Frag doch mal die Ute… im März 2015

30. März 2015: Frag doch mal die Ute

Frage 1 für März Liebe Ute, kannst du bitte mal deinen Wildhefeansatz – die Zutaten- schreiben?
– 1 getrocknete Bio-Aprikose
– Schale von 1 ausgepresster Bio-Zitrone
– 1 TL Imkerhonig
– aufgefüllt in einem Schraubglas auf 1 Liter mit EM-Wasser
Mehr zu meinen bisherigen Experimenten und Tipps auch von anderen findest du in der Facebook-Gruppe “Wildhefe”.

Frage 2 für März Liebe Ute, stimmt es, dass man Nüsse und Samen vor dem Verzehr einweichen sollte? Begründet wird dies damit, dass die uneingeweichten Saaten Säure enthalten, die eine Verwertung durch den Körper verhindert. Diese Meinung wird vor allem auf englischsprachigen Blogs zum Thema “Whole foods” vertreten.
Ich weiche auch schon mal Nüsse ein – die werden dann wie frisch und saftig. Das ist der einzige Grund, warum ich das tue.
Das, was auf diesen Blogs erzählt wird, erinnert mich an die Diskussion über die Phytinsäure im Getreide und im Extrem auf die von mir gerne erwähnte Blausäure in den Apfelkernen. Da wird ein Märchen von einem Blog zum anderen getragen, oh wie aufregend… Wenn der Mensch die Saaten und Nüsse nicht verwerten kann, hat die Natur aber einen bösen Fehler begangen. Und das über Hunderte von Jahrtausenden. Ich weiß nicht, wieso es manchen Leuten Freude macht, solche unbewiesenen Halbgarwahrheiten zu verbreiten ;-)

Frage 3 für März: heute kam endlich mein Flocman an. Hafer habe ich schon geflockt, klappt wunderbar. Nun steht in der Anleitung, dass alles andere Getreide vor dem Flocken vorbehandelt werden muss, d.h. nass gemacht und wieder über Nacht getrocknet.Ich habe aber kein Dörrgerät.  Machst du das auch? ich will ja nicht gleich die nagelneue Maschine kaputt machen ;))
Diese Vorbehandlung dient nur dazu, dass die Flocken schöner aussehen. Ich habe die ganzen Jahre Flocken noch nie vorbehandelt. Allenfalls machst du dir den Flocman mit zu feuchtem Getreide dreckig :-)

Sellerie mit Kartoffeln

29. März 2015: Sellerie mit Kartoffeln

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Eigentlich “nur” eine Gemüsepfanne. Aber die Soße macht’s… ein kleiner Klacks Meerrettich und dieses Essen wurde etwas Besonderes! Zusammen mit Ofenkartoffeln ein rechter Genuss.

6771

  • Kaufen könnte Ihr dieses Rezept mit der Nummer 6771 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine kleine oder große Sammelkarte bzw. ein Superduper-Abonnement (nur das Superduperabo enthält dieses Rezept) beginnen möchte klickt: hier

 

Neuigkeiten zum Superduperabo

28. März 2015: Superduperabos und ihre Highlights

Seit Ende letzten Jahres gibt es zwei Abos, das habe ich schon mehrmals erwähnt. Mittlerweile habe ich dem Superduperabo noch ein paar Leistungen beigefügt, die es über ein einfaches “Rezepte beobachten” hinausheben. Alle Abos und Kaufmöglichkeiten im Überblick findet Ihr auf meiner Webseite: hier

Das alles kann das Superduperabo (Onlinekochbuch 3):

  • Alle Rezepte “live” verfolgen, das sind mittlerweile über 6900.
  • Jeden Monat gibt es einen kleinen Newsletter.
  • In Facebook habe ich extra eine “geheime” Gruppe eingerichtet, in der wir uns austauschen, kleine Pröbchen gegenseitig zusenden, Aktionen gemeinsam durchführen usw.
  • Für Superduperabonnenten gibt es die Möglichkeit, auch außerhalb der einmal monatlichen Telefonstunden bei mir anzurufen.

Für die kleineren Abonnements (Onlinekochbuch 2) wird es Ende des Jahres auch eine Erweiterung geben.

