Fixe Mixer: Baguette

Provencialische Baguettes

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300 g kaltes Wasser
1 Würfel Bio-Hefe (42 g)
1 TL Honig

75 g Emmer
425 g Dinkel
2 gestr. TL Vollmeersalz
1 TL gemahlene Pampelmusenschale (oder einer anderen Zitrusfrucht)
1 leicht geh. EL Kräuter der Provence
25 g Sonnenblumenkernöl

2-3 EL feine Vollkornbrotbrösel (oder Mehl)
2-3 EL Sesamsamen ungeschält

Wasser und Honig in den Thermomix geben, Hefe hineinbröseln. 45 Sekunden auf Stufe 1 verrühren. Getreide mischen und in der Getreidemühle fein mahlen. Mit Salz und Schale mischen. Die Kräuter zwischen den Händen zerreiben und ebenfalls unter das Mehl mischen. Mehlmischung in den Thermomix geben, darauf Öl gießen und 2 Minuten auf „Teigeinstellung“ zu einem Teig verarbeiten lassen.

Teig in drei Portionen zu je etwa 300 g teilen. Die Knetfläche mit Brotbröseln bestreuen und auch die Hände damit „bemehlen“. Zu Baguettes in Breite des Backblechs rollen. Nebeneinander auf ein mit Dauerbackfolie ausgelegtes Backblech legen. Einsprühen, mit Sesam vorsichtig bestreuen. Schräg mit einem Messer mehrmals einschneiden.

In eine große Plastiktüte stecken und insgesamt 1 Stunde gehen lassen. In den letzten 15 Minuten den Backofen (Heißluft) auf 175 °C vorheizen, dabei eine Schale mit Wasser auf den Ofenboden stellen.

Die Baguettes nochmals mit Wasser besprühen und 20 Minuten bei 175 °C backen. Nach 15 Minuten das Blech drehen, falls die Hitze ungleichmäßig ist. Ofen ausstellen und noch 5 Minuten nachbacken (Garprobe machen – beim Klopfen gegen die Unterseite müssen die Baguettes hohl klingen).

Heiß nochmals einsprühen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Fixe Mixer: Konfekt, ganz schnell

Marmorierte Blitzkugeln

Normalerweise nehme ich mir für das Konfekt etwas Zeit (nicht zu viel natürlich 😉 ), heute hatte ich aber keine Lust, zu lange in der Küche zu stehen. Aber ich wollte schnell das Konfektrepertoire auffüllen. Dieses Rezept geht wirklich superfix.

Die Nüsse bzw. das Trockenobst sind gegen andere Sorten austauschbar, für den Marmoreffekt sollten jedoch die Nüsse hell sein (z.B. sind auch geschälte Mandeln oder Cashewnüsse möglich).

Ergibt ca. 20 Stück

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100 g Erdnüsse (ungeröstet, ungesalzen)
100 g Datteln
40 g Erdnussmus (z.B. aus eigener Herstellung)
40 g Honig
1 Messerspitze gem. Vanille

Erdnüsse mit den Datteln zusammen fein hacken (z.B. im Thermomix 2-3 Sekunden auf Stufe 6). Erdnussmus, Honig und Vanille hinzugeben und gemeinsam verrühren/verkneten (Thermomix 2 Minuten auf Teigstufe, dann nochmal 4 Sekunden auf Stufe 4). Jeweils 1 TL der krümeligen Masse zwischen den Händen fest zu Kugeln rollen und in Fackelmann-Pralinenförmchen setzen. Wer etwas Zeit hat, drückt noch vorsichtig in jede Praline eine halbe Erdnuss.

Rezept der Woche: ein Dessert

Die Stützcreme – eine Entwicklung, auf die ich mit Stolz blicke 🙂 – ist gut für viele Dinge. Einmal zum Backen und für Soßen, aber auch eine tolle Grundlage für viele einfache und wohlschmeckende Desserts. Dafür sind auch Flohsamenschalen prima. Ich verwende sie relativ regelmäßig in meiner Küche, die Menge ist aber so gering, dass ich mit einer Packung länger als ein Jahr hinkomme.

Orangenpudding Surprise

2 Portionen

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  • 1/2 Orange, geschält (115 g)
  • 125 g Stützcreme, die Zubereitung der Stützcreme findet Ihr: hier
  • 25 g Honig
  • 1 TL Flohsamenschalen (3 g)
  • 2 TL Orangeat (selbstgemacht)

Orange, Creme, Honig und Flohsamenschalen im Vitamix durchmixen, auf zwei Schüsselchen verteilen. In die Mitte je einen TL Orangeat geben, es sinkt ein. Mindestens 30 Min. kalt stellen.

 

Das Wilkesmannsche Alphabet

Die Xsche Xantippe.

18. März 2017

X

Irgendwann in den achtziger Jahren war ich in Xanten, was sich ohne h hinter dem t schreibt, das habe ich gerade kontrolliert. Ich war mir nämlich nicht mehr sicher.

