Saisonfrühstück und umsonst: ein Dessert mit Saisonobst

6. Mai 2015: Saisonfrühstück und umsonst: Erdbeer-Rhabarbar-Dessert

Pfiffiges Erdbeerfrühstück

6975katalog

Das Frühstück platzt vor Erdbeergeschmack – und schicken Kleinigkeiten wie der Dekoration und Braunhirse als Zutat.

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Erdbeer-Rhabarber-Dessert

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  • 220 g Rhabarber (1 größere Stange)
  • 50 g Wasser
  • 35 g Honig
  • 1 Teelöffel Zitronensaft
  • 220 g Erdbeeren (netto)
  • 30 g Nackthafer

Rhabarber waschen, Enden abschneiden und in Stücke schneiden. Mit Wasser und Honig zum Kochen bringen, 5 Minuten köcheln. In der Zwischenzeit die Erdbeeren putzen (waschen und grüne Stiele/Blätter entfernen) und größere Früchte halbieren oder vierteln.

Zitronensaft unterrühren. Hafer fein mahlen und unter die kochende Speise rühren, einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und die Erdbeeren unterziehen. Auf 3-4 Schälchen verteilen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Tipp: Flüssige oder geschlagene Sahne oder Cashewcreme schmecken lecker dazu! Wer gerne sehr süß isst, gibt noch 1-2 TL Honig hinzu.

Neu für mich

5. Mai 2015: Joe Cocker, I Come In Peace

Ganz frisch aus meinem Radio, wenn auch schon ca. 2 Jahre alt, hörte ich diesen Song vergangenen Sonntag zum ersten Mal beim Trimmradeln, ey, der gefiel mir! Joe Cockers typische Stimme habe ich sofort erkannt. Am Samstagmorgen habe ich das Lied etwa 2055415 x gehört, wieder so was zum Mitschwingen ;-)

http://www.clipfish.de/musikvideos/video/3920963/joe-cocker-i-come-in-peace/

Joe Cocker starb im Dezember 2014. Mehr zu ihm: hier

 

Detox ist angesagt!

4. Mai 2015: Die Inflation der Entgiftung

Auch heute wieder ein Gesundheitsthema. Es gibt ein Wort, das kann ich bald nicht mehr hören, weil mir dann das Süppchen hochkommt: Entgiften. Wer sich für was Besseres hält, spricht dann auch schon mal von Detox. Nee klar, so ein Fremdwort macht alles besser.

Da wird entgiftet, was das Zeug hält, und wenn ich irgend etwas nicht vertrage, was mir einer empfiehlt, dann ist das nur ein Zeichen wovon? Na klar, davon, dass ich entgifte!

Nee, danke. Dieses Entgiften wird so inflationär behandelt, das mir jeder schon suspekt ist, der mich schon wieder “entgiften” will. Sorry…

Schön ist auch, wenn man – gerade über so eine Thema nachdenkend – plötzlich Gleichgesinnte liest. Zwei Wochen, nachdem ich diesen Artikel verfasst hatte, las ich einen Leserbrief in der Mai-Ausgabe der Schrot & Korn (Seite 92):

Mythos vom Entschlacken. Es ist erstaunlich, wie konstant sich der Mythos vom Entschlacken hält, von der Industrie kultiviert und um neuere Begriffe wie Detox erweitert. Immerhin ist viel Geld damit zu verdienen. Ein halbwegs gesunder Mensch benötigt keinerlei Entgiftung von außen – das erledigen die Leber und Nieren zuverlässig. Bei bestimmten Krankheiten kann allerdings die Zufuhr oder das Weglassen bestimmter Stoffe Symptome und/oder Verlauf beeinflussen. Das sollte im Einzelfall mit einem entsprechenden Spezialisten besprochen werden.”

Danke unbekannterweise an K. Rathgen, der diese Email als Leserbrief eingesandt hatte und es noch treffender formuliert hat als ich :-)

Passt in jede Jahreszeit

3. Mai 2015: Blumenkohl-Kartoffel-Auflauf

Ich habe diesen Auflauf an zwei Tagen hintereinander gemacht, denn beim 1. Mal war ich noch nicht so ganz zufrieden. Die zweite, hier angebotene Variante war 100% erfolgreich – auch bei meinem Gast. Es ist ein einfaches Gericht, leicht und fix vorzubereiten, wenn man eine Ofenzeit von ca. 1 Stunde einplanen kann.

