Frag doch mal die Ute im September 2

2. Oktober 2014

2. Oktober 2014: Frag doch mal die Ute im September Teil 2/2

Frage 6 für September: Ich habe gerade wieder begonnen Brot zu backen und habe mich an dem Sauerteig und dem Schwarzbrot versucht. Ist beim ersten mal auch sehr gut gelungen. Meine Frage: Wie bewahrst du das selbstgebackene Brot am besten auf?
Wenn du in der Suchfunktion in diesem Blog “Brot aufbewahren” eingibst, bekommst du deine Antwort :-)

Frage 7 für September: Ich bin total verwirrt wegen Vollkorngetreide und die dadrinn enthaltene Phytinsäure und vor allem backe ich mein vollkornbrot mit Hefe, da ich keine Erfahrungen mit Sauerteig habe und Hefe baut die Phytinsäure nicht ab. Habe so viel gelesen und bin total verunsichert wegen Vollkorn JA oder NEIN ? Was ist mit Vollkornnudeln, denn sie werden auch nicht mit Sauerteig zubereitet? Wollte mir eine Getreidemühle kaufen und habe alles schön für meine Vollwertküche geplant und jetzt lese ich manche Sachen, die mich verunsichern. Was soll ich nun glauben, da ich leider keine Expertin in Ernährungsberatung bin?
Lass dich nicht verwirren. Das Internet ist voller Spuk und natürlich ist es am Anfang schwierig, sich nicht verschrecken zu lassen. Sehr gute Informationen zu diesem Thema findest du im Mainzer Vollwertforum, wo Joachim schon häufig dazu Stellung genommen hat, z.B. hier: klick. Wenn du dort in der Suchfunktion “Phytin” oder “Phytinsäure” eingibst, findest du weitere Infos zum Thema.
Es ist wirklich grauenhaft, wovor im Internet alles Angst gemacht wird. Daher bitte auch immer kritisch lesen: Wer erzählt mir hier was und welche Quellen werden angegeben? Bruker gibt in dem Buch (es sind eigentlich zwei Bücher) “Ärztlicher Rat aus ganzheitlicher Sicht” u.a. auch zu bedenken, dass diese Messungen alle aus dem Labor stammen und nicht einfach so auf den menschlichen Organismus übertragen werden können.

Frage 8 für September: Weshalb verwendest du im süssen Gebäcken manchmal nebst Backpulver auch noch Natron? Könnte man das Natron auch durch eine höhere Dosis Backpulver ersetzen?
Natron lässt das Gebäck luftiger aufgehen als Backpulver. Ich habe am vorletzten Wochenende wieder einen Pflaumenkuchen gebacken, zum ersten Mal mit Natron. Da waren richtig schöne kleine Löcher im Teig. Im Übrigen sollte man in eifreien Teigen mit dem Weinstein-Backpulver nicht geizen :-)

Frage 9 für September: Ich esse gerne rohe, geschnittene Früchte, über die ich eine gekochte Creme giesse. Rätst du davon ab, rohe Früchte zusammen mit Gekochtem zu essen?
Das ist immer eine Sache der Verträglichkeit. Theoretisch sollen wir ja das Rohe vor dem Gekochten essen, aber ich sehe das aus Praktikabilitäts- und Geschmacksgründen nicht so recht ein. Früher bin ich wirklich so weit gegangen und habe meinen Gästen das Speiseeis vor der Hauptmahlzeit serviert. Nur knochenharte Vollwertler konnten das akzeptieren :-)

Frage 10 für September: Wie übersetze ich Grundbegriffe der Vollwerternährung am besten ins Englische? Das Internet bietet mir für Vollwerternährung an „wholesome food, wholefood diet, whole food nutrition, healthy diet, organic diet, full-value nutrition“; Vitalstoffe werden übersetzt mit „vital substances, vital nutrients, active substances“. Welche Begriffe treffen es am besten?
“healthy diet” ist einfach gesunde ernährung, “organic diet” ist Biolebensmittel. Da irren die Quellen. Full-value nutrition ist einfach eine schlecht Übersetzung. Vital substances, vital nutrients können allenfalls Vitalstoffe sein, nicht aber Vollwerternährung. Active substances würde ich auf jeden Fall streichen, das sind pharmazeutische Wirkstoffe! Zwei gute Quellen sagen übereinstimmend “whole foods” für Vollwertkost (ich empfehle gerne – wenn du es noch nicht kennst – leo: http://dict.leo.org/). “Diet” im englischen ist ein sogenannter “false friend”. Es heißt je nach Zusammenhang zwar auch mal “Diät”, aber auch “Ernährung”. Also whole food diet finde ich noch am besten. Wobei eben die Vollwertkost etwas sehr Deutsches ist!
Interessant hier auch: http://en.wikipedia.org/wiki/Whole_food

