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Kuriositäten

Manchmal fallen uns bei unseren Spaziergängen, die wir eigentlich immer in bewohntem Gebiet machen, Kuriositäten auf. Schon öfter habe ich einzelne Handschuhe auf Hecken oder auf der Straße fotografiert. Die Geschichte dahinter scheint selten Neugierde zu wecken.

Aber letztlich fanden wir:

Ein einzelner Kinderschuh auf einer Gartenmauer. Er ist noch gut in Schuss, warum wurde er weggeworfen? Oder hat das Kind ihn verloren? Aber wie läuft ein Kind mit nur einem Schuh, ohne sofort zu merken, was da nicht stimmt? Oder wohnt das Kind in der Nähe und hasst seine modischen Schuhe, ist morgens klammheimlich aus dem Haus geschlichen, um einfach einen zu entsorgen? Es gibt so viele Erklärungsmöglichkeiten. Aber so eine richtig plausible fand ich bisher nicht.

Diskriminierung

Ich habe mal Zahlen herausgesucht, wie hoch der Prozentsatz von Minderheiten ist:

Transgender sind 0,336 %, homosexuell 0,6 bzw. bisexuell 2,8/2,5 %. Linkshänder sind 10,6 %.

Wenn ich mir so gängige Fernsehserien anschaue, wird in gefühlt jedem 3. Film auf Probleme wegen Transgender oder Homosexualität hingewiesen. Wenn ich vom deutschen Fernsehen ausgehe, sind mindestens 80% der Bevölkerung homosexuell und etwa 30% transgender. Wo aber sind die Linkshänder?

Wohlgemerkt: Ich rufe nicht dazu auf, Minderheiten zu diskriminieren. Aber es ärgert mich doch, wie wenig die Linkshändigkeit im Alltag problematisiert wird. Egal, ob du transgender oder homosexuell bist: Packungen zu öffnen, Scheren zu benutzen usw. sind von deiner Veranlagung her kein Problem für dich.

Für mich schon. Ich bin Linkshänderin. Ich schreie nicht jedes Mal laut auf, wenn ich mal wieder benachteiligt werde, vermutlich kriegt man als Linkshänder automatisch ein dickes Fell.

Wie viele Käse- und Wurstpackungen gibt es, die an der rechten oberen Ecke eingeschnitten oder auseinander gezogen werden müssen? Ich hampel da jedes Mal rum, muss die Packung umdrehen. Okay, das kostet mich nicht mein halbes Leben, aber es nervt – was vielleicht Rechtshänder nicht verstehen – jedes Mal.

Oder aber Messbecher – ein reines Vergnügen. Ich muss in meinen Hartbodennasssauger zu Beginn 50 ml Wasser und zum Reinigen 200 ml Wasser einfüllen. Wenn ich den Messbecher, wie das für mich naheliegend ist, in die linke Hand nehme, sehe ich die Skala für Zucker. Nun muss ich den Messbecher entweder in die Rechte nehmen (das macht man als Linkshänder auch nach Jahren nicht spontan), meine linke Hand verdrehen oder den Messbecher vorn anfassen. Beides hält auf.

Ganz zu schweigen von Türklinken… Das fällt vor allem auf, wenn ich etwas in der Hand halte. Natürlich wäre für mich: Ich halte es rechts und bediene die Klinke mit links. Nee, ich muss es anders machen.

Früher habe ich gedacht, ich habe einen Hang, mich zu schneiden. Nein, es ist einfach so, dass eingesetzte Messer für den Rechtshänder sicherer zu greifen sind.

Du schüttelst jetzt den Kopf und denkst: Jammern auf hohem Niveau, geht doch alles? Ja, natürlich geht das. Ich bin nicht an der Teilhabe am normalen Leben gehindert. Aber es ist jeden Tag ein kleiner „Kampf“ mit vielen kleinen Dingen. Jammern wir Linkshänder ständig? Nö, wir sind es so gewoht, dass sich alles um den Rechtshänder dreht, dass wir mit den Achseln zucken und unsere rechte Hand trainieren oder Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen.

Spricht man vom Linkshänderdasein wird immer aufs Schreiben hingewiesen. Das „darf“ man ja heute mit links. Als ich zur Schule ging, soll das anders gewesein sein. So genau weiß ich das nicht, ich weiß nur, dass ich bewusst entschieden habe (ohne dass mich irgendwer dazu gezwungen oder gedrängt hätte), mit der rechten zu schreiben. Es ist technisch einfacher und ich war damals wohl schon pragmatisch. Dafür kann ich jetzt beides, also mit beiden Händen schreiben.

Selbst beidhändig aussehnde Dinge sind häufig für den Rechtshänder einfacher zu bedienen, weil es von Rechtshändern entworfen wurde: Es klappt mit der rechten Hand und sieht beidhändig aus? Das reicht dann, getestet wird nicht mehr.

Probiere es mal ein paar Stunden aus: Für alles, das du tun möchtest, nutze als erstes die linke Hand. Das lässt Erstaunliches beobachten.

Morphy Richards: Pizza

Bisher gefällt mir der Mixstar sehr gut. Meine bange Frage war jedoch: Schafft das Gerät auch kleinere Teigmengen, wie z.B. meinen Pizzateig (235 g Mehl und 155 g Flüssigkeit)? Würde der Mixstar das schaffen, hieße das: Ja, ich behalte das Gerät. Wenn nicht, wäre es überflüssig.

Was ließ mich denn daran zweifeln, dass diese Teigmenge gut verarbeitet wird? Nun, die Teigkneter haben einen für meinen Geschmack relativ hohen Abstand zum Boden und auch zum Rand.

Zu meiner großen Freude schaffte der Mixer es bestens. Das folgende Foto habe ich nach 1 Min. und 44 Sek. aufgenommen (was ich ja am Zähler ablesen kann).

Es bleibt sehr wenig Teig hängen. Der gleiche Teig im Thermomix bedeutet einiges Herumzupfen am Messer und an den Wänden.

Hier bleibt nach 4 Min. Knetzeit kaum etwas hängen:

Der Teig ging nicht ganz so rasant wie sonst. Das aber liegt an den mittelwarmen Außentemperaturen gestern. Das heißt, die Heizung unter der Fensterbank ist ausgeschaltet. Der Rolladen ist halb heruntergelassen. Der Teig hatte also nicht wie sonst einen warmen Untergrund, nur niedrige Raumtemperatur. Beim Backen hat das keinen Unterschied gemacht.

Die große Schüssel passt auch prima in meine Spülmaschine:

Noch einen kleinen Wermutstropfen habe ich zu vermelden: Die Schüssel lässt sich nicht mit einer Hand halten. Zum Ausgießen ist das schade. Eine kleine geriffelte Eingriffmulde unten an der Schüssel könnte da helfen. Aber auch dann würde es mit kleinen Händen schwierig sein. Das ist kein Drama, aber eben verbesserungswert.

Genauso vermisse ich eine kleine Ausgusswölbung oben an der Schüssel. Ich habe natürlich keine Ahnung, ob beide Punkte in der Herstellung sehr viel komplizierter und und das Gerät dementsprechend teurer wäre. Beim Ausgießen des Gusses für den Kuchen von gestern wäre das hilfreich gewesen.

Ob die Plastikteile sich über die Zeit bewähren, kann ich noch nicht sagen. Für anfällig halte ich den recht dünnen Deckel und die beiden Kunststofflaschen, die den Einsatz für die Schneebessen / Teigschläger halten. Das aber kann nur häufige Nutzung zeigen.

Ich habe 199,90 Euro ohne Porto bezahlt. Häufig habe ich ihn im Internet nicht angetroffen, nur in einem anderen Onlineshop, bei dem ich nichts kaufe. Und dort ist er 20 Euro teurer. Bei Ebay gibt es derzeit fünf Angebote, die alle bei um die 250 Euro und mehr liegen.

Für mich persönlich ist das Gerät auf jeden Fall eine gute und sehr praktische Wahl.

