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Keiner gendert wirklich gern

Woher ich weiß, dass es jedermann als lästig empfindet? Na, ich kann es an der Inkonsequenz der Möchtegern-Nichtdiskriminierer ablesen. Hierzu ein Zitat aus der taz (hier), die uns natürlich mit Doppelpünktchen die Lesefreude nimmt:

Mitglieder der italienischen OK gelten als unauffällige Mo­dell­bür­ge­r:in­nen mit besten Beziehungen. So sollen Mitglieder der ’Ndrangheta nach der Wende sehr gute Geschäfte in Ostdeutschland gemacht haben – mit der Hilfe deutscher Unternehmer, Politiker und sogar Richter.

Wenn ich mal nicht scherze und nicht auf „Mitglieder:innen“ bestehe, so frage ich mich doch, ob es keine deutschen Unternehmerinnen, keine Politikerinnen und keine Richterinnen gibt. Wieso also hier nicht steht:

Mitglieder der italienischen OK gelten als unauffällige Mo­dell­bür­ge­r:in­nen mit besten Beziehungen. So sollen Mitglieder der ’Ndrangheta nach der Wende sehr gute Geschäfte in Ostdeutschland gemacht haben – mit der Hilfe deutscher Unternehmer:innen, Politiker:innen und sogar Richter:innen.

Die Antwort ist so klar – das ist einfach unleserlich. Ja, Leute, dann lasst den Blödsinn doch einfach 🙂

YouTube nervt

Kaum noch können wir etwas in YouTube ansehen, ohne dass ständig Werbung dazwischen läuft. Ich habe letztlich eine Serie gucken wollen. Da war die Werbung nicht nur am Anfang, sondern zwei oder drei Male auch noch mitten im Video. Also wirklich mitten drin, nicht mal ordentlich geschnitten.

Dann wollte ich die alten Folgen der Serie „In aller Freundschaft“ sehen (herrlich um dabei zu stricken oder häkeln!). Auf YouTube? Nur Quälerei. Dann führte mich ein Link zu Dailymotion.

Keine Werbung zwischendurch. Und was ich leider erst in der 3. Staffel gemerkt habe: Derjenige, der die ganzen alten Folgen eingestellt hat, hat für jede Staffel eine Playlist erstellt. Also kann ich ohne Unterbrechung handarbeiten. 🙂

Ich weiß nicht, was es sonst noch so auf Dailymotion gibt und ich verstehe nicht, warum alle Welt sich immer auf das „verwerbte“ YouTube stürzt. Übrigens: Meine Videos könnt Ihr, wie ich von einer Freundin erfahren habe, immer noch werbefrei sehen. Weil ich kein Geld damit verdienen will.

Schaut doch mal bei Dailymotion vorbei, vielleicht findet Ihr auch etwas, das Ihr schon lange mal wieder sehen wolltet:

https://www.dailymotion.com/de

April 2001…

Also das sind fast 20 Jahre 🙂 Da habe ich die ersten Brotexperimente gemacht, noch mit Backpulver. Ich weiß gar nicht mehr, wie es geschmeckt hat. Aber unangenehm kann es nicht gewesen sein – daran würde ich mich erinnern. Es war mein Rezept Nummer 143 im Internet.

Buttermilchbrot

400 g Mehl
100 g Weizenvollkornmehl
1 EL Margarine
1 kleines Ei
1/2 Liter Buttermilch
1 Päckchen Weinstein-Backpulver
1 TL Zucker
2 gestrichene TL Salz

Die trockenen Zutaten gut miteinander vermischen. Margarine mit Ei und Gewürzen verquirlen. Die Mehlmischung abwechselnd mit der Buttermilch einrühren (Knethaken, der Teig wird sonst „unbewegbar“). In eine Flexiform-Gugelhupfform füllen und backen.

Temperatur: 180 °C / 90 Watt (Mikro-Heißluft-Kombination); Backzeit: 35 Minuten

Verblöden oder nicht verblöden

Ich gucke ja gerne irgendwelche hirnlosen Serien, weil man dabei so gut stricken und häkeln kann. 😉 Manchmal aber lockt es mich auch, etwas Interessanteres vor mir zu haben. Dokus, so gerne ich sie sehe, haben einen großen Nachteil: Sie sind ständig mit Musik untermalt. Bei Tierfilmen z.B.: Jagt ein Tier (ein großes) das andere (ein kleines) so hören wir dramatisch klassisch-anmutende Musik. Hoppelt ein kleineres Tier übers Blickfeld kommt entsprechend „komische“ Musik. Es nervt!

Es gibt aber auch richtige Vorträge / Vorlesungen. Da kann man sich nach Interessengebiet aussuchen, was man sehen und hören möchte.

Eine Seite mit einem guten Überblick und vielen Angeboten möchte ich euch heute vorstellen. Auch wenn die Seite uns auf deutsch „anspricht“, führt sie allerdings meist zu englischsprachigen Videos.

https://www.edukatico.org/de/

Vielleicht findet ja der eine oder andere dort etwas Packendes. Mir hat es derzeit die Linguistik angetan.

Ein Osterdessert

Ich habe Eierlikör aus eigener Produktion und selbstgebackenes Toastbrot. Das wäre doch eine prima Grundlage für einen Dessert, oder? Heute bekommt Ihr ein richtig frisches Rezept, denn ich habe den Nachtisch noch nicht gegessen (nur die einzelnen Schichten probiert 😉 ).

Eierlikör-Schichtcreme

Zutaten:

  • 2 dünne Scheiben Toastbrot (Rezept hier veröffentlicht, 55 g)
  • 5 g Alsan-Biomargarine
  • 10 g Pinienkerne
  • 5 g + 20 g Agavendicksaft
  • 40 g Eierlikör (Rezept hier veröffentlicht)
  • 40 g Mascarpone
  • 50 g Skyr
  • 10 g Hafermilch
  • 20 g Heidelbeeren

Vom Toastbrot dünn die Rinde abschneiden (Rinde = 15 g, Brot = 40 g) und in kleine Stück schneiden. Die Margarine in einer Pfanne erhitzen, Pinienkerne und Brotrindenwürfel darin unter gelegentlichem Rühren erhitzen. Wenn die Pinienkerne mittelbraun sind, 5 g Agavendicksaft unterrühren und karamellisieren lassen.

Die beiden Scheiben fein würfeln. Die Hälfte in ein gerades Trinkglas geben, mit 20 g Eierlikör übergießen. Ab und zu mit einem kleine Löffel verrühren. In der Zwischenzeit 20 g Agavendicksaft, Marscarpone, Skyr und Hafermilch glatt rühren. Etwa die Hälfte der Creme auf die Weißbrotschicht geben, die restlichen Brotwürfel darüber verteilen, mit Eierlikör beträufeln. Mit den Heidelbeeren belegen.

Den Rest Creme auf den Beeren verteilen und die karamellisierten Brotwürfel und Pinienkerne darauf verstreuen.

Tipp: Wer es besonders luxuriös möchte, schmilzt etwas Schokolade und verrührt sie mit der Pinienkern-Brotmischung.

Toastbrot

Das Rezept, nach dem ich mich gerichtet habe, ist aus der Thermomix-Rezeptwelt und heißt „Helmi’s Buttertoast“. Eine tolle Vorlage, da stimmt alles. Und die Angaben im Rezept sind konkret, also z.B. 12 g Salz statt 2 Teelöffel Salz. Ich habe einige Dinge verändert, aber das Brot ist toll geworden und so danke ich dann auf diesem Weg Mixi29 für diese Supervorlage 🙂

Das Brot ist bis auf die Verwendung von gekauftem, nicht ganz vollwertigem Dinkelmehl in meinem Verständnis durchaus vollwertig.

Lockeres Toastbrot

Sauerteiganteil

  • 10 g Roggensauerteig (= ca. 1 TL)
  • 20 g Roggen Vollkornmehl
  • 20 g Wasser

Am Vorabend in einer kleinen Schüssel verrühren und über Nacht gehen lassen.

Vorteig

  • 50 g Weizenmehl Typ 1050
  • 20 g (= 1/2 Würfel) Bio-Hefe
  • 10 g Honig
  • 10 g Backmalz (kann laut Vorlage entfallen)
  • 100 g Hafermilch

Alle Zutaten in den Mixtopf einwiegen und mischen (3 Min./37 °C/Stufe 1,5). Ca. 30 Minuten im Thermomix gehen lassen, bis sich Blasen bilden.

Hauptteig

  • 500 g Weizenmehl Typ 1050
  • 12 g Salz
  • 50 g Sauerteig (Zubereitung s. oben)
  • 100 g Wasser
  • 100 g Hafermilch
  • 60 g Alsan-Biomargarine, weich
  • Alsan-Biomargarine für die Form

Alle Zutaten für den Hauptteig zum Vorteig im Thermomix geben und kneten (4 Min./Knetstufe).

Den Teig in eine mit Mehl bestäubte Peng-Schüssel geben. Deckel schließen und Schüssel in eine Plastikdose geben. An einem warmen Ort (Fensterbank) ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat).

Teig aus der Schüssel nehmen, mit etwas Mehl zweimal zusammenfalten und in vier Teile teilen. Die einzelnen Teil wie Brötchen rund und lang schleifen und nebeneinander in eine eingefettete Kastenform von 30 cm Länge geben. (Laut Originalrezept ist das Teilen in vier Stücke notwendig, damit das Toastbrot die feine Krume bekommt.)