Restverwertung der anderen Art

1. Oktober 2014

1. Oktober 2014: Resterezept

Hier verwende ich einmal einen Rest der anderen Art – nämlich Kopfsalat. Gartenbesitzer kennen das vermutlich noch besser als ich, dass sie schon Salat essen, bis er ihnen aus den Ohren herausquillt, da ist aber immer noch etwas, das man nicht verderben lassen möchte… ich habe ihn gekocht, das geht nämlich ähnlich wie Spinat. Ich hatte zwei Köpfe Salat und habe zum Kochen den etwas festeren gewählt.

Kartoffeln mit Salat, überbacken

Reicht mit einer Vor-Rohkost für 2 Personen. Wer sehr hungrig ist, schafft’s alleine :-)

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  • 100 g Wasser
  • 395 g Kartoffeln
  • 300 g Kopfsalat
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise sch. gem. Pfeffer
  • 40 g Zitronenfleisch ohne Schale, ohne Kerne, ohne das weiße Innenstück
  • 100 g neutrale Maisstützcreme (zu finden bei dem Kartoffelsalat vor einigen Wochen)
  • 20 g Cashonnenölcreme (ich hatte noch einen Rest, jedes Nussmus tut es auch; das Rezept habe ich hier auch schon vorgestellt, ist mit der Suchfunktion zu finden!
  • 100 g Wasser

Wasser in eine ofenfeste 24-cm Pfanne geben. Kartoffeln unter fließendem Wasser bürsten und in Scheiben schneiden. In die Pfanne geben. Salat waschen, trocken schütteln und in Streifen schneiden, über den Kartoffeln verteilen. Als Gemüsepfanne 15 Min. dünsten (Deckel auflegen, auf höchster Einstellung zum Kochen bringen. Auf kleinste Einstellung drehen und 15 Min. dünsten, ohne den Deckel abzuheben). Die restlichen Zutaten im Vitamix oder Magic gut verquirlen und über das gedünstete Gemüse gießen.

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Den Grill auf 275 °C gestellt 5 Min. vorheizen, Soße über das Gemüse gießen und 5-10 Min. unter dem Grill überbacken.

Meine Zitrone war etwas zu herb, weil ich sie teils schon zum Auspressen verwendet habe. Wer empfindlich in Bezug auf “bitter” ist, nimmt besser nur den Saft.

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Finanzberatung :-)

30. September 2014

30. September 2014

“Money On My Mind” von Sam Smith

Heute wieder mit Wiki-Service: hier

Frag doch mal die Ute im September 1

29. September 2014

29. September 2014: Fragen und Antworten – Teil 1/2

Dieses Mal habe ich die Fragen und Antworten auf zwei Tage verteilt – meine Leser könnten sonst lesemüde werden :-) Der zweite Teil erscheint am Donnerstag (2. Oktober).

Frage 1 für September: Wenn du in Vitamix Lebensmittel mit unterschiedlicher Konsistenz, zum Beispiel Banane und Nüsse, mixt, gibst du dann alle Zutaten von Anfang an hinzu oder mixt du der Reihe nach zuerst härtere dann weichere Lebensmittel?
Es kommt darauf an :-) In der Regel gebe ich alles zusammen in den Vitamix, meist möglichst die flüssigen / weichen Zutaten nach unten. Dass Flüssigkeiten zuerst eingegeben werden sollen, steht auch in der Anleitung. Nüsse gebe ich gelegentlich später zu, wenn ich möchte, dass sie noch ein wenig “gehackt” bleiben. Was ich fast nie mache, ist: eine Sache mahlen, herausnehmen, das nächste einfüllen usw. Eher gebe ich z.B. Mais in den Becher, mahle und füge die anderen Zutaten hinzu. Ausnahmen sind z.B. Stützcremes, bei denen die Trockenfrüchte nicht einweicht werden. Damit die Masse nicht zu schnell stockt, verarbeite ich die Trockenfrüchte erst in Wasser, gebe dann gemahlenen Reis – oder was auch immer – und noch mehr Wasser hinzu.