Wir schlachten eine Kuh ;-)

27. März 2015: Ist Keimfähigkeit ein zu schlachtendes Kalb oder wirklich wichtig?

Das heilige Kalb “Keimfähigkeit”

Wer die Vollwertkost nach Bruker lebt, bekommt es quasi mit den ersten Lernsätzen eingehämmert: Getreide muss keimfähig sein! Außer der Brukerschen Vollwertrichtung wüsste ich jetzt auf Anhieb niemanden, der die Keimfähigkeit des Getreides für so wichtig hält – wobei ich mich hier gerne korrigieren lasse :-)

Den meisten Vollwertlern, und so mir auch, ist es in Fleisch und Blut übergegangen: Getreide direkt vor dem Backen mahlen, jeden Bäcker verachten, der das nicht auch so macht, alles Getreide auf Keimfähigkeit überprüfen.

Ja, prinzipiell finde ich das nach wie vor richtig. Nur von einem habe ich mich distanziert: Ich jage nicht mehr bei jedem Getreidekorn der Keimfähigkeit hinterher.  Es leuchtet auch meinem Gehirn nicht ein, dass Brot aus frisch gemahlenem Getreide supergesund ist, Brot aus Getreide, das vor 24 Stunden gemahlen wurde, aber schon deutlich weniger.

Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass hier eine Gedankenüberspitzung vorliegt. So als wenn der Wert des Getreides nur in seiner Keimfähigkeit, sonst aber keinen Eigenschaften liegt. Das wäre so, als wenn ich Sprossen wegwerfe, wenn die Keime länger sind als 1 mm.

Ja, das ist richtig: Die besten Nährstoffe erhalten wir, wenn die Keime genau diese Länge haben. Das glaube ich gerne und das überzeugt mich. Wenn nun aber die Keime 1 cm lang sind und grüne Blättchen kriegen, sind sie doch nicht völlig wertlos oder gar giftig. Sie haben immer noch Mineralstoffe, Vitamine, Ballaststoffe und vieles andere mehr, sind somit sicher so gesund wie ein Kopfsalat. Auch wenn nicht mehr solche Vitalstoffbomben wie bei der idealen Länge.

Genauso sehe ich das mit dem Getreide. Früher habe ich echt 5 kg Nackthafer an einen Pferdebesitzer verschenkt, weil er (der Hafer) nicht keimte. So bekloppt wäre ich heute nicht mehr ;-) Mag sein, dass er dann nicht mehr so spitzenmäßigtoptoll ist wie ein keimfähiger Hafer, aber er hat doch immer noch unsäglich viele wertvolle Nährstoffe für uns! Hirse habe ich noch nie zum Keimen bekommen (lustigerweise Naturreis und auch rote Linsen schon) – soll ich da jetzt nur noch die teuerste Hirse kaufen (die, wie ich gehört habe, auch nicht immer zuverlässig keimt), wo ich im Jahr vielleicht 2 kg Hirse esse, wenn’s hoch kommt?

Ganz abgesehen davon, dass ich immer noch nicht nachvollziehen kann, warum ein Brot nur aus keimfähigem Vollwertgetreide “genießbar” ist – wo es doch sowieso gebacken wird. Die Tierversuche, die das begründen sollen, sind aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, als Versuchsanordnungen keineswegs so stringent waren, wie sie es heute sind. Sind diese Studien, die übrigens nicht von mehreren Forschergruppen wiederholt wurden, soweit ich weiß, wirklich unanfechtbar?

Auch die FoK (Forks Over Knives)-Richtung kümmert sich gar nicht um die Keimfähigkeit. Also muss doch auch in nicht keimfähigen Vollwertgetreide noch etwas stecken, was gesundheitsförderlich ist (wenn ich mich recht entsinne, geht es da um Mikronährstoffe, die zu Brukers Zeiten technisch noch gar nicht nachweisbar waren).

Ja, ich kaufe gutes Getreide, meist Demeter. Und ab und an kontrolliere ich wieder, ob es keimfähig ist, denn besser ist das bestimmt. Aber wenn ich mal 5 kg erwische, die nicht so gut keimen, da rege ich mich nicht auf. Das ist mit Sicherheit noch viel besser als ein gekauftes Auszugsmehl!

