Brötchen geschnitten

Ich esse gern Brötchen, aber ich finde die Herstellung relativ aufwändig. Eine fixer Bäcker bzw. eine fixe Bäckerin kann das vielleicht nicht verstehen. Wer so faul (geworden) ist, wie ich, vermutlich eher. Also habe ich mir mit Brötchen mal was ganz Faules überlegt, Pitta stand dafür bei mir im „Hinterkopf“. Die Brötchen werden – außer beim ersten Mal – kaum geknetet und dann nur noch geschnitten. Da die Brötchen sehr lecker geworden sind, möchte ich sie euch nicht vorenthalten. 🙂

Brötchen ungeformt

8-9 Stück

  • 50 g Joghurt, 1,5 % *
  • 200 g Hafermilch *
  • 30 g Sonnenblumenöl
  • 50 g Kichererbsenwasser (Dose) *
  • 500 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 P Trockenhefe (Dr. Oetker)
  • 2 g Salz (2 gestr. TL)
  • 50 g Sonnenblumenkerne

* Wer Wasser verwendet, sollte zusätzlich 1 TL Honig oder Zucker zugeben.
Statt Kichererbsenwasser kann andere Flüssigkeit verwendet werden.
Joghurt kann bei tiereiweißfreier Ernährung durch Wasser ersetzt werden.
ACHTUNG: Wer nur Wasser nimmt, sollte bei der Menge vorsichtig sein.

Flüssigkeiten mischen, trockene Zutaten mischen und miteinander verkneten. Der Teig war ein wenig zu fest, aber es hat trotzdem funktioniert. Ein nächstes Mal würde ich 20 g Flüssigkeit mehr nehmen.
Teigling in eine Pengdose legen, geschlossene Dose in einen Plastikbeutel geben und auf dem Fensterbrett 2 Stunden gehen lassen.
Nach den zwei Stunden einmal kurz durchkneten, erneut nochmals 1,5 Std. gehen lassen.

Teigling aus der Dose nehmen, nicht (!) nochmals kneten. Zu einem Rechteck (8 Stücke) oder Quadrat (9 Stücke) ausrollen, der Teig sollte ca. 2 cm hoch sein. Mit einem Messer oder Teigschaber in Stücke schneiden. Die Stücke auf ein mit Backblech ausgelegtes Backblech oder ein bemehltes Brett legen und locker abdecken.

Backblech in den Ofen schieben und auf 250°C (Heißluft) vorheizen. Teiglinge mit Wasser besprühen.

Teiglinge rasch auf das heiße Backblech legen. Da die Teiglinge kaum in die Breite, nur in die Höhe gehen, muss der Abstand nicht zu groß sein. Ofen schließen und 30-40 Sekunden warten. Temperatur auf 200°C stellen und die Brötchen 15 Minuten bei 200°C backen. Klopfprobe machen. Brötchen auf einem Gitterrost auskühlen lassen.

Iphorismische Short Stories

Iphorismische Short Stories habe ich nicht nur schon erwähnt, ich habe letztes Jahr auch ein Beispiel gebracht. Heute folgt noch eins, nämlich die Short Story für den 17. Januar:

Computer sind eigentlich lebendige Wesen und haben ein Eigenleben und einen Charakter. Deswegen werden ihnen von Menschen auch Namen gegeben. Deswegen muss Joe gegen den Bildschirm von Fritz schlagen, wenn der PC ihn absichtlich durch langsames Starten quält. Und wie sonst ließe sich auch erklären, dass ständig Viren seine Festplatte heimsuchten? Fritz lud sie förmlich ein.

Wie sonst ließe sich außerdem erklären, dass der Bildschirm gestern rabenschwarz war, nichts rührte sich? Aber als Joe morgens ängstlich den Einschaltbutton drückte, lief alles normal. Wenn Fritz brav war und einen längeren Download auch mal ordnungsgemäß und flott geladen hatte, lobte Joe ihn auch. „Fritz, du bist einfach mein bester Freund!“ Nicht bekannt ist, wie Fritz auf Drohungen der Art „Wenn du jetzt diese Fehlermeldung nicht endlich behebst, reiß ich dir den Arsch auf und schmeiße dich hochkant zum Fenster raus“, reagierte. Joe tat das nicht. Wer weiß, ob Fritz sich nicht mit den anderen PC-Leichen im Garten paaren würde.

Rezepte ausprobieren

Ich probiere ja gern Neues aus und bin immer noch auf der Suche nach einem Pizzatopping. Warmen bzw. heißen Käse vertrage ich nicht so gut. Einige Experimente habe ich schon hinteWar mir. Das neuste Werk folgt:

Für 1 Pizza

  • 50 g Skyr
  • 50 g Hafersahne
  • 2 g Salz
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 25 g kernige Haferflocken
  • 1 EL Wasser

Mit einem Löffel verrühren und etwa 30 Minuten quellen lassen. Das Topping nach der halben Backzeit (hier: 7 Minuten; 230°C Heißluft) auf die Pizza geben und zu Ende backen.

Was soll ich sagen? Auch wenn das Foto sehr lecker aussieht, geschmeckt hat es mir nicht wirklich gut. Woran man sieht: Nicht jeder Versucht gelingt. 🙂

Warum nun stelle ich euch ein Rezept vor, das nichts taugt? Wäre schöner, wenn man hier was sehen könnte, das auch lecker ist?

Der Grund ist einfach: Ich will euch den Mut zum Experimentieren stärken. Es ist ganz normal, dass auch die erste Version einfach nicht gut wird. Dann am Ball bleiben ist die Kunst.

Mal wieder Zoo in Wuppertal

Am Dienstag war das Wetter mal wieder so richtig zoofähig. Wobei: Es war noch so kalt, dass nicht alle Wege aufgetaut waren (wir waren um halb zwei dort). Aber davon abgesehen, war es doch wieder sehr schön. Ein angenehmer Nebeneffekt: Da gehen wir 4000 Schritte, ohne es überhaupt zu merken.

Wir sind immer wieder überrascht, wie viel der Grüne Zoo Wuppertal für Artenerhaltung und Forschung tut. Gar nicht so selten, dass hier Tiere geboren und dann passend wieder in die Wildnis ausgesetzt werden. Das ist nicht mehr das, was ich noch als Kind kenne, da ging es eigentlich nur ums Gucken.

Gestern war das Aquarium nach – wenn ich eine andere Besucherin richtig verstanden habe – zwei Jahren – Umbauarteiten das erste Mal wieder geöffnet. Eine Seite war schon besetzt, an der anderen Seite ist noch Baustelle.

Faszinierend!

Kurzer Text, drei Fehler

Für mein Grafikstudium habe ich ein mehrmonatiges Praktikum in einer Druckerei gemacht. Damals gab es noch Handsatz, d.h. jeder Bleibuchstabe wurde einzeln in eine Metallschiene gesetzt.

Das war nicht unbedingt ein Vorteil und brachte mir fast eine Sehnenscheidentzüngung ein, aber es gab andere Vorteile: Zum Beispel las der Setzer den Text durch, und es war die Regel, den Kunden auf Rechtschreibfehler oder andere sprachliche Verstöße hinzuweisen oder auch zu korrigieren. Also bei „dof“ machte man den Kunden nicht mehr aufmerksam, da schrieb man „doof“.

Okay, das gibt es nicht mehr. Keiner muss Grammatik und Rechtschreibung beherrschen, auch wenn es schön wäre. Aber warum kann man nicht mal einen Deutschen (das wäre hier passend gewesen) oder einen Menschen mit mehr Kenntnissen kurz fragen, ob er sich mal drei Sätze oder so durchliest?

Verstehe, wer will. Ich tu’s nicht. 🙂

Ich kriege kein Corona!

Wir haben einen Bekannten, ich nenne ihn mal Wolfgang, den wir vielleicht drei oder vier Male im Jahr sehen. Letztes Jahr stand natürlich bei Treffen die Standardfrage im Raum: Sind Sie geimpft?

Wolfgang ist Mitte 60, also genau in der Gruppe, bei der gar keine Zweifel bestehen, dass eine Impfung wichtig ist (es sei denn, man vertraut dubiosen Quellen).

Seine Antwort war zweimal dieselbe, das letzte mal im September:

„Nein, ich lasse mich nicht impfen, ich bekomme nämlich kein Corona!“

Mit dieser Antwort kann man ihn weder den Querdenkern noch fanatischen Impfgegnern zurechnen. Wolfgang ist auch kein Esoteriker, er ist ein eher sachlicher Mensch. Daher fand ich diese so entschieden vorgetragene Meinung lustig bis beeindruckend: Wille kann ja Berge versetzen, so heißt es. Und wenn er so entschieden in seiner Meinung ist – vielleicht bewegt das wirklich etwas? (Da mein Wille nicht so stark ist, habe ich mich bis einschließlich zum Booster impfen lassen.)

Gestern schickte Wolfgang uns eine E-Mail, die erste in diesem Jahr:

„Am zweiten Weihnachtsfeiertag trafen wir uns mit den Kindern aus Düsseldorf, an den darauffolgenden Tagen gingen alle drei, auch die kleine Tochter (noch nicht ein Jahr alt), in Quarantäne, alle Covid19 positiv.