Morphy Richards: Etwas Kritik

Eric findet es toll, dass ich eine neue Küchenmaschine habe. Der Nachschub an Essbarem und Süßem steigert sich. 😉

Gestern also wollte ich einen Apfelkuchen machen, der aus drei Schichten besteht: Rührteiggrundlage, Äpfel und eine Sahnedecke.

Eigentlich hätte sich ein Marmorkuchen eher für so einen Test geeignet, aber wir hatten Hunger auf einen Obstkuchen. Zuerst habe ich Butter und Zucker schaumig geschlagen:

Voller Begeisterung für den ganzen Krempel hatte ich leider das Ei vergessen und wunderte mich nach der Mehlzugabe über die Festigkeit des Teigs.

Die „Schlagbesen“ haben das aber gut ausgehalten.

Sehr praktisch sind die beiden Schaber: einer hält die Wand (relativ) sauber, der andere den Zylinder in der Mitte.

Nachdem ich noch Hafermilch hinzugegeben habe, wurde es auch ein schöner Teig. Schon da habe ich eines gelernt: Besser erst die trockenen Zutaten in die noch offene Schüssel geben, es fällt sonst falsch und eher oben auf die Einrichtung in der Mitte. Außerdem habe ich den Löffel zu tief reingehalten, als ich etwas Mehl nachher einfüllen wollte, und es machte „zack“, der Löffel geriet zwischen die Teigschläger. Zum Glück ist nichts passiert, weder mein Arm noch der Rührer sind deformiert, 😉 aber eine Lektion hatte ich intus.

Dann sollte die Maschine auch den Sahneguss meistern. Dafür waren erst einmal drei Eier schaumig zu schlagen. Logisch wäre es gewesen, dafür die Schneebesen einzusetzen – aber das war mir zu lästig. Dazu weiter unten mehr bei meinen Kritikpunkten.

Es ging aber auch so. Statt saurer Sahne habe ich eine Skyr-Frischkäsemischung genommen. Der Frischkäseanteil blieb teils etwas kleinklumpig, was aber durchaus an meiner Ungeduld liegen könnte.

Mittlerweile bin ich deutlich sicherer im Zusammenbau der Teile und Einsortieren in den „Ordnungsbehälter“.

Auch wenn das jetzt kein Härtetest (mit einem 500-g-Mehlanteil) war, so bin ich bisher mit dem Teigergebnis zufrieden. Ich habe mittlerweile aber auch Nachteile entdeckt, die mehr mit der „Organisation“ und dem „Platz“ zu tun haben.

Nachteile

Das Gerät ist kompakt. Aber wenn ich es benutzen will, muss ich ja den Einsatz für die Geräte herausnehmen und irgendwo ablegen. Wenn ich nicht gerade die Schneebesen nutzen will, muss ich sie trotzdem herausnehmen, um an die anderen Dinge zu kommen.

Hier liegen die Rührbesen wie ein Insekt auf dem Rücken. Die Knethaken funktionieren für sich, kein Problem. Aber die Teigschläger (blau) muss ich statt der Rührbesen in die Halterung einsetzen: Halterung öffnen mit zwei Kunststoff-Laschen, jeden Rührbesen einzeln herausziehen, jeweils Teigschläger einsetzen, in die kleine Einheit drücken. Klingt jetzt vielleicht nach noch mehr, als es eigentlich ist – aber wenn die Rührbesen oder Teigschläger schon benutzt sind, wird das ein teigiges Vergnügen.

Dazu kommt, dass die Rührbesen die oberste Einheit sind, die ich herausnehmen muss, wenn ich an die anderen beiden Rührer kommen will. Das finde ich extrem unpraktisch. Wer macht den mehr Ei-Schnee als Teige? Da bin ich sicher nicht die Einzige. Mag sein, diese Anordnung ist die einzige, die so ein praktisches Zusammenstecken ermöglicht. Handlich ist sie trotzdem nicht.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die Größe der Schüssel. Ich habe zum Glück eine Waage, auf der ich auch Größeres wiegen kann. Dazu kommt, dass ich die Schüssel nach dem Wiegevorgang noch in die Grundhalterung einrasten lassen muss. Wie das bei größeren Mengen funktioniert, weiß ich nicht. Beim Thermomix ist das kein Problem, den muss ich quasi nur von oben in die Halterung drücken. Hier aber muss ich drehen und einen „Rastpunkt“ finden.

Wenn der Mixstar auch noch den Pizzateig schafft, werde ich sie behalten. Der Pizzateig ist relativ wenig an Menge. Da bin ich nicht so sicher, ob die Knethaken greifen. Aber ich werde berichten. 🙂

Würziges Dinkelbrot

Ein Vollkornbrot mit der Morphy Richards

Freigeschoben; nach einem Rezept von einer Packung „Bio-Dinkelflocken zart“ von Kölln; erster Teigversuch mit der Morphy Richards

  • 220 g Dinkelflocken zart
  • 200 g kochendes Wasser

Kochendes Wasser in der Rührschüssel über die Flocken gießen, mit den Knethaken mixen und 20-30 Min. quellen lassen (Vorgabe: 1 Std.)

  • 500 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 1 EL (= 17 g) Salz
  • 1 gestr. EL Brotgewürze (Brecht)

Trockene Zutaten in einer Schüssel mit dem Löffel verrühren.

  • 150 g Hafermilch
  • 200 g warmes Wasser
  • 2 P Trockenhefe
  • 1 TL Vollrohrzucker

Mit einem Teelöffel verrühren.

Erst die Flüssigkeit in die Rührschüssel mit den Flocken geben und 20 Sek. auf Stufe 2 rühren. Mehlmischung zugeben und 5 Min. kneten (praktisch der Zähler!). Wie in der Bedienungsanleitung angegeben, geht der Teig gegen den Deckel, den habe ich dann abgenommen. Hat gut geknetet. Mit den Händen kurz durchkneten und zu einer Kugel unter Spannung formen. In eine passend große Schüssel geben, mit einem Tuch abdecken und in den Ofen stellen. Bei 35°C Ober-/Unterhitze 30 Min. gehen lassen (im Winter würde ich die Teigschüssel einfach auf das Fensterbrett stellen).

Nach der Gehzeit nochmal durchkneten und ein rundes Brot formen.

  • 1-2 EL Hafermilch
  • 1-2 EL Dinkelflocken zart

Mit Hafermilch bepinseln und mit Dinkelflocken bestreuen. Mit einem scharfen Messer mehrmals kreuzweise einschneiden.

Eine große Schüssel über das Brot stülpen und den Heißluftofen auf 180°C vorheizen, auf dem Boden steht eine feuerfeste Form mit Wasser.

Backzeit bei 180°C: 50 Min.

Das Brot ist sehr flach geworden. Ich habe es gehen lassen, während der Ofen aufheizte. Vermutlich wäre es besser, der Ofen ist schon heiß und das Brot wird direkt nach Formen eingeschoben.

Sehr lecker ist es allemal! Bei einem nächsten Versuch würde ich das Bestreuen mit Haferflocken weglassen. Das ist eine unheimliche Sauerei – kaum schaut man das Brot an, fallen sie schon in alle Himmelsrichtungen. Außerdem würde ich nur 1 P Trockenhefe nehmen und länger gehen lassen.

Morphy Richards: Ein Brot

Mit Bedienungsanleitung in der Hand ist mir die Montage (ist ja eigentlich alles schon vorgefertigt) geglückt 🙂 Es sollten ja Knethaken sein. Ich habe erst falsch gedacht, dann aber nachgelesen. Das war also einfach.

Der erste Wermutstropfen kam beim Lesen der Bedienungsanleitung: Maximum 750 g trockene Zutaten. Das klingt erst viel, aber ich backe schon mal Brot mit mehr. Auch ein normaler Rührteig (mit 500 g Mehl und min. 250 g Zucker) kommt da eigentlich schon an die Grenze. Aber ich denke mal, dass noch ein bisschen Spielraum nach oben ist.

