Fixe-Mixer-Tag: Suppe wärmt

16. Jan. 2016: Ich liebe Suppen!

Eine der ganz großen Stärken des Thermomix ist für mich das Suppekochen, denn es ist unschlagbar einfach.

Champignon-Broccolisuppe

1 Portion; Thermomix

champ

  • 170 g Champignons
  • 110 g Broccoli
  • 2 TL Kräutersalz
  • 500 g Wasser
  • 50 g Erdnüsse (ungesalzen, ungeröstet)
  • 2 TL Honig (ca. 20-25 g)
  • 1/2 TL gem. Koriander
  • 1 gestr. TL Paprika edelsüß
  • 2 EL Dinkelmehl
  • frisch gemahlener Pfeffer

Champignons vom Schmutz freibürsten (nicht waschen), halbieren, Broccoli in Röschen teilen.

500 g Wasser und 1 TL Kräutersalz in den Mixtopf des Thermomix geben, Gemüse in den Gareinsatz füllen und dünsten (15 Min./Varoma/Stufe 1). Gareinsatz aus dem Thermomix nehmen.

Erdnüsse mahlen (ganz Clevere mahlen als allererstes die Nüsse im Thermomix und füllen sie dann um – spart ein Gerät) und mit Honig, Koriander, Paprika, 1 TL Salz, Pfeffer und Mehl zu der Flüssigkeit geben.

Aufkochen lassen (Einstellung 3 Min./100°C; oder bis 100 C erreicht ist). Gemüse hinzufügen und vorsichtig rühren (30 Sek./Linkslauf/Stufe 3).

 

Wenn die „kleinen“ Abonnements auslaufen…

Eine Meldung speziell für diejenigen, die bisher ein kleines Abonnement meiner Webseite hatten: Diese Abonnements führe ich nicht weiter, das habe ich schon geschrieben. Auf Anfrage von einigen von euch Abonnenten habe ich nachgedacht und biete folgendes an:

Ihr steigt um auf das große Abonnement (alle über 10.000 Rezepte, Newsletter, geheime Gruppe in Facebook u.a.m.), müsst aber nicht den normalen Einstiegspreis von 99 Euro zahlen, sondern einen Preis, der sich nach der Länge eurer Mitgliedschaft richtet. Die Zugangsdaten bleiben dieselben.

Interessenten können mir gerne eine Mail schicken, ich rechne dann den Preis für den einzelnen aus. 🙂

Rezept der Woche: indisch, ein bisschen

15. Jan. 2016: Ein indisch mundendes Pfännchen

Wie bekannt sein dürfte, habe ich einen Hang zur indischen Küche, wenn auch unter europäischem Einfluss, also nicht ganz so scharf. Die indische Kochweise ist, werde ich nie müde zu betonen, eine Bereicherung für jede Küche.

Blumenkohl-Kartoffel-Pfanne mit Brot

blumen

Brot:

  • 30 g Dinkel
  • 1 Prise Kräutersalz
  • 15 g Wasser
  • etwas Kokosöl

Dinkel fein mahlen, mit den anderen Zutaten gründlich verkneten. Eine Kugel formen und abgedeckt mind. 10-15 Minuten ruhen lassen. Eine bohnengroße Menge Kokosöl in einer kleinen Keramikpfanne (20 cm) verreiben und auf höchster Einstellung erhitzen. Den Teig ggf. mit Hilfe von etwas Streumehl zu einem Fladen mit einem Durchmesser von 12 cm ausrollen. In die heiße Pfanne geben. Mehrmals wenden, nach dem dritten Wenden Einstellung etwas herabdrehen. Wenn er von beiden Seiten goldbraun ist, aus der Pfanne nehmen.