Eine Woche darauf, und zwar am 2. Januar, wurden meine Frau und ich positiv getestet und mussten in Quarantäne.

Es geht uns allen leidlich gut, ich selber merke allerdings ziemlich schnell, dass mir die Luft ausgeht. Ich hoffe, dass es bald wieder vorbei ist.“

Ungeimpft und Familientreffen.

Ich bin weder hämisch noch besserwisserisch, ich wünsche der ganzen Familie, dass sie keine längerfristigen Schäden davonträgt und ganz schnell genesen wird. So für mich, denke ich: Da bin ich froh, dass ich mich habe impfen lassen und wir außerdem auch stets sehr vorsichtig sind. Was nicht heißt, dass es uns nicht treffen kann, das weiß ich wohl. Aber ich muss mir dann wenigstens keine Vorwürfe machen.

Fast ein Weißbrot

Das Brot, das ich vor drei Tagen gebacken habe, ist komplett bio. Aber mit Sicherheit nicht vollwertig. 😉 Trotzdem: Ab und zu probiere ich gern erprobte Vollewrt-Rezepte im Nichtvollwert-Modus aus. Früher habe ich das immer umgekehrt gemacht.

Ich hatte außerdem Eric vor die Wahl gestellt: ein Brot wie immer, dunkel, oder mal ein helles Brot. Er wollte auch mal ein helles.

Fünf-Minuten-Biobrot

  • 1 Päckchen Trockenhefe (je 7 g) (vorher: 2)
  • 470 g Weizenmehl Typ 550
  • 30 g Dinkelmehl Typ 1050
  • 70 g Kürbiskerne
  • 30 g Sonnenblumenkerne
  • 2 knappe (12 g) TL Salz (wer mag auch Kräutersalz)
  • 405 g handwarmes Wasser
  • 60 g Skyr (1 EL) *
  • 2 EL Apfelessig
  • Butter und evtl. Grieß für die Form

Zubereitung mit dem Handrührgerät, Knethaken. Die trockenen Zutaten in der Rührschüssel mixen. Skyr und Flüssigkeiten zugeben und 3 Min. kneten. Eine 30 cm Form fetten und mit Grieß ausstreuen. Teig hineingeben, mit Wasser einsprühen und auf dem Gitterrost in den kalten Backofen schieben. 25 Minuten ruhen lassen. Den Ofen auf 200 °C (Heißluft) stellen und das Brot eine Stunde backen. Das fertige Brot noch 15 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehenlassen, aus der Form stürzen, mit Wasser einsprühen und auf einem Gitterrost auskühlen lassen.

* Wer kein Skyr nehmen möchte, nimmt 450 g Wasser.

Es ist wichtig, dass Brot nicht zu früh anzuschneiden, dann reißen die Scheiben, weil es sehr locker ist.

Parken im Parkhaus

Kennt Ihr das auch: Ich fahre in ein Parkhaus und auf der ersten Etage stehen die Autos Schlange und warten, dass einer rückwärts aus der Parkbucht fährt. Auf der zweiten Etage sieht es immer noch heftig aus. Oberste und unterste Etage bieten fast immer noch Plätze. So wieder einmal gesehen vor zwei Tagen:

Eingeparkt …

Etwa 45 Minuten später:

Ich mag das. Ich mag nämlich Parkbuchten, aus denen ich ganz einfach rauskomme, ohne weiter nachzudenken.

Jalousie im Ärztekopf

Ärzte haben Erfahrungswerte, das glaube ich. Manchmal aber bilden sich aus diesen Erfahrungswerte Vorurteile. Dann sieht das so aus, dass du zum Arzt (gilt selbstverständlich auch für Ärztinnen 😉 ) gehst, er sieht dich an – und schon geht das Rollo im Kopf runter:

  • „Übergewicht = daher kommen die Beschwerden“
  • „Raucher = daher kommen die Beschwerden“
  • „Alter > 60 = da gibt es nur die Krankheiten, die bei älteren Menschen eben nun mal vorkommen“

Gerade in jüngster Zeit habe ich es immer wieder gehört, speziell von älteren Frauen, dass in vielen Arztköpfen Muster vorliegen und dass sie keine Lust haben, darüber hinaus zu untersuchen. Egal, was du sagst.

Eine Bekannte erzählte mir, dass du als Frau über 75 Jahre und dann möglichst noch alleinstehend, sofort hörst: „Sie ernähren sich nicht richtig!“. Das ist ja jedem klar, dass so eine Frau nicht mehr ordentlich isst, nicht kocht, nichts Frisches usw. Und damit ist die Jalousie herunter, andere Beschwerden werden erst gar nicht mehr berücksichtigt.