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Durch Zugabe von bestimmten Gewürzen lässt sich der Geschmack jedes Mal variieren. Es sind keine besonderen Geräte erforderlich. Ein Messer sollte es sein und ein kleiner Mixer wäre auch hilfreich.

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Immer wieder Ärzte

2. Mai 2015: Ärzte, Folge Nr. 345

Aus letzter Zeit liegen mir wieder einmal phantastische Berichte von Arztbesuchen vor.

Mein Freund L. leidet seit vielen Jahren an Bluthochdruck, eigentlich schon seit seiner Kindheit. Das haben ihm die Ärzte zwar gesagt, aber ihm niemals die Konsequenzen aufgezeigt, wozu das führen kann. Seit ein paar Jahren liebäugelt er auch mit der Vollwertkost immerhin soweit, dass er einen aufkommenden Diabetes hat völlig beseitigen können (ich berichtete von den Anfängen hier). In den letzten zwei Jahren hat er es mit der Ernährung jedoch wieder ein bisschen schleifen lassen, er hat kontinuierlich zugenommen.

Nun aber macht ihm der Blutdruck doch Beschwerden, er bekommt bei Anstrengung Atemnot, ist ständig müde usw. Also ging er wieder zum Arzt, der ihn nach 8 Monaten medikamentöser Behandlung endlich einmal zu einem Facharzt, einem Kardiologen schickte. Der wiederum stellte fest, dass L. bereits Endorganschäden hat, wie es so schön heißt: Die Herzwand ist verdickt. Außerdem hat er gelegentlich Vorhofflimmern, womit nicht zu scherzen ist, weil das zu Thrombose (Blutpropfen in den Adern) und dann zu Schlaganfall führen kann.

Geschockt rief er mich an, wir haben uns getroffen und ich habe ihm strikte Vollwerternährung mit Forks-over-Knives-Einfluss empfohlen. Ich weiß, dass er morgens eine Tasse Kaffee trinkt. “Weg damit”, war mein erster Rat. Er verdrehte die Augen, hat sich aber schnell an ein Tässchen Getreidekaffe als gesunden Morgenstart gewöhnt.

Erstaunlich fand ich auch, dass sein Hausarzt ihn nie auf das sichtbare Übergewicht angesprochen oder nach Kaffee- und Salzkonsum gefragt hat, alles Dinge, die auch in der Schulmedizin bekannt sein sollten. Der Kardiologe hatte ihm immerhin gesagt, dass er – neben der Einnahme von Medikamenten – das Gewicht senken muss.

L. war völlig fertig. Ein Lichtblick: Beide Ärzte hatten ihm versichert, dass noch alles zu retten und die eingetretenen organischen Schäden wieder in den gesunden Zustand zurückgeführt werden könnten. Aber so richtig Lust, fünf Medikamente lebenslang zu nehmen (und darauf lief es damals hinaus), hatte er auch nicht. Da ich fest davon überzeugt bin, dass er das mit der richtigen Ernährung erreichen kann und er offen ist für Neues (wenn es dann fast brennt *ggg*), habe ich ihm genau gesagt, wie sein Essen in Zukunft aussehen sollte. Da er Vollwertkost kennt, mag und die Umstellung daher nicht so groß ist – also nur die Dinge wieder weglassen, die sich eingeschliffen hatten, und Butter, Käse und Fleisch endgültig aus dem Speiseplan zu streichen, die er sowieso mehr (Butter) oder weniger (Fleisch und Käse) nur gelegentlich aß -, war er bereit, konsequente Vollwertkost nach FoK 6 Monate zu praktizieren.

Seine Blutdruckwerte lagen mit Medikation immer noch bei Werten um die 150/110 mmHg. Der von der WHO vorgeschlagene Höchstwert beträgt 140/90 mmHg. Er ruft nun eine Weile einmal am Tag an, um mir seine Blutdruckwerte mitzuteilen. Am ersten Tag ohne Kaffee: 138/97 mmHg. Ich feixte. Er: Das kann doch so schnell nicht gehen! Am nächsten Tag: 136/90. Oha. Am dritten dann 123/87 mmHg. Wahnsinn!

Als L. nun das nächste Mal zum Kardiologen ging, berichtete er dem Arzt “stolz”, dass er nun seinen Morgenkaffe wegließe und nichts Süßes mehr äße (okay, er hätte Industriezucker sagen sollen, aber den Begriff kennt der Arzt vermutlich auch nicht). Was sagte der Arzt? Zum Kaffee: “Ach eine Tasse am Morgen schadet doch nicht!”. Zu den Süßigkeiten “Na, so ganz ohne ist ja auch zu schwer.”

Danke lieber Arzt für deine motivierenden Worte! Zum Glück vertraut mir L. und bleibt bei Getreidekaffee und Vollwertsüßigkeiten. Ich bin sicher – wenn es ihm dann eines Tages wieder richtig gut geht, werden die Ärzte das auf die tollen Medikament zurückführen. Nee klar, darunter war der Blutdruck ja auch nicht runtergegangen ;-)

Noch nimmt L. seine Medikamente, klar, würde ich auch. Aber er  ist zuversichtlich, dass er mit der Ernährung eines Tages auch wieder ohne die synthetischen Krücken auskommen wird.

Eine zweite Portion

1. Mai 2015: Aus der Email einer Leserin

Eine Leserin schrieb: Heute habe ich Wirsing mit ganz leckeren Schupfnudeln aus Stützcreme und Dinkel hergestellt. Meine älteste Tochter spöttelte und fand, das sei ein passendes Karfreitagsmenu, denn ohne Käse schmeckten die nicht. Dann griff sie tüchtig zu und schöpfte sich noch eine zweite große Portion.

Schön, oder? ;-)

 

Frag doch mal die Ute – im April

30. April 2015: Fragen und Antworten

Frage 1: In einer Fernsehsendung letzte Woche war eine Professorin da, sie meinte dass Kokosfett nicht gut sei, da es gesättigte Fettsäuren enthält. Ich verwende Kokosöl, das teure aus dem Naturkostladen, manchmal zum Braten und auch zur Schokolade, schmeckt sehr gut. Ist das jetzt ungesund?
Statements im Fernsehen sind mit der gleichen Vorsicht zu genießen wie Dinge aus dem Internet. Und nur weil eine “Professorin” etwas sagt, ist das für mich vor allem bei Ernährungsfragen keine Freikarte für richtiges Wissen. Es ist ja bekannt, was ich von dem Wissen von Ökotrophologen halte ;-)
Aber sehen wir einmal davon ab: Was kann ich dir dazu sagen? Einmal kannst du in Wikipedia lesen, dass Kokosöl für wahr gesättigte Fette enthält (hier). Auch hat mir einmal einer aus der Ölmühlenpraxis gesagt, dass er wegen der gesättigten Fette die Aufnahme in die Produktpalette von Ölmühlen nicht empfiehlt.
Ich persönlich verwende Kokosöl aus diesen Gründen – oder Fett im allgemeinen, aber das ist ein anderes Thema – nur in sehr kleinen Mengen.

Frage 2 für April: Weshalb verwendest du Erdmandeln in deiner Küche? Weil sie dir gut schmecken, weil sie gesund sind oder aus anderen Gründen?
Aus Abenteuerlust. Ich esse selten etwas, “weil es gesund” ist. Ich probiere gerne neue Dinge aus, manchmal auch nach einer Weile erneut. So habe ich Braunhirse und Erdmandeln erneut gekauft nach langem und festgestellt, dass ich mit der Braunhirse geschmacklich nichts anfangen kann, Erdmandeln dagegen eine nette “sandige” Konsistenz geben und auch einen eigenen Geschmack haben.

Frage 3 für April: Wo bekomme ich die Profi-Backformen aus Edelstahl, die Sie benutzt haben um mehrere Brote zu backen?
Bei der Firma Manz, hier geht es direkt zu den Formen: klick.

Frage 4 für April: Sind gedörrte Nahrungsmittel (Früchte Knäcke) wirklich gesünder als gebackene? Für mich ist zum Beispiel ein Dörrapfelschnitz, der unter 42 Grad getrocknet wurde, genau so tot wie einer, der bei höherer Temperatur getrocknet wurde.
Eine gute Frage. Leider kann ich sie nicht endgültig beantworten, da ich nicht wüsste, wo wirklich jemand einmal die Nährwerte von bei unterschiedlichen Temperaturen getrockneten Früchten verglichen hat. Die 42 °C-Grenze bezieht sich vorwiegend auf Eiweiß. 100 g Apfel haben 0,3 g Eiweiß laut einer Nährwerttabelle. Auch gibt es Vitamine, die bei 42 °C erhalten bleiben, auch ohne Wasser, bei 70 °C aber nicht mehr. Ich denke, der Unterschied ist nicht so groß, wie häufig getan wird. Es macht sich eben gut Geld mit dem Begriff Rohkost :-) Ein Thema, über das ich noch eine Weile nachdenken werde!