Blackout

Immer wieder reiben uns sensationslüsterne Redakteure irgendwelche Notfalllisten unter die Nase, was man alles zu Hause haben soll, wenn Strom und Wasser ausfallen. Ich sehe das nicht. Ich habe mir keine solchen idiotischen Notvorräte zulegen. Das Problem ist nämlich: Wenn kein Notfall auftritt, muss ich das alles essen. Und dann natürlich auch wieder auffüllen. Also etwa 50 % meines Esslebens gehen dann für den rechtzeitigen Verzehr meiner getrockneten Notvorräte drauf.

Mit Belustigung habe ich festgestellt, dass wir durchaus für solche Notlagen gerüstet sind. Für zehn Tage reichen sowohl unsere Haferflocken als auch unsere Hafermilchvorräte. 🙂

Bild von เสาวภา ลื่นลม auf Pixabay

Kalender

Jedes Mal, wenn ich bei Kalendern den Monat umblättere – so wie heute – frage ich mich, wer diese Auswahl trifft. Nicht, dass die Bilder schlecht sind. Aber warum muss ich im Sommer Wüsten, gleißenden Sonnenschein und reiche Blütenpracht sehen? Die sehe ich ja, wenn ich zum Fenster rausschaue.

Und was kommt im Herbst? Bunte Blätter an Bäumen. Im April ein Blick auf Ostern mit Eiern und Häschen. Nicht zu vergessen, die Weiß-in-weiß-Bilder im Winter.

Ich würde im Winter lieber üppige grüne Blätter sehen 🙂

Andere Länder, andere Sitten

Manchmal wundere ich mich über Erfahrungsberichte. Da werden Leute für was richtig blöde angemacht, das ich weder erlebt noch beobachtet habe. So zum Beispiel der Erfahrungsbericht einer Hochrisikopatientin (Organtransplantation), die schreibt:

„Mittlerweile werde ich häufig aufgefordert, meine Maske abzunehmen – mit dem Hinweis, man müsse ja keine mehr tragen. Das nervt mich so sehr. Wir wissen alle, dass wir keine Maske tragen müssen, danke! Ich brauche nicht von irgendeiner fremden Person gemaßregelt zu werden.“ (Quelle: hier).

Eric und ich, wir tragen beide beim Einkaufen weiterhin Maske, es sei denn, der Laden ist gähnend leer. Nie hat jemand etwas gesagt, es hat sich auch noch nie jemand darüber im Hintergrund mokiert.

Ich finde das seltsam. Aber vielleicht ist Wuppertal ein besonders toleranter Ort.

Barfußschuhe

Ich bin auf die Barfußschuhe gekommen. Nicht etwa, weil ich ein Fan des Barfußlaufens bin. Eher im Gegenteil. Ich trage immer Socken, auch im Sommer. Mein Problem seit Jahren ist, dass ich keine passenden Schuhe mehr bekomme. Wobei sich nicht meine Füße verändert haben, denn alte Schuhe passen mir nach wie vor. Aber entweder schlappen die Schuhe hinten, sind oben zu flach, drücken vorne. Es ist grässlich.

So kam ich auf die Barfußschuhe und hörte mich im Freundeskreis um. Siehe da – ich wurde fündig, alle begeistert. Also habe ich mir ein Paar gekauft.

Angeblich soll man sie erst zu Hause eine Woche lang zum Üben tragen. Da meine vorherigen Schuhe aber auch schon extrem flach und ich zu ungeduldig war, habe ich nur eine Stunde Üben ausgehalten. Raus ging’s – und ich hatte außer leichtem Anstrengungsgefühl in den Beinen keine Probleme. Ich war sofort überzeugt und orderte Reserveschuhe.

Aber was ist bei nassem Wetter? Na, dafür gibt’s wasserfeste Socken!

Ich habe auch noch etwas Dezentere gefunden:
Den neongelben Strumpf habe ich, über die Hand gezogen, einer längeren Wasserberieslung ausgesetzt. Sie blieben wirklich von innen trocken.

Hätte ich nie von mir gedacht, dass ich mal Barfußfreundin werde. Was an meinem Widerwillen gegen barfuß laufen liegt. Aber das muss ich ja nun gar nicht.

Ich bin gespannt, wie es im Winter wird!

Nein sagen

Gerade stolperate ich über einen (den tausendsten vermutlich) Artikel zum Thema „Wie ich lerne, Nein zu sagen“ (oder „Wir müssen öfter nein sagen“).

Warum lese ich nie etwas zum Gegenteil, zum Beispiel: „Sag mal öfter Ja!“. Wenn es um’s Ja geht, meist in dem Sinne von „du musst zu dir selbst Ja sagen“ usw.

Übrigens – so finde ich – man darf auch mal ruhig auf eine Frage, die Anstrengung mit sich bringt, JA sagen. 🙂

Präpositionen

Der Band „Präpositionen“ enthält 26 Geschichten. Sie sind alphabetisch angeordnet und verbinden jeweils eine Präposition mit einem Vornamen mit demselben Anfangsbuchstaben. Beispielsweise für B „Bei Boris“. Diese Aufgabe hatte ich mir selbst 2017 gestellt. Jetzt habe ich die Geschichten wieder zur Hand genommen und bei BOD veröffentlicht.