YouTube nervt

Kaum noch können wir etwas in YouTube ansehen, ohne dass ständig Werbung dazwischen läuft. Ich habe letztlich eine Serie gucken wollen. Da war die Werbung nicht nur am Anfang, sondern zwei oder drei Male auch noch mitten im Video. Also wirklich mitten drin, nicht mal ordentlich geschnitten.

Dann wollte ich die alten Folgen der Serie „In aller Freundschaft“ sehen (herrlich um dabei zu stricken oder häkeln!). Auf YouTube? Nur Quälerei. Dann führte mich ein Link zu Dailymotion.

Keine Werbung zwischendurch. Und was ich leider erst in der 3. Staffel gemerkt habe: Derjenige, der die ganzen alten Folgen eingestellt hat, hat für jede Staffel eine Playlist erstellt. Also kann ich ohne Unterbrechung handarbeiten. 🙂

Ich weiß nicht, was es sonst noch so auf Dailymotion gibt und ich verstehe nicht, warum alle Welt sich immer auf das „verwerbte“ YouTube stürzt. Übrigens: Meine Videos könnt Ihr, wie ich von einer Freundin erfahren habe, immer noch werbefrei sehen. Weil ich kein Geld damit verdienen will.

Schaut doch mal bei Dailymotion vorbei, vielleicht findet Ihr auch etwas, das Ihr schon lange mal wieder sehen wolltet:

https://www.dailymotion.com/de

Google sackt ein

1. März 2014: Wie Google u.a. Geld verdient

Seit YouTube von Google übernommen wurde, nervt es mich. Ständig muss ich aufpassen, dass ich nicht in Google+ Kreisen lande. Ich will in kein soziales Netzwerk, Xing reicht mir.

Schon früher nervte YouTube mich. Sie fanden Urheberrechtsverletzungen. Was sie fanden, waren Musikhintergründe. Es handelte sich dabei stets um Songs oder Stücke, die ich geschenkt bekommen habe. Mit dem Erwerb meines ersten Sony-Camcorders bekam ich nämlich die Erlaubnis, 100 MP3-Dateien für die private Nutzung herunterzuladen, was ich auch getan habe. Diese Songs wurden dann in Videos als Urheberrechtsverletzungen angemahnt. Gegen solche Vorwürfe kann man sich wehren, ich hatte da auch schon einen Standardtext, den ich immer eingab. Anfangs wurde das auch immer anerkannt.

Solange das „Verfahren“ läuft, setzte YouTube Werbung zu meinen Videos. Oho, nein, das will ich nicht! Die paar Tage, wo das Verfahren lief, habe ich das zähneknirschend hingenommen.

Dann übernahm Google die YouTube-Plattform. Die Vorwürfe der Urheberrechtsverletzungen mehrten sich, mein Hinweis auf die Sony-Geschenke wurde nicht mehr anerkannt. Aber nach wie vor wurde mir gnädig erlaubt, die Filme stehen zu lassen, halt mit ein bisserl Werbung drum herum. Da es sich nie um Rezeptvideos handelt, fing ich an die entsprechenden Videos zu löschen. Es gibt auch die Möglichkeit, den eigenen Soundtrack zu entfernen, und eine von YouTube genehmigte Melodei unterzulegen. Das habe ich bei einem Video mal versucht. Ging leider nicht: Zu viele Leute hatten das Video schon angeschaut, dann darf es nicht mehr geändert werden. Aber gelöscht werden darf es noch…. also weg damit.

Die größte Frechheit entdeckte ich aber jetzt vor wenigen Tagen. Ich sah mir das angemeckerte Video an, es war ein Film über den Weihnachtsmarkt in Remscheid. Komische Musik, dachte ich nach den ersten Sekunden, da hätte ich doch sicher was Stimmungsvolleres zu gewählt? Dann fiel es mir ein: Das Original-Video war auch kritisiert worden, also hatte ich eine der YouTube-eigenen Songs unterlegt. Und der wurde mir jetzt als Urheberrechtsverletzung vorgeworfen.

