Jetzt könnt Ihr wieder mitmachen!

13. Oktober 2014

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Was sagt dieses Foto, welche Geschichte steckt dahinter? Mehr zur Aktion (bis 8.11.) findet Ihr hier. Eine Einsendung ist bereits eingetroffen!

Veganes Plastik

20. Oktober 2014

20. Oktober 2014: Teigschaber

Als gute Vollwertlerin backe ich selbstverständlich mit Weinstein Backpulver. Mein Bio-Laden führt die Sorte von der Firma BioVegan. Ich finde zwar nicht das Backpulver einen besonders veganes Produkt ist, aber das ist ja letztendlich egal.

Wobei mir gerade auffällt: dürfen Veganer eigentlich Kuchen mit Hefe backen? Hefen sind ja auch kleine Lebewesen.

Vor einigen Monaten hatte Bio Regalen eine Sonderaktion mit dem Backpulver. Für den Preis von drei Tütchen bekam ich vier. Schade, dass ich das erst so spät bemerkt hätte, sonst hätte ich mir gleich mehr kaufen können und meine Vorräte aufstocken. Ich backe aber nicht sehr oft mit Backpulver, deshalb war mir das erst aufgefallen, als die Aktion schon zu Ende war.

Im Rahmen meiner Pflaumenkuchen-Backphase habe ich dann wieder viel Backpulver benötigt. Und so habe ich Ende September noch mal zwei Dreierpackungen Weinstein-Backpulver bestellt. Diesmal gab es wieder eine Aktion.

“Sonderaktion” steht rot auf der Außenfolie der Packungen, “Mit Teigschaber!”

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Ich öffnete neugierig die Packung. Heraus kam ein rot-orangefarbene Teigschaber aus: Kunststoff! Plastik? Nicht, dass vegan Plastik ausschließt. Nicht, dass Bio, das Wort Bio, gar Kunststoff ausschließt. Aber irgendwie finde ich das merkwürdig.

Die Hersteller müssen doch davon ausgehen, dass viele diesen Teigschaber gar nicht haben wollen. Dazu müssen sie auch mit Menschen rechnen wie mir, die zwei oder drei dieser Dreierpackungen kaufen. Das ist doch klar, dass ich nicht alle diese Teigschaber verwahre. D.h., hier wird im Oberbegriff Bio Plastik produziert und zum wegwerfen mitgegeben. Das finde ich wenig gelungen.

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Dann habe ich mir den Teigschaber noch einmal genauer angeschaut. Vielleicht ist es ja ein Plastik aus recyceltem Material? Es sieht nicht so aus. Rechts steht noch der Aufdruck Zenker. Zenker ist eine bekannte Name für Zubehör zum Backen. Sie sind mir aber noch nie durch besonders umweltfreundliche Produkte aufgefallen.

Was soll ich mir dabei denken, wenn eine Firma, die BioVegan als Namen führt, Plastik-Produkte von Zenker als kleine Beigaben gibt? Wo ist da der Biogedanke?

Jetzt aber wirklich!

19. Oktober 2014

19. Oktober 2014: Pak Choi in Tomatensoße mit Maroni-Dinkelnudeln

Pak Choi kenne ich erst, seitdem ich Lebegesund Abos bekomme. Letztes Jahr habe ich ihn roh gegessen, jetzt aber wollte ich ihn einmal kochen. Immerhin ein Kohl – und ich liebe Kohl! Dies ist das erste von drei Pak Choi-Rezepten.

Pak Choi mit Nudeln

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Die folgenden Zutaten in der angegebenen Reihenfolge in eine Pfanne (24 cm Durchmesser) geben und als Gemüsepfanne 15 Min. dünsten  (Deckel auflegen, auf höchster Einstellung zum Kochen bringen. Auf kleinste Einstellung drehen und die angegebene Zeit dünsten, ohne den Deckel abzuheben):

  • 50 g Wasser
  • 300 g Pak Choi netto, gewaschen, ausgewrungen, in Streifen geschnitten
  • 2 Tomaten (140 g) gewürfelt
  • 1 Zwiebel (75 g netto), gewürfelt

Für die Soße im Magic vermixen:

  • 10 Essigpeperoni (s. mein Buch “Indisch Inspiriert”)
  • 10 g Peperoniessig (s. mein Buch “Indisch Inspiriert”)
  • 20 g Tomatenmark
  • 1 TL Salz
  • 1 MS schw. Pfeffer
  • 1 MS Paprika edelsüß
  • 75 g Wasser

Unter das Gemüse rühren und aufkochen.

Parallel Nudeln kochen:

  • 100 g Dinkelnudeln
  • Salz

Ich gebe die Nudeln immer mit Wasser und Salz in den Topf und bringe das ganze zum Kochen. Ab dem Kochen messe ich die Zeit. Auf der Packung steht 7 Minuten, das war mir zu wenig, ich habe 9 Minuten gekocht.

Die Nudeln waren etwas vor dem Gemüse fertig. Ich habe sie in einem Sieb abgegossen und dann wieder in den noch heißen Topf zurückgegeben und den Deckel aufgelegt. So halten sie sehr gut warm!

Eine neue Serie

18. Oktober 2014

18. Oktober 2014: Fotokalauer

Ein Kalauer ist ein platter Witz, der jeden zum Gähnen bringt. Oder eleganter formuliert mit Wikipedia:

Als Kalauer bezeichnet man ein einfaches Wortspiel mit Wörtern unterschiedlicher Bedeutung von gleichem Klang oder gleicher Schreibweise. Manchmal werden auch die Bezeichnungen Flachwitz oder Plattwitz verwendet, da bei Kalauern in der Regel eine eher geringe „Lustigkeit” zumindest in Kauf genommen oder sogar ironisch eingesetzt wird. Viele Kalauer beziehen daher ihren eigentlichen Witz aus dem Umstand, dass sie dadurch als schlechte Witze gelten.

So ist eine Definition des Kalauers mit Hilfe eines Kalauers: „Kalauer sind die Buchstaben A bis J.“ – „?“ – „Weil die alle auf das K lauern!“

Mir geht das manchmal so, dass ich bei Plakaten, Schriftzügen usw. den Aufdruck weiterdenke. Ich nenne das einmal Fotokalauer.

Als erstes ein feines Beispiel. Da bittet jemand “Rufen Sie uns an”. Öhm, ja? Was würde derjenige wohl sagen, wenn ich ihn wirklich abends oder am Wochenende anrufe, nur um mit ihm zu plaudern. Denn warum ich anrufen soll, steht dort nicht direkt – nur indirekt.

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Ich habe die Telefonnummer unkenntlich gemacht … man weiß ja nie ;-)

Umgang mit Gewalt

17. Oktober 2014

17. Oktober 2014: Wie antworte ich am besten auf Gewalt?

Letztlich las ich in einem Blog im Rahmen eines mehr oder weniger religiösen Gesprächs zu einem Psalm,  dass es richtig sei, Gott um Gewalt in Gebeten um Gewalt zu bitten, wenn z.B. Terroristen grausame Taten vollbringen.

Ups. Und wer ist gegen solche Gebete? Ich bin es, ich bin nicht in der Kirche, und eine andere Diskussionteilnehmerin, die sich auch eher kirchenfern äußert.

Was passiert heute mit uns?

Vor einigen Tagen hörte ich in den Nachrichten, dass eine Grünensprecherin den Einsatz von Bodentruppen in Syrien verlangt, um der Gewalt Einhalt zu bieten, die SPD unterstützt das – und nur die CDU ist dagegen.

Da muss ich mehr  als schwer schlucken. War nicht einmal die grüne Partei ganz stark für Pazifismus eingetreten?

