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Ein zeitlich unbegrenztes Abonnement meiner Rezepte (mehr als 13000) kostet 99 Euro. 50 Euro dieser Summe werde ich umgehend an Brot für die Welt spenden. Einen Screenshot der Überweisung erhaltet Ihr per Email.

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Man bekommt ja häufig Sonderangebote in das Mailfach. Wenn die Newsletter nicht allzu lästig sind, lese ich die ganz gern. Heute kam der Newsletter von Rossmann. Da gibt es demnächst eine Nähmaschine für 39,99 Euro.

Ich habe in meinem Leben dreimal eine Nähmaschine gehabt, sogar eine Singer (oder war es Siemens?). Ich finde es toll, wenn jemand selbst Dinge nähen kann. Ich kann es nicht. Wie gesagt – drei Versuche. Ich bin zwar prinzipiell der Meinung, dass jeder Mensch alles lernen kann, was er können will, aber beim Nähen bin ich gescheitert. Ich habe verschiedene Dinge genäht, z.B. einmal einen rosa Vorhang für meine Küche meiner Studentenwohnung. Keine Naht war richtig gerade.

Normalerweise bin ich eher ruhig und fröhlich, schlechte Laune „ohne Grund“ kenne ich kaum. Wenn ich mal erleben will, was schlechte Laune wirklich ist, muss ich mich nur an eine Nähmaschine setzen. Zehn Minuten reichen.

Nicht, dass ich mir jetzt überlege, ob ich es noch einmal versuche bei so einem günstigen Preis. Nein, das Kapitel Nähen habe ich endgültig abgeschlossen. Aber ich überlege, wie so ein Preis zustande kommen soll. Entweder ist die Maschine von solch schlechter Qualität, dass sie maximal drei Nähte schafft, aber nur mit dünnem Baumwollstoff. Oder aber sie ist nicht ganz so schlecht, wurde aber unter Arbeitsbedingungen hergestellt, von denen man lieber nichts wissen möchte. Oder beides. Eine gute Nähmaschine für den Preis zu bekommen halte ich für illusorisch.

Ich mag Angebote. Aber sie müssen im Rahmen sein und nicht mich oder schlimmer noch andere einfach nur finanziell aussaugen.

Das Angebot ist: hier

Gender-Aufreger

Gestern bekam ich eine Email von Thermomix zu irgendwelchen veränderten Nutzungsbedingungen. Die interessierten mich nicht, denn Cookido oder wie das heißt – mir völlig egal.

Als Anrede stand:
Liebe:r Ute-Marion

Ich habe mir erlaubt darauf zu antworten:
Ich bin nicht liebe:r Ute-Marion

Da nutzt also jemand den Genderwahnsinn, um die eigene Faulheit zu überdecken. Der Doppelpunkt mit r, so sinnlos und bekloppt ich ihn finde, hat einen Zweck: Alle, ob Männer oder Frauen oder Diverse (weiß gar nicht, ob die da auch zu zählen), sollen angesprochen werden. Also hätte Thermomix geschrieben „Liebe:r Nutzer:in“ so hätte ich es bekloppt gefunden, aber es wäre im Rahmen des Genderns.

Da am Namen Ute-Marion für jedermann klar zu erkennen ist, dass ich eine Frau bin und mich auch als solche fühle, gehört das Gegendere hier einfach nicht hin.

In den frühen Zeiten der Massenmails haben sich die Versender noch die Mühe gemacht, nach Geschlecht zu differenzieren. Also „Liebe“ für w(eiblich) und „Lieber“ für m(ännlich). Was natürlich Arbeit ist, weil ich entweder erfragen muss, zu welchem Geschlecht sich die Angesprochenen zählen, oder das anhand des Vornamens herausfinden muss.

Ich weiß, dass es Vornamen gibt, bei denen das schwierig ist. Und ich habe mich auch früher schon geärgert, wenn ich Post an Herrn Ute Wilkesmann bekam. Aber das setzt „Liebe:r Ute-Marion“ setzt jetzt wirklich allem das Krönchen auf.

Brief an den Arzt

Ich erinnere an meinen Beitrag zum eiskalten Wartezimmer: hier. Eigentlich wäre morgen der nächste Termin gewesen, aber ich habe lange drüber nachgedacht und dann einen Brief geschrieben, der ging dann heute in die Praxis.