 Frage 2 für September: Ich weiss, dass du täglich eine grosse Schüssel Salat isst. Enthält diese nebst rohem Gemüse und Sprossen auch Gekochtes, zum Beispiel Hülsenfrüchte oder Kartoffeln?
Mittlerweile gebe ich das alles zusammen in die Schüssel. Erstens habe ich die Folgen der Verdauungsleukozytose (die je ein Grund wäre, dies nicht zu tun) noch nie an mir oder bei Eric beobachtet, der die Salat ja ebenfalls isst, und zweitens kommen sie unten in die Schüssel, dass ich mindestens schon zwei Salatblätter gegessen habe, bevor die erste Kichererbse den Schlund erreicht ;-) Spaß beiseite – ich mag Hülsenfrüchte und Kartoffeln sehr gerne im Salat und habe mich da mittlerweile von der strengen Regel “Rohkost zuerst!” ein wenig entfernt. Wobei ich das nicht als Empfehlung aussprechen möchte, nur als Praxisbericht.

Frage 3 für September: Kann man die “Stützcreme” die Du für viele Rezepte verwendest auch aus glutenfreien Mehlsorte bzw. aus Pseudogetreide oder aus gemahlenen Erdmandeln (für einen Pudding) machen?
Ich mache die Stützcremes häufig mit Reis und der ist ja glutenfrei. Ich habe sie auch schon einmal mit Hirse gemacht, das geht auch. Bei Erdmandeln bin ich mir nicht so sicher, weil die doch sehr körnig sind. Das müsstest du dann einfach ausprobieren. Bei Buchweizen weiß ich auch dass es einen leckeren Pudding gibt, denn den habe ich in meinem Buch Immer öfter vegetarisch als Schokoladenpudding vorgestellt :-)

Frage 4 für September: Du verwendest Stützcremen mit ungleicher Wassermenge im Verhältnis zum Getreide. Kann ich bei deinen Stützcreme-Rezepten diese durch eine andere austauschen oder hat die unterschiedliche Wassermenge einen so grossen Einfluss, dass das Ergebnis anders wird?
Bis zu 50 g Wasser machen meiner Erfahrung nach keinen Unterschied. Ansonsten nehme ich deutlich mehr, wenn ich Trockenfrüchte mit verwende. Auch mit Nüssen wird es etwas mehr Wasser. Ich habe das auch noch nicht systematisch ausprobiert, ich schaue am Ende auf die Teigkonsistenz. Für Pudding, wie ich ihn früher gekocht habe, galt immer: 40 g aus dem Beutelchen (ungezuckert) auf 500 g Milch. Ich sehe immer zu, dass mein Getreideanteil etwas höher, die Flüssigkeit etwas niedriger liegt.

Frage 5 für September: Ist es deiner Meinung nach wichtig, auch für Gekochtes und Gebackenes Nackthafer zu verwenden, der zu ungefähr 90 Prozent keimfähig ist? Denn im Handel gibt es Nackthafer, der oftmals schlecht keimt.
Dazu kann ich dir eine ganz klare Antwort geben: JEIN :-) Vom Gesundheitsstandpunkt her halte ich den Unterschied für vernachlässigbar beim Erhitzen über 100 °C. Natürlich ist Getreide, das keimfähig ist, von der Qualität her immer besser als nicht oder schlecht keimendes. Und wenn ich schon vollwertig lebe, möchte ich mir beste Qualität gönnen. Fürs Backen halte ich persönlich aber schlecht keimendes auch für okay. Nur: Wer hat schon zwei Sorten Hafer im Haus? Ist dann die Gefahr nicht groß, dass du – weil gerade kein keimfähiger vorrätig ist – doch den schlecht keimenden auch mal fürs Frühstück nimmst? Ich mache es umgekehrt: Wenn ich einmal Hafer erwische, der schlecht keimt, wird er verbacken oder “verkakaot”. Ich kaufe aber immer möglichst gut keimenden Nackthafer. Aber dies nicht nur der Bequemlichkeit halber, sondern weil ich auch hiermit die Anbauer stärken möchte, denen es noch etwas bedeutet, keimfähiges Getreide in den Verkauf zu bringen.

 

Ganz selten sehe ich fern…

29. September 2014

… aber manchmal ist es hochinteressant:

eine Sendung über ein Rassismusexperiment

Ich habe zwar den Einwand, dass die Leute wissen, dass sie in einem Experiment sind und daher die Interpretation, die gegeben wird, für meinen Geschmack etwas zu glatt gezogen wird. Aber anschauen lohnt, finde ich.