Ich behaupte nicht, dass sich alle Konflikte gewaltlos lösen lassen. Ich weiß nicht, wie man Terroristen anders stoppen kann als mit Gewalt – weil ich es nie gelernt habe. Wo sind die Friedensforscher, die Vertreter der GfK (gewaltfreien Kommunikation), um uns zu helfen, diesen Konflikt ohne Blutvergießen einzudämmen? Wieso rasseln vormals angebliche Pazifisten und angeblich gläubige Christen so laut mit den Schwertern, dass mir die Ohren taub sind?

Wenn ich beten wollte, würde ich meinen Gott darum bitten, dass die Anhänger der IS geläutert werden und sich von der Gewalt lösen. Ich würde doch nicht dafür beten, dass sie alle einem blutigen Schwert zum Opfer fallen.

Wenn es diesen Gott dann gibt – was ich nicht wirklich weiß: Da ist er doch hoffentlich nicht so mitteralterlich in seinen Methoden, dass er wie im Alten Testament nur Blut mit Blut bekämpfen kann. Wenn es ihn dann gibt: Sollten dann seine Anhänger nicht mehr Vertrauen in ihn haben als in einen germanischen Stammesfürsten, der außer dem Axtschwingen nicht viel beherrscht?

 

Knusprige Chips

16. Oktober 2014

16. Oktober 2014: Chips und Schrott & Korn

Ich beziehe mich hier auf einen Artikel in der Zeitschrift Schrot(t) & Korn vom Oktober 2014, Seite 29 mit dem Titel: “Bio-Chips: Lasst es krachen”. Wer gerne wissen möchte, wo die Bio-Bewegung heute steht, wird von diesem Artikel profitieren.

Als ob irgendeine Ernährung deutlich gesünder wäre, nur weil man konventionelle Produkte aller Art durch Bio-Produkte ersetzt. So einfach geht das nicht. Aber das Schrot und das Korn führt die Zeitung wirklich nur noch im Titel.

Der Artikel beschreibt wie Chips hergestellt werden, warum “man” sie gerne isst (ich ziehe ehrlich eine Pellkartoffel vor) und erläutert die Acrylamid-Problematik. Ah ja. Der ganze Ton des Artikels ist wirklich “verklärt”, als wären Chips das Tollste auf Erden und nur anzuhimmeln. Sogar das Öl, jawohl, in dem Chips heute frittiert werden, ist ja so gesund!! Mir kam es beim Lesen hoch. Schon die Ankündigung auf dem Titelblatt sagte ja eigentlich schon, was mich erwartete (und mich nicht enttäuschte): “Kartoffel-Chips aus dem Bio-Laden: Welche knabbern Sie am liebsten?” Diese sprachliche Manipulation ist wieder wunderbar: Gleich mal das Wörtchen “knabbern” nehmen, das klingt so schön harmlos. Okay, ich erwarte nicht, dass die Artikel angekündigt wird mit “Kartoffel-Chips aus dem Bio-Laden: Das Geld kann ich mir schenken”.

Bei einem Satz wurde ich stutzig, ich weiß nicht, ob das Ironie ist oder ernstgemeint. Da dem ganzen Artikel aber kein Fünkchen Humor innewohnt, ist es wohl wirklich so gemeint? Es geht um “Hand cooked chips”. Das finde ich schon prima, da hat wieder jemand ein Wort geschaffen, dass so englisch klingt und es gar nicht ist – das englische Wort “Chips” bedeutet nämlich “Pommes frites” und unsere Chips heißen im Englischen “Crisps”. Also zurück: diese Handcooked Dinger werden von einem Chipskoch in einer Riesenpfanne gewendet. Und er kann alles persönlich beeinflussen. Dann kommt:

“Ein bisschen Nostalgie ist hier aber auch im Spiel. Denn andere Chips werden auch in einer Art Kessel bzw. Wanne frittiert und gelingen gleichmäßig. Schön ist die persönliche Note aber doch. Besonders, wenn der Name des Chipkochs auf der Tüte steht.”

