Zink, ups

Wer mich kennt, weiß: Ich gehe nur dann zum Arzt, wenn’s brennt. Nachdem ich einige Monate beobachtet habe, wie meine Haarpracht allmählich dünner und dünner wurde, habe ich mich mal zum Arzt bemüht. Blut abgenommen, Schilddrüsenwerte okay. Verdacht: Zinkmangel. Nochmal Blut abgenommen (die Story ist ein bisschen länger, der Arzt ist kein tumber Tor 😉 ) auf Zink hin: Yes! Ein deutlicher Zinkmangel liegt bei mir vor. Der Arzt verschrieb mir Zinktabletten, und zwar in der doppelten Dosis. Ende August neuer Test.

Soweit, so gut oder eben nicht. Ich habe mich natürlich umgelesen. Noch mehr Dinge, die ich bei mir beobachtete und die ich auf anderes Ursachen wie beispielsweise das Wetter geschoben habe (ewig müde), passen bestens dazu. Wie aber komme ich bei meiner Ernährung auf einen Zinkmangel?

Zwar lebe ich nicht mehr 100% vollwertig, aber ich esse immer noch Haferflocken, Vollkornbrot, Nüsse – all die Dinge, die zinkreich sind. Aber eben wenig Käse und sehr, sehr selten Fleisch.

Sagt jemand „Ich bin Veganer“, befragt man ihn gleich nach dem B12-Mangel. Aber dass Zinkmangel eben auch sehr leicht durch eine vegane Lebensweise entstehen kann, ist irgendwie nicht so deutlich im Bewusstsein.

Ich behaupte keineswegs, dass alle Veganer einen Zinkmangel haben. Aber vor allem diejenigen, die einfach nur die Tierprodukte weglassen, ohne sich über den Rest ihrer Ernährung Gedanken zu machen und die ihr Essen nicht Sorgfalt auswählen, sind gefährdet. Und sollten ihren Wert mal testen lassen.

Eine andere Frau, mit der ich die Tage darüber sprach, berichtete Ähnliches. Sie hatte auch niedrige Zinkwerte, hat sich dann angewöhnt, Fleisch in Maßen zu essen und die Werte haben sich gebessert auf normal.

Mir gibt sowas schon zu denken. Vor allem wenn ich daran denke, dass einige Eltern ihre Kinder vegan ernähren. Können sie wirklich abschätzen, was das für Langzeitfolgen für ihre Kinder haben kann?

Schon gegen Grippe geimpft?

26. Oktober 2012: Gesund durch den Herbst

Angesichts der neuen Grippeimpfungsprobleme ist dieser Artikel – den ich vor einer Woche geschrieben habe – ja voll aktuell :mrgreen:

So lautete die Überschrift eines Artikels in der HörZu (Nr. 40) auf Seite 6. Ich überflog den Artikel nur, aber natürlich konnte ich nicht widerstehen, einen Blick in Punkt 1 „Ernährung“ zu werfen. Also: Zink ist eine Virenbremse. Schön zu hören. Und was steht dann weiter? „Aus tierischen Lebensmitteln kann der Körper Zink besonders gut aufnehmen. Natürliche Quellen sind etwa Muskelfleisch, Innereien, Fisch, Eier, Käse, Milch, Austern oder Krabben.“ Ach ja? Das mit dem „besonders gut aufnehmen“ ist ja immer so ein Gummiargument. Ich habe einfach mal in Wikipedia nachgeschaut: Sehr viel Zink auf 100 g enthalten: Austern, Leber, Sojamehl, Emmentaler, Haferflocken, Butterkäse, Rindfleisch, viel Zink auf 100 g enthalten: Paranüsse, Lamm, Linsen (getrocknet), Sojabohnen (getrocknet) Mais, Erdnüsse (geröstet), Weizenmischbrot, durchschnittlich viel Zink: Hirse, Knäckebrot, Nudeln (ungekocht), Walnuss, Vollkornkekse, Camembert, Bohnen (weiß);  wenig Zink pro 100 g enthalten: Huhn, Fisch, Gemüse, Joghurt, Kartoffel, Vollmilch, Obst.

Öhm, fällt da außer mir irgend jemand was auf? 😈