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Gedanken zum Advent

Heute ist ja nun der 1. Advent, aber seit zwei Wochen schon sieht man allüberall die Weihnachtsdeko in Fenstern und Gärten sprießen. Das hat in seiner Üppigkeit schon so langsam etwas von Halloween. 😉

Viele geben sich auch Mühe und denken an die Menschen, die in dieser Zeit einsam sind und traurig, weil sie die Weihnachtszeit mit niemandem begehen können. Für diese Menschen gibt es ja auch einige Angebote, vor Weihnachten und zum Fest.

Wer aber denkt an die, die Weihnachten nicht mögen, einen Widerwillen dagegen haben? Das kann zum Beispiel aus schlechten Erinnerungen an Weihnachten und die Adventszeit rühren. Sicher gibt es noch andere Gründe. Nur finde ich, auch diese Menschen haben Rücksicht verdient. Deshalb überschütte ich nicht jedermann mit zuckersüßen Advents- und Weihnachtsgrüßen. So nett das bei anderen auch wirken mag.

Ich selbst stehe Weihnachten eher „gesichtslos“ gegenüber. Das Ganze drum und dran stört mich nicht sonderlich, wer’s braucht, bitte. Mini-Weihnachtsfeeling darf für mich sein. Mir reicht das.

Meinen heutigen Gruß schicke ich aber heute speziell an die Weihnachtsverächter und -hasser, die mühsam versuchen, sich die Ohren zuzuhalten, wenn aus allen Ecken das Weihnachtliche auf sie einstürmt. Möge es ihnen dieses Jahr besser als sonst gelingen, das Fest und das ganz Drumherum von sich fern zu halten.

Darf man seine Meinung ändern?

Nun, die Fragestellung verrät schon fast, dass ich hier mit „Ja“ antworte. Ganz eindeutig.

Wir lernen im Leben ständig dazu, oder ist jemand so weise, dass er bei Geburt oder spätestens nach Abschluss der Schule alles weiß und alles richtig beurteilen kann? Dies ist ebenso eine Suggestivfrage, denn natürlich antworte ich mit Nein. 🙂

Es wurde mir auch schon vorgeworfen, ich sei sprunghaft, heute so oder morgen so. Nun, darüber kann ich nur lächeln, weil das natürlich an meiner Person völlig vorbei geht. Selten ändere ich meine Meinung von heute auf morgen, und sicher gibt es Gründe dafür. Meine Meinung zur Brukerschen Vollwertkost war eine deutliche Änderung meiner Einstellung, die auch begründet erfolgte und sich über Jahre gezogen hat. Als Vierzehnjährige habe ich beim Aufsatzthema „Was hältst du von der Todesstrafe?“ eifrig dafür plädiert. Heute bin ich absolute Gegnerin der Todesstrafe, weil ich anhand von Fakten erkannt habe, dass sie niemanden abschreckt und immer unmenschlich ist, wenn sie dann auch noch mit vielen Jahren Verzug vollzogen wird.

Aber warum gibt es Menschen, die fest überzeugt davon sind, dass man eine einmal geäußerte Meinung bis zum Tod beibehalten muss? Eigenartig und ich habe keine Erklärung dafür.

Bei mir kann ich an der Entwicklung von Corona meine eigene Entwicklung gut nachvollziehen. Am Anfang fand ich das Tragen von Masken einfach lächerlich. Erinnert sich noch wer an meine nette Plastiktütenmaske? Ich stand mit der Ablehnung nicht allein, auch zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler waren der Meinung, sie würden nichts bringen. Und dann hat die Erfahrung und die Betrachtung wissenschaftlicher Ergebnisse gezeigt, dass die Masken sehr wohl Schutz bieten, und zwar nicht nur den anderen, sondern auch mir selbst. Soll ich das Wissenschaftlern und Medizinern übel nehmen, dass sie ihre Meinung anhand wissenschaftlicher Ergebnisse geändert haben? Von mir will ich gar nicht reden.

Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, wie Wissenschaft und Medizin sich stetig neuen Forschungsergebnissen angepasst haben bzw. anpassen mussten. Deshalb verstehe ich auch, warum gerade im ersten Jahr die Vorschriften zum Umgang mit Corona noch recht uneinheitlich waren. (Mittlerweile verstehe ich das nicht mehr so ganz.)

Ein neues Thema, an dem sich Diskussionen entzünden, ist die Impfpflicht. Waren am Anfang der Pandemie noch alle (Ärzte, Politiker etc.) sicher, dass von einer Impfpflicht nie die Rede sein könne, wackelt es da schon gewaltig. Ein junger Arzt, mit dem ich darüber sprach, sagte mir: „Am Anfang fand ich Impfpflicht richtig blöde. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob es nicht doch ein richtiges Mittel wäre.“

So geht es mir übrigens auch. Grundsätzlich bin ich erst einmal gegen Impfpflichten ganz allgemein, aber auch da bröckelt die Mauer meiner Einstellung. Bei Masern hat sie sich zum Beispiel als sinnvoll erwiesen (was Fanatiker nicht davon abhalten wird, das Gegenteil zu behaupten). Ich weiß es im Moment einfach nicht, bin ich dafür oder bin ich dagegen? Was ist wirklich besser? Würde eine Impfpflicht helfen? Ich las dazu, dass natürlich niemand von der Polizei aus dem Haus gezerrt und zwangsgeimpft würde, sondern dass man einfach auf die Auswirkung einer „Pflicht“ hofft. Nichtbefolgen der Pflicht würde mit Einschränkung von Rechten entgegengewirkt, nicht mit körperlicher Gewalt.

Zu einer Corona-Impfpflicht habe ich noch immer keine endgültige Meinung. Ich sehe die Vorteile, ich sehe auch die Nachteile.

Wie seht Ihr das?

Einstimmung auf Advent

Märchen gehören in die Adventszeit auch besonders gut. Manchmal sind sie nicht mehr ganz zeitgemäß. Wer soll sie da noch verstehen? 😉 Aber das lässt sich ja ändern…

Die Spielautomateneuros

Es war einmal ein kleines Mädchen, ein Einzelkind, dessen Eltern gestorben waren. Das Jugendamt hatte es vergessen, und das Mädchen war so arm, dass es keine Wohnung hatte, kein Bett zum Schlafen und nichts Vernünftiges zum Anziehen. Außerdem hatte es eine Portion Currywurst mit Pommes in der Hand, die ihm ein mitleidiger Mensch geschenkt hatte. Das Mädchen hatte aber einen edlen und guten Charakter. Weil es so ganz allein war, ging es im Vertrauen auf ein gutes Schicksal durch die verlassene Stadt.

Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: „Bitte gib mir etwas zu essen, ich habe so einen Schmand.“ Es reichte ihm die ganze Portion Currywurst mit Pommes und sagte: „Gott segne es dir“, und ging weiter. Da kam ein Junge, der jammerte: „Mir ist so kalt am Kopf, ich hole mir den Tod, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“ Da nahm das Mädchen seine Fleecemütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile weitergegangen war, kam wieder ein Kind und hatte keinen Anorak an und fror: Da gab es ihm seinen; und noch weiter, da bat eines um seine Slim-Fit-Jeans, die gab es auch ab. Schließlich gelangte es in einen Stadtpark, und es war schon dunkel geworden. Da kam noch ein Kind und bettelte um ein Unterhemd. Das fromme Mädchen dachte: „Es ist schon dunkel, da sieht mich niemand, ich kann wohl mein Hemd abgeben.“ Es zog das Hemd aus und gab es auch noch weg.

Wie es so stand und gar nichts mehr hatte, entdeckte es auf einmal einen alten rostigen Spielautomaten, aus dem sprangen lauter nagelneue Zwei-Euro-Stücke. Und obwohl es alle seine Sachen abgegeben hatte, war es jetzt in neue Jeans mit Rissen am Knie und einer wattierten Jacke angezogen, auf dem Rücken hatte es einen Reiserucksack. Da sammelte es die Münzen, bis der Rucksack voll war und hatte Geld genug für den Rest seines Lebens.

Null Widerstand

Gestern im 1-Euro-Regal: Wolle für 1 Euro pro 50-g-Knäuel. Kann ich da widerstehen, trotz fast voller Schränke? Nein, kann ich nicht. Jetzt sind die Wollschränke voll bei mir.

Es handelt sich zwar um Sockenwolle, aber Sockenstricken habe ich vor Jahren abgeschlossen. Da muss ich ständig aufs Strickzeug gucken. Aber was nettes Warmes sehe ich da vor meinem inneren Auge wachsen… Ihr werdet das Ergebnis zu sehen bekommen. Allerdings habe ich vorher noch ein paar andere Pläne abzuschließen.

Impfung: ja oder nein?

Ich selbst bin zweimal mit einem mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 geimpft und kann im Dezember meine dritte Impfung bekommen. Ich hoffe, es gibt keinen Engpass.

Ständig lese ich von Menschen, die merkwürdige Dinge über die Impfung verbreiten (weil natürlich alle Mediziner und Wissenschaftler lügen, während sie selbst superklug sind) oder sich ihrer Freiheit beraubt sehen, wenn Druck auf sie gemacht wird, damit sie sich impfen lassen. Und natürlich solche, die immer noch behaupten, Corona sei eine einzige Lüge.

Da kommt es massenweise zu Protesten. Interessanterweise vorwiegend in Ländern des Westens, wo es den Menschen vergleichsweise doch sehr gut geht.

Was ich nicht verstehe: Da glaubt einer nicht an Corona (alles Lüge!) und die Impfung bringt nix oder beschränkt die Freiheit usw. Wenn derjenige dann aber doch an Corona erkrankt, will er natürlich die ganze medizinische Palette erhalten.

Eigenartig. Wenn es kein Corona gibt, kann ich nicht daran erkranken. Daher fände ich es selbstverständlich, dass sich die Coronaleugner freiwillig bereit erklären, dann selbst für eine Corona-Behandlung die Kosten zu übernehmen. Dazu auch bitte die Kosten für die Behandlung der Menschen, die sie nachweislich mit Corona angesteckt haben.

Beispiel: Ich bin überzeugt, dass in meinem Garten keine Aliens hausen. Also erkläre ich mich gern bereit, alle Kosten dafür zu übernehmen, wenn diese Aliens meinen Garten und den der Nachbarn verwüsten. Mir kann ja nichts passieren.

Ist de facto dasselbe: Für etwas, das es nicht gibt, kann ich jegliche Haftung übernehmen.

Was würde passieren, wenn Ungeimpfte, die sich partout nicht impfen lassen wollen (Betonung auf wollen), eine solche Verzichts- bzw. Kostenübernahmeerklärung unterschreiben sollen?

Fände ich besser als Impfpflicht.

Gender-Krampf

Außer ein paar Grammatik- und Sprachgestörten will die große Mehrheit vom sogenannten Gendern nichts wissen. Dazu auch eine Umfrage: Hier

Es ist nicht die erste Umfrage mit einem solchen Ergebnis, die Quelle ist auch solide. Warum also wird mit diesem Krampf immer noch weitergemacht? Weil Leute Sprache zwingen wollen. Sprache entwickelt sich natürlich, aber niemals nachhaltig unter Zwang, wie Dieter Hallervorden vor kurzem ausführte:

Vernünftig, was er sagt!

Um so ärgerlicher für mich, als ich vor ein paar Tagen als Unterhaltung zum Stricken eine Vorabendserie geguckt habe, nämlich Soko Stuttgart.

Irgendwann sagt die Kollegin zu den anderen Mitarbeitern der Soko etwas in der Art wie: „Alle Kolleg[GenderGap]innen denken genauso.“

Da habe ich ausgeschaltet. Will uns jetzt das ZDF wirklich weismachen, dass jemand im normalen Leben so verdreht spricht? Soziologen, Erziehungswissenschaftler, Politologen und ähnliche sind vielleicht mittlerweile wirklich so kaputt, dass sie auch im wirklichen Leben gelegentlich diese kleine Pause einlegen. Aber doch sonst niemand.

Egal, wie spannend ein Krimi oder eine Sendung sonst sein mag: Ich schalte dann aus. Quark kann Quark bleiben, aber ich muss mir den nicht in die Ohren füllen.

Danke J.S. für die Links 🙂

Ehrlich, das gibt’s?

Wir sind gerade von der täglichen Einkaufs-Vorstadtrunde zurückgekommen. Da habe ich ein Teil eines Gesprächs mitbekommen. Zwei Männer, der eine ist eine Bedienung im Eiscafé, den anderen habe ich noch nie gesehen.

Der Unbekannte (plustert sich auf): „Nein, also auf keinen Fall! Ich will weiterleben. [Theatralisch:] Meine Töchter brauchen mich noch!! Ich lasse mich auf keinen Fall impfen!“

Und ich hatte immer gedacht, die Bekloppten gibt’s nur im Fernsehen.

Balsam für die Seele

Heute sind wir spontan in den Zoo (dergruenezoowuppertal) gefahren, das Wetter sah nicht so schlecht aus. Der Himmel wurde immer blauer, und die Anlage hat uns wieder mit vielen wunderbaren Eindrücken versorgt. Nach einem solchen Besuch in diesem landschaftlich so wunderschön angelegten Gelände fühlen wir uns immer wie „entrückt“. Man kann einfach dorthin gehen, um durch einen wunderbaren Park zu schlendern.

Heute hatten wir das Glück, sowohl den sibirischen Tiger als auch die Löwen relativ nah zu sehen, ihr „Gehege“ ist nämlich riesig, da bekommt man sie oft gar nicht zu sehen. Die Aufnahmen des Tigers sind leider zu verpixelt, aber die Löwen könnt Ihr ganz gut erkennen. Heute haben sie auch zum ersten Mal gebrüllt. Es war eigentlich nicht so laut (die Aras sind lauter), aber da kann man richtig Angst bekommen. Das war ebenfalls beeindruckend.

Hausarztsuche

Es ist heutzutage gar nicht so einfach, einen Hausarzt zu finden. Die meisten nehmen nämlich gar keine neuen Patienten mehr an. Auf dem Land stelle ich mir das noch komplizierter vor.

Mit dem alten Hausarzt lief das ja nicht so gut :-). Ich erinnere an das extrem durchlüftete Wartezimmer… Aber es ist uns geglückt, wahrhaftig eine fußläufig erreichbare Praxis zu finden, die neue Patienten aufnimmt.

Noch ein kleiner Hinweis für die, die glauben, dass Privatpatienten (so wie ich) vorgezogen werden: Mich hat niemand am Telefon gefragt, ob ich Privatpatientin bin oder Kassenpatientin. Das gilt sowohl für die Nachfrage, ob noch neue Patienten angenommen werden, als auch für die Terminabsprache.

Nun haben wir wirklich eine neue Praxis gefunden. Es ist eine Gemeinschaftspraxis. Als neue Patientin werde ich zufällig einer ärztlichen Betreuung zugewiesen, ich bin zufrieden mit der zufälligen Arztwahl. An der Rezeption wurde ich nach der Versichertenkarte gefragt, erst da fiel der jungen Dame auf, dass ich Privatpatientin bin. Konsequenz? Keine. Außer dass ich am Ende ein Privatrezept (blau statt rot) erhielt.

An einem Ende des Tischs liegen Zettel mit Patientennamen. Die Ärztin nimmt sich immer den nächsten, und auch da lag „ich“ in der vorgegebenen Reihenfolge des Betretens der Praxis. Was mir gut gefiel: Die Ärzte holen die Patienten persönlich aus dem Wartezimmer. Und was mir natürlich besonders gut gefiel: Im Wartezimmer war zwar die Tür offen, aber die Fenster waren geschlossen. Auch die Tür der Praxis zum Flur war geschlossen. Ich habe nett im Warmen gesessen. Das gibt es also durchaus noch.

So ein erster Besuch ist natürlich nur bedingt aussagekräftig. Aber immerhin: Soweit gab es nichts, dass mir negativ auffiel. Nur die Wartezeit war lang, aber das ist bei Hausärzten wohl immer so. Die Wartezeit hatte auch den Vorteil, dass ich beobachten konnte, wie die Mitarbeiterinnen mit den Patienten so umgehen und wie die Praxis organisiert ist. Beides war auch unter Hektik und Zeitdruck freundlich und effizient.

Ich halte uns die Daumen gedrückt. 😉