Kaum zu glauben, oder? Und am Ende des Artikels gibt’s noch eine Preisfrage: “Welche Kartoffelchips knabbern Sie am liebsten?” (offensichtlich kann man die Dinger wirklich nicht essen, nur knabbern). Und dann werden unter allen Einsendern 11 Chips-Probiert-Pakete verlost.

Manchen Medien graut vor gar nichts. Heißt doch die Apotheken-Umschau im Volksmund Rentner-Bravo, dürfen wir Schrot(t) & Korn jetzt auch gerne umtaufen in: “Bio-Bravo”.

 

Senfkohl

15. Oktober 2014

15. Oktober 2014: Ich glaubte, an diesem Tag Pak Choi zu verkochen. Wie ich aber am folgenden Tag festgestellt hatte, habe ich Endiviensalat, eine besonders feste Sorte verkocht. Und das war sehr, sehr lecker!.

Das Rezept ist für 2 Personen.

Endiviensalat in Senfsoße

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Kartoffeln

  • 520 g mittelgroße Kartoffeln, grob gewaschen
  • 200 g Wasser

Im Schnellkochtopf auf Stufe II für 10-12 Min. kochen; meine Kartoffeln waren mittelgroß, da waren 12 Min. gerade richtig). Richtig große Kartoffeln brauchen länger. Ist der Topf schon abgedampft, bevor das Gemüse fertig ist, macht das nichts. Im geschlossenen Topf bleibt alles lange heißt. Kurz vor dem Essen die Schale abziehen.

Gemüse

Als Gemüsepfanne, 12 Min. (Deckel auflegen, auf höchster Einstellung zum Kochen bringen. Auf kleinste Einstellung drehen und die angegebene Zeit dünsten, ohne den Deckel abzuheben):

  • 60 g Wasser
  • 1 TL Möhrenkonzentrat (das ist das gleiche wie Gemüsebrühextrakt, nur ausschließlich aus Möhrengrün)
  • 350 g Endividensalat (gewaschen, ausgewrungen, in Streifen)

Für die Soße im Magic mixen:

  • 1 TL Salz
  • 1 MS schw. gem. Pfeffer
  • 25 g mittelscharfer Senf
  • 10 g Zitronenfleisch
  • 3 g Honig
  • 50 g Cashewnussmus (1 EL Öl auf 400 g Cashewnussbruch)
  • 10 g Weizenmehl
  • 50 g Wasser

Unter das Gemüse rühren und kurz aufkochen.

Eine kleine Geschichte zu Pellkartoffeln habe ich an dem Tag in Tumblr veröffentlicht, als ich dies hier gekocht hatte. Wer es lesen möchte, klickt bitte: hier

Französisch

14. Oktober 2014

14. Oktober 2014

Französisch ist irgendwie nicht meine Sprache – was nichts mit der Musik zu tun hat natürlich ;-) Ich habe mehrere Ansätze gemacht, die Sprache zu lernen, und bin immer wieder gescheitert. Ich habe dann später das Schulsystem beschuldigt, mich mich mit Latein abzufüllen, statt mir Französisch-Grundkenntnisse zu vermitteln :-)

Dennoch gibt es einige französische Songs (Michel Polnaref habe ich bereits vor längerem vorgestellt). Auch von France Gall, die mir sonst immer zu süßlich war, gibt es ein Lied, das mir besonders gut gefällt:

Heute dürft ihr Wikipedia und das Internet einmal selbst nach Infos über France Gall durchsuchen.

Wie alt darf Mehl sein?

13. Oktober 2014

13. Oktober 2014: Mal wieder geketzert…. Frisch gemahlenes Mehl

Wir Vollwertler wissen: Nur frisch gemahlenes Getreide ist wirklich wertvoll. Wir rümpfen daher die Nase über all die, die fertig gemahlenes Getreide kaufen. Heute wollte ich es einmal wieder genauer wissen und habe in Google “14 Tage altes Mehl” eingegeben. Ich landete naturgemäß im Mainzer Forum und einem Artikel, der als Quelle für Tierversuche, die dies belegen ,”Kühnau und Bernasek” angibt. An anderen Stellen fand ich es über Bruker/Gutjahr zitiert, und zwar mit dem Jahr 2010.