Obwohl die Maschine leicht ist, steht sie beim Kneten erstaunlich fest auf ihrem Platz. Es hat mich überhaupt überrascht, wie gut sie knetet. Denn die Knethaken haben noch deutlich Spielraum bis zur Schüsselwand.

Im Rezept, das ich morgen vorstellen werde, müssen als erstes Haferflocken in heißem Wasser quellen. Na, dachte ich, das mache ich doch gleich in der Schüssel. 220 g Flocken plus 200 g Wasser – das wurde nicht sehr gut verrührt, fand ich. Dennoch waren beim Test fast alle Flocken „durch“.

Die restlichen Zutaten habe ich zusammen zugegeben und kneten lassen. Wie in der Betriebsanleitung angedeutet, musste ich den Deckel abnehmen, weil der Teig „hochstieg“.

Ein tolles Feature ist eine Zähluhr (oben im Foto links unten sichtbar), die automatisch startet, wenn man die Maschine anstellt. Unterbricht man den Knetvorgang, hält der Zähler an, danach läuft er wieder weiter. Das gefällt mir sehr gut, denn so habe ich die Knetzeit im Blick. Ich habe 5 Min. kneten lassen, das wird in der Bedienungsanleitung als Knetzeit angegeben.

Zweiter Wermutstropfen: Dem Deckel und dem Deckeleinsatz zum Nachfüllen traue ich nicht so ganz. Es handelt sich um dünnes Hartplastik. Wenn mir der Deckel auf die Fliesen fällt, bricht er dann oder bekommt einen Riss? Der Deckeleinsatz ist mir natürlich, wie das so ist, auf die Fliesen gefallen – er blieb intakt.

Ich habe ein kleines Video vom Kneten an Freunde geschickt, die alle vom Geräusch der Maschine entsetzt waren. Als ich das Video selbst anschaute, musste ich zustimmen: Es quietscht. Ja, natürlich macht der Mixstar Geräusche, aber so grell wie im WhatsApp-Video ist das nicht. Und leiser als Thermomix und Vitamix ist der Mixstar alle mal.

Der Teig ist wirklich toll geworden und super gegangen. Das liegt natürlich auch am Rezept.

Dann habe ich ein wenig in meinen Küchenschränken herumgeräumt. Unter den Herdplatten habe ich zwei große geräumige Schubladen. Nimmt man die beiden Teile auseinander, passt das Gerät prima hinein. Ich muss also meine Küche nicht (wieder) durch einen zu großen Gerätepark verschandeln.

Ich habe diesmal mit der Hand gereinigt, das ging unter fließendem Wasser gut. Wenn ich mal Platz in der Spülmaschine habe, werde ich das auch ausprobieren. Beim Deckel bin ich allerdings nicht so sicher, ob ich das probieren werde.

Im Ofen ist der Teig dann mehr in die Breite gelaufen als in die Höhe geschossen. Das kann aber auch an der für Brot niedrigen Backtemperatur von 180°C, so im Rezept angegeben, liegen. Hätte ich von mir aus nicht gewählt.

Die neue Küchenmaschine

Heute, als wir vom Shoppen heimkamen, stand ein großer Karton vor der Tür. Das konnte nur eines sein 🙂 Wir haben uns also ans Auspacken begeben. Dabei stellte sich heraus: Der Mixer ist von der Firma morphy richards. Eine mir neue Marke, aber Eric berichtete, dass es eine bekannte englische Marke ist, von der schon seine Mutter Geräte benutzt hatte.

Der „Mixstar Mixer“ ist wirklich sehr kompakt. Wenn ich einen meiner Schränke mal gründlich ausmiste, kann ich ihn sicher auch dort unterbringen, da sich die Schüssel von der Grundeinheit abnehmen lässt. Beide Teile für sich sind auch nicht zu schwer.

Macht man das Paket auf, liegt auf der eigentlichen Verpackung eine Mappe mit der Rechnung. Ich konnte nämlich, obwohl ich zum ersten Mal Kunde bin, auf Rechnung bezahlen. Paypal wird interessanterweise nicht angeboten.

