Ein Aufstrich

7. Feb. 2016: Mal wieder ein Aufstrich…

Da ich von einer Superabonnentin den Auftrag bekommen habe, Aufstriche zu finden, die auch als Aufwertung einer Gemüsemahlzeit o.ä. in Frage kommen, beschäftige ich mich mit dem Thema. Ein Versuch ist sehr gut geglückt. Beschrieben ist das Rezept für den Thermomix, es lässt sich aber auch leicht auf jedes andere Gerät übertragen.

Der Aufstrich enthält insgesamt 25 g Öl.

Möhren-Tomaten-Aufstrich

Sales8671Möhrenaufstrich

  • Kaufen könnt Ihr das Rezept mit der Nummer 8671 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
  • Wer eine Sammelkarte hat, bestellt bitte per Email (Adresse im Impressum)
  • Wer eine Sammelkarte beginnen möchte, klickt: hier

 

Ein pilziger Gastbeitrag

6. Feb. 2015: Was ist das für ein Pilz? – Ein Gastbeitrag

Liebe Ute, nachdem  du dich gelegentlich an besonderen Motiven erfreust, fiel es mir heute, als ich deine Wolkenbilder sah, ein, dir ein Foto von diesem “Wolkenohrpilz” zu schicken, das ich gestern beim Gassigehen aufgenommen habe. Ein Pilz, den es ganzjährig, auch im Winter, zu ernten gibt (der gebräuchliche Name Judasohr ist heutzutage vielleicht nicht mehr politisch korrekt, obwohl ich den Pilz am Baum bisher nur unter diesem Namen kannte. Als Mu-Err kannte ich ihn vom Chinesen, ohne ihn mit dem Baumohr in Verbindung zu bringen).  Tags zuvor hatte mein Sohn einen anderen Baum abgeerntet und den Inhalt in der Pfanne für uns zubereitet – köstlich, aber nicht ganz vollwertig, da angebraten.
“Judasohr, auch. Holunderpilz, Ohrlappenpilz, Wolkenohrpilz, Mu-err-Pilz”
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In der Pfanne sieht er so aus:
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Er bläht sich auf und sieht aus wie Datteln. Ist im Mund sehr fest und “bissig”, sehnig oder knusprig, je nachdem, wie gebraten. (Übrigens sieht man ihn am Baum nur, wenn es geregnet hat, bei Trockenheit schnurrt er winzig zusammen.)
Danke an die Leserin für diesen tollen Beitrag!

Preise

5. Feb. 2016: Ein Schelm

Der Spruch “ein Schelm wer Böses dabei denkt”, ist wohl allseits bekannt. Ich sah ihn wieder quasi vor den Augen, als ich nach den Preisen von weißen Bohnen recherchierte, möglichst Bio-Ware.

Müller’s Mühle hat Beides: Bio-Bohnen und “normale” Bohnen. Eine Packung weiße Bohnen in Bioqualität kostet 2,39 Euro, eine Packung normale weiße Bohnen 1,98 Euro. Ein Unterschied von etwa 50 Cent. Ist nicht so viel, oder?

Es sei denn, man schaut sich mal die Kilopreise oder die Packungsgrößen an. Bio-Bohnen werden in 400-g-Packungen, die anderen in 500-g-Packungen verkauft. Essen Bio-Freunde weniger Bohnen und wollen daher kleinere Packungen? Vegetarier und Veganer greifen wegen des Eiweißgehalts gerne zu Hülsenfrüchten, es ist also nicht logisch, die Bio-Ware daher kleiner zu packen.

Und hier kommt der Schelm ins Spiel. Sicherlich will Müller’s Mühle die echte Preisdifferenz (Kilo: 5,98 Euro/3,98 Euro bio/normal; bzw. auf 500 g umgerechnet: 2,99 Euro/1,98 Euro, also gut ein Euro) gar nicht verwischen. Ein böser Gedanke vom Schelm und von mir!

Wer hat denn hier Vorurteile?

Leider habe ich heute Morgen beim Trimmradeln Kirche im WDR (WDR2) gehört. Erst dachte ich, ich habe mich verhört, aber dann habe ich nachgelesen, was Maike Siebold dort gesagt hat. Unglaublich! (von hier kopiert). Hervorhebung von mir. Mein Kommentar folgt unter dem Wort zum K….

Sprachgefühl

Ich bin auf dem Weg nach Berlin. Um mich herum im ICE sitzen Geschäftsleute in ihre Laptops vertieft, ein paar junge Leute auf dem Weg ins Wochenende, eine kleine Gruppe älterer Damen – und ein Dutzend junger männlicher Flüchtlinge. Auf halber Strecke macht der Zugbetreuer plötzlich eine Durchsage. „Aus gegebenem Anlass bitten wir Sie, auf Ihre Wertgegenstände zu achten.“, tönt es aus der Lautsprecherbox. Einen Augenblick hoffe ich, mich verhört zu haben. Diese Durchsage suggeriert, dass durch die mitreisenden Flüchtlinge ein erhöhtes Diebstahl – Risiko besteht. Ich überlege, ob es einen Auslöser für diese Warnung gab. Vielleicht hat jemand einen Diebstahl gemeldet. Egal wie die Hintergründe sind, die Wortwahl ist mehr als unglücklich. Es wird eine Botschaft mittransportiert, die falsch ist und Ängste wie Vorurteile schürt.

Wenn eine solche Durchsage überhaupt nötig gewesen wäre, dann hätte der Zugbegleiter es anders formulieren und z.B. sagen können: „Lassen Sie Ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt“. So ein Satz hätte nicht sofort alle Flüchtlinge unter Generalverdacht gestellt. Diesen Hinweis gibt es regelmäßig auf den digitalen Anzeigetafeln in ICEs. Daneben erscheint dann ein nettes Koffer- und Schirm-Symbol.

Vielleicht denken nun einige von Ihnen, ich sei zu empfindlich. Schließlich ist es nur eine Feinheit. Das winzige Detail werden die Flüchtlinge noch nicht einmal mitbekommen haben. Doch man sollte auch seine Gedanken nie unbeaufsichtigt lassen. Schon im Talmud, der Gesetzessammlung des Judentums heißt es richtig: Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Nicht immer sind wir in der Lage, die Menschen, die bei uns Zuflucht gesucht haben, direkt zu unterstützen. Nicht alle wohnen in der Nachbarschaft von Flüchtlingen oder haben die Zeit und die Möglichkeit, mit Taten zu helfen. Doch durch die richtigen Worte können wir ALLE helfen. Wir müssen keine üblen Thekenparolen unkommentiert lassen, wir brauchen nicht schweigen, wenn sich jemand in der Kassenschlange im Supermarkt abfällig über Flüchtlinge äußert, und wir können die entlarven, die hinter Formulierungen wie „Man muss die Besorgnisse der Bürger ernst nehmen“ ihre Fremdenfeindlichkeit verstecken. Und ja: Man kann auch widersprechen, laut werden oder die Polizei rufen, wenn junge Männer ihre Grenzen nicht kennen und übergriffig werden, ganz gleich ob es deutsche Hooligans, Kriminelle aus Marokko oder betrunkene Oktoberfestbesucher sind. Mund aufmachen geht immer.

Zurück zum ICE: Ich weiß nicht, ob dem Zugbegleiter die indirekte Botschaft seiner Durchsage bewusst war. Doch diese Situation hat mir wieder zwei Dinge klar gemacht:

1. Wir müssen mehr auf unsere Formulierungen achten und 2.: Wir dürfen an den wichtigen Stellen nicht schweigen. Und da kann ich mich an die eigene Nase fassen, denn niemand hat den Schaffner angesprochen.

Zumindest sprachlich haben wir alle die Möglichkeit etwas Gutes zu bewirken und uns nicht wie Dummköpfe zu verhalten. Das Wort für ‚Fremder‘ ist in der Bibel gleichbedeutend mit ‚Gast‘. Im Alten Testament wird es auf den Punkt gebracht: „Du aber tritt für die Leute ein, die sich selbst nicht verteidigen können! Schütze das Recht der Hilflosen. Sprich für sie und regiere gerecht! (Sprüche 31,8-9)

Wer hat denn hier Vorurteile? Wenn ich höre “ausgegebenen Anlass…” und habe drei Asylanten neben mir sitzen, denke ich nicht automatisch, dass diese gemeint sind. Ich würde einfach denken, dass bereits irgendein Diebstahl gemeldet wurden. Wie muss man geistig gestrickt sein, dass man sofort meint, dass hier über Asylanten gesprochen wird?

Frau Siebold, selbst übelste Innehaberin von Vorurteilen, will uns die Denkpolizei an den Hals hetzen. Wir dürfen nicht mehr denken. Wir müssen einige Übergriffe beim Oktoberfest einer zahlenmäßig kaum vergleichbaren Zahl in Köln an Silvester gleichsetzen, sonst sind wir böse Menschen?

Was ist an einem Satz wie “Wir müssen die Bedürfnisse der Bürger ernstnehmen” bitte schön schlimm? Haben die Bürger hier nichts mehr zu sagen, sondern nur die Gutmenschen – ein Wort, das ich mit Wonne benutze, seit die Gutmenschen aus der Dudenreaktion es gebrandmarkt haben.

Nein, Danke, Frau Siebold, Ihre unglaubliche Simplifizierung und Verschönerung möchte ich nicht teilen und ich werde weiter Gedanken denken, ohne sie IHREM Inquisitionsverfahren zu unterwerfen.

Ich weiß nicht, ob Frau Siebold die indirekte Botschaft ihrer von Vorurteilen durchsetzten Worte bewusst war.

In einem nehme ich Frau Siebold beim Wort: Ich schweige nicht zu diesen ihren Worten!

Die Antwort – ein Gastbeitrag

Anbei also die Antwort der Reha-Klinik. Die beiden größten Lacher habe ich in Fettdruck markiert und werde sie unter dem Schreiben kommentieren.

Sehr geehrt…
erst einmal besten Dank für Ihre ausführlichen Anmerkungen zu Ihren Eindrücken und Erfahrungen zu unseren Speiseangeboten. Über differenzierte Rückmeldungen haben wir die Möglichkeit, unsere Angebote zu überprüfen und zu verbessern.
Grundsätzlich ist unser Ernährunqsangebot auf der Basis einer Großküchenorganisation konzipiert. Unsere mit dem RAL-Gütezeichen zertifizierte Küche bietet ein vielfältiges und ernährungsphysiologisch ausgewogenes Angebot. Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißanteile sind für jede Mahlzeit berechnet und im Wochen-Speiseplan ausgewiesen, ebenso einige Vitamine und Mineralien. Morgens und abends wird das Essen in Buffetform angeboten. Mittags gibt es zusätzlich ein reichhaltiges Salatbuffet. Jeder Patient kann mittags zwischen drei Gerichten wählen, das Gericht 2 ist jeweils ein vegetarisches. Sollte ein Arzt einem Patienten eine medizinisch notwendige Diät verschrieben haben, können wir diese auf Vorlage des Attestes ebenfalls berücksichtigen.
In der Küche sind neben zwei Köchen auch noch drei Oecothrophologinnen bzw. Ernährungsberaterinnen tätig. Vegane Ernährungsformen können wir leider nicht berücksichtigen, dies wird auch im Vorwege bereits kommuniziert.
Im Rahmen von Patientenschulungen zu herzgesunder Kost, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit werden die jeweils zu beachtenden Ernährungsrichtlinien dargestellt.
Leitlinie unseres Handeins ist allerdings auch die Entscheidungsfreiheit und Selbstverantwortung jedes erwachsenen Menschen. Unter diesem Aspekt ist jede Wegnahme von Entscheidungsfreiheit und Autonomie zu vermeiden. Diese Entscheidungen müssen schließlich auch nach dem Aufenthalt bei uns täglich getroffen werden.
Mindestens eines der täglich mittags angebotenen Gerichte entspricht dabei auch den Anforderungen an die Ernährung für kardiologische Patienten. Für einen Großteil unserer Patienten und Gäste sind die von Ihnen kritisch beschriebenen Angebote z.B. in der Cafeteria in angemessener Dosis nicht kontraindiziert und tragen zur Gesamtzufriedenheit und damit letztlich auch zum Behandlungserfolg bei.
Unserer Erfahrung nach ist es auch nicht möglich bei im Schnitt 225 anwesenden Patienten (zuzüglich Begleitpersonen) immer alle unterschiedlichen Essensvorlieben und Geschmacksvarianten zu treffen. Bei Ihnen ist es uns offensichtlich nicht gelungen, das bedauern wir. XXX hingegen hat über das Essensangebot wohl nicht geklagt, bei unseren Mitarbeiterinnen in der Küche ist diesbezüglich jedenfalls keine Kontaktaufnahme erfolgt.
Auf Basis Ihrer Rückmeldung sehen wir allerdings durchaus auch Verbesserungspotential hinsichtlich der Zusammensetzung und der Präsentation einiger Angebote. Auch einzelne Abendangebote bedürfen einer Ergänzung.
Insbesondere diese Punkte werden wir bei der Weiterentwicklung berücksichtigen.
Wir wünschen Ihnen und XXX  alles Gute und insbesondere weiterhin eine positive gesundheitliche Entwicklung.
Mit freundlichen Grüßen

(1) Das mit der Selbstbestimmung und Autonomie gefällt mir in dem Schwafelbrief (danke, dass ich ihn hier veröffentlichen darf) ja ausgesprochen gut. Ich bin daher auch dafür, in Entzugskliniken für Alkoholiker reichlich Schnaps, Rum und Wein in Automaten zur Verfügung zu stellen – schließlich müssen sie im Alltag ja auch damit zurechtkommen, dass diese ihnen über den Weg laufen.

(2) Der Verfasser (ein Dr. med.) benutzt zwar das Wort “Zuckerkrankheit” (statt Diabetes), aber hier muss er  dann doch mal den Arzt raushängen lassen. “In angemessener Dosis” ist hübsch, gell? Und “kontraindiziert” ist außer für Medikamente wirklich wunderbar fehl am Platze ;-) Fettige Frikadellen und Kuchen mit dickem Zuckerguss sowie auch Softdrinks sind somit gut für die Patienten, damit sie zufrieden und glücklich sind.

(3) Nicht markiert – aber beim Lesen des Wortes “Ökotrophologinnen” schlägt mein Herz ja immer besonders hoch ;-)

Spaghetti-Pizza

3. Feb. 2016: Klingt gut, schmeckt lecker

Als ich das erste Mal von einer “Spaghetti-Pizza” hörte, klang das in meinen Ohren gleich sehr verlockend. Ich habe zurzeit eine Nudelphase, da passt das gut. Das Rezept erfordert eine Stützcreme.

Spaghetti-Pizza in Vollwert

Das Rezept ist für 2 kleine oder 1 große Portion geeignet und enthält 15 g Fett.

Sales8611SpaghettiPizza

  • Kaufen könnt Ihr das Rezept mit der Nummer 8611 (Nummer bitte in die Rubrik schreiben, wo Ihr dem Verkäufer eine Nachricht hinterlassen könnt; für 1 Euro): hier
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Unsauber formuliert

Laut Süddeutscher Zeitung ist daran gedacht, eine Obergrenze für Bargeldzahlungen festzulegen (Artikel hier).

Eine wunderbar schwammige Formulierung fand ich in einem Absatz, bei dem ich mich frage: Wird heute nicht mehr Korrektur gelesen?

“In anderen Staaten Europas gebe es seit längerem Obergrenzen für Barzahlungen, auf eine gemeinsame Grenze habe man sich aber bislang nicht verständigen können. Die Bundesregierung fordere eine einheitliche europäische Lösung, sei aber notfalls auch bereit, allein ein Bargeld-Limit festzulegen.”

Grübelfrage: Wie kann man allein ein Bargeld-Limit festlegen, wenn andere europäische Staaten bereits Obergrenzen haben? Oder ist ein Limit etwas anderes als eine Obergrenze? Vielleicht eine Untergrenze? :-)

Ich bitte von Erklärungen abzusehen, wie das gemeint ist. Darum geht’s mir nicht :-)