Kleine süße Stückchen für Zwischendurch

24. Aug. 2016: Konfekt

Konfekt im Kühlschrank ist schön für Besuch, ob überraschend oder eingeladen, und last but not least: für uns selbst.

Datteltrüffel

Für 24 Pralinenförmchen

Dattel

  • 200 g Datteln
  • 50 g Walnusskerne
  • 50 g Mandeln
  • 30 g Carob (2 EL)
  • 4,5 EL Rosenblütenwasser
  • 1 Löffelspitze gem. Vanille
  • 1 gestr. TL Kardamompulver
  • 3 TL Carob

Herstellung beschrieben im Thermomix (geht auch im Mixer oder mit einem Zerkleinerer / Pürierstab).

Zutaten bis einschließlich „Kardamompulver“ zusammen pürieren (im TM: 20 Sek. auf Stufe 4, dann 2oder 3-mal 10 Sek. auf Stufe 10). Jeweils einen Teelöffel der Masse in den kalt-nassen Händen (immer wieder mal unter kaltem Wasser abspülen) Kugeln drehen. 3 TL Carob in eine Tasse sieben. Die Kugeln einzeln hineingeben und durch Schwenken mit Carob überziehen.

Pralinenförmchen aufstellen und die Kugeln dort hineinsetzen. In einer verschließbaren Plastikdose in den Kühlschrank setzen. Haltbarkeit vermutlich mindestens 2 Wochen.

 

Einfetten von Backformen

22. Aug. 2016: Einfetten von Backformen

Ein kleiner Tipp für alle die, die ihre Backformen nicht mit Butter einfetten möchten: Ich habe mich lange mit Kokosöl schwer getan, es funktionierte nie so richtig oder ich musste wirklich sehr viel davon verwenden. Mittlerweile habe ich einen kleinen Trick: Ich fette die Form dünn ein und stelle sie ein paar Minuten in den Kühlschrank. Das wird dann zu einem kühlen Fettfilm und ich kann auch sehen, ob ich eine Stelle vergessen habe. Kuchen und Brot löst sich in meiner Erfahrung genauso gut wie aus der gebutterten Form.

Eine Ausnahme habe ich allerdings entdeckt: Wenn es so heiß ist, dass das Kokosöl schon im Behälter flüssig ist, lässt es sich nicht dick genug auftragen, um wirklich eine Trennschicht zu bilden. Da bleibe ich dann doch bei Butter.

 

Eine Name, der Vertrauen schafft

20. Aug. 2016: Eine schöne Mail

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Ist Rohkost das Optimum?

19. Aug. 2016: Überlegungen zu Rohkost

Es gibt so ein berühmtes Beispiel, mit dem Rohköstler gerne demonstrieren, warum ihre Nahrung lebