Stufe 5 hatte der Thermomix mehr geleistet. Und dann hatte er sogar Pudereis produziert! Allerdings bemängel ich wie immer, dass Zutaten, einmal an der Wand, nicht wieder gegriffen werden (können)

    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 2 x 10 Sek. Stufe 10
    TM: 10 Sek. Stufe 5 + 2 x 10 Sek. Stufe 10
  • Umfüllen des zerkleinerten Eises auf einen Teller: Nun war der Unterschied nicht mehr so groß. Schon beim Umfüllen bemerkte ich, dass das Pudereis nur die oberste Schicht war, darunter befanden sich, genau wie beim MyCook, Eiskristalle

    TM: Fertiges Eis
    TM: Fertiges Eis

Hier hat der Thermomix auf den ersten Blick deutlich besser abgeschnitten, im Ergebnis an sich war der Unterschied dann nicht so gravierend, auf dem Teller kamen mir beide zerschlagenen Eismengen gleich vor. Oder seht Ihr einen Unterschied? Ich habe die letzten beiden Fotos extra mit größerer Auflösung hochgeladen, damit Ihr genau hinschauen könnt (Foto anklicken). Der Thermomix, denke ich, ist eher für das Zerkleinern größerer Mengen angelegt, während der MyCook eben durch den schmalen Sockel einiges „unten“ hält, was beim Thermomix schon an der Wand hing. Ich muss aber auch ehrlicherweise sagen, dass es irgendwie wieder ein schönes „Gefühl“ war, den Thermomix-Becher in der Hand zu halten, der Becher an sich in seinen Größenverhältnissen ist „harmonischer“.

Jeweils nun noch einmal ein Foto auf den Tellern, nur aus einer leicht anderen Perspektive und zum Anklicken für das vergrößerte Bild. Ich sehe jetzt keinen Unterschied, aber vielleicht entgeht mir etwas?

MyCook
MyCook
TM31
TM31

MyCook 1.6 Jupiter – Test 15

MyCook Test Nr. 15 – Und doch noch einmal Cashewnussmus

Ich war gestern doch fürbass erstaunt, wie schnell das Erdnussmus so toll wurde. Da habe ich beim ersten Mal mit dem Thermomix mehr rumgehampelt, allerdings hatte ich ihn auch erst wenige Wochen, deshalb ist ein Vergleich zu Ungunsten des Thermomix hier nicht fair.

Auch ging mir durch den Kopf, dass die Qualität der Nüsse bzw. ihre „Trockenheit“ mitverantwortlich für die Konsistenz des Nussmuses ist. Ich weiß das speziell von Mandeln, die ich immer bei der Birlin-Mühle kaufe – manchmal bekomme ich ohne Probleme ein ganz flüssiges Mandelmus, manchmal nur eine Paste.

Also hat mich – trotz meiner beeindruckenden Menge an Nussmus, das sich bereits im Kühlschrank befindet 🙂 – der Ehrgeiz gepackt. Ich habe jetzt die Rohkost-Cashewnüsse von www.prohviant.de verwendet, denn sie sind kein Bruch (wie die Cashews, die ich bei Bode kaufe) und von wirklich frischer Qualität. Wieder habe ich einiges dazu gelernt, auch über den MyCook. Auch habe ich gemerkt, dass Nussmus im MyCook besser wird, wenn die Menge nicht zu klein ist.

Vorgegangen bin ich wie folgt mit 600 g Cashewnüssen:

  • 20 Sekunden auf Stufe 10
  • 5 Minuten auf Stufe 5, ab und an mal Turbo. Jetzt hatte ich eine Paste; Gerät abkühlen lassen
    CashewSpatel1
  • 5 Minuten auf Stufe 5 – 7, bis der MyCook von selbst auf 5 herunterschaltete, ab und an mit Turbo. Danach Gerät 30 Min. abkühlen lassen (Becher mit nassem Tuch umwickelt). Es war immer noch eine Paste.
  • 5 Minuten auf Stufe 5, ab und an Turbo, und weil ich fertig werden wollte, habe ich nach einer Minute einen (!) Esslöffel Öl hinzugegeben. Also etwa 8-9 g Öl auf 600 g Nüsse, und jetzt erhielt ich ein wirklich fließfähiges Mus, wenn auch etwas zäher als das Erdnussmus.
    CashewSpatel2

Ich denke, ich hätte das auch ohne Öl hinbekommen, wenn ich nochmals gewartet und weitere 5 Min. angehängt hätte. Aber mir war die Lust einfach vergangen.

