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Wir kochen falsch!

Vor wenigen Tagen las ich folgende Schlagzeile:

Das ist nicht das erste Mal, dass mir so Dinge unter die Augen kommen. Wir kochen nämlich die Spaghetti falsch, Pizza kriegen wir sowieso nicht hin…

Mich ärgert das. Beispiel: Von mir aus können Italiener ihre Nudeln bissfest kochen. Ich mag sie weich. Dass einige Gourmets bei solchen von mir gekochten Speisen dann die Nase rümpfen und sich zur Seite drehen, mag sein. Interessiert mich nicht. Ich will nicht theoretisch perfekt essen, ich will was Leckeres auf dem Teller haben, etwas das mir schmeckt und nicht irgendwelche Bedingungen des Originallandes erfüllt.

Dennoch probiere ich natürlich gern Neues aus. Hieße die Schlagzeile oben: „Spargel für Genießer: Probier mal was Neues! Es gibt auch andere schöne Zubereitungsarten“, dann würde ich mir den Artikel durchlesen. Vielleicht stünde da ja auch was, das meine Küche bereichert.

Internet und Zeitungen sind voller selbst ernannter Lehrmeister. Wenn ich für jeden virtuell erhobenen Zeigefinger einen Euro bekäme, wäre ich reich.

P.S. Bei Spargel ist mir das sowieso egal, ich mag ihn nicht besonders. Allensfalls mit Sauce Hollandaise 😉

Mein Passwort

Damit ich mir meine Passwörter gut merken kann, habe ich mir erst einmal ein gutes Passwort ausgedacht, das ich jetzt für alle Accounts und Möglichkeiten nutze. Ey, das ist so praktisch. Und natürlich bin ich nicht so blöde, dass ich meinen eigenen Namen oder mein Geburtsdatum verwende.

Sind nur Zahlen gefragt, nehme ich mein Geburtsdatum rückwärts, clever, oder? Da kommt niemand drauf.

Ist ein gemischtes Passwort gefragt, habe ich die geniale Version:

Volltrottel1+2=4

Das ist lang genug, es sind Groß- und Kleinbuchstaben drin, Zahlen und Sonderzeichen genauso. Und dann ist es noch so total irreführend, weil ja jeder weiß, dass 1+2 = 3 ist. Da kommt kein Hacker drauf.

Ich halte natürlich mein Passwort geheim und bitte dich, liebe Leserin bzw. lieber Leser: Bitte sagt mein Passwort, das ich euch soeben anvertraut habe, niemandem weiter. Und natürlich nutzt es bitte auch nicht!

Vielen Dank. Es geht nichts über ein bisschen Vertrauen.

Herdentrieb

Mittwochs fahren wir häufig zum Denns Bioladen in Remscheid. Dort gibt es einen wirklich geräumigen Parkplatz. Wir parken immer möglichst weit rechts, da kann dann rechts keiner mehr stehen. Wir standen da also ganz allein. Ich witzele in solchen Momenten immer: „Pass auf, da setzt sich direkt einer neben uns, obwohl der Parkplatz gähnend leer ist.“

Das Foto stammt von gestern. Der Fabia ganz rechts (auf dem Bild das linke Auto) gehört uns. Ich bitte den Finger auf dem Bild zu entschuldigen, aber es zeigt auch so deutlich, was passiert ist.

Ich finde das unglaublich 🙂

Vollwertfazit

Ist die Vollwerternährung für jeden die beste und gesündeste Ernährung?
Nein, es gibt einfach Menschen, die damit nicht gesünder werden, egal, wie lange sie es versuchen.

Ist die Vollwerternährung eine gute Ernährung?
Ja, ist sie für mich. Vor allem der Satz: „So natürlich wie möglich“.

Gibt es bessere Ernährungsformen als die Vollwertkost?
Meines Wissens nicht (für mich!).

Gibt es schlechtere Ernährungsformen als die Vollwertkost?
Ja, die gibt es tatsächlich in reicher Zahl.

Gibt es Ernährungsformen, die der Vollwerternährung das Wasser reichen können?
Mit Sicherheit.

Was ist das Wichtigste bei der Ernährung überhaupt?
Dass man das Denken nicht beiseite lässt, statt einer einmal erprobten Sache unverändert nachzugehen. Dass man bereit ist, seine eigenen Erkenntnisse immer wieder auf den Prüfstein zu stellen, und für Kritik offen ist.