So etwas finde ich irreführend. Denn die Erkenntnis stammt nicht von 2010, sondern aus der Neuauflage des Brukerbuchs, der wiederum Kühnau und Bernasek nur zitiert. Eine kleine Recherche in Amazon ergab, dass Kühnau wohl in den 50er Jahren des letzten Jahrtausends gewirkt hat, da gibt es ein paar Bücher, wo er als Co-Autor über Vitamine geschrieben hat.

Hmmmm. Da stehe ich nun mit Erkenntnissen aus den 50er Jahren, die ich nicht einmal selbst nachlesen kann, weil es sie nur als Wiedergaben bei Bruker zu finden gibt. Google überschlägt sich bei “Kühnau und Bernasek” nicht gerade mit Angaben, viele sind leicht esoterisch angehaucht, und natürlich: Das Zentrum der Gesundheit ist auch dabei. Ich behaupte nicht, dass alle Erkenntnis aus früheren Zeiten Unsinn sind. Jedoch sind die Messmethoden heute viel feiner. Es müsste doch heute möglich sein, auch ohne das “Zwischenschalten von Tieren” das Mehl frisch vermahlen und vor festgelegten Zeiten gemahlen, beide dann in Brot verbacken, zu messen. Dazu gibt es nichts.

Gegenfrage, die ich mir selbst stelle: Wieso können Menschen dann mit der FoK-Methode gesunden, wo es nur um Vollkornprodukte, aber nicht um frisch gemahlenes Mehl geht? Da werden gekaufte, erhitzte Flocken verwendet. Bei welchen Temperaturen werden diese Flocken erhitzt? Über 90 °C? Denn so heiß wird es in einem Brot…

Ich möchte gar nicht von meinem frisch gemahlenen Getreide zurücktreten und fertig gemahlenes Mehl kaufen. Dafür liebe ich das schöne Mehl viel zu sehr. Nur denke ich, dass es vielleicht doch für den einen oder anderen Einsteiger einfacher wäre, die Vollwertkost “charmant” zu finden, wenn er nicht gleich das Getreide säckeweise als Korn ins Haus schleppen muss.

Genauso ermüdet mich die Vollkornnudeldebatte. Ist der Unterschied Gries / Mehl als Grundlage wirklich so groß? Peter Birlin von der Birlin-Mühle hat mir einmal geschrieben, dass er den Unterschied für übertrieben hält, denn beim Gries wird ja nicht gezielt ein gewisser Teil des Korns abgesiebt wie beim Auszugsmehl, es wird einfach nur eine Größensortierung vorgenommen. Auch dies ist für FoKler völlig egal – und somit viel einfacher.

Außerdem, wenn wir schon beim toten Mehl sind: Das ist auch in gekauften Vollkornnudeln tot, denn die sind bestimmt älter als 14 Tage. Also jedes Mal Nudeln frisch herstellen? Oder einfrieren (da brauche ich aber eine große Fläche in der Truhe). Und dann werden sie gekocht. Wie groß ist da der Unterschied am Ende?

Ketzerische Fragen für einen Vollwertler, dem diese Dinge irgendwie ins Blut übergegangen sind. Aber wir dürfen sie uns immer wieder stellen und auch fragen, ob wir da nicht ein wenig übers Ziel hinausschießen. Nicht für uns selbst – aber um die Vollwertkost attraktiver zu machen.

Ich komme mehr und mehr zu der Ansicht, dass ein starker FoK-Einfluss sehr gut für die Vollwerternährung ist, der die wissenschaftliche Grundlage mehr und mehr entzogen wird, alleine aus Altersgründen, womit ich meine: Viele Erkenntnisse sind aus einer Zeit, in der einige Dinge nicht so präzise gemessen werden konnten. Und genaue Messungen sind ja nicht immer verkehrt!