Ein weiteres Buch als PDF!

26. März 2015: Mein Kollege kocht Vollwert

Auch für das Buch “Mein Kollege kocht Vollwert: Ein Mann im Kampf zwischen Küche und PC” ist die Print-Ausgabe ab sofort nicht mehr neu erhältlich. Das PDF könnt Ihr zum Preis von 2,99 Euro bei mir kaufen (hier).

Kollege

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als Eric den Blog hier für ein paar Wochen geführt hat? Da zeigt sich, wie viele Leser geblieben sind :-) Hier nun die “offizielle” Kurzbeschreibung:

Nach mehreren Kochbüchern legt die Vollwertautorin Ute-Marion Wilkesmann eine Tagebucherzählung vor, die auf Eintragungen ihres Kollegen beruht. Mit Bravado und Humor geht der Kollege die Aufgabe an, nun einmal die Selbstversorgung zu praktizieren, zu Beginn auch noch mit Rohkost. Jeder, der den Vollwerteinstieg hinter sich hat, wird sich mit wohligem Schmunzeln in diesen Bemühungen wiedererkennen.
Nicht nur komische, sondern auch nachdenkliche Szenen schmücken die Achterbahn des Küchenwirbels, die der Kollege fünf Wochen durchfährt. Sogar eine Romanze nimmt hier ihren zarten Anfang.
In einem fünfwöchigen Urlaub der Herausgeberin hat ihr Kollege ihren Blog als Vertretung übernommen. Dort berichtet er von seinen Erlebnissen. Die Blogbesucher waren von seinem Stil und seinen Erlebnissen gebannt, die Besucherzahlen stiegen deutlich an. Neben Blogeinträgen und Kommentaren sind auch zahlreiche, bisher unveröffentlichte Tagebuchbeiträge auf insgesamt 252 Seiten enthalten. Und so lesen wir, wie der Held der Geschichte die Herzen seiner schnell wachsenden Fan-Gemeinde erobern konnte.
Eine amüsante und teilweise auch anrührende Erzählung aus dem Vollwertalltag mit 40 neuen Rezepten.

Das Monats-Video: Bunte Gemüsesuppe

25. März 2015: Suppe im Video

Mit reichlich Rohkost davor, reicht es für zwei Personen. Es ist eines der Gerichte aus meinem Buch “Hartz IV in aller Munde”, dass es noch als PDF bei mir zu kaufen gibt (hier).

Gemüsesuppe Kunterbunt

Zutaten:

  • 1 Zwiebel (55 g netto)
  • 1 dünne Stange Porree (100 g)
  • 1 Möhre (95 g)
  • 1 große Kartoffel (210 g)
  • 90 g Sellerie (netto)
  • 30 g Nackthafer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 500 g Wasser
  • 1 TL Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 10 g Butter (oder 1 EL Öl)
  • 20 g Möhre

Über die ehemalige DDR kennen gelernt…

24. März 2015: Tapestry

“Der Kollege” hat schon länger als ich einen Facebook-Kanal, pflegt ihn aber intensiver erst seit relativ kurzer Zeit. Auf Facebook findet Ihr ihn unter “Eric Mark Charlton”. Er stellt dort vorwiegend seine Lieblingsmusik vor. Da sind echte Schätze bei! Und er erinnerte mich durch einen Eintrag letztlich an Carole King.

Wer jetzt die Stirn runzelt und sich fragt: Äh, was hat Carole King mit der DDR zu tun?

Hier die Antwort: In den 70er Jahren sind Verwandte von uns aus der DDR in den Westen geflohen. Mit viel Enthusiasmus stürzten sie sich vor allem auch auf die “Westmusik”. Und eines Tages schenkten sie meiner älteren Schwester die LP “Tapestry” von Carole King. Das war in einer Zeit, in der ich eigentlich fast alles kannte, was der Musikmarkt zu bieten hatte… aber Carole King nicht. Erst fand ich die LP ziemlich langweilig, aber ich mochte die Stimme. Und die Musik fand ich auch immer schöner.

Und deshalb stelle ich heute einen meiner Lieblingssong von Tapestry vor “I feel the earth move”. Na, wenn man da nicht gute Laune bekommt…. wann dann? ;-)