P.S.
Nicht alle Menschen, die sagen, dass Vollwerternährung ihnen nicht hilft oder sie sie unbekömmlich finden, erzählen Märchen. Sie gehören nicht alle in die Gruppe „Ha, die haben es eben nicht konsequent gemacht!“.

Andererseits lohnt es sich für jeden, sie einmal auszuprobieren.

Shitstorms und mehr

Ich gestehe, wenn ich den Namen Sahra Wagenknecht gehört habe, habe ich die Augen immer himmelwärts gedreht. Ich bin keine Anhängerin der Linken. Vor ein paar Tagen schickte mir eine Freundin ein YouTube-Video mit Sahra Wagenknecht. Ich hab’s mir komplett angehört und etwa 100 mal mit dem Kopf „JAJAJA“ genickt. Einzig bei der Interpretation der Coronazahlen stimme ich nicht komplett überein – aber der Rest über Liberalität in Deutschland und ob ich auch was sagen darf, was die AfD beklatscht, finde ich umwerfend gut.

Die Videos „allesdichtmachen“ kann ich nicht beurteilen – ich habe sie nicht gesehen. Aber den Eindruck habe ich auch bei 90% derjenigen, die sich darüber aufregen. Das ist die moderne Art der Recherche und sich Informierens: Ich lasse mir von Dritten sagen, was in der Welt los ist, und übernehme auch gleich ihr Urteil. Spart mühsames Denken. Deshalb habe und hatte ich auch kein Urteil zu diesen Videos. Aber darum geht es auch nicht wirklich, sondern um den Umgang damit. Und den hat Wagenknecht vorzüglich dargestellt.

Außerdem mag ich ihre ruhige Art des Vortrags ohne große emotionale Kopfwäsche. Anschauen lohnt!

Ein Hammerkuchen!

Angelehnt ist das Rezept an ein Rezept auf der Packung von Kölln Kernige Haferflocken. Das ist das zweite Rezept, das ich ausprobiert habe, und die waren beide prima. Wie immer, habe ich leicht abgewandelt… Das Rezept ist 100% vegan, wenn man „normales“ Marzipan nimmt. Eric, der weiß, dass ich beim Nachfolgebacken immer weiter experimentiere, bat mich inständig, diesen Kuchen bitte identisch nachzubacken.

Schon vor vielen Jahren liebte ich Packungen mit Rezepten. Früher war ja alles besser… 😉 Aber früher gab es auch auf den Billigpackungen von Vanillezucker, Backpulver usw. Rezepte. Heute nicht mehr. Insoweit ein weiterer Grund, diese Haferflocken zu kaufen (die mir, keine Werbung, von allen am besten schmecken).

Apfel-Marzipankuchen

24-cm-Springform

Teig

  • 130 g Dinkelmehl 1050
  • 70 g Kernflocken
  • 1 P Weinstein-Backpulver
  • 100 g gemahlene Haselnüsse
  • 150 g Rohrohr- und Vollrohrzuckermischung
  • 100 g Sonnenblumenöl
  • 200 g Hafermilch

Die Zutaten mit dem Handrührgerät (Rührbesen) gründlich verrühren. Eine 24-cm-Springform mit Backpapier überspannen und Teig hineingeben.

Belag

  • 250 g Honigmarzipan
  • 300 g Äpfel, geviertelt, ohne Kerngehäuse (aber ungeschält)
  • 1 EL Zitronensaft

Marzipan in 3-4 mm dicke Streifen schneiden und auf dem Teig verteilen, ich habe kreisförmig begonnen. Daher habe ich zum Ende rechteckige Streifen diagnol halbiert und die Lücken ausgefüllt.


Äpfel mit Zitronensaft zerkleinern/raffeln (bei mir: Thermomix 5 Sek./Stufe 5). Auf dem Marzipan verteilen und glattstreichen.

Streusel

  • 80 g Dinkelmehl 1050
  • 40 g Kernflocken
  • 1 Prise Zimt
  • 50 g Rohrohr- und Vollrohrzuckermischung
  • 40 g Sonnenblumenöl

Mit dem Handrührgerät (Knethaken) vermischen, bis sich Streusel bilden, aber auch alle trockenen Zutaten erfasst sind. Die Streusel sind dann recht ungleichmäßig. Auf den Äpfeln so verteilen, dass die Fläche gleichmäßig bedeckt ist.

Backen

Ofen auf 160°C (Heißluft) vorheizen. Form einschieben und 55-60 Min. backen.

Hinweis

Wer keine 24-cm-Form hat, sollte bei den Streuselzutaten 50% mehr nehmen. Der Rest der Zutaten reicht auch für 26 cm.

Den Kuchen in der Form etwa 1 Stunde stehen lassen. Dann sinkt er in der Mitte etwas ein (ich hatte schon Panik, er sei total klischig, ist er aber nicht) und löst sich gut vom Rand.

Dass ich eine Zuckermischung verwende, hat küchenpraktische Gründe. Welche Sorte man nimmt, spielt keine Rolle.

Geimpft!

Wir sind gerade vom Impfzentrum nach Hause gekommen. Wir sind beeindruckt: Toll organisiert von der Einfahrt bis zum Warteraum. Und die Leute waren auch sehr freundlich. Da wir beide nicht umgekippt sind, konnten wir nach einer Viertelstunde gehen.

Anfangs, also Mitte letzen Jahres, habe ich noch gedacht: Impfen? Ach nee, lieber nicht. Das hat sich gewandelt. Das fing damit an, dass mir die Fahrlässigkeit, mit der manche Leute mir in der Öffentlichkeit (Läden, Straße) zu nah kamen, auf den Geist ging. Dann hörte ich von mehreren Menschen, deren Meinung ich ernst nehme, dass sie sich hatten impfen lassen oder sich definitiv dafür entschieden hatten. Das hat mich überzeugt. Ebenso Gespräche mit Verwandten und Freunden, die in Krankenhäusern arbeiten. Da gibt’s nix zu verharmlosen.

Der einzige Wermutstropfen: Ich darf heute nicht mehr stricken. 😉

White Eagle

Gestern Abend auf unserem Spaziergang sprach uns ein Nachbar an, ein Arzt in Rente. Er erzählt schon mal gern ein paar Witze, die sind auch recht lustig. Gestern hatte er ein Blatt bei sich, drückte es mir in die Hand (ich versuchte, Abstand zu halten) und sagte: „Lesen Sie das mal, das ist wirklich gut.“ Ich dachte, es sei eine Scherzgeschichte. Leider nein. Ich nahm das Blatt mit heim.

Der eine oder andere hat das vielleicht auch schon in die echten oder virtuellen Finger bekommen? „White Eagle vom Stamm der Hopi Indianer zur aktuellen Situation. Und dann fängt es als Zitat an „Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Pforte oder Loch betrachtet werden.“

Da hatte ich schon mal keine große Lust mehr zum weiterlesen. Ich wusste schon, was kommt. Weiches Labergesabber, wie wir es auf jeder Esoterikseite finden können. Aber ich hatte ja versprochen weiterzulesen. Also hielt ich mein Versprechen. Es wurde nicht besser. Sätze wie „Ohne die soziale Dimension fallen wir in Fanatismus.“ brachten mich kurz vor die Übelkeitsgrenze 😉 😉 Sehr indianische Ausdrucksweise…..

Ich möchte nicht weiter zitieren, es ist sowas von klebrig-allgemein. Ich habe das im Internet gesucht und gefunden, natürlich nur auf Esoterik- und verwandten Seiten. Leider ohne jegliche Kritik daran.

Dann habe ich nach White Eagle, Hopi-Indianer, gesucht. Ein Joseph White Eagle ist Anfang des 20. Jahrhunderts gestorben. Wie konnte er zur aktuellen Krise schreiben? Ich suchte weiter. Ein Medium in England bekommt von ihm Botschaften gechannelt. Nee klar. Wie praktisch.

Ich hoffe, der Nachbar fragt mich nicht, wie ich den Text fand. Aber Wahrheit kann man ja auch vorsichtig ausdrücken. Ob er weiß, dass das „gechannelt“ ist? Kann mir nicht vorstellen, dass er das weiß.

Sollte ich jemanden auf die Füße getreten sein, der wie mein Nachbar vom Text begeistert ist, so tut mir das Leid. Ich hoffe, die Füße stecken in Arbeitsschuhen, dann ist das ja nicht so schlimm.