Versuche mal einen Arzt zu finden, der darüber hinaus dann an dir Interesse hat. Schönes Beispiel ist auch Haarausfall. Frau, über 60, Haarausfall? Zink, Schilddrüse, Hormone alle in Ordnung? Na, dann ist die Sache ganz klar, da erstellen wir keine Anamnese mehr, da verschreiben wir gleich das Standardmittel. Egal, was die Frau über ihre Lebensumstände sagt. Das ist dann ein androgen-genetischer Haarausfall. Und dann ist ganz egal, ob alle deine Vorfahren bis ins hohe Alter einen vollen Schopf hatten. Das ist egal, ob dein Haarausfall untypisch ist. Das ist alles egal. Dich untersucht niemand weiter, denn du bist eine Frau über 60. Da gibt es nichts anderes.

Sowas gilt natürlich auch für den Kreislauf. Ich habe zum Beispiel einen niedrigen Blutdruck, immer schon gehabt und ich habe ihn immer noch. Und zwar wirklich niedrige Werte (wem es was sagt: 96/56 mmHg und Ähnliches). Dann verschreibt mir ein Arzt ein Mittel, dass als Nebenwirkung eine Absenkung des Blutdrucks hat. Aber natürlich hat der Verschreiber sich vorher nicht informiert, ob ich vielleicht niedrigen Blutdruck habe, denn ich bin über 60, da hat man immer hohen Blutdruck.

Als ich mit vierzig Jahren beim Optiker war, weil ich die Augen überprüfen lassen wollte, war dem schon klar: Spätestens in zwei Jahren brauchen Sie eine Lesebrille. JEDER über 40/42 braucht eine Lesebrille. Übrigens: Ich lese heute noch ohne Brille. Na sowas aber auch.

Dein Lieblingskuchen ist gesucht

Ich kenne deinen Lieblingskuchen, ohne ihn zu kennen: Es ist der Kuchen, der immer allen schmeckt, wenn du ihn backst. Deine Kinder oder Freunde kriegen gar nicht genug davon. Dabei, so findest du, ist der Kuchen gar nichts Besonderes. Den backt eigentlich jeder, man findet ihn in jeder Rezeptsammlung. Langweilig. Er schmeckt dir auch, aber was du an ihm liebst ist, dass du ihn so gut kennst. Er ist schnell gemacht, nicht zu aufwändig und und und…

Na, hast du deinen Lieblingskuchen erkannt? Und genau den – den suchen wir hier! Ausgefallene Rezepte mit den exotischsten Zutaten finden wir an jeder Straßenecke. Wenn man das liest, weiß man schon, dass man anschließend völlig k.o. ist und die Küche aussieht wie eine Abfalldeponie. Dazu kommt, dass er bei dir auch nie so toll aussieht wie in der Zeitung, dem Blog oder dem Fernsehen.

Da haben wir etwas gemeinsam: Meine Lieblingskuchen sind lecker, einfach und manche gehen auf alte Familienrezepte zurück. Ich habe auch schon komplizierteres gebacken. Das gibt’s dann bei mir genau einmal. 🙂

Im Februar lautet das Motto von #Kochenmachtfroh: Kuchen

Es wäre sooooo schön, wenn du deinen Kuchen einbringst.
Einsendeschluss ist der 31. Januar 2022, veröffentlicht wird am 7. Februar.

Die Vorgaben sind einfach:

  • Das Rezept sollte zumindest teilweise der Vollwert entsprechen, wobei nicht die Brukersche Vollwert gemeint ist. Man kann sich auch an der Version von Prof. Leitzmann orientieren.
  • Im Rezept ist es schön, wenn die Zutaten gewogen werden. Bei kleineren Mengen oder Esslöffelangaben ist das so auch okay, aber ein Rezept so im Stil „1 Möhre, 1 Apfel, 1/2 Weißkohl“ sollte es dann auch nicht sein.
  • Zutaten und Zubereitung bitte deutlich trennen. Die Zutaten kommen am Anfang des Rezepts in einer Liste. Wasser zählt als Zutat.
  • Unformatierter Text ist für mich am einfachsten zu verarbeiten (also bitte kein Einrückungen, sorgsam untereinander ausgerichteter Text)
  • Wichtig ist auch ein Foto (bitte im Querformat).

Hier der Plan für die nächsten drei Monate:

  • Erster Montag im Februar: Kuchen
  • Erster Montag im März: OnePot (Eintopf zählen wir auch dazu)
  • Erster Montag im April: Herzhaftes aus dem Ofen