Sehr geehrter Herr Dr. XXX,

wie Ihnen Ihre Mitarbeiterinnen sicherlich berichtet haben, habe ich Ihre Praxis letzte Woche verlassen, nachdem ich ca. 15 Minuten in ungeheizten Räumen mit offenem Fenster und offener Tür gesessen hatten, außerdem stand die Praxistür zum Flur ebenfalls offen, es herrschte starker Durchzug. Das bei einer Außentemperatur von 10°C, die im Wartezimmer wohl kaum höher war.

Ich hatte Schüttelfrost bis abends, eine triefende Nase und andere Erkältungserscheinungen.

Ich hatte den Termin auf den 14. Okt., also morgen verlegt. Ihre Mitarbeiterin hatte mir aber bei der Verlegung schon direkt gesagt, dass es ja dann „genauso sein wird“.

Übrigens hatte vor mir schon eine Frau, die einen Platz auf dem Flur hatte, um Schließen des Fensters gebeten, Antwort „Das dürfen wir nicht“.

Gut. Fenster und Türen müssen dann diese Woche auch offenstehen. Ich muss mich dem aber nicht aussetzen.

Ich habe lange mit mir gerungen, mich aber schließlich für meine Gesundheit entschieden. Da bei mir keine wirklich dringenden Untersuchungen erforderlich sind, möchte ich diesen Termin absagen. Sobald in Ihrer Praxis wieder die Möglichkeit besteht, sie genauso gesund zu verlassen, wie ich sie betreten habe, ist das sicher wieder eine Option.

Mit freundlichen Grüßen

Beim Arzt

Letzte Woche bin ich zum Arzt gegangen, meine Zinkwerte sollten kontrolliert werden. Wie immer war viel zu tun, ich wurde aufgefordert, im Wartezimmer solange Platz zu nehmen.

Das Wartezimmer ist recht groß, da passen 10-12 Leute hinein. Es stehen zurzeit nur Stühle drin, Corona. Die Außentemperatur betrug 9 Grad Celsius. Das Fenster war auf, die Zimmertür war offen und die Wohnungstür zur Praxis stand offen. Es zog wie Sau und war eiseskalt. Ich kenne das vom Sommer, Corona-Maßnahme…. aber jetzt ist nicht mehr Sommer 🙂

Eine Frau, die einen Sitzplatz im Flur erwischt hatte, die Glückliche, fragte, ob man das Fenster schließen könne, es sei so kalt. „Nein, das dürfen wir nicht“, antwortete die Sprechstundenhilfe. Sie saß gut geschützt hinter der Rezeption. Der Arzt selbst benutzt wieder sein hübsches kleines gut geheiztes Behandlungszimmer im Stockwerk darüber.

Ich habe mir die Kapuze über die Ohren gezogen, die Kälte kroch langsam die Füße hoch. Blasenentzündung, nee, danke, dich will ich nicht. Nach ca. 10 Minuten bin ich zum Empfang gegangen und habe gesagt, dass mir zu kalt ist. Erst taten alle drei Grazien so, als hätten sie mich nicht gehört. Dann bekam ich einen anderen Raum „zugewiesen“. Kleiner Raum, kleines Fenster (offen), offene Zimmertür. Diesmal habe ich nur drei Minuten gewartet. Dann habe ich mir einen neuen Termin geben lassen. Die drei Eissäulen am Empfang (Eis bezieht sich hier auf ihre Gesichter, bei ihnen zog es ja nicht) fanden das merkwürdig.

„Das wird dann aber beim nächsten Mal genauso sein“, trumpfte die mir Zugewandte auf.
„Dann bringe ich mir eben eine Decke mit!“, gab ich zurück.

Nö, ich bringe mir keine Decke mit. Wenn ich wieder in einem kalten Zugloch sitzen soll, verabschiede ich mich gleich wieder. Was mich wundert: Wieso nehmen Patienten solche Zustände einfach hin? Ich bin sicher nicht der kälte- und zugempfindlichste Mensch auf der Welt.

Ich habe bis abends Schüttelfrost und Unterleibsschmerzen gehabt. Ich habe mich zu Hause dick warm eingepackt, die Heizung auf unübliche Höhen gestellt und viel Heißes getrunken. Zum Glück ist nichts „hängengeblieben“. Aber ich möchte mein Glück nicht noch einmal so aufs Spiel setzen.

Wann ist Hefeteig richtig?

Ich meine hier nicht, wann die exakte Gehzeit getroffen wurde, sondern: Wann ist die Konsistenz richtig?