Das macht mich sprachlos. Das hat doch Methode …. und die Werbung sprießt. Aber solange ich es beeinflussen kann: nicht auf meinen Filmen! Zwar war auch dies ein beliebter Film, aber die Menschheit wird sich auch ohne meinen Film über den Remscheider Weihnachtsmarkt weiter entwickeln 😉 Weg damit, gelöscht.

Wüsste ich nicht, dass meine Rezeptfilme für viele Menschen wirklich wichtig sind, ich würde meinen ganzen Kanal löschen. Ich habe mittlerweile über 3100 Abonnenten (obwohl ich auch in YouTube bekannt gegeben habe, dass ich nichts Neues mehr mache), mein meistgesehenster Film („Ein Gespräch unter zwei Katzen, die sich nicht kennen“) war am 1. März (heute) 556.553 mal, mein beliebtester Rezeptfilm („Sauerteig selbst herstellen“) am selben Tag 216.748 mal angeschaut worden, insgesamt verzeichnete ich heute mehr als 2 Millionen Aufrufe, ja fast 3 Millionen Aufrufe (genau 2.875.410!). Das mag ich nicht einfach unter den Tisch fallen lassen…. es sei denn, YouTube / Google wird eines Tages noch dreister. Dann suche ich mir für die Rezeptvideos eine andere Plattform.

Kommentarfunktion in YouTube

16. August 2013: Ich kenne da drei Vollwertler…

Es gibt Dinge, die bin ich einfach Leid zu hören. Ich denke, dass ich – direkt und indirekt – recht viele Vollwertler kenne. Und ich kenne ein wenig die Menschen.

Was ich besonders liebe, sind Argumente wie: „Also ich kenne 20 Vollwertler, die Schnitzerkost leben und zusätzlich Vitamin B12 einnehmen….“.

Was interessiert mich das? Es interessiert mich nicht. Papier ist geduldig, die Tastatur ebenfalls. Nicht jeder ist so exakt in einer Diskussion, wie ich mir das wünsche. Da passieren plötzlich Wunder: Vollwertler bekommen Rheuma oder schwerste Allergien, Mixer wie der Magic Maxx sind plötzlich in der Lage, schönstes Nussmus herzustellen und selbstverständlich kann ich auch mit einer Billigküchenmaschine ohne Sahne usw. köstlichstes cremiges Eis herstellen, ach nein, ein Vitamix ist dafür nicht nötig. Manch einer liebt nämlich einen angeblichen Sieg in einer Diskussion mehr als die Wahrheit. Ich liebe Diskussionen überhaupt nicht. Ich höre gerne zu, ich lerne gerne, ich tausche mich gerne aus. Ich habe Null Ehrgeiz, eine Diskussion „zu gewinnen“. Ich fand Gelabere um des Gelaberes Willen in der Schule schon eine unausstehliche Zeitverschwendung.

Mich langweilt das. Und meine Geduld, mich in solche Diskussionen einzulassen, wird immer kleiner. Als vor einer Weile wieder so eine Diskussion in YouTube losging, habe ich einfach die Kommentarfunktion deaktiviert. Früher habe ich das gemieden, aber da habe ich meine Meinung geändert. Sollen doch diese Leute ihre eigenen Videos machen, wo sie ihre unausgegorenen Weisheiten verbreiten, da muss ich mir den Mist nicht ansehen und anhören :mrgreen:

Da leiden plötzlich Schnitzler-Köstler und Brukerianer an Vitamin B12-Mangel und anderen Mängeln? Ja und? Weiß ich, ob das stimmt? Weiß ich, ob die sich konsequent daran halten? Wir hatten hier vor einer Weile das Thema von den Menschen, die alle ja so gesund leben, dass man sich wundert, dass überhaupt noch Zucker verkauft wird. Ich weiß natürlich auch, dass die Vollwerternährung kein Garant für Gesundheit ist, aber es ist ganz normal, dass ich nachhake, wenn jemand sagt „Also ich lebe wirklich tiereiweißfrei und habe drei Allergien“. Horche ich nach, ist das vielleicht eine Mutter, die ihre Kinder ganz „normal“ ernährt. Ach und da isst sie nie einen Rest? Nix gegen Mütter…. nur so als Beispiel.