Die Form mit einem Handtuch abdecken und noch einmal 15 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit den Ofen (Umluft) auf 190°C vorheizen. Form einschieben und 35 Min. bei 170°C backen.

Originalrezept: 30-35 Min. bei 190°C Ober- und Unterhitze backen.

Auf ein Gitterrost stürzen und abkühlen lassen.

Eine Wahrheit

Es ist toll, wie dieses Land und seine führenden Kräfte die Pandemie entschlossen und mit einer Stimme bekämpfen. Auch dass „wir“ mit unserer Impfquote so weit oben in der Länderliste stehen, erfüllt uns alle mit Bewunderung für die Organisatoren.

(Sorry, aber ein kleiner Aprilscherz musste sein…. 😉 )

Veganer Eierlikör ohne Soja

Beschrieben ist das Rezept für den Thermomix, mit einem guten Mixer geht es aber sicher auch.

Eierlikör
  • 1 P Vanillepuddingpulver
  • 475 g Hafermilch
  • 30 g Rohrohrzucker
  • 100 g Agavendicksaft
  • 1 Päckchen Vanilleextrakt für 250 ml Flüssigkeit (hier: Finesse von Dr. Oetker)
  • 200 g brauner Rum
  • 1 Prise Salz
  • 6-10 g Guarkernmehl

Pudding nach Anweisung mit Hafermilch und Zucker zubereiten. Abkühlen lassen. Den Pudding mit den restlichen Zutaten ohne das Guarkernmehl in den Thermomix geben und mixen (20 Sek./Stufe 8). Bei laufendem Thermomix (Stufe 3) Guarkernmehl zugeben und nochmals 10 Sek./Stufe 8.

Fertig. In saubere Schraubgläser oder Flaschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Ich hatte 6 g Guarkernmehl genommen, es ist mir zu dünnflüssig geworden. Bei einem nächsten Mal würde ich statt Agavendicksaft Rohrohrzucker nehmen, den ich pulverisiere. Das macht auch etwas dickflüssiger, vermute ich.

Man kann Pudding auch mit dem Thermomix zubereiten, aber mir fiel das zu spät ein.

Da ich seit Jahrzehnten keinen Eierlikör mehr getrunken habe, weiß ich nicht, ob der jetzt wirklich schmeckt wie aus der Flasche. Meiner Erinnerung nach durchaus – aber die kann täuschen. Lecker ist er auf jeden Fall. Ich kann ihn gern auch Vanillelikör nennen.

Negativer Test

Wie immer machten wir unsere Mittagsrunde durch die Ronsdorfer City. Da gibt es kleinere und größere Geschäfte. Viele mit dem Aushang „Eintritt nur mit tagesaktuellem negativen Testergebnis“.

In was für vergammelten Gehirnen entstehen solche Ideen? Es reicht ja auch kein Selbsttest, oh nein, es muss ein „offizieller Test“ sein. Die Hausärzte, Apotheken und Testzentren (weiß gar nicht, wo bei uns eines ist) werden sich freuen, haben ja sonst nur Langeweile. Und naturgemäß ist der Ansturm auf die Geschäfte immens. Um 14 Uhr berichtete mir die junge Verkäuferin, die am Eingang von Tedi „Wache“ stand, dass bisher (= Geschäftsöffnung) fünf Kunden dagewesen waren.

Tedi ist mir immer dadurch aufgefallen, dass sie alle Maßnahmen sehr korrekt durchführen. Also ohne negativen Test musste man sich an einem Pult eintragen, nur 11 Kunden gleichzeitig im Laden. Ich wette, da hat sich niemand angesteckt!

Es ist ja überhaupt noch nicht erwiesen, dass in Geschäften der Virus häufig übertragen wird. Also hier in den kleinen Geschäften sind sie wirklich so aufmerksam, das glaube ich einfach nicht. Warum nicht Click & Meet lassen, so wie es gut angelaufen war?

Ich warte nur noch darauf, dass auch Supermärkte einen aktuellen Test fordern müssen. Dann kaufe ich nur noch online.

Wobei ich nichts gegen Selbsttests habe, im Gegenteil. Für einen Besuch im Museum, Kino oder Zoo – wo man sich länger aufhält – halte ich das für eine sinnvolle Sache. Auch um mal meine Freundin mit gutem Gewissen besuchen zu können, habe ich mir ein paar Selbsttests in die Schublade gelegt. Und auch Click & Collect, Click & Meet sind machbar und vielleicht hilfreich.

Was diese wirren Hirne sich da so ausdenken, ist einfach unverantwortlich. Die große Industrie läuft ja wohl recht gut, aber Mittelstand und Minibetriebe sind teils schon über das Limit hinaus.