Die Schule des Lebens

29. April 2016: Wissenschaft – alles Humbug?

“Die Pharmaindustrie und die Ärzte wollen nur ans Geld, erfinden ständig Krankheiten und tun absichtlich alles, damit die Patienten nicht gesund werden.”

Ich kann’s echt nicht mehr hören, wie sich die Verführer damit brüsten und ihr krauses Gedankengut mit diesen Vorwürfen unters Volk bringen möchten. In Ermangelung eines überzeugenden Gottesbildes in unserer Zeit – so behaupte ich hier einmal provokant – finden sie immer wieder gläubige Anhänger. Alles, was die Wissenschaft beweist, ist verkehrt. Alle Studien sind geldgesteuert und so ein Heilsbringer kann natürlich beurteilen, was richtig ist und was falsch, ohne dass er das beweisen muss. Wer nicht (oder nicht deutlich sichtbar, räusper) Geld mit etwas verdient, hat mehr Recht in einer Sache, als jemand, der Geld damit verdient. Und was im Internet an dubioser Stelle gefunden und von dort zahlreich auf Blogs und Seiten kopiert wird, hat sehr viel mehr Gewicht, als das, was in wissenschaftlichen Büchern steht und mit viel Aufwand erarbeitet wurde.

Alle Ärzte sind Scharlatane, gehört auch in diese Rubrik. Immer wieder höre ich es, wie die Leute Ärzte als Nichtskönner diffamieren (keine Frage, das trifft für viele zu), aber ihren Heilpraktiker oder ihre Heilpraktikerin völlig unkritisch anbeten. “Meine Heilpraktikerin hat gesagt…” und dann kommt häufig irgend ein Mist. Aber – ohne vernünftiges Gottesbild, wie gesagt – da gibt es endlich wieder etwas, an das “wir” glauben können.

In meiner Erfahrung sind Heilpraktiker und ihre Zunft keineswegs besser als Ärzte. Nur geduldiger mit den Patienten vielleicht. Ihre Ausbildung? Hmmm, das liegt im Dunkeln. Bei einem Arzt weiß ich wenigstens, dass er mal studiert hat:-)

“Schön” ist auch, dass es immer wieder Ratgeber gibt, die sich ihre Weisheiten anlesen. Aus Youtube-Quellen, Internetseiten usw. Die werden dann plötzlich zu Experten für Krankheit XXX oder Fachleuten für Vitamin YYY. Ihnen ist es völlig egal, ob sie damit das Leben und die Lebensqualität anderer gefährden, weil sie sich entweder im eigenen Glanz wohl fühlen und in den nächsten Tagen dank ihrer bahnbrechenden Einsichten den Nobelpreis für Medizin auf sich zukommen sehen oder – weil sie das verschmähte Geld mit irgendwelchen Pülverchen verdienen.

Es ist plausibel für jeden, dass ein ausgefallener Zahn nicht nachwachsen kann. Aber eine Schilddrüse, die sich selbst teilweise oder ganz zerstört hat (eine Autoimmunerkrankung namens Hashimoto Thyreoiditis), soll sich auf einmal durch Änderung der Lebensführung regenerieren? Auf dieser “unsichtbaren” Ebene wird besonders gerne Mist erzählt, weil der Laie es ja nicht wie im Fall des Zahns selbst “sehen” kann. Wenn die Diagnose Hashimoto Thyreoditis korrekt gestellt wurde, stirbt der Kranke ohne Zufuhr des entsprechenden Hormons, langsam, langsam… Ist die Diagnose schlampig und somit falsch, mag eine Änderung des Lebens helfen. Das aber sind zwei Paar Schuh!

Bohrt man nach, woher diese selbsternannten Experten ihr Wissen beziehen, so kommt dann gerne, dass sie in der “Schule des Lebens” gelernt haben. Wenn ich diesen Ausdruck – nur ein Ersatz für dünnes Wissen und fehlende Ausbildung – noch einmal lese, krieg ich Pickel. Trotz guter vollwertiger Ernährung😉

Ich habe im letzten Jahr gesehen, was die Schulmedizin tun kann an Stellen, wo die Ernährung einfach zu spät kommt. Leben retten, Lebensqualität drastisch erhöhen. Mit Ärzten, die sich sichtbar um das Wohlbefinden ihrer Patienten kümmern. Die ihren Beruf ernstnehmen. Ja, ich weiß, dass vieles im Argen liegt. Aber gelegentlich wünsche ich mir, dass all diese Quacksalber und ihre Anhänger wirklich einmal krank werden. Dann schauen wir mal, ob sie Schmerzen lieber aushalten oder nicht vielleicht doch ein Schmerzmittel nehmen, ob sie sich nicht doch lieber kurieren lassen, als Seen von Wildkräuter-Smoothies zu trinken. Eine gute Vorbeugung (z.B. durch Ernährung) ist die eine Sache – aber wenn es für Vorbeugung zu spät ist, hilft diese Maßnahme nicht mehr. Wenn ich Karies habe, weil ich meine Zähne nie geputzt habe, wird das Loch im Zahn nicht dadurch aufgefüllt, dass ich anfange jetzt zu putzen.