 

Danke an Marek für die Link-Korrektur :-)

Aus der Ecke schnell, preiswert und lecker…

28. September 2014

28. September 2014: Suppe zeitlos

Ich habe noch einen großen Karton mit getrockneten Steinpilzen, die ich geschenkt bekommen habe. Meist vergesse ich, die Pilze rechtzeitig einzuweichen. Heute hatte ich die Idee: Wie ist das, wenn ich sie im Schnellkochtopf mitkoche? Außerdem fielen mir meine Mungbohnen wieder ein. Die haben ja den großen Vorteil, dass man sie auch ohne Einweichen kochen kann. Gesagt, getan… und ausgesprochen köstlich.

Wer kein “Cashonnenölcreme” (Rezept s. unten) hat, nimmt 1/2 TL Öl und 1 TL eines beliebigen Nussmuses. Natürlich geht es auch ganz ohne Fett und Nussmus, wer es dann etwas dicklicher möchte, sollte mit etwas Mehl dicken.

Cashonnenölcreme

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Im Vitamix halbflüssig rühren lassen:

  • 100 g Sonnenblumenöl
  • 200 g Cashewnüsse
  • 200 g Sonnenblumenkerne

Mungbohnensuppe mit Steinpilzen

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  • 100 g Mungbohnen
  • 25 g getrocknete Steinpilze
  • 1 Knoblauchzehe, abgezogen
  • 450 g Wasser
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1 Prise schw. gem. Pfeffer
  • 1 geh. TL Cashonnenölcreme

Mungbohnen mit Steinpilzen, Knoblauch und Wasser im Schnellkochtopf auf Stufe II 10 Min. kochen. Abdampfen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Cashonnenölcreme (oder ein Nussmus) einrühren und rühren, bis es sich gelöst hat. Dabei 1 x aufkochen.

Anmerkungen:

  • Wer keinen Schnellkochtopf hat, weicht die Mungbohnen ca. 8 Stunden vorher in dem Wasser ein, die Pilze dann noch am Ende 1 Stunde miteinweichen. Die Kochzeit im normalen Topf könnte dann etwas länger sein.
  • Jede andere Sorte getrocknete Pilze eignet sich genauso.
  • Wer nur frische Pilze hat, dünstet sie kurz getrennt.

Wechseljahre… in der Apotheken-Umschau

27. September 2014

27. September 2014: Wechseljahre

Gerne schimpfe ich ja über die Apotheken-Umschau (A-U), und letztlich wurde mir noch vorgeworfen, es sei unverständlich, wieso ich mich über eine Zeitschrift ereifere, die von der Pharmaindustrie bezahlt werde und Bild-Zeitungsniveau habe.

Dazu möchte ich erst einmal kurz hier Stellung nehmen. Die Apotheken-Umschau finanziert sich aus Werbung – Werbung von der Pharmaindustrie, richtig – und von den Apotheken, die für jedes Exemplar 50 Cent bezahlen müssen (Quelle: Wikipedia, Stichwort Apotheken-Umschau). Das ist aber etwas anderes, als wenn sie von der Pharmaindustrie bezahlt wird. Natürlich entsteht dadurch eine gewisse Abhängigkeit, aber wer wird denn auch von einer Apotheken-Umschau erwarten können, dass sie gegen Pharmazie eingestellt ist? Das ist so, als würden Leser meines Blogs erwarten, dass ich die Vollwertkost verteufle. Und eine gewisse Einstellung bedeutet auch nicht gleichzeitig ein niedriges Niveau. Ich sehe das also durchaus etwas differenzierter.

Ich lese die A-U regelmäßig und ich habe bisher nicht finden können, dass sie im Niveau unter den üblichen Tageszeiten liegt, die z.B. auch gerne Statistiken und Zahlen ohne Hintergrund oder mit falschen Interpretationen vorlegen. Und auch angeblich niveauvollere Zeitungen und Zeitschriften machen vor solchen journalistischen Patzern keinesfalls Halt.

Gelegentlich tauchen in der A-U auch Reportagen auf, die ich persönlich für erhellend und ausgewogen halte. Nicht immer schreibe ich dann: Aufgepasst, die A-U hat mal wieder einen vernünftigen Artikel. Das macht einfach nicht so viel Spaß, als das Messer der Ironie an einen Artikel anzusetzen oder auch mögliche Neuinterpretationen von Zahlen anzubieten.