Gemüse:

  • 1 mittelgroße Kartoffel (140 g)
  • 120 g Blumenkohl
  • 40 g Erdnussöl
  • 1 Teelöffel schwarze Zwiebelsamen (oder Schwarzkümmel)
  • 1 Kardamomkapsel, nur die Samen nehmen
  • 1 grüne Chilischote
  • 1 gestr. TL Salz
  • 40 g Wasser
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Cashewnussmus

Kartoffel unter fließendem Wasser abbürsten und kleinschneiden. Blumenkohl in 2 x 2 cm große Würfel schneiden. Öl in einem kleinen Wok (oder einer tiefen Pfanne) stark erhitzen, Zwiebel- und Kardamomsamen hineingeben und unter Rühren 2-3 Minuten erhitzen. Chilischote in Scheiben schneiden, unterrühren. Dann erst die Kartoffeln für 3-4 Minuten in dem Fett anbraten, den Blumenkohl 2-3 Minuten. Wasser hinzufügen, Deckel auflegen und 15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zitronensaft und Cashewnussmus unterrühren, nochmals kurz aufkochen.

 

Oh, das Wilkesmannsche Alphabet

14. Jan. 2017: Oh, oh, oh

O

Otto Mess mit zwei s
Mit zwei O macht uns froh

Das ist der älteste Werbespruch, an den ich mich erinnere. Wie sehr aber Erinnerungen täuschen können, zeigt genau dieser Slogan. Ich würde ihn in meine Kindheit einsortieren, dass ich ihn also etwa zur Grundschulzeit gelernt habe. Erschwert wird die zeitliche Zuordnung dadurch, dass es dort, wo ich wohnte, keine Otto-Mess-Läden gab. Das Internet hat mir zweierlei gezeigt: Dass ich quasi heute noch bei Otto Mess kaufe, denn Otto Mess ist in Rewe eingegangen – und Rewe ist der für mich nächstgelegene Supermarkt. Außerdem sagt das Internet, dieser Spruch sei von 1970. Oha, da war ich aber aus der Grundschulzeit schon heraus.

Ich finde den Spruch nach wie vor genial, weil man ihn kaum vergessen kann, nachdem man ihn einmal richtig gehört hat. Dann fallen mir Fernsehspots damit ein – was wiederum zeigt, dass meine persönliche Einschätzung falsch war. Denn ich bin mir auch sicher, dass ich den Spot nicht auf dem Fernsehen meiner Großmutter – dem lange einzigen in der Familie – gesehen habe, und einen eigenen Fernseher bekam meine Familie erst später.

Auch hier bin ich mir nicht sicher, ob meine Erinnerung an den Spot richtig ist. Ich sehe zwei große Türen zu einem Supermarkt mit zwei jungen Frauen, die gerade superglücklich aus dem Laden herausspaziert kommen, eventuell mit vollen Einkaufswagen. Ich habe in YouTube gesucht, aber dort gibt es kein kleines Filmchen dazu, wie schade. Gerne hätte ich ein weiteres Mal geprüft, wie weit meine Gehirnzellen das Richtige zum Richtigen sortieren.

Das Erinnerungsvermögen ist etwas Faszinierendes. Auch wenn ich mir sicher bin, prinzipiell ein sehr gutes Gedächtnis zu haben, überzeugt mich Literatur, die belegt, dass Zeugen im Grunde unzuverlässig sind. Da wurden Studien durchgeführt, bei denen verschiedene Menschen dasselbe beobachten, aber später völlig unterschiedliche Dinge berichten, Personen gänzlich anders beschreiben. Nur einmal war ich bisher Zeugin, und das hat die Überzeugung in mir gefestigt, dass ich keine gute Zeugin wäre, gutes Gedächtnis hin oder her.

Und zwar habe ich eines nachts, es war so gegen 23 Uhr, großen Lärm auf der kleinen Stichstraße unter meinem Fenster im zweiten Stock gehört. Ich bin aufgestanden und habe noch gesehen, wie drei oder vier Jugendliche über die Straße liefen (es gibt hier Straßenbeleuchtung), einer trat dabei gegen ein Auto. Es stellte sich dann später heraus, dass ein anderes Auto demoliert war mit Kratzern und abgerissenem Spiegel. Ich habe die jungen Männer von oben gesehen, einen etwas besser als die anderen. Von einer jungen Polizistin wenige Minuten, maximal 1 Stunde hinterher um eine Täterbeschreibung gebeten, konnte ich nur die Achseln zucken. Drei oder vier junge Männer, mehr konnte ich nicht sagen. Durch geschicktes Fragen der jungen Frau konnte ich es etwas konkretisieren: Sie waren mit Sicherheit älter als 18 und jünger als 30, nicht besonders groß, der eine war blond, Haare ca. kinnlang, und eher schlank. Er trug ein dunkles T-Shirt, aber in der Nacht konnte ich die Farbe nicht wirklich erkennen. Das reichte nicht, um die Fahndung einzuleiten – und sonst hatte sie niemand gesehen.