Natürlich ist es im Krankheitsfall z.B. besonders wichtig, diese “Vorbeugemaßnahmen”  dann parallel zur Schulmedizin auch zu pflegen, Ernährung umstellen, “Zähne putzen” usw. Und es gibt leider auch Erkrankungen, deren nahezu perfekte Linderung durch alternative Maßnahme von der Schulmedizin einfach nicht anerkannt wird. Das ist aber häufig einfach Betriebsblindheit, nicht immer böser Wille und nicht immer Geldgier. Ich habe einen dieser Schwachmaten-Ärzte erlebt, der seinen Horizont partout nicht erweitern wollte. Aber Geld war hier keine Grund, einfach Denkbequemlichkeit oder was auch immer. Es gibt eben in vielen Berufen Leute, die ihr Handwerk nicht so recht verstehen. Dieser Arzt hat sich um seinen Patienten gesorgt und getan, was er nach seinem Wissensstand für das Beste hielt.

Es ist heute schwerer denn je, sich gut zu informieren, weil die Informationsflut so breit ist. Ich habe schon vor Jahren auf die fehlende Solidität eines gewissen Zentrums hingewiesen – aber es ist nicht auszurotten, davon wird ohne Ende zitiert. Möglichst mit dem Kommentar “Nun, nicht alles, was sie sagen, ist falsch”.

Kritisch bleiben ja, gut. Aber bitte wirklich kritisch bleiben und nicht nur etwas glauben, weil jemand etwas erzählt, das gerade im Moment gut gefällt.

Rezeptpreise

28. April 2016 Do Preise

Jeder möge einmal für sich selbst rechnen.

Wenn ich eine Kochzeitschrift abonniere, wie viele Rezepte werde ich wohl daraus nacharbeiten? Wenn ich ein Kochbuch kaufe, ein richtiges Schönes – wie viele Rezepte werde ich wohl daraus nachkochen?

Aus eigener Erfahrung und der anderer weiß ich: Bei einer Zeitschrift sind es im Schnitt 2-3 Rezepte (das entspricht etwa einem Preis von 1 Euro pro Rezept), bei einem Buch ist es locker das 3- bis 4-fache, selbst wenn ich davon ausgehe, dass ich 10 Rezepte davon verwende.

Je spezieller eine Ernährungsrichtung ist, um so höher ist – wegen der geringen Auflage – der Preis pro Rezept.

Letztes Jahr habe ich 2000 Rezepte geschrieben. Okay, das war überdurchschnittlich viel. Aber rechne ich es mal auf eine Zahl von 1200, die ich locker zusammenbekomme. Dann sind das 100 Rezepte pro Monat. Rechne ich auch den Preis auf Monate um, ist das 10 Euro pro Monat, somit für ein Rezept nicht einmal 10 Cent. Und das werbefrei:-)

Was will ich euch damit sagen? Eigentlich gar nichts, ich habe es nur einmal durchgerechnet und war selbst erstaunt:-)

Spargelzeit!

27. April 2016: Lecker Spargelessen

Spargel ist sehr beliebt. Und noch beliebter ist es, den Spargel in der herkömmlichen Weise zu essen: mit Butter und einer Sauce hollandaise. Okay, Butter geht bei fettarmer Ernährung nicht, aber auch ohne Sauce hollandaise durch die Spargelzeit kommen? Für manch einen fast undenkbar. Aber zum Glück ist eine Lösung in Sicht – eine Sauce, die so lecker ist, das selbst ein sehr konservativer Spargelgast spontan sagte: “Boh, das hat aber lecker geschmeckt!”

Ganz erstaunlicherweise ist keine Stützceme in dieser Soße😉

Spargel in feinem Sößchen

Sales9063SpargelinSoße

  • Kaufen könnt Ihr das Rezept mit der Nummer 9063 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine Sammelkarte beginnen möchte, klickt: hier

 

Das Rezept der Woche

24. April 2016: Lecker Muffins

Derzeit tobe ich mich selbst noch mit Gebäcken nach der Wilkesmannschen Formel zum Backen ohne Fett und ohne Tiereiweiß (hier) aus. Nun ist Rechnen nicht jedermanns Hobby und ein bisschen Übung im Umformen kann auch nicht schaden. Und so stelle ich heute leckere Muffins vor, die gleichzeitig auch die Aufgabe in einer meiner Facebook-Gruppen waren.

Daher habe ich besonders wohlschmeckende Muffins zum Rezept der Woche gemacht.

KW17

Ihr findet das Rezept ca. eine Woche lang: hier

KW17a