Xylitol – Fortsetzung vom letzten Jahr

8. Juni 2015: Xylit – Xylitol: Der Selbstversuch

Ende November habe ich angefangen, einen Selbstversuch mit Xylitol zu starten, ich berichtete davon (hier): Dreimal täglich habe ich gründlich mit Xylitol gespült. Nun sind 6 Monate vergangen und ich kann mir ein Urteil darüber erlauben, was ich von Xylit halte.

Die Zähne waren sehr glatt, ohne Frage. Ich hatte den Eindruck, dass meine Zähne an ihrer empfindlichsten Stelle nicht mehr so leicht schmerzten, aber es war nicht völlig weg. Eine Weile hatte ich auch geglaubt, die Demineralisation an meinen oberen rechten Zähnen sei geringer geworden, dieser Trend setzte sich nicht fort, wenn er nicht überhaupt positiver Tagtraum war.

Vor ein paar Wochen nun bekam ich untypische Schmerzen an den Backenzähnen rechts unten. Die waren teils sehr unangenehm und ich begann doch, mir Sorgen wegen Karies zu machen. So habe ich dann für den 20. Mai noch schnell einen Nottermin wahrgenommen, bevor ich ein paar Tage wegfahren wollte. Eine neue Zahnärztin, die auf Anhieb einen sehr ruhigen (nicht 1000 Patienten) und kompetenten Eindruck machte. Sie hat sich u.a. die Zähne sorgfältig angesehen, eine Vitalitätsprüfung (Prüfung auf Empfindlichkeit / Leben der Zähne) gemacht und eine Röntgenaufnahme anfertigen lassen. Ergebnis: An den Zähnen selbst ist nichts (ein Stein plumpste mir vom Herzelein), aber ich habe eine chronische Zahnfleischentzündung. Das war ein Schock. Meine beiden Eltern und meine ältere Schwester hatten schwer Last mit Paradontose und ich habe immer alle Zahnärzte regelmäßig darauf angesprochen. Der vorige Arzt hat zwar auf die Bedeutung der professionellen Zahnpflege und Zahnpflege mit Zahnzwischenraumbürstchen etc. hingewiesen, aber nie erwähnt, dass ich da Probleme habe. Schon mal wieder eine große Enttäuschung in Sachen Arzt.

Ich habe nun die neue Ärztin auf die Zahnfleischentzündung angesprochen, wie das denn sein könne, ich würde doch seit längerem mit Xylit spülen. Pluspunkt für die Frau: Sie schlug schon mal nicht die Hände über dem Kopf zusammen. Xylitol, so erläuterte sie mir, hat eine gewisse Antikarieswirkung, aber auf Zahnstein und Parodontose überhaupt nicht, da helfe nur mechanisches Vorgehen. Sie empfahl mir noch einmal dringend die Zahnzwischenraumbürstchen und Zahnseide, außerdem das Elmex Gel. Ja, ich weiß, das ist mit Fluor… aber mir bedeuten meine Zähne sehr viel, und wenn selbst Ernährung und alle anderen Methoden nicht helfen, greife ich eben auch dazu.

Ein Urteil darüber, warum andere Menschen unter Xylitol wahre Wundergeschehnisse berichten, maße ich mir nicht an. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich leider nur berichten, dass in meinem Fall die Schulmedizin offenbar Recht hat, auch wenn mir das nicht gefällt 😉 Wenn meine Vorräte aufgebraucht sind, werde ich die Xylitol-Behandlung beenden.

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Xylit – Ein Selbstversuch

1. Dez. 2015: Birkenzucker und Zähne

Vor einer Weile verfolgte ich im Mainzer Forum mit Interesse einen Austausch über Zahnprobleme, u.a. Zahnerosion. Zahnerosion bedeutet, dass der Zahnschmelz sich von den Zähnen löst und dementsprechend die Zähne superempfindlich werden. Ich selbst habe seit längerem Probleme mit Verringerung des Zahnschmelzes, im Mai 2013 empfahl mir der Zahnarzt Spülung mit fluorhaltigem Mundwasser, ich berichtete darüber. Das hat zwar die Erosionen nicht beseitigt, aber den Zustand erträglich gemacht. Mittlerweile ist das bei mir aber soweit fortgeschritten, dass es an den rechten oberen Backenzähnen von außen sichtbar ist. Der Zahnarzt kam mit den üblichen Dingen – keine Bonbons kauen (haha), keine gezuckerten Säfte oder Softdrinks trinken (haha), nicht zu viel saures Obst essen (ich esse meist Obst nur im FKG, also ebenfalls haha), keinen Wein (hahahaha, ich habe noch nie Wein getrunken). Die letzte Erklärung war dann: Stress. Okay, ich hatte in diesem Jahr sehr viel Stress, aber so richtig helfen tut mir das auch nicht.

Die Frau, die nach (vollwertiger) Hilfe für dieses Problem suchte, bekam eine Antwort, die mich aufhorchen ließ: Spülen mit Xylit (Birkenzucker, Birkengold, Xylitol). Die Kommentatorin, die diese „Behandlung“ empfiehlt ist auch eine mir bekannte Leserin meines Blogs. Natürlich wurde im Forum Xylit abgelehnt, aber B. schrieb, man solle den Birkenzucker ja nicht essen, sondern damit spülen. Und ihre über mehr als 30 Jahre währende Paradentose sei damit verschwunden. Und es sei auch gut bei Zahnerosion. Das ließ mich dann doch die Möglichkeit nochmals überdenken.

Ich habe natürlich vorher auch schon von Xylit gelesen, es aber als Industrieprodukt abgelehnt, wie ich es in der Ernährung auch nach wie vor tue. Dass man es einfach als Zahnbehandlung verwendet – auf die Idee bin ich irgendwie nicht gekommen. Ich habe B. direkt angeschrieben, weil ich wissen wollte, ob ich das nach oder vor dem Zähneputzen anwenden sollte. Sie antwortete ausführlich und schnell. Noch am selben Tag bestellte ich mir 400 g. Meist wird die Substanz in größeren Mengen angeboten – aber bei 1,5 TL Verbrauch am Tag reicht das für einen Versuch ja aus. Wenn ich mir für 8 Euro verteilt über mehrere Monate bessere Zahngesundheit erkaufen kann – da ist das einen Versuch wert!

Ich werde darüber berichten, ist ja klar 🙂

Nachtrag zur Anwendung:

Ich spüle 3 x pro Tag 1 knappen TL Birkenzucker im Mund, 3-5 Min. lang. Abends nach dem Zähneputzen, sonst nach dem Essen (aber nicht direkt). Durch den ganzen Mund führen und wie beim Ölziehen die gelösten Kristalle durch die Zähne ziehen. Da sie sich im Mund wie Zuckerkristalle anfühlen, ist das für Vollwertler gewöhnungsbedürftig. Nicht nachspülen mit Wasser. Bisschen schlucken schadet nicht – ist ja nicht wirklich giftig.