Einige Wochen später erhielt ich eine Vorladung als Zeugin ins Präsidium. Ich habe angerufen und gefragt, was ich da soll? Wie sollte ich sechs Wochen später noch etwas über Menschen sagen, die ich nur von oben gesehen hatte, und das nicht etwa in großer Ruhe, sondern doch ziemlich, zumindest: überrascht. Zum Glück konnten wir uns einigen, dass mein Besuch auf der Polizei nichts gebracht hätte.

„Was soll ich denn bei Ihnen?“

„Wir hatten gehofft, Sie könnten auf Fotos von jungen Männern, die in Frage kommen könnten, eine Person heraussuchen.“

„Wenn Sie Fotos von oben gemacht haben, vielleicht.“ 😉 Meine Gesprächspartnerin hatte ein Einsehen und so wurde mir die lästige Fahrt erspart, denn dieses Polizeibüro ist mindestens 20 Autominuten entfernt, liegt an einer Hauptstraße und somit sind die Parkplätze rar.

Selbst also nun in harmlosester Art in so einer Situation gewesen und zusammen mit meinen Otto Mess-Erinnerungen frage ich mich, ob ich überhaupt jemals in der Lage wäre, eine vernünftige Zeugenaussage zu machen. Meine Erfahrungen decken sich auch mit „den Studien“, und so frage ich mich, wie jemals Zeugenaussagen überhaupt einen Wert haben können. Dass das so ist, weiß man ja auch, denn wie oft hören wir, dass ein „Krimineller“ von Passanten aufgrund von Fahndungsfotos erkannt und gefasst wurde. Etwas, das ich immer wieder nur als Wunder sehen kann. Aufgrund von Fahndungsfotos, möglichst noch diesen computerzusammengezimmerten Zeichnungen, würde ich vermutlich nicht einmal meinen Kollegen erkennen.

Wohl aber Otto Mess, der mich ja froh macht.

Fixe-Mixer-Tag: In roh

13. Jan. 2017: Grünkohlsalat

Grünkohl essen wir selten roh. Das ist schade! Allerdings gebe ich zu – etwas gewöhnungsbedürftig. Aber in dieser Kombination fand ich das sehr lecker.

Grünkohl in Avocadosoße

1 Portion; 100 % vegane Rohkost

gruen

Soße:

  • 2 Zitronenscheiben geschält (14 g)
  • 6 g Zitronensaft
  • 20 g rohes Pesto (oder weglassen)
  • 80 g Avocadofleisch (etwa 1/2 Frucht)
  • 30 g Sesamöl kaltgepresst
  • 150 g Wasser

Feste Zutaten:

  • 230 g Grünkohl (mit Stängel, ohne Strunk gewogen)
  • 20 g Sesam, Rohkostquaität
  • 5 Radieschen

Soße:

Avocadofleisch aus der Avocado löffeln, Kerne aus der Zitrone nehmen. Die Soßenzutat gut verschlagen (z.B. im Magic Maxx)

Gemüse:
Grünkohl waschen und Blätter unten vom Strunk ziehen, aber Stängel dran lassen. Grob vorschneiden. Im Thermomix schneiden (1 Min./Stufe 4). In eine Schüssel geben, dabei die noch intakten Stängel herausnehmen und getrennt raffeln (6 Sek/Stufe 6). Mit geschnittenen Blättern, Sesam und Soße gut vermengen. Am besten mit den Händen, weil man dann besser merkt, wann der ganze Grünkohl „eingefeuchtet“ ist.

In eine Schüssel füllen, Oberfläche glatt streichen. Ein Radieschen in die Mitte setzen, die anderen halbieren und am Rand verteilen.