Neue Produkte, für diesmal reicht’s nun

1. Okt. 2016: Und noch ein letztes Mal…

Die September-Ausgabe von Schrot & Korn enthielt wirklich wunderbare Werbung. So auch ein Produkt von Ökoland. Ökoland klingt doch wirklich nach Gesundheitslatschen, ungewaschenen Haaren und Körnchen? Nix, da, auch Ökkoland ist modern und witzig geworden. Welcher hirnlose Texter sonst hätte sich einen Spruch wie „wir sagen Dankö!“ ausgedacht?

Das tolle Produkt hier, natürlich vegetarisch, ist eine Möhren-Ingwer-Cremesuppe aus der Dose. Auf ihrer Webseite, so zum Einstieg preisen sie sich selbst: „Ökoland-Lebensmittel verbinden Verantwortung, Geschmack und Genuss.'“. Verantwortung in der Dose oder aus der Dose? So muss es wohl sein.

Ich zitiere von der Webseite für die Möhren-Ingwer-Suppe:

„Trinkwasser, 32% Möhren*, Kartoffeln*, 4,5% SCHLAGSAHNE*, SELLERIE*, Zwiebeln*, Reissirup*, Reis*- und Maisstärke*, Sonnenblumenöl*, Meersalz, MILCHPULVER*, Ingwer*, Gewürze* (Macis*, Curcuma*, Pfeffer*, Knoblauch*), Kräuter* (Liebstöckel*, Petersilie*, Rosmarin*).
* = Zutaten aus ökologischem Landbau, ** = Zutaten aus ökologischer Aquakultur“

Lecker. Muss ich nix mehr zu sagen. Alles unter dem Bio-Mäntelchen.

Frage doch mal die Ute

Fragen im September

Frage 1 für September: Ich habe jetzt schon mehrmals Rührkuchen und Muffins nach der Wilkesmann-Formel gebacken. Die Kuchen gehen beim Backen immer schön auf – sinken danach aber wieder in sich zusammen. Nicht immer sofort, aber spätestens am zweiten Tag sind sie wieder nur noch ca. so hoch wie der rohe Teig. Locker sind sie aber trotzdem. Mache ich was falsch oder ist das halt so, weil die Linsen und Stützcreme kein stabiles Gerüst bilden (wie es zB Ei tut)?
Stützcreme und Linsen geben ein gutes und stabiles Gerüst. Bei mir ist noch kein Kuchen zusammengefallen – außer dem Berner Schokoladenkuchen, aber da ist das gewollt. Was mich überrascht, ist, dass der Kuchen nicht sofort zusammenfällt, sondern erst später. Zum Zusammenfallen allgemein fallen mir diverse Gründe ein:

  1. Du machst die Stützcreme nicht mit dem Vitamix, sondern auf anderer Weise, vielleicht ist sie dann zu flüssig.
  2. Du machst die Stützcreme mit dem Vitamix, aber wartest nicht lange genug, bis es wirklich stockt.
  3. Du lässt die Linsen nicht nachquellen und sie sind noch zu flüssig.
  4. Du backst nicht lange genug. Auch das Eigerüst muss bei der richtigen Temperatur die richtige Zeit backen, damit es hält.

Eine weitere wichtige Frage: Hast du selbst die Formel angewandt oder ein Rezept von mir genommen? Wenn du selbst die Formel umgerechnet hast: Waren das Kuchen, die du bereits kennst, oder neue Rezepte?

Auf den Fotos siehst du einen Marmorkuchen, da ist nichts zusammengefallen, der sah nach drei Tagen noch genauso aus.

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Senioren

29. Sep. 2016: Alter im Senioren-Ratgeber

Es ist immer wunderbar zu sehen, wie Vorurteile tradiert (d.h. weitergegeben) werden. Die Darstellung von älteren Menschen in der Werbung ist dafür ein besonders gutes Beispiele. Dort sehen wir nicht ältere Menschen, sondern das, was über ältere Menschen in den Köpfen von meist jungen Werbeleuten rumspukt. Wunderbar.

Aber auch Apothekerin Claudia Röttger, Chefredakteurin des Seniorenratgebers, zieht sorgsam eine Grenze zu den Menschen, die sie für alt hält. Der Satz, der mir Freude macht: „‚Zu alt für einen Umzug, zu alt, um mit Klavier anzufangen, zu alt für eine Digitalkamera…‘ Unser großes ABC für gesunders Altern ermuntert Frauen und Männer jenseits der 50 schon beim Buchstaben A, solche Sätze ein für alle Mal aus ihrem Kopf zu streichen.“

Über 50 – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Liebe Frau Röttger, ich kenne niemanden, der sich mit 50 (!!!) alt fühlt. Nicht einmal mit 60. Die Menschen um die 50 stehen meist im Berufsleben, hantieren mit all dem Technikkram begeistert wie die Jüngeren. Man muss sich nur mal auf der Straße umsehen, wie viele Menschen „ab 50“ ihre Smartphones für quasi lebensnotwendig erachten. Die Neues anfangen, die keine Lust haben auf olle Sprüche wie die von Frau Röttger.

Vermutlich muss sich Frau Röttger eilends von den 50-Jährigen abgrenzen, zu nahe rückt sie selbst an diese Grenze (auf dem Foto schätze ich sie mal auf Anfang 40). Aber warum muss sie ihre für mich offensichtlichen Probleme mit dem Älterwerden so auf die 50-Jährigen abwälzen? Menschen zwischen 50 und 60 (mindestens!) nehmen überall Führungspositionen und verantwortliche Stellungen ein. Und die sollen alle schon sagen „Zu alt für…“?

Ein Traum von Frau Röttger. Aber den kann sie gerne allein träumen.

Rezept der Woche

25. Sep. 2016: Gratin

Die drei Gemüsesorten lassen sich gegen andere austauschen und somit haben wir hier ein immer wieder wandelbares, bequemes Essen, das gleichzeitig etwas hermacht. Das Essen reicht für 2 Personen.

Gemüsegratin

Für das Gemüse:

  • Etwas Öl zum Einfetten der Form
  • 155 g Kohlrabi
  • 150 g Zucchini
  • 165 g Kartoffeln
  • 25 g Knoblauch, in dünnen Scheiben
  • 40 g Zwiebel, in feinen Ringen
  • 20 g getr. Tomaten, in feinen Streifen

Für die Gratinsoße:

  • 25 g Pesto (kann entfallen)
  • 125 g gekochte rote Linsen
  • 10 g Zitronenfleisch
  • 20 g Kichererbsenmehl
  • 30 g Mandelmus (gekauft)
  • 330 g Wasser

Zum Bestreuen:

  • 1-2 EL Sesamsaat

Kohlrabi, Zucchini und Kartoffel in dünne Scheiben schneiden, wobei das Gemüse mit der längsten Kochzeit die dünnsten Scheiben haben sollte. In Reihen nebeneinander legen (hier eine Form ca. 35 x 45 cm, mit Öl eingepinsel). Mit Knoblauch, Zwiebel und Tomaten bestreuen.

Die Zutaten für die Gratinsoße mit dem Vitamix gut mixen. Gemüse mit der Gratinsoße übergießen, mit Sesam bestreuen und in den kalten Ofen schieben.

40 Min. bei 220°C (Heißluft) backen.

Und gut schmecken lassen! Tipp: Lauwarm hat es mir am besten geschmeckt.