Es gibt Zeiten für Märchen. Dann bitte oben dick „Märchen“ drüber schreiben. Mündliche Überlieferungen werden zu Sagen und Märchen, es gibt auch moderne Märchen. Solange das Schild „Märchen“ dran klebt, ist das völlig in Ordnung. Mir aber die Zeit damit zu stehlen….. ist nicht egal.

Meine Stimme ist zu laut, zu scheußlich, ich spreche zu schnell, zu langsam, meine Brote sind (dieser Kommentar kommt meist von Bäckern) völlig unmöglich und ich leide unter Geschmacksverwirrung, dass ich die lecker finde, ich nehme die falschen Küchenutensilien, zu viele Maschinen, zu viel Plastik, „ey du A…., alles Sch…, was du hier produzierst“, ich habe von nix Ahnung, rede nur Stuss… die Reihe ließe sich locker fortsetzen.

Ich weiß mittlerweile, dass ich genug Rückendeckung habe, um die Zeit lieber mit wichtigen Dingen zu verbringen … dies also einige Monate nachträglich als Erklärung für die Deaktivierung der Kommentarfunktion in YouTube: Bei den meisten meiner Filme müssen Kommentare jetzt von mir erst genehmigt werden, bevor sie erscheinen.

Ich darf der Vollwertkost nicht schaden!

16. März 2013: Ich brauche meine Webseite nicht

Das wird vermutlich niemanden wundern. Es stimmt, ich brauche meine Webseite nicht, ich kann auch ohne die Seite lecker kochen 🙂 Es gibt auch immer wieder Kritik an der Seite, die mich gelegentlich überlegen lässt, ob ich sie nicht einfach platt machen soll. Vor ein paar Jahren gab es Besserwisser, die fanden, dass das Design meiner Website nicht „zeitgemäß“ ist. Stimmt, meine Webseite sieht nicht aus wie 1000 andere und hat somit einen Wiedererkennungswert 😉 Mag sein, dass sie nicht den modernen Stilrichtungen entspricht. Dafür ist sie klar aufgebaut und Leser finden sich recht schnell zurecht.

Nachdem nun diese Welle vorbeigerollt ist, gibt’s jetzt was Neues. Meine Fotos sind nicht gut genug, ja, förmlich abschreckend. Wie bitte? Das ist mir ganz neu, eigentlich habe ich bisher eher gehört, dass die Leute erleichtert sind, dass ich normales Essen zeige, so wie es in der eigenen Küche auch aussieht. Aber das scheint sich geändert zu haben. In YouTube kenne ich schon diese ungezogenen Kommentare – anders kann ich das nicht nennen -, wenn ich einen Eintopf zeige. Ein Eintopf ist ein Eintopf und kein Kunstwerk. Und wer nur steril aufgebaute Burger-Optik und Zeitschriftenfotos kennt, mag das unappetitlich finden. Mein Problem ist das nicht.

Vor einigen Tagen bekam ich nun die besorgte Mail eines Lesers. Er möge mir verzeihen, dass ich das hier öffentlich anspreche. Er schrieb mir, dass er zwar gerne meine Seite empfehlen würde, aber die Fotos und auch Videos seien teils so gematscht und unappetitlich und würden Vollwertvorurteile verstärken, dass Freunde, denen er die Seite empfiehlt, erschreckt zurückwichen. Einige Fotos in der Rubrikenübersicht hatte er noch einzeln kommentiert. Ich habe mir das nicht durchgelesen, auch das möge dieser Leser mir verzeihen. Mich interessiert das nämlich nicht. Ich gebe hier einfach einmal meine Antwort wieder:

„wem die Fotos auf meiner Webseite nicht gefallen, dem empfehle ich meine beiden neusten Bücher „Immer öfter vegetarisch“ und „Indisch inspiriert“. Das ist kein geschenkter Gaul, und deshalb haben auch die Fotos eine andere Qualität.

Die Fotos auf meiner Webseite sind parallel zu täglichem Kochen entstanden. Wer JEDEN Tage Rezepte ersinnt und dann umsonst veröffentlicht und dann fotografische Ergebnisse erzielt, die Profi-Eindruck hinterlassen, vor dem verbeuge ich mich 😉

Vielen Dank für die Mühe, die sie sich gemacht haben. Ich fürchte nur, Sie werden Ihre Bekannten weiter erschrecken lassen müssen, denn die Webseite ist abgeschlossen. Wer soweit vom Essen entfernt ist, dass er nicht mehr weiß, wie Essen in der Küche aussieht und nur noch Fotos akzeptiert, die einem modischen Trend entsprechen, ist einfach noch nicht soweit, dass er von meiner Seite profitieren kann. Essen, das nicht vollwertig erstellt wird, sieht in der normalen Küche übrigens auch nicht anders aus. Ich bekomme auch häufig positiv Feedback dafür, dass endlich mal Fotos von echtem Essen zu sehen sind und nicht aufgeschönte, stundenlang gestylte Dinge. So unterschiedlich können Menschen eben empfinden.

Womit ich den Eindruck Ihrer Bekannten nicht vom Tisch wischen will. Ich kann es nicht allen recht machen und der Wichtigste, dem ich es recht machen möchte, bin ich selbst :-)“

Ich habe auch jetzt einen ähnlichen Passus auf meine Webseite gesetzt, für Neuankömmlinge und Kritiker (hier). Ja, Kritisieren ist fein und wenn ich dann nicht auf die Knie falle vor Dankbarkeit für die konstruktiven Vorschläge, bin ich vermutlich ein schlechter Mensch. Nein, ich bin ein Mensch, der sich seiner Leistungen durchaus bewusst bin. Ich weiß, was ich in mehr als 10 Jahren aufgebaut habe. Und wem das nicht gefällt: Ganz, ganz ehrlich – mir ist das egal. Mag sein, dass ich den Blick für die Realität verloren habe und meine Webseite eher Abschreckung als Verlockung geworden ist?

Da gibt es für mich eine einfache Lösung: Ich lösche die Seite und auch die Filme. Bitte nicht falsch verstehen, ich meine das nicht als Trotzreaktion! Denn ich möchte der Vollwert natürlich nicht schaden, nur weil ich finde, ich habe als Einzelner eine hervorragende Arbeit geleistet, die mir erst einmal jemand – vor allem von der Kritikerseite – nachmachen möchte. Aber wirklich, ohne Ironie: Wenn Ihr meint, mittlerweile hat sich das geändert und Videos und Webseite sind nicht mehr geeignet,  Leser zu faszinieren, sagt es mir ehrlich. Ich werde nichts an der Webseite ändern, keine Filme neu drehen, keine einzelnen Videos oder einzelnen Bilder ändern oder ausgewählt herausnehmen. Das kann keiner von mir erwarten, acht Jahre meines Freizeitlebens reichen als Anstrengung. Ich bin aber durchaus bereit, den Schaden zu verringern, indem ich die Webseite lösche und auch die Videos.

Die Vollwerternährung soll erfolgreich sein, nicht meine Webseite. Der Vollwertsache schaden möchte ich auch auf keinen Fall. Gerne trete ich zurück, denn  das Thema „Vollwert“ ist weder mein Lebensinhalt noch lebe ich  für die Vollwert. Ich begeistere mich dafür und lasse gerne andere an meiner Begeisterung teilhaben, das ist alles und das war mein Ziel. Aber mich modischen Trends hingeben oder noch weitere kostenlose Arbeit in die abgeschlossene Webseite stecken, nein, liebe Kritiker, verbiegen werde ich mich nicht.

Schaden meine Webseite und meine Videos der Vollwert?

