Frag doch mal die Ute… im Februar 2015

28. Feb. 2015: Fragen und Antworten

Frage 1: Ich habe bei dir öfters gelesen das du den Teig zum gehen in den Ofen bei 35° gibst. Dann nimmst du das Blech wieder raus und heizt den Ofen vor. Nun meine Frage, nimmt es dir der Teig nicht “übel” wenn er aus den Ofen kommt und fällt zusammen oder benutzt du da die Gärfolie und sie schützt den Teig?
Diese Frage habe ich erst mir selbst und dann dem Miele-Kundenservice gestellt, als ich in der Bedienungsleitung vom Ofen las, dass man Teige bei 30 oder 35 °C gehen lassen kann, dann aber in einen vorgeheizten Ofen schieben. Die Antwort lautete: “Der Ofen heizt so schnell hoch, dass da dem Teig nichts passiert”. Das stimmt bis jetzt in meiner Erfahrung, in den 15 Minuten lasse ich den Teig abgedeckt an einer Stelle in der Küche stehen, wo es nicht zieht…

Frage 2: Ich verwende regelmäßig Leinsamen. Kennst Du eine Bezugsquelle, wo man keimfähigen Leinsamen in größeren Mengen (5kg) bestellen kann?
Ich bestelle meinen Leinsamen entweder beim Demeterhof Schwab oder beim Biohof Lex, dort gibt es größere Mengen. Ob er keimfähig ist, weiß ich allerdings nicht, das müsstest du vielleicht dort erfragen oder an einer kleinen Menge einmal ausprobieren.

Frage 3: Es geht mir um die teils doch sehr kohlenhydratlastigen Zusammenstellungen vieler Rezepte,speziell um die entzündungsfördernden Lektine des Getreides und das schlechte Omega 3/6 Verhältnis der Sonnenblumenprodukte
Ich treibe sehr viel Sport und ernähre mich hauptsächlich so wie im Link beschrieben,vielleicht hast Du schon mal was von Dr.Feil gelesen,würde mich freuen wenn Du dir mal den einen oder anderen Artikel durchließt und bei gegebener Zeit deine Meinung dazu schreibst.
Ich hoffe, du bist mir nicht böse, dass ich keine große Lust habe, mich intensiver mit der Dr. Feil-Methode zu beschäftigen. Neue Ernährungsformen mit neuen Bösewichtern schießen wie Pilze aus dem Boden, das Getreide zu verteufeln ist gerade modern – es findet sich auch immer ein Doktor…. Ich habe meine Ernährungsform für mich gefunden und bin natürlich auch bereit, diese in Frage zu stellen – dafür muss mich aber irgendetwas ansprechen. So war das bei “Gabel statt Skalpell” (Forks over Knives, FoK). Ich habe vor Jahren die China Study gelesen, sie hat mich überzeugt. Auch wenn ich einiges an FoK kritisieren würde, so passt es zu dem für mich wichtigsten Satz “So natürlich wie möglich”. Getreide wird heute ständig schlecht gemacht, daran habe ich mich gewöhnt.
Die angeblich schädlichen Wirkungen des Weizens werden uns mal ganz kurz als Tatsachen vor die Nase gehalten. Begründet wird es vielleicht in den Tiefen dieser Seite, aber ich möchte die Begründung sofort lesen. Immer auch diese stets ermüdenden Beispiele, dass Getreide Stoffe enthält, die Tiere vom Fressen abhalten sollen. Gähn. Das erinnert mich an die bange Frage einer YouTublerin zu einem meiner Filme, ob ich nicht Angst hätte, immer Äpfel mit Kernen zu essen, in den Kernen sei die hochgefährliche Blausäure. Klar, wenn ich 3 Tonnen Äpfel am Tag esse, wird mir von der Blausäure vielleicht ein wenig übel.
Wenn diese Ernährung dir gut tut, ist sie für dich die richtige. Ich kann (oder mag) mich nicht mehr als 10 oder 15 Minuten mit einer Ernährungsform beschäftigen, die Leser an mich herantragen. Es gibt heute so viele Experten wie Leser ;-)

Frage 4 ich bin ebenfalls gespannt auf Deine Meinung zu Weizen und Co. Die Pressemeldungen und Bücher diesbezüglich sprießen wie Pilze aus dem Boden. Was die Überzüchtung betrifft, bin ich derer Meinung; doch der Unverträglichkeiten kann ich nicht so recht folgen (bei Bio-Weizen), denn das müsste auch auf alle anderen weizenähnliche Getreidesorten zutreffen, oder?
Dass Weizen heute stark in eine Richtung gezüchtet ist, daran besteht kein Zweifel. Das sind Kartoffeln, Möhren, Blumenkohl, Äpfel, Kiwi usw. auch. Trotzdem entbrennen darüber keine Gerüchte. Der Weizen ist vermutlich glutenhaltiger als früher. Wie ich schon oben sagte: Im Grunde interessieren mich diese Gerüchte wenig. Warten wir ein paar Jahre, dann klingt das wieder ab…. nur die Vollwerternährung bleibt ;-)

Rezept oder kein Rezept?

27. Feb. 2015: Ich koche nicht nach Rezept!

Es wird mir immer ein Rätsel bleiben, warum es Köchinnen und Köche gibt, die mit Verachtung in der Stimmung sagen – “ich koche nie nach Rezept, ich mache das alles spontan”. So als ob leckeres Kochen eine Begabung sei, die einem Talentierten in die Wiege gelegt wurde wie ein Goldschatz. Also die miesen, mittelmäßigen Köche nehmen Rezepte, die echten Könner arbeiten ohne Rezept und notieren sich auch nichts, sie sind ja so begabt und können ihre Geniestreiche jederzeit wiederholen.

Ich bin kein Genie, was man schon daran sieht, dass mich das Kochen nicht überkam wie der Heilige Geist zu Pfingsten, sondern dass ich es anhand von Kochbüchern gelernt habe. Ich schreibe fast alle meine Rezepte auf. Angefangen habe ich damit, weil ich nicht vergessen wollte, wie ich etwas gemacht habe – wäre doch schade, etwas Leckeres nicht reproduzieren zu können. Und weil ich kein Genie bin, nehme ich da lieber meine alten Unterlagen, statt mich wieder vom Heiligen Kochgeist beflügen zu lassen.

Natürlich koche ich mittlerweile auch ohne Rezepte, ich habe ein paar Jährchen Erfahrung. Wenn ich aber etwas Neues ausprobiere – wie z.B. vor ein paar Jahren das indische Koche – orientiere ich mich natürlich an vorgegebenen Rezepten.

Einen phantastischen Koch erkennt man meiner Ansicht nach nicht daran, dass er ohne Rezept kocht. Das ist völlig egal. Wichtig ist, dass das Essen lecker ist :-)

Video des Monats: Kuchen

25. Feb. 2015: Ein Apfelkuchen

Das Rezept ist vollwertig-tiereiweißfrei (nach Bruker)

Apfelplatte

Zutaten Teig:

  • 21 g frische Bio-Hefe (1/2 Würfel)
  • 1 Teelöffel Honig
  • 150 g Wasser
  • 200 g Einkorn (oder Dinkel / Weizen)
  • 300 g Dinkel
  • 1 Teelöffel Anis ungemahlen
  • 2 Teelöffel geriebene Orangenschale
  • 100 g Honig
  • 2 Esslöffel Sonnenblumenöl
  • 100 g Wasser

Zutaten Belag:

  • 700 g Äpfel
  • 1/2 Zitrone
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 200 g Mandeln
  • 200 g Honig
  • 125 g Butter

Nochmals….

23. Februar 2015: Noch einmal der Großvater

Heute ist das Wort “mitnichten” kein Wort mehr, das wir täglich hören. Bei meinem Großvater gehörte es noch zum aktiven Wortschatz. Er freute sich immer, wenn jemand das Wort benutzte. “Mitnichten? … Mit Neffen!” war seine prompte Reaktion.

Deftig, deftig

22. Feb. 2015: Wer kennt ihn nicht? … den Erbseneintopf

Schon als Kind habe ich sämige Eintöpfe geliebt, Samstag war bei uns Eintopf-Tag, obwohl wir zu Hause die Eintöpfe “Suppe” nannten. Schmeckt immer wieder gut – und ist mit einem Schnellkochtopf nicht einmal arbeitsaufwändig.

6649

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