Gerade in der Ausgabe vom 15. September 2014, die ich gestern im Briefkasten vorfand (eine Freundin bringt sie mir regelmäßig vorbei), fand ich wieder einen solchen Artikel. Das Thema ist “Wechseljahre” und ich hatte mich innerlich schon auf Konfliktmaterial eingestellt :-) Zu meiner Überraschung fand ich einen wiederum recht ausgewogenen Artikel vor. Schon die Fotos auf der Vorderseite sind nicht so schlimm, wie ich sie bei diesem Thema gewohnt bin (faltenlose Frauen). Okay, natürlich sitzen sie bei einem Milchkaffee und einem Stück Pflaumenkuchen zusammen. Okay, natürlich sind sie zurechtgemacht, haben perfekte Zähne und gefärbte Haare. Aber ihre Gesichter sind nicht völlig aus der Altersgruppe entfernt, und auch kleine Altersflecken an den Händen deuten auf ein “echtes Alter”.

Auch inhaltlich geht das so weiter. Zum ersten Mal habe ich etwas gelesen, was ich selbst so erfahren habe: Dass nämlich nicht die meisten Frauen an Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen usw. leiden, sondern einige. Das ist ja ein großer Unterschied. Ganz ausdrücklich steht dort, dass die meisten Frauen ohne Beschwerden diesen Lebensabschnitt durchlaufen. Ein Zitat als Beispiel: “Jetzt ist es für Frauen besonders wichtig, sich viel zu bewegen und vollwertig zu ernähren.” Okay, es ist nicht “unser” Begriff der Vollwertigkeit, aber das Wort wird genannt!

Es gibt einige Dinge, wo ich widersprechen würde. Aber wo würde ich das nicht? ;-) Insgesamt aber hebt sich der Artikel positiv von vielem ab, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Ernährung in der Apotheken-Umschau

26. September 2014

26. September 2014:  Ernährung ist wichtig,

…. weiß auch die Apotheken-Umschau jetzt (A-Ausgabe September).

Die September (A-)Ausgabe der Apotheken-Umschau ist eine wahre Fundgrube. So viele Studien werden (mal wieder falsch oder gar nicht interpretiert) vorstellt. In einem Artikel stolperte ich über eine interessante Aussage zum Zusammenhang von Ernährung und Akne. Ich zitiere den Abschnitt und … na, was fällt euch auf???

“Dass die Art der Ernährung bei Akne eine wichtige Rolle spielt, habe man lange Zeit unterschätzt. Laut Gollnick liegt das an einem Fehler einer US-amerikanischen Studie von 1969. Diesen habe man erst nach über 30 Jahren entdeckt. Heute wisse man, dass vor allem der übermäßige Konsum von Kohlenhydraten Auswirkungen auf die Haut hat. Das gilt zum Beispiel für stark gezuckerte Frühstücksflocken oder Fast Food – ‘alles, was die Bauchspeicheldrüse unter fürchterlichen Stress bringt’, sagt Gollnick.” (Professor Dr. med. Harald Gollnick, Direktor der Klinik für Dermatologie und Venerologie der Otto-von-Guericke-Universität).

Ich finde das beachtlich, dass jemand heute – im Jahr 2014 – den Begriff “Kohlehydrate” so munter verwendet, ohne zwischen stark bearbeiteten und natürlichen Dingen zu unterscheiden. Aber noch 45 Jahre, und die Prof. Gollnik und die Apotheken-Umschau werden das auch entdeckt haben :-) Wobei ich Gollnik nicht Unrecht tun möchte, vielleicht ist der Satz aus dem, äh, Zusammenhang gerissen.

Mal wieder das Thema vegan

25. September 2014

25. September 2014:  Vegane Ernährung von Tieren

Immer wieder tauchen Berichte auf, wie wunderbar Hunde und Katzen auf vegane Ernährung umgestellt werden. Echten Tierkennern schwillt dabei der Kamm. Das ist doch so, als ob wir Menschen auf Planktonernährung umstellen. Andererseits, ich habe darüber nachgedacht und biete ein paar wirklich gute Alternativen, die jedermann sofort einleuchten:

  • Tiger und Löwen im Zoo erhalten demnächst Hirsebrei.
  • Mücken stellen wir auf Rote Bete-Saft um
  • Katzen erhalten anfangs,Dattelcookies in Mäuseform, sie werden dann auch auf eine harmlose Ballform umgestellt, um ihren Aggressionspegel zu senken
  • Falken und andere Raubvögel locken wir mit kleinen Tofu-Vögelchen an.
  • Kleine Kälbchen ziehen wir mit Mandelmilch hoch.
  • Für Seelöwen backen wir Zimtsterne in Fischform.
  • Haieer halten das Knabberzeug: Fischlis – oder diese Gummifische von Haribo, natürlich ohne Gelatine ;-)

Eine schöne heile Welt.

Rosmarin zum Dritten (ein Nachzügler)

24. September 2014

24. September 2014: Zwei Rezepte mit Rosmarin

In den folgenden Rezepten nehme ich relativ wenig Rosmarin. Dennoch arbeite ich mich auf diese Weise langsam hindurch :-) Als erstes Rosmarinbrötchen und dann ein Auflauf, der bei entsprechender Vorbereitung sehr schnell geht. Für die Rosmarinbrötchen braucht man eine Stützcreme. Ich habe eine Dattelreisstützcreme verwendet, ich denke aber, dass es jede andere auch tut.

Dattelreisstützcreme

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  • 100 g Datteln (die festeren, steinlosen)
  • 50 g Cashewnüsse
  • 200 g kochendes Wasser
  • 50 g Naturreis
  • 200 g kochendes Wasser

Datteln, Cashewnüsse und 200 g Wasser im Vitamix bis zum Stocken schlagen. Reis in der Mühle mahlen, mit weiteren 200 g Wasser in den Vitamix geben und bis zum Stocken schlagen (ca. 2 Minuten).

Rosmarinbrötchen

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Ergibt 10 Stück.

  • 100 g Mais
  • 400 g Dinkel
  • 1/4 Würfel Biohefe (10 g)
  • 265 g Wasser
  • 1 EL Apfelessig
  • 50 g Dattelreis-Stützcreme (s.o.)
  • 1 Ast Rosmarin frisch

Mais fein mahlen, anschließend Dinkel fein mahlen (reinigt die Mühle vom Mais). Hefe in 150 g Wasser auflösen. Mit 100 g des Mehls verrühren und 30 Min. abgedeckt stehen lassen. 100 g Wasser in den Thermomix geben, dazu 1 EL Apfelessig und die Stützcreme. Restmehl und Hefegemisch hinzufügen. Auf der Knetstufe 2,5 Minuten kneten. Dann löst sich der Teig sehr gut aus dem Thermomix. Mit der Hand einige Minuten nachkneten, dabei weitere 15 g Wasser (je nach Getreide evtl. mehr) einarbeiten. Zu einer Kugel unter Spannung formen und 30 Minuten bei 35 °C gehen lassen.

Nochmals gut durchkneten. Zu 10 Brötchen je ca. 80 g formen. Nebeneinander auf das Lochblech setzen. Mit der Hand etwas flachdrücken, mit Rosmarinblättern belegen, einsprühen. Unter Gärfolie 30 Min. bei 40 °C gehen lassen.

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Kartoffelauflauf mit Rosmarin

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Der Auflauf war fix vorbereitet, weil ich vieles schon fertig herumliegen hatte. Kartoffeln und Aubergine hatte ich mit dem morgendlichen Brot zusammen gebacken, das benötigte also keine Extrabackofenhitze.

In eine 20-cm-Wollpfanne:

  • 3 g Öl zum Einpinseln
  • 160 g gebackene Kartoffel ohne Schale, in Scheiben
  • 175 g gekochte Kichererbsen
  • 35 g Pfifferlinge, kleingeschnitten
  • 195 g gebackene Aubergine, mit Schale, in Scheiben
  • 120 g Cocktailtomaten halbiert

Für die Soße im Vitamix mischen:

  • 40 g Sonennblumenkerne
  • 10 g Sonnenblumenöl
  • 4 g Salz
  • 10 g Tamari (kann auch wegfallen)
  • 12 g Essigpeperoni
  • 10 g Peperoniessig
  • 1 Knoblauchzehe
  • 300 g Wasser
  • 15 g Naturreis

Vorsichtig über das Gemüse gießen. Mit

  • Rosmarinnadeln bestreuen

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In den auf 225 °C (Heißluft) vorgeheizten Backofen schieben (Gitterrost) und 25 Min. ohne Deckel bei 200 °C backen. Es war sehr viel Soße, mich störte das nicht, weil sie sehr lecker war :-) Eventuell sollte aber, wer es weniger suppig möchte, 50-100 g Wasser weniger nehmen.

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