Anonym ist einfach

1. Oktober 2012: Ketzerisches zur Anonymität im Internet

Ich bin gegen Anonymität im Internet. Da kommt dann als Argument gerne: Ja, aber dann kann niemand mehr in totalitären Staaten seine Meinung sagen… Wir leben in Deutschland aber nicht in einem totalitären Staat. Und wer hier Angst hat, mit seinem Namen etwas zu veröffentlichen, weil der Arbeitgeber das vielleicht lesen könnte, sollte sich lieber einmal überlegen, ob er dann nicht besser überhaupt den Mund hält. Ich überlege mir jeden Satz, den ich schreibe, denn ich bin identifizierbar. Und stört mich das? Nein, es macht mich verantwortlich für das, was ich schreibe. Es bringt mich auch dazu, über manche Dinge nochmals nachzudenken, statt einfach irgendwelche wüsten Behauptungen aufzustellen. Gerade im Umgang mit meinem ehemaligen Aquion-Wasser-Zubereiter von Salux bin ich im Rückblick dankbar dafür, dass ich nicht anonym bin – es zwang mich quasi zur sachlichen Darstellung, statt Beschuldigungen zu verbreiten. Damit fühle ich mich auch viel besser, denn alles, was ich dazu schreibe, kann ich hieb- und stichfest belegen. Daher gehe ich auch davon aus, dass es für meine Leser überzeugender ist, als wenn ich meinen Wortschatz in die deftige Ecke verlege.

Auf Blogs muss man sich anmelden, um Kommentare schreiben zu können, so auch auf diesem Blog. Das geht völlig anonym, was früher einige Schreiberlinge ausnutzten, die wussten – einmal ein Kommentar freigeschaltet, können sie ungehindert schreiben, was sie wollen, zumindest bis ich es lese. Interessant ist auch, dass die Email-Adressen und Namen umso anonymer sind, je aggressiver der Auftritt. Die Frage, die sich mir stellt: Nutzt da jemand seine Anonymität, um Schläge auszuteilen oder macht die Anonymität so aggressiv? Mittlerweile veröffentliche ich diese Kommentare nicht mehr – und siehe da, heutzutage gibt es kaum noch Versuche dieser Art. Zufall?

Ich beobachte diese Tendenzen auch anderswo. In YouTube ist das besonders ausgereift, da „pinkeln“ die Leute mich vorwurfsvoll an, und wenn ich genauso zurückpfeiffe, heißt es: „Was bist du so pampig? War doch nicht bös gemeint.“ Nee? Da sollten die Leut‘ vielleicht ERST denken und dann schreiben. Auch in anderen Blogs und Foren beobachte ich es immer wieder. Der Mantel der Anonymität lässt häufig nicht nur die Höflichkeit unter den Tisch fallen, sondern setzt auch Verbalaggressionen und eine Wortauswahl frei, die ich unangenehm finde. Ich frage mich dann immer: Ihr, die Ihr dort so groß das Maul aufreißt, würdet Ihr euch überhaupt noch zu was trauen, wenn Ihr uns im Leben gegenüberstündet?

Mich erinnert das an meine länger zurückliegenden Chat-Zeiten im damaligen AOL. Ich habe da eine Menge Leute kennengelernt, es war eine interessante Zeit. Ich habe viele Chatter auch „live“ getroffen. Nach einer Weile habe ich gewarnt: „Vorsicht, ich bin im richtigen Leben genauso wie hier im Chat!“ Das war durchaus begründet, denn wie oft ist es mir passiert, dass die Chatter mit der größten Klappe online …. im Café völlig verstummten und ich den Alleinunterhalter mimen durfte 🙂

Gerade für Blog-Betreiber finde ich es völlig richtig, dass ein Impressum vorhanden ist, indem ich die echte Person erkenne. Bei Kommentaren mag das noch anders sein. Heute wird gerne die mangelnde Zivilcourage gemängelt. Wo ist die Zivilcourage, wenn ich aus einem anonymen Blog in alle Welt spucke?

Es YouTubelt

Kommentar vom 19. Oktober 2011: YouTube

Ein Leser, der selbst einen Blog führt, fragte mich letztlich, warum ich so selten YouTube-Videos zeige, ob das ein Problem meines Konzepts oder der Technik sei. Ich enschied mich an diesem Tag, mal nicht beleidigt zu sein, weil hier jemand meine technischen Kenntnisse in Zweifel zieht 😉 😉 😉 sondern habe versucht, die Frage zu beantworten.

Mit meiner eigenen Meinung halte ich zurück, wenn ich jetzt die Frage stelle: Wie findet Ihr den Anteil von Filmen hier in diesem Blog – ich meine jetzt nicht meine eigenen Rezept- oder Vollwertecken-Filme, sondern andere Film zu Vollwertthemen, Sketche, Musik usw.