Im deutschen Sprachraum und deutschen Kochbüchern heißt es oft: Wenn der Teig sich von der Wand löst. Damit habe ich nicht so tolle Erfahrungen gemacht. „Er darf nicht an den Händen kleben“. Dann aber, so meine Erfahrung, ist er auch schon mal nicht optimal. Und damit die Hefe gut gehen kann und auch das Produkt saftig bleibt, ist das manchmal schon zu trocken.

In türkischen Kochbüchern habe ich gelesen: „Kneten, bis der Teig die Konsistenz eines Ohrläppchens hat“. Das kann ich mir gut vorstellen. Aber ist jedes Ohrläppchen gleich? Ich habe da noch keine Studie zu angestellt.

Meine Freundin war vor ein paar Wochen zu Besuch im Kosovo. Und da hat sie einen Trick gelernt, den ich jetzt auch gern anwende:

Der Teig ist dann fertig, wenn er nicht mehr am Handrücken klebt.

Probiert aus oder erzählt mir doch mal, womit Ihr am besten zurecht kommt.

Bohnen mit Hirse

Dieses Rezept habe ich vor genau fünf Jahren zubereitet. Es reicht für zwei Personen, ist 100% vollwertig (nach Bruker) und, wenn man die Sahne in der Soße ersetzt durch z.B. Hafersahne, auch vegan.

Bohnen-Hirse-Pfanne

Als Gemüsepfanne 20 Min., dann mit Salz abschmecken:

  • 130 g Hirse
  • 85 g Zwiebel, gehackt
  • 250 g Bohnen, in 2-cm-Stücken
  • 1-2 Prisen Salz

Man kann diese Pfanne einfach mit Zitronensaft und etwas Butter/Öl abschmecken, oder mit einer Soße servieren, wie ich das gemacht habe. Das Rezept steht unter dem nächsten Bild.

Currysoße

  • 20 g Butter
  • 20 g Kichererbsenmehl
  • 1/4 TL indisches Currypulver
  • 30 g Sahne
  • 220 g Wasser
  • 1 gute Prise Salz

Butter auf mittlerer Einstellung zerlassen, Kichererbsenmehl mit Curry mischen und einrühren. Eine Weile unter Rühren garen. Sahne mit Wasser mischen und 2 EL des Gemischs mit dem Salz zur Butter geben, unter Rühren zum Köcheln bringen und den Rest der Flüssigkeit nach und nach einarbeiten, bis es eine glatte Soße ist.

Hitze so einstellen, dass die Soße fast noch köchelt und 8-10 Minuten ziehen lassen.

Kochen macht froh – Wie geht’s weiter?

Wir haben virtuell quasi zusammengehockt (Agnes, Barbara, Daniela und ich) und haben unsere Viererraktion noch etwas konkretisiert.

Erstes Ergebnis: Es bleibt beim ersten des Montags, den aber werden wir unter ein Motto stellen. Das ist grob gefasst. Wir finden das spannend und hoffen das für die anderen Leser ebenso.

Zweites Ergebnis: Wer den Plan liest und denkt: „Oh, da habe ich auch ein schönes Rezept“ oder auch „Da würde ich auch gern mitmachen und mir was überlegen“ – Ihr seid eingeladen! Die Vorgaben sind einfach: Das Rezept sollte zumindest teilweise der Vollwert entsprechen, wobei nicht die Brukersche Vollwert gemeint ist. Man kann sich auch an der Version von Prof. Leitzmann orientieren. Im Rezept ist es schön, wenn die Zutaten gewogen werden. Bei kleineren Mengen oder Esslöffelangaben ist das so auch okay, aber ein Rezept ganz so nach dem Stil „1 Möhre, 1 Apfel, 1/2 Weißkohl“ sollte es dann auch nicht sein. Außerdem sind Zutaten und Zubereitung deutlich zu trennen. Die Zutaten kommen am Anfang des Rezepts in einer Liste. Wasser zählt auch als Zutat! Eine Woche vorher brauche ich das Rezept (weil ich derzeit diese Dinge übernommen habe) mit Foto.

Zusammengefasst:

  • Vollwertig
  • Bei größeren Mengen Gewichtsangaben
  • Zutaten in einer Liste am Anfang
  • Einreichen des Rezepts bis spätestens eine Woche vor dem ersten Montag bei mir

Hier nun der Plan für die nächsten Monate:

  • Erster Montag im November: Brot
  • Erster Montag im Dezember: Weihnachtsgebäck
  • Erster Montag im Januar: Suppe