Ein ganz anderes Beispiel: Ich sage ja immer, die Rohköstler kommen direkt von der Normalkost und haben Vollwertkost nie oder falsch durchgezogen, sie haben diesen Schritt übersprungen und glauben daher, ihre (nenne ich es hier einmal: extreme) Ernährungsweise führt dann natürlich zu größerer Gesundheit.

Wer sagt mir denn, dass es mit der Vollwerternährung nicht genauso ist? Haben wir irgendwo auch nur einen annähernd überzeugenden Versuch, ob Vollkornnudeln aus Mehl, Gries oder frischem Getreide wirklich einen großen Unterschied für die Gesundheit machen?

Als Beweis für die Qualität der Vollwerternährung werden gerne Brukers zig Tausende Patienten angeführt. Richtig, das ist überzeugend. Hätte er alle seine Patienten mit Rohkost ernährt… wären die Zahlen vermutlich genauso günstig.

Möglichst wenig “processed food”, das sagt FoK auch. Zucker weg, sagen sie auch. Aber vor allem auch: Tierprodukte aus dem Speiseplan (ich lasse hier den Honig einmal außen vor) und runter mit dem Fett. Und das sind zwei Punkte, die ich besonders gerne in der Vollwertkost integriert sähe, lieber als sich wegen der Zusammensetzung von Vollkornnudeln in Diskussionen zu verstricken.

Schneller Kuchen

12. Oktober 2014

12. Oktober 2014: Für den schnellen süßen Hunger

Daniela hat mich mal wieder mit einem einfachen Rezept fasziniert (hier). Ich habe heute einen Kuchen gebacken, der inklusive Vorbereitung keine Stunde gedauert hat (ein bisschen parallele Handgriffe sind natürlich dabei, z.B. Nüsse hacken, während die Creme läuft).

Ich schätze mal, dass die 2,5-fache Menge für ein Backblech ausreicht. Langsamer ist das auch nicht… So in der 28-cm-Form reicht es für 4-5 Personen, die gerne Kuchen essen :-)

Monsterflorentiner

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Teig:

  • 200 g Hafer, grob geschrotet (Stufe 5-6 von 9, Hawos Novum)
  • 1 Prise Salz
  • 1 gestr. TL Natron
  • 1/2 TL gem. Vanille
  • 1 gestr. TL Spekulatiusgewürz (Brecht) (optional)
  • 100 g Dattelstücke
  • 100 g Wasser
  • 25 g Hirse
  • 150 g Wasser

Belag:

  • 100 g Haselnüsse
  • 100 g Honig

Hafer mit Salz, Natron und Spekulatiusgewürz mischen. Dattelstücke mit 100 g Wasser im Vitamix glatt schlagen. Masse zum Hafer geben, einen großzügigen Rest im Vitamix lassen (wer keinen Vitamix hat, müsste die Datteln evtl. einweichen; dann geht natürlich nicht alles so fix). Ich habe nachgemessen: es war ein Rest von 60 g. Hirse und 150 g Wasser in den Vitamix füllen und bis zum Stocken laufen lassen (bzw. im Topf aufkochen).

Ca. 100 g dieser Masse zum Hafer geben und alles gut mit einem Löffel verrühren. In eine 28-cm-Pizzaform geben, mit einem nassen Spatel gleichmäßig verteilen. Wer keine Perfect-Clean-Form hat, muss einfetten. Haselnüsse grob hacken (z.B. im Speedy), mit Honig und 85 g der Hirsemasse verrühren. Mit einem Löffel auf dem Teig verteilen.

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In den auf 220 °C vorgeheizten Ofen schieben. 15 Min. bei 200 °C und 10 Min. bei 160 °C backen. Auf ein Kuchengitter gleiten lassen. Achtung: Da Hafer nicht gut “bindet”, ist der Kuchen etwas brüchig.

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