CashewTopfvoll

Das Reinigen des Geräts war wiederum genauso schwierig oder einfach wie beim Thermomix. Nur der Deckel ist wegen der Streben etwas komplizierter zu reinigen. Keine Ahnung, wofür die gut sind. Sie gestalten die Reinigung natürlich etwas langwieriger.

CashewDeckel

Der leere MyCook-Becher inklusive Messer wiegt 1294 Gramm. Nach gründlicher Entnahme des Nussmuses (wobei ich da nur mittelmäßig geduldig bin) ohne Herausnahme des Messers blieben knapp 20 g Nussmus im Becher. Ich habe es beim Thermomix nicht gemessen, aber rein von der Optik her scheint mir der Unterschied, wenn es da einen gibt, vernachlässigbar.

CashewTopfleer

Eine Sache, die mich beim MyCook erst genervt hat und mir negativ erschien, weiß ich mittlerweile zu schätzen: Er zeigt mir deutlich, wann ich an seine Grenzen komme. Zum Beispiel springt ein lauter Ventilator an, wenn ich den Motor zu sehr quäle. Wenn Gerät und Becher durch mechanische Beanspruchung zu heiß werden, schaltet die Geschwindigkeit auf maximal 5 herunter. Ich kann dann immer noch die Turbotaste betätigen, aber wie ich von meinen ersten Versuchen weiß, schaltet das Gerät dann irgendwann ab. Vor allem seit ich hier von einer Leserin gelesen habe, deren Thermomix wegen Verschleiß durch Nussmus und schwere Teige noch innerhalb der Garantiezeit defekt war, denke ich: Was nützt mir das, wenn ich ein Gerät quälen kann, ohne dass es meckert, wenn ich dann nicht merke, dass ich es schädige?

CashewGlas

Eine Sache, die beim Thermomix angenehmer ist: Die Folientasten sind mit nasser Hand einfacher zu bedienen als die Drehknöpfe am MyCook, deren Riffelung auch nich allzu stark ist.

Das Rezept des Tages ist ein Marmorkuchen. Ich habe mich da von Muffinluff anregen lassen, der Hauptunterschied ist, dass ich statt gekochten Sojabohnen Reisbrei (Herstellung: siehe den Test gestern) verwendet und Schokoguss aufgetragen habe. Ich bin sehr begeistert!

Marmorkuchen

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  • 175 g Gelbmehlweizen (oder Dinkel bzw. Weizen)
  • 2 Teelöffel Weinstein-Backpulver (= 9 g)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Löffelspitze Vanillepulver
  • 90 g Reisbrei (100 g Reis/300 g Wasser)
  • 50 g Cashewnussmus
  • 50 g Sonnenblumenöl
  • 100 g Honig
  • 50 g Mineralwasser
  • Butter für die Form

Für die Schokoschicht zusätzlich:

  • 2 TL Kakaopulver ( 9 g)
  • 20 g Agavendicksaft (oder Honig, ich muss den Agavendicksaft ja nur irgendwie aufbrauchen….)
  • 35 g Mineralwasser

Für den Guss:

  • 40 g Kakaobutter
  • 35 g Honig
  • 10-15 g Kakaopulver

Weizen mahlen, mit Backpulver, Salz und Vanillepulver in einer Rührschüssel für ein Handrührgerät mit Rührbesen vermischen. Im Magic Reisbrei, Nussmus, Öl und Honig verquirlen, mit dem Wasser zu dem Mehl geben und mit den Rührbesen verrühren, bis sich ein schwer reißender Teig ergibt. Eine kleine Kranzform (18 cm) einfetten. Zwei Drittel des hellen Teiges darin verteilen. Zum Rest den Kakao, den Dicksaft und die 35 g Wasser geben, gut verrühren. Der Teig ist relativ flüssig. Auf den hellen Teig geben und mit einer Gabel Spiralen durch beide Teigarten ziehen.

In den kalten Ofen geben, 30 Minuten bei 175 °C und 10 Minuten bei 150 °C backen. Dann im ausgeschalteten Ofen nachbacken lassen. Den Rand vorsichtig mit einem Messer lösen,

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abkühlen lassen und den Kuchen lauwarm vorsichtig von der Form nehmen. Abkühlen lassen.

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Für den Guss Kakaobutter mit Honig in einer kleinen Pfanne auf niedriger Einstellung zerlassen, in das Kakaopulver einrühren und den Kuchen von allen Seiten (außer von unten <G>) mit dem Guss bepinseln.

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MyCook 1.6 Jupiter – Test 8

MyCook Test Nr. 8 – Schokoguss

Beim Schokoguss ist wichtig, dass für das Zerlassen der Kakaobutter eine niedrige Erwärmung gesichert ist. Das Problem bei Vitamix und Thermomix ist, dass die Mengen, die ich verwende, einfach zu klein sind und daher die Messer nicht greifen. Hier hatte ich meine Hoffnung auf den unteren schmalen Teil des Bechers gesetzt: zu Recht.

Ich habe Kakaobutter und Honig bei 40 °C, Rührgeschwindigkeit 2, in 2 Minuten zerlassen. Zwei Dinge fielen mir auf: Das Gerät rührt in regelmäßigen Abständen plötzlich und kurzfristig schneller. Huch. Wozu soll das gut sein? Als ich fertig war, erschrak ich – das waren auf keinen Fall 40 °C, Rohkosttemperatur kenne ich nun wirklich gut, mindestens 50 oder sogar 60 °C wurden erreicht. Da ich annehme, dass das Zerlassen von Schokolade, wie im Demovideo gezeigt, auch wirklich ausgetestet wurde, hat entweder mein Gerät ein defektes Thermostat oder es macht der Schokolade nichts, wenn sie ein wenig heißer wird, Hauptsache, sie wird dabei gerührt.

Insgesamt war ich dann vom Ergebnis angenehm überrascht. Zwar war noch an den Seiten ein bisschen Pulver übrig, das ließ sich leicht mit einem Löffel einrühren. Ansonsten hatte ich aber einen schönen, glatten Schokoüberzug erhalten. Auch mit dieser kleinen Menge! Hier punktet der MyCook ganz klar vor anderen Geräten.

Mein jetziges Wissen vorausgesetzt, würde ich anders vorgehen: Gerät auf 2 Min., 40 °C einstellen und das Display beobachten. Sobald 40 °C leuchtet, abstellen und nur noch die Rührfunktion nutzen.

Schoko-Kokos-Kekse

Als Eric sie probiert hat, war er vor Begeisterung aus dem Häuschen. Sie hüpften sofort auf seiner Beliebtheitsliste direkt neben seine bisherigen Lieblinge, die Oat & Ginger-Biscuits 😉

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  • 200 g Dinkel
  • 1 Prise Salz
  • 2 MS Vanillepulver
  • 40 g Kokosraspeln
  • 1 EL (15 g) Kakaopulver
  • 2 TL Weinstein-Backpulver
  • 1 EL Weinbrand (13 g)
  • 60 g Kokosöl
  • 80 g Honig oder Agavendicksaft
  • 35 g gekochte Sojabohnen
  • 40 g Wasser

Dinkel fein mahlen und mit den anderen trockenen Zutaten mischen. Restliche Zutaten (nur 20 g Wasser) im Magic, kleiner Becher, mixen. Mit einem Löffel unter den Dinkel rühren, noch 20 g Wasser hinzugeben.

Teig lässt sich gut ausrollen! Daher 0,5 cm dick ausrollen, Formen ausstechen. Nebeneinander auf ein mit Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech legen. Ofen auf 160°C vorheizen. Blech in den Ofen schieben und 20 Min. backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Schokoguss im MyCook herstellen oder Kakaobutter mit Honig in einer Pfanne zerlassen und leicht abgekühlt unter das Vanille-Kakao-Carob-Gemisch rühren.

  • 30 g Kakaobutter
  • 35 g Honig
  • 2 MS Vanillepulver
  • 15 g Kakaopulver
  • 5 g Carobpulver

Butter und Honig auf 40 °C zerlassen, die restlichen Zutaten hinzugeben und ohne Hitzezufuhr verrühren, evtl. mit einem kleinen Löffel kurz nachhelfen. Mit einem Pinsel auf die Plätzchen aufstreichen – reicht gerade

MyCook Test Teil 3

Wasser kochen

Gestern habe ich nun endlich die ersten Grundgriffe erlernt. Das war auch beim Thermomix furchtbar, nix passte irgendwo rein, der Deckel schloss nie, ich kriegte das Messerteil nicht auf – heute denke ich gar nicht mehr darüber nach, wenn ich damit arbeite. Ich bin ein gutes Testobjekt für technische Geräte, da ich mich eben nicht supergeschickt anstelle.

Der TM31
Der TM31

Also habe ich heute den Becher vom MyCook eingesetzt, das Messer abgemacht und wieder anmontiert, den Deckel aufgesetzt usw. Dabei musste ich teilweise „umlernen“, denn beim Thermomix muss ich z.B. erst den Deckel aufmachen, dann kann ich den Becher aus dem Gerät nehmen. Beim MyCook muss ich erst die Kombination aus der festen Stellung etwas nach links drehen, dann kann ich den Deckel abnehmen; ich kann aber auch den Becher mit geschlossenem Deckel aus der Zentraleinheit lösen. Jedes hat Vor- bzw. Nachteile für sich.

Der MyCook 1.6
Der MyCook 1.6

Ist der Thermomix z.B. ziemlich voll mit heißer Flüssigkeit und ich entnehme den Becher nach dem Öffnen des Deckels aus der Zentraleinheit, so kann die heiße Flüssigkeit, wenn ich nicht aufpasse, überschwappen. Beim MyCook habe ich die zusätzliche Möglichkeit, den geschlossenen Becher aus der Zentraleinheit zu nehmen. Ich kann aber nicht den Deckel aufsetzen, solange der Becher fest eingerastet ist.

In einem (schaurigen) YouTube-Film 😛 kann man das sehen:

Beides geht übrigens gleich schnell. Der MyCook hat hinten einen ganz normalen Einschaltknopf, der Thermomix eine Folientaste vorne. Der MyCook ist hinten abgeschrägt, so dass der Einschaltknopf sehr einfach zu erreichen ist.

Von den Fotos her war ich überrascht, als ich heute zum ersten Mal einen Blick in den MyCook-Becher warf – das Messer sitzt höher, also quasi wie über einem Burggraben, wobei zwei Messer ganz bis nach unten reichen. Ich schätze den Durchmesser unten am Becher auf ca. 8-9 cm.

Messer MyCook

Der Thermomixboden ist deutlich größer (12 cm?), das heißt, das Reinigen mit einer Bürste beim Thermomix ist einfacher. Inwieweit beim Mixen und Pürieren ein schmaler oder breiter Becherboden besser ist, weiß ich nicht. Soweit ich weiß (lasse mich hier gerne korrigieren), hatte der TM21, der Vorgänger vom jetzigen TM31, auch so ein tiefsitzendes Messer.

Messer Thermomix

Das Aufsetzen des Deckels ist anders als beim Thermomix, aber ich hatte es nach dreimal ausprobieren raus, wie es geht. Ebenso das Einsetzen des ganzen Bechers. Da tun sich beide nichts.

Die Zubehörteile vom MyCook sind teils „edler“: der Einhängekorb und ein Teil das Dampfkochers sind aus Edelstahl. Der Dampfaufsatz ist auch nicht so ausladend wie beim Thermomix.

Ein Wiegeversuch ergab keine Unterschiede – beide Geräte zeigten mir für 204 g dann 200 g an. Beide Waagen sind etwas „träge“, ich wiege daher dennoch lieber auf meiner Digitalwaage.

Umstellen muss ich mich bei der Reihenfolge der Eingaben. Beim Thermomix: Temperatur, Zeit, Geschwindigkeit. Beim MyCook: Zeit, Temperatur, Geschwindigkeit. Das ist mir aber nicht schwer gefallen, ich muss mir einfach nur die alphabetische Reihenfolge Z – T – G merken.

Bei meinen  Wasserkochtests fiel mir sofort ein Unterschied auf: Beim Thermomix sehe ich, wie die Temperatur steigt, wann die eingestellte Temperatur erreicht ist. Das sehe ich beim MyCook nicht, finde ich schade. Ob man das wirklich braucht? Kommt drauf an, ich sehe z.B. gerne, wenn der Thermomix 100°C erreicht hat, dann koche/köchel ich bei 90 °C weiter. Hier sehe ich einen Vorteil für den Thermomix. Ob der MyCook auch anzeigt, wenn das Mahlgut beim Mahlen (Nussmus!) durch Reibung eine höhere Temperatur erreicht fällt hier nicht drunter, das muss ich noch austesten.

Ich habe jeweils 250 g Wasser 2 Minuten lang erhitzt, Einstellung 100 °C. Der Thermomix hatte in dieser Zeit 70 °C erreicht. Beim MyCook konnte ich das ja nicht sehen. Ein „Fingerversuch“ lässt schließen, dass der MyCook schneller erhitzt, also eine höhere Temperatur erreicht hatte. Das geht vermutlich auf die Induktion zurück. Aufgekocht hat keines der Geräte in den 2 Min. Vielleicht, wenn ich Lust habe, wiederhole ich das mal mit einer größeren Wassermenge. Der Temperaturbereich vom MyCook reicht von 40 bis 120 °C, beim Thermomix reicht er von 37 bis 100 °C. Die 120 °C sind zum Anbraten und für die Dampferzeugung gedacht (so entnehme ich dem Rezeptbuch).