Mit achtziger Jahren meine ich nicht das 21. Jahrhundert, denn dann würde ich einen Roman schreiben, dessen Titel zum Beispiel lauten könnte „Zeitreise 70 Jahre rückwärts in das Jahr 2016“. Ein anderer möglicher Titel wäre „Zeitreise nach vorne: Blick aus dem Jahr 2016 in die kommenden Achtziger“. Was bedeutet, dass ich es extrem merkwürdig finde, dass ich häufig lese „die 80er des letzten Jahrhunderts“. Ja, welche sollen das sonst sein? Keiner spricht über die Zeit 1880-1889 oder 1680-1689 als „den Achtzigern“. Da gibt es andere Begriffe. Für mich sind die 80er ganz klar definiert als „1980-1989“ und ich finde diese Umschreibungen künstlich. Wenn die Welt einmal in den 80ern des 21. Jahrhunderts angekommen ist, wird sich das problemlos ändern können. Ob in Xanten oder anderswo.

Mein damaliger Freund und ich haben häufig samstags kleine Ausflüge mit dem Auto unternommen. Dabei habe ich die eine oder andere deutsche Stadt kennengelernt, die mir zuvor völlig unbekannt war. Nicht alle Städte sind mir in Erinnerung geblieben, warum dann also Xanten? Weil es mit einem X anfängt und mir daher kein X für oder vor ein U machen kann?

Es gibt zwei Dinge, die mir im Gedächtnis geblieben sind. Da ist einmal der imposante Dom von Xanten. Wobei es nicht so sehr der Dom ist, sondern die fratzenhaften Figuren, die ihn von außen schmücken. Ich liebe das englische Wort dafür, „gargoyles“ für gotische Wasserspeier mit Fratzengesicht (so von leo.org übernommen). Das Wort „gargoyle“ sammelt das Wasser schon in der Kehle, wenn man es spricht. Außerdem ist es viel mystischer für mich als das profane Wort „Wasserspeier“. Ein Dom mit Wasserspeiern? Wie langweilig. A cathedral with gargoyles? Faszinierend und es lässt nicht los. Wie man sieht, denn auch nach Jahrzehnten erinnere ich mich daran. Große Teile des Doms waren gerade Baustelle. Das scheint sich aber bei allen Dombauten zu wiederholen. Letztlich war ich in Paderborn. Dort gibt es auch einen Dom, der von außen mit einem Gerüst umbaut ist.

Das zweite Erinnerungsmerkmal von Xanten ist deutlich profaner. Zwar hatte ich damals noch nicht die Vollwertkost entdeckt, bei weitem nicht, zog aber eine Suppe oder einen Salat doch schon einem Stück Kuchen vor. Was mich deutlich vom Freund unterschied. Cafés boten damals auch immer eine kleine Karte mit Herzhaftem an, gerne war es Gulaschsuppe oder Toast. Toast war nie mein Ding. Das Café, in das wir einkehrten, bot nicht nur dem Freund köstlichen Kuchen, sondern mir auch eine kleine Salatspeisekarte. Ich wählte einen gemischten Salat mit gebratenen Hühnerbruststückchen. Dieser Salat muss der Beste seiner Art gewesen sein, den ich je gegessen habe, sonst hätte er mich sicherlich nicht bis ins Jahr 2016/2017 beeindruckt. Und das in einem ganz, ganz normalen Café. Reiste ich heute nach Xanten, würde mich der Salat wegen des Hühneranteils nicht mehr locken, außerdem würde ich das Café gar nicht wiedererkennen. Ich kann mir Lecker-Kulinarisches sehr gut merken, und wenn ich die Dinge Revue passieren lassen, die mich besonders beeindruckt haben, sind es im Erwachsenenalter immer Salate und ähnliches. Niemals Kuchen. Anders ist das mit den Erinnerungen aus der Zeit, als ich noch zu Hause wohnte. Der Sauerbraten meiner Mutter war legendär, genauso die (mit Hackfleisch) gefüllten Kohlrouladen, ihre Königsberger Klopse und ihr unschlagbarer Schweinebraten. Wobei mich beim Schweinebraten die Soße deutlich mehr begeisterte als das Schwein, das brauchte ich gar nicht. Die Kohlrouladen habe ich mir noch einmal gewünscht, als meine Mutter schon schwer krebserkrankt war. Damals fuhren mein jetziger Ex-Gatte und ich einmal in der Woche zu meiner Mutter und sie hat für uns gekocht, wir haben dann noch zusammengesessen und geschwätzt. Mein Exmann hat heute noch sehr positive Erinnerungen an diese Dienstagabende. Was sie damals zum Exzess trieb und was schon einige Jahre vorher angefangen hatte, war diese Unruhe beim Essen. Das konnte mich zur Weißglut treiben: Ich hatte den letzten Bissen gerade vom Teller genommen, da entriss sie mir den Teller, um ihn umgehend zu spülen. Gemütlich ist anders. Sie hatte natürlich irgendeine plausible Erklärung dafür, die mir aber nur pseudoplausibel erschien. Zehn Minütchen später hätten sich die Essensreste auch nicht auf ewig mit dem Teller verbunden. Ach ja, die Kohlrouladen. Die waren enttäuschend, sie hatten einfach nicht den leckeren Geschmack des Vor- oder Vorvorjahres. Irgendetwas war ihr entglitten. Ich habe mich dann damit abgefunden, dass es diese Kohlrouladen nur noch in meiner Erinnerung gibt. So wie den leckeren Salat in Xanten.