Das ist schön übersichtlich 🙂

Dann habe ich die Bedienungsanleitung gelesen. Die ist ein wenig lustig, weil die Übersetzung vor allem der Rezepte nicht von guten Deutschkenntnissen oder Backwissen zeugt. Fertigmehl – was soll das sein? Gut gefällt mir auch „7 g Beutel schnellwirkende Trockenhefe“. Nee, klar, die kaufe ich immer. 😉 Und „milchfreier Mozzarella“? Mandelbutter? Auf deutsch heißt es „veganer Mozzarella“ und „Mandelmus“. Nun ja.

Die Bedienungsanleitung enthält, wie heute häufig, mehrere Sprachversionen. Die deutsche Version geht von S. 46 bis 57, einschließlich Inhaltsverzeichnis und Gewährleistungshinweisen. Und trotzdem sind noch einige Rezepte enthalten, die das Prinzip des Geräts verdeutlichen. Die Benutzung scheint mir einfach. Die Teil (Schüssel und die Rührgeräte) können in die Spülmaschine: Hurra!

Mal sehen, ob ich morgen Backlust verspüre. Die derzeitigen Temperaturen sprächen eher dagegen.

Eine neue Küchenmaschine

Im Laufe meines Kochlebens habe ich schon etliche Küchengeräte gekauft, verschenkt, neue gekauft. Ich habe eine Gerätesucht 🙂 Vieles, was ich erst supertoll fand, habe ich dann wieder abgestoßen, weil es für meinen Bedarf einfach falsch dimensioniert war. Dazu zählt z.B. die an sich wunderbare Knetmaschine von Häusler. Eine Kenwood mit so viel Zubehörteilen, dass mein Schrank knapp wurde. Und die ich eigentlich auch nicht brauchte. Kleinere Teile, andere Geräte größer. Ich probiere viel durch.

Erhalten geblieben sind mir der Vitamix (den würde ich sofort wieder kaufen) und der Thermomix (das Original würde ich wegen des Preises nicht mehr kaufen, aber einen Nachbau auch sofort). Die Mühle brauche ich nicht mehr, genau wie den Flocker, weil ich Mehl und Flocken jetzt fertig kaufe. Ach ja, einen Rührstab habe ich noch, den ich sehr selten nutze. Und ein Handrührgerät, das relativ häufig zum Einsatz kommt.

Da ich in letzter Zeit wieder recht häufig backe, merkte ich: Mir fehlt eine Knet- und Rührmaschine. Der Thermomix knetet gut, aber durch den konischen Schnitt des Messbechers und das Messer ist das Herausholen des Teigs, wenn er nicht gerade sehr fest ist, eine Geduldsprobe. Tricks wie Teigreste entfernen durch kurz laufen lassen des Geräts helfen mir nicht wirklich. Rührteige werden teils schön, aber es bleibt eben auch viel hängen.

Nun liebe ich eigentlich meine jetzt relativ leere Küche, aber der Wunsch, wieder maschinell zu kneten (einfacher) und zu rühren (da kann ich in der Zwischenzeit was anderes machen, abwiegen, Spülmaschine ausräumen usw.) wuchs verstärkt. Eines war klar: Das neue Gerät muss kompakt sein und „darf“ keine Zusätze haben, die ich doch nicht brauche. Gemüseschneider, Nudelmaschine – alles nicht nötig.

Bei meiner Suche fielen zwei Geräte auf, die Ankarsrum (von der eine Freundin schwärmt) und ein mir unbekanntes Gerät von der Firma Hagen Grote, die mir ebenfalls bis jetzt unbekannt war. Die Ankarsrum mit einem Preis von 700 Euro – und das ohne weiteres Zubehör – erschien mir erstaunlich. Auch wenn meine Freundin begeistert ist: Die Maschine ist groß und ich finde sie komplett überteuert dafür, dass sehr viel Plastik verbaut ist.