Wollt Ihr hier mehr Videos dieser Art aus YouTube sehen?

Messerschmidt ganz neu

Kommentar vom 23. Juni 2011: Die Firma Messerschmidt in YouTube

Vor einigen Tagen erhielt ich eine „Freundschafteinladung“ der Firma Messerschmidt auf YouTube. Normalerweise nehme ich Freundschaftsangebote an, wenn der Einladende ein Abonnement bei mir hat. Sonst eher nicht, weil das meist kommerziell ist und ich dann mit Werbung überschüttet werde. Auf jeden Fall war die Einladung für mich Anlass, mir die Messerschmidt-Filme einmal anzusehen.

Ich muss dazu vorausschicken, dass ich auch eine Jupiter habe, mit Mahl-, Flock- und Raspelvorsätzen. Für einen Anfänger finde ich die Mühle und den Flocker prima, auf die Dauer habe ich mich dann doch für andere Hersteller entschieden. Vor ein paar Jahren hatte ich mehrmals Kontakt mit der Firma, das war immer sehr erfreulich.

Hat das Management gewechselt? Die Filme sind ja SUPERPEINLICH!

Es handelt sich vorwiegend um reine Werbefilme. Blonde lächelnde Mädchen, glückliche Menschen ums Holzfeuer. Dickes Produkt-Placement von Bionade. Musik aus dem Berieselangebot. Informationswert? Absolut Null. Nicht einmal richtige Infos zu den Produkten, das wäre ja noch etwas! Ich habe dann auch zwei etwas giftige Kommentare hinterlassen, was ich sonst in YouTube unterlasse. Kommerzielle Betreiber müssen das von mir aushalten. Die Rezeptfilme habe ich mir gar nicht mehr angesehen – nette Fleischgerichte. Nee klar, so ein Schinken in Jupiter-geflockter Haferhülle ist sicher köstlich.

Ich verstehe, dass Firmen werben müssen. Ich glaube auch, dass man sich an die Käufer ein wenig anpassen muss, wenn man Bestand haben will. Aber muss man wirklich so weit gehen?

Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen und habe einen dementsprechenden Kommentar unter einen der Filme gesetzt. Was kam von Messerschmidt? Die Behauptung, sie würden in dem Film zeigen wollen, wie man schnell gesund Essen zubereiten kann. Und im Übrigen empfahlen sie mir die Rezepte auf ihrer Website. Lecker, mit Lachs, Speck usw. Ich habe ihnen in einem weiteren Kommentar empfohlen, sich doch bitte erst einmal anzuschauen,WEM sie antworten, bevor sie so einen Satz loslassen. Habe ich doch nur zufällig über 4200 vollwertige Rezepte auf meiner Homepage 😉

Ich liebe praktische Tipps :-)

Kommentar vom 21. September 2009: Mich drückt der Schuh

Beim Kochen lasse ich mich gerne von Rezepten inspirieren. Die Urheber der Rezepte erkennen vielleicht ihr Werk gar nicht mehr in meiner Fassung. Aber um mal wieder kochtechnisch in neuen Bahnen zu denken, ist das Schnuppern in anderer Leute Rezepte immer schön. Besonders gerne schaue ich da auch in Nichtvollwertiges. Da können wir uns nämlich auch häufig Anregungen holen, wie wir mal wieder neuen Schwung in die Vollwertroutine bringen.

Nicht nur bei Rezepten ist der Blick aufs Herkömmliche sinnvoll. Letztlich schickte mir eine nette Email-Bekanntschaft ein Video von YouTube. Der Tipp ist so irre, so einfach, eigentlich so naheliegend … aber da wäre ich nie drauf gekommen. Und angeguckt hätte ich mir das auch nie, weil die Frau, die dort eine Serie produziert, vorwiegend Schminktipps gibt. Ist nicht so ganz mein Thema.

Es ist auf Englisch, aber ich denke, das versteht auch jemand, der in dieser Sprache nicht firm ist. Aber schaut selbst: