Video des Monats und Gazpacho

29. Juli 2015: Gazpacho und Canelloni im Film

Gazpacho

Eine kühle oder lauwarme Gemüsesuppe im Sommer ist sehr erfrischend! Das Rezept ist orientiert an einem Rezept der Zeitschrift „Meine Familie & Ich“, wo es – naturgemäß – weder vollwertig noch fettarm ist.  Die beschriebenen Portionen sind für einen Imbiss geeignet. Außer einem Mixer und evtl. einem Flocker sind keine Geräte erforderlich.

  • Kaufen könnt Ihr dieses Rezept mit der Nummer 7375 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine kleine oder große Sammelkarte bzw. ein Superduper-Abonnement (nur das Superduperabo enthält dieses Rezept) beginnen möchte, klickt: hier

Canelloni

Teig:
90 g Dinkel
10 g Leinsamen
1 Prise Salz
1 EL Olivenöl
40 g Wasser

Füllung:
50 g Brot
55 g Wasser
40 g Wildkräuter nach Belieben
1 TL grüne Rosinen
1 EL Olivenöl

Soße:
35 g Sonnenblumenkerne
20 g Zitronensaft
1 gestr. TL Salz
35 g Sonnenblumenöl
1 gestr. TL Paprika edelsüß
250 g Wasser

Paprika:
50 g Kopfsalat
etwas Kräutersalz
frisch gem. Pfeffer
1 EL Sonnenblumenöl
1/2 Paprikaschote (70-100 g netto)
1 Stange Spargel (50 g brutto)
25 g Sauerampfer oder anderes Kraut
1 Aprikose

1 EL Sonnenblumenöl
1 TL Zitronensaft
eine Prise Salz
frisch gem. Pfeffer
1 MS Senf
2 EL Wasser

 

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Essbare Blüten: Ein Ketzerbeitrag

22. Juli 2012: Überlegungen zu Wildkräutern

Vor ein paar Tagen erhielt ich folgendes Foto von einem Rohköstler:

Sieht hübsch aus, oder? Auf jeden Fall ein Hingucker. Andererseits war ich froh, dass mir das nicht live angeboten wurde: Auch wenn ich das eine oder andere Wildkraut verzehrt habe, bei den Blüten habe ich immer noch eine Hemmschwelle. Da habe ich schon im Praxiskurs mit Frau Richter rumgeblödelt, die Löwenzahnblüten als (essbare) Deko verwendete und mich ermunterte: „Macht gesund und stark!“, worauf ich konterte „Bin stark genug :-)“.

Das war natürlich nicht ganz ernst von mir gemeint, aber ich habe so eine kleine Blockade. Drei Jahre lang habe ich bei der Wilden7 Wildkräuter in der Saison bestellt und gegessen. Freude kam da bei mir nicht so recht auf, es war der Kopf, der mir sagte: „Das ist jetzt aber wirklich ganz toll gesund und muss dir schmecken!“ Auch aus eigenem Garten gab’s dann schon mal Löwenzahnblüten (bevor die Katzenfamilie hier einzog und ihren Garten zu ihrem Königreich erklärte). Zaghaft aß ich die eine oder andere. Es ging, aber als Delikatesse konnte ich das immer noch nicht betrachten.

Dann habe ich letztes Jahr eine wunderbare Kräuterwanderung gemacht, dazu gab’s ja auch ein Video (hier). Das war sehr beeindruckend, vieles davon war wirklich lecker. Leider wohne ich aber mitten in der Stadt, sodass ich das kaum praktisch umsetzen konnte. Und mit dem Auto erst 30 Minuten rausfahren (und wieder zurück), um Wildkräuter zu sammeln, finde ich unterm Strich ökologischen Unsinn. Abgesehen davon, dass ich das auch zeitlich schlecht unterbringe, hatte dann irgendwie immer „Wichtigeres“ vor.

Dennoch ist mir die Bedeutung von Wildkräutern und essbaren Blüten durchaus bewusst. Vitalstoffdichte etc., wir können es (fast) überall nachlesen. Und dann kam dieses Foto. Ein kleiner Mailaustausch ging hin und her, und ich bekannte meine zögerliche Haltung. Schrieb der Fotoversender:

„Ja, ich lasse die Blüten auch lieber den Bienen und Hummeln, meine Frau verbietet mir die abzureißen ;-)“

So ein kleiner Scherz am Rande kann auch manchmal ein Denkanstoß sein, bei mir war es so. Es stimmt doch: Wenn jetzt alle – und da würden schon alle Rohköstler und Vollwertler reichen – nach draußen stürmen und die Blüten von den Pflanzen reißen, die Wildkräuter aus dem Boden zupfen: Da gibt es bald nichts mehr für die in Freiheit lebenden Tiere, seien es Insekten oder auch größere Exemplare.

Das ist ja so ähnlich wie beim Honig: Wenn alle Welt jetzt Zucker durch Honig ersetzt, so bedeutet das einen Raubbau an der Natur.

Und so denke ich mir dann: Der Wald, die Wiese, werden es mir danken, dass ich nicht rausstürze, um die wilden Kräuter und Blüten zu sammeln und zu essen. Denn nicht nur die Pflanzen werden ja dabei geschädigt, auch die Natur wird be- und zertreten. Ich hinterlasse eine Spur im Wald, und wenn ich noch so vorsichtig gehe.

Was jetzt keineswegs bedeutet, dass ich einen Kreuzzug gegen Wildkräuter anzetteln möchte, auf keinen Fall! Ich möchte mir nur immer wieder bewusst machen, was ein Schritt für Folgen haben kann. Genauso wie ich weiß, dass ich meine vollwertige Ernährung luxeriös auf dem Rücken der Zivilisationskostesser austrage: Würden alle Menschen, sei es auch nur in Deutschland, sich ausschließlich der Roh- und Vollwertkost verschreiben, würden wir in vielen Dingen sehr viel bescheidener werden müssen, denn dass die Lebensmittelindustrie Arbeitsplätze als Argumente anführt, ist ja nicht völlig verkehrt. Und wir können nicht alle Arbeitsplätze, die dann dort entfallen würden, in die ökologische Landwirtschaft umlenken. Erstens wollen nicht alle Menschen dort arbeiten und zweitens ist dort auch nicht genug Platz.

Manche Gedanken kann ich einfach nicht konsequent zu Ende denken, nur erahnen, was ihre Konsequenz bedeuten würde. Dafür war das Foto wieder einmal ein Anstoß. Und – last but not least – eine feine Entschuldigung, auch diesen Sommer (äh wen???) ohne Blüten auf dem Kuchen zu bleiben.

Da ich das Copyright zu schätzen weiß, wollte ich das Foto nicht einfach übernehmen. sondern habe mir sagen lassen, von wo es stammt. Ich habe mit dem Geschäftsführer von http://www.naturladen-online.de/ Kontakt aufgenommen und gefragt, ob ich es in diesen Artikel einbinden kann. Gar kein Problem. Und ein netter kleiner Mailaustausch. Auch das ist schön – über sachliche Dinge spinnen sich unsichtbare Netze, die man vielleicht nie wieder braucht, die aber das Leben bereichern. Ein kleiner Blick in den Laden und seinen Hintergrund lohnt!

Alles hat ein Ende, nur die Grillwurst hat zwei

Kommentar vom 23. Juni 2010: Wilde Würstchen

„Wildkräuter in die Grillwurst“ lautete am Samstag die Überschrift zu einem kleinen Artikel in der Tageszeitung. Es gibt hier ganz bei mir in der Nähe ein Restaurant, so ein „Edelteil“. Essen war ich dort noch nie, auch nicht in der Vor-Vollwertzeit, da mir das Essen einfach zu teuer ist. Da habe ich eine bestimmte Grenze, über der ich immer finde: Leckerer als lecker kann ein Essen nicht schmecken, warum also horrende Summen hinlegen?

Das Restaurant ist hier vor Ort „hip“. Klar, bei den Preisen. Immer wieder schaffen die Betreiber es auch, kleine Artikel in der Zeitung zu lancieren. Es sei ihnen gegönnt.

Was mich daran reizt ist, dass jetzt Wildkräuter offenbar modern sind. Nachdem jeder, der essensmäßig vorne weg sein wollte, die besten Rohkostrestaurants in Deutschland aufzählen können musste, hat es jetzt offensichtlich die Wildkräuter erwischt. Es ist ja immer faszinierend, wie die Mode etwas Gutes aufnimmt und es solange breit prügelt, bis das Gute daran völlig in den Hintergrund getreten ist. So sehe ich das eben auch hier. Wo ist der Sinn eines Wildkrauts, wenn ich es in eine fiese Grillwurst stopfe? Aber HALT!! Fleischermeister Marcus Weber und Sterne-Koch Ulrich Heldmann haben ja eine besondere (!) Grillwurst entwickelt. Für 200 Bratwürste, so berichtet Heldmann hier, sammele er einen großen Korb voll Wildkräuter. Und saisonal denkt er auch noch: „Da diese Kräuter nur in den Monaten Juni und Juli ihren Geschmack voll entfalten können, wird es die Bergischen Wildkräuter-Griller auch nur in diesen Monaten zu kaufen geben.“

Potzblitz, schnell noch eine Idee aus der Bioecke geklaut: Jeder hat ja schon mal gehört, dass „regional“ angesagt ist. Also zwischen meinen frisch aus Ägypten eingeflogenen Kartöffelchen und den köstlichen Mangos aus Thailand liegen ja sicherlich ein paar heimische Wildkräuter?

Dann ist die Wurst ja überhaupt toll. Die beiden Erfinder dieser Wurst haben wirklich Foodwatch gut abgeklappert: die Wurst ist fettarm, enthält keine Geschmacksverstärker und ist unter anderem mit Steinsalz gewürzt.

Ja, ich bitte euch – wer wird denn da nicht mit großem Appetit und gutem Gewissen zu dieser tollen Wurst greifen?

Vermutlich bin ich die einzige, die sich da enthält. Mich interessiert ja nicht immer nur, was NICHT in so einer Wurst ist, sondern WAS drin ist. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Wildkräutermix von 20 Pflanzen den (Ekel)Geschmack von Wurst noch überdecken kann. Interessanterweise auch kein Wort zum Fleisch, aus dem diese Wurst gemacht wird. Ist da überhaupt Fleisch drin? Und welche Qualität hat das Fleisch, waren es glückliche Tiere, die hier vergemeinschaftet mit Kräutern verwurstelt wurden?

Ich finde es immer spannend zu sehen, wann wieder ein wirklich wichtiges Thema vom Mainstream aufgegriffen wird, um es für reine Werbezwecke zu vermarkten. Wie wär’s eigentlich mal mit Algen on the Rocks? Braunhirse-Erdbeerköpfchen auf Rotalgensorbet? Keine Sorge, kommt alles noch. Spätestens, wenn Herr Heldmann diesen Blog lesen sollte 😉

Wildkräuter für jeden

Kommentar vom 21. April 2010: „Noch einmal Wildkräuter“

Angeregt durch die Gastbeiträge zu Wildkräutern und essbaren Blüten ließ mich das Thema irgendwie nicht mehr los. Da ich aber außer Löwenzahn kein Kraut vom anderen unterscheiden kann, ist es mir zu riskant auf die „Jagd“ zu gehen. Außerdem wohne ich ja mitten in der Stadt, da gibt es außer meinem eigenen wildwuchsigen Garten keine Möglichkeiten. Da traf es sich gut, dass mir eine sehr nette Leserin 🙂 einen dicken Umschlag mit Unterlagen von der Rohvolution übersandt hatte. Darunter auch ein Blatt mit Infos über einen Wildkräuterversand. Ich habe mir die Homepage http://www.wilde-7.de angeschaut, die gefiel mir gut. Ende letzter Woche habe ich mir für den 20. April (Dienstag ist einer der Liefertage) eine Schnupperkiste bestellt.

Dieser Versand ist eine tolle Möglichkeit für Leute, die sich risikolos in die Wildkräuterwelt einlassen wollen und/oder so wohnen, dass ohne größere Umwege keine sauberen Kräuter erhältlich sind. Der Service ist flott und freundlich, die Verpackung ist sehr gut. Auch wenn die Rezepte auf der Seite nicht 100% vollwertig sind, habe ich ein paar sehr interessante Anregungen gefunden. Eine einfache Schnupperkiste mit 100 g kostet 4 Euro plus 5 Euro Versand. Angesichts der vielen Arbeit, die dahinter steckt, finde ich das fair. Für einen Aufpreis von 1 Euro gibt es sogar noch Blüten dazu. Verschickt wird montags und mittwochs. Es gibt auch ein Abo und ein Abo mit Unterstützung der Aktion.

Die spannende Frage war nun: Wie kommen Wildkräuter einen Tag nach der Ernte bei mir an? Schon völlig ausgetrocknet? Gestern Vormittag kam die Lieferung in einem kleinen quadratischen Karton. In dem Karton eine dünne Plastiktüte, gefüllt mit einer Kräutermischung. Außen auf der Plastiktüte ein Aufkleber, welche Kräuter dabei sind. Wobei mir das wenig nützt – als Großstadtmensch kenne ich außer Löwenzahn und Bärlauch keine dieser Pflanzen vom Aussehen. 100 g Wildkräuter sind eine ganze Menge, das kann ich kaum an einem Tag verwerten. Wie soll ich die aufbewahren? Ich schrieb also gestern Nachmittag eine kleine Email und fragte nach Identifizierung und bester Aufbewahrung – und abends schon kam die freundliche Antwort. Toller Service!

Sie können die Kräuter entweder in der Tüte lassen – dann am besten mit genug Luft drin wieder zuknoten – oder in eine Schüssel geben mit feuchtem Tuch drüber oder in ein feuchtes Tuch wickeln. Wir lassen sie meist einfach in der Tüte, wie oben beschrieben. Die Kräuter dürfen halt nicht austrocknen und die Tüte sollte nicht zu eng an den Kräutern kleben.
Auf unserer Webseite haben wir unter „Angebot“ zu jedem Kraut, das wir versenden, auch ein Foto. Anders können wir Ihnen leider nicht „helfen“ beim Identifizieren.
Viel Freude mit unseren frischen Kräutern
wünscht
Jörg Zimmermann

Da ich die Mail vor dem Abendessen nicht mehr gesehen hatte, habe ich die ganzen 100 g gestern verarbeitet. Ich war ja sehr kritisch, und die zwei schwarzen Ameisen, die mir entgegenkamen, haben mich schon ein wenig Kraft gekostet (ich bin da etwas sehr großstädtisch, räusper). Ich habe sehr sorgfältig gewaschen, jedes Blatt einzeln, ich denke, das muss wohl sein. Andererseits ist das ja ein sehr gutes Zeichen, dass es sich wirklich um wilde Kräuter handelt. Gestern gab es also:

Spitzkohlsalat mit Wildkräutern (Rezept am Freitag, 23. April 2010, auf meiner Homepage)
Kartoffel-Kichererbsenpüree mit Zwiebel-Wildkräutersoße (Rezept am Samstag, 24. April 2010, auf meiner Homepage)

Den Rest habe ich in ein Rhabarber-Wildkräuter-Pesto verarbeitet:

Zutaten:
50 g Mandeln
60 g Rhabarber
1 EL Salz
70 g gemischte Wildkräuter
50 g Sonnenblumenöl

Zubereitung:
Herstellung im Thermomix. Da die Menge relativ klein ist, dürfte das auch in einem kleinen oder großen Mixer oder der Küchenmaschine gehen.
Kräuter gründlich waschen und abtropfen lassen. Alle Zutaten bis auf das Öl in den Thermomix geben, auf Stufe 4 und ansteigend bis 6 schlagen. Öl hinzugeben und weiter zerkleinern. Die Nüsse bleiben etwas grob (wer sie feiner möchte, muss sie vorher fein mahlen).
In kleine Gläser geben. Oberfläche mit Öl begießen. Im Kühlschrank aufbewahren. Das Pesto ist relativ flüssig.

Da ich schon mal Löwenzahn gegessen habe, rechnete ich damit, dass das nun ziemlich bitter ist. Und war es das? Nein, überhaupt nicht. Es hat einfach lecker geschmeckt. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich überwältigt war, weil es so toll geschmeckt hat, das auch nicht. Das ist wohl eine Sache der Gewohnheit, denke ich, dass ich die Feinheiten erschmecke. Ich fange jetzt erst einmal an, mich mit diesen Wildkräutern vertraut zu machen und schaue dann mal, was ich letztendlich schmecke. Bekannt ist ja, dass sie wirklich sehr viel mehr Vitalstoffe haben. Bin ich satter als sonst? Könnte sein. Könnte aber auch Einbildung sein. Auf jeden Fall werde ich das nun öfter bestellen. Jede Woche wohl kaum, das ist mir zu viel. Aber einmal im Monat gönne ich mir die 9 Euro, um eine Reise in eine neue Welt zu machen!

Einführung in Wildkräuter

Kommentar vom 23. März 2010: „Gastbeitrag: Wildkräuter am Beispiel des Löwenzahns“

Wildkräuter faszinieren mich schon einige Jahre. Im Praxiskurs in Lahnstein konnte ich mich nicht überwinden, die Löwenzahnblüten mitzuessen. Dennoch sage ich mir immer wieder: Da will ich jetzt mal ran! Kleine Experimente mit Pesto habe ich auch schon gemacht. Über eine andere Angelegenheit kam ich mit Frau Edith Kraft in Kontakt, die in echter Eigeninitiative (also auch kein Verlag wie BOD) und mit viel Liebe ein kleines, schönes und sehr informatives Büchlein „Bärenstarke Heilpflanzen: Aus der Schatzkiste der Weisen und Alten und Jungen“ erstellt hat (zu beziehen bei der Autorin (Edith-Kraft@web.de) für 9,50 Euro).

Frau Kraft hat sich für ihren Gastbeitrag den Löwenzahn ausgesucht:

Löwenzahn / Taraxacum officinalis

„Armer gelber Löwenzahn, wirst als Unkraut abgetan. Wärst du rar wie Orchideen, jeder fänd dich wunderschön!“ Wiltrud Eberhardt

Butterblume, Pusteblume, Bettseicher, Kuhblume, Milchstock und und und, – der Löwenzahn hat viele Namen, es gibt aber auch viel Interessantes über ihn zu berichten.

  • Dass er zum Ärger vieler Gärtner überall wächst, ist sicher nichts Neues. Seine Lebenskraft aber ist bewundernswert, – er wächst in Mauerritzen, Steinfugen, auf Äckern und Wiesen, in Wäldern und auf Bergeshöhen.
  • An sonnigen Tagen öffnet der Löwenzahn seine goldgelben Blüten am frühen Morgen, schlechtes Wetter, das möchte er gar nicht, – die Blüten bleiben dann den ganzen Tag geschlossen.
  • Die Indianer waren vom Löwenzahn begeistert, die indische Heilkunst, die Ayuveda, kennt den Löwenzahn: „wo diese herrliche Pflanze wächst, braucht man keinen Ginseng einzuführen!“ So der Begründer der Makrobiotik Georges Ohsawa aus Japan, als er im Schwarzwald eine blühende Löwenzahnwiese sah.

Auch seine Heilkraft ist vielfältig. Er hilft bei:

  • Entzündungen der Harnwege, bei Nierengrieß
  • Magen- und Darmerkrankungen, Verdauungsbeschwerden
  • zur Unterstützung bei chronischen, rheumatischen Beschwerden. Alle Rheumatiker sollten am Ende des Winters eine Löwenzahnkur machen!
  • Hauterkrankungen: unterstützend zur Entgiftung und als Breiumschlag
  • „Der Löwenzahn ist ein Heilmittel für Herz und Sinne“. (W.D.Storl)

Ein Rat aus der Volksmedizin: ”Wer die ersten drei Löwenzahnblüten verschluckt, die er im Frühling entdeckt, der bleibt das ganze Jahr gesund”. Dass man den Löwenzahn mit Blüte, Blatt und Stängel essen kann, ist kein Märchen, ja sogar aus der Wurzel kann man Kaffee zubereiten. Bei der Zubereitung gibt es so viele Möglichkeiten! Entdecken Sie die Vielfalt dieser Pflanze:

  • Als Salat: gemischt mit anderen Blattsalaten oder Kartoffelsalat, mit einem, evtl. honiggesüßten, Dressing.
  • In der Kräuterlimonade: Zitronenscheiben, Apfelscheiben, ein paar Rosinen, ein Stückchen Zimt- und oder Vanillestange, einige ausgezupfte Löwenzahnblüten, und wer möchte kann noch 1-2 junge hellgrüne Fichtenspitzen dazugeben, mit Wasser auffüllen 2-3 Std stehen lassen. In einer Glaskaraffe serviert nicht nur ein Durstlöscher, sondern auch ein Hingucker!
  • Wie Spinat zubereitet, evtl. mit Sahne verfeinern
  • Löwenzahnknospen in Butter dünsten und mit Kräutersalz würzen, einfach köstlich!
  • Kurz vor dem Servieren: fein geschnittene Blätter, kleine Knospen, einige ausgezupfte Blüten, machen jede Suppe, jedes Gemüsegericht zu einem Genuss.
  • Und Löwenzahntee, Löwenzahnschnaps, Löwenzahn im Honig Löwenzahn in….!

Sind Sie neugierig geworden? Ich würde mich sehr freuen, wenn ich den Löwenzahnvirus verbreiten könnte und sich viele Menschen damit infizieren würden.

Zum Schluss noch eine kleine Geschichte zum Nachdenken: http://www.zeitzuleben.de/artikel/geschichten/loewenzahn.html