Also, ich habe gestern dann die Kompakt-Küchenmaschine von Hagen Grote bestellt. Sehr positiv aufgefallen war mir der Service: Ich habe zweimal was zu dem Gerät gefragt und erhielt „richtige“ Antworten, also keine leeren Textbausteine. Die Antwort kam nicht innerhalb von 10 Minuten, aber das erwarte ich nicht.

Ich finde sie auch optisch ansprechend und so praktisch – die Teile kann ich in der Rührschüssel aufbewahren. Ich kann sie 30 Tage ausprobieren. Ich werde berichten! Unten folgen Bilder mit Quellenangabe.

Nachhaltig ausstopfen

Das Wort „nachhaltig“ gehört zu meinen Hasswörtern genau wie „umweltfreundlich“. Nicht, weil ich den Gedanken dahinter etwa negativ bewerte. Die inflationäre Verwendung der beiden Wörter nervt mich. Jeder handelt nachhaltig, verbessert die Umwelt. Bei so viel Nachhaltigkeit wundert man sich schon über den ganzen Plastikmüll allüberall.

Mir ist eine neue Idee gekommen (einige von euch machen das sicher schon seit Beginn ihres Lebens so), wie ich Päckchen ausstopfe. Während meiner Berufstätigkeit habe ich eine Rolle Polsterfolie gekauft. Davon zehre ich immer noch, aber so richtig glücklich macht mich das nicht.

Bei Einzug in dieses Haus hatte ich mich entschieden, die Verantwortung fürs Putzen zu übernehmen. Da ich mich vor nassen Haaren an den Finger und solchen ähnlichen Dingern in der Hand grusel (es ist eine Macke, aber ich akzeptiere mich selbst, was ja auch seeeehr modern ist 😉 ), habe ich nach Einmalputz- bzw. Einmalscheuerlappen gesucht. Aus Papier. Damals habe ich nichts gefunden, aber ein supergünstiges Angebot von Scheuerlappen. Okay, den könnte ich dann nach dem Putzen einfach wegwerfen. Abbaubar und so. Also gekauft.

Einen davon habe ich sogar zum Putzen genutzt. Danach bin ich auf Hartbodennasssauger umgestiegen. Jetzt steht ein Riesenkartons mit diesen Lappen (100 Stück?) in meinem Keller. Ich verbrauche sie jetzt, Ihr ahnt es schon, als Stopfmaterial für Päckchen und Pakete. Die 60 Geschenke letztlich hatte ich in drei Stück eingebettet. Heute wollte ich ein Glas mit Sambal oelek verschicken. Wieder entschied ich mich für einen der Putzlappen.

Der ist ja nicht nur einfach abbaubar, sondern auch wieder verwendbar meiner These folgend, dass jeder irgendwann mal so einen Lappen braucht.

Statt Käse

Pizza essen wir jeden Samstag. Leider habe ich festgestellt, dass ich warmen / erhitzten Käse im Gegensatz zu kaltem nicht gut vertrage. Eine Scheibe Brot mit Käse – alles bestens. Nach einer Pizza mit Käse drauf ist es schon nicht mehr so gut, selbst wenn ich nur wenig nehme (40-70 g). Nun habe ich mir gestern etwas „zusammengerührt“, das kein Käse ist, auch kein Käseersatz sein soll, sondern einfach etwas Schmackhaftes, mit dem man die Pizza abschließen kann. Es ist nicht vegan. Aber ausgefleischte 🙂 Veganer wissen sicher, wie sie Skyr ersetzen.

Soße statt Käse für Pizza

Mit einem Löffel verrühren:

  • 70 g Skyr
  • 10 g Hafersahne
  • 10 g Sonnenblumenöl
  • 10 g vegane Mayonnaise
  • Salz

Auf die vorgebackene Pizza geben, vorsichtig mit einem Teigschaber ein wenig verstreichen und weiterbacken.

Ich habe den Belag in den letzten 7 Minuten zugegeben. Etwas länger hätte er drauf bleiben können. Wer genau aufs Bild schaut, sieht aber, dass der Belag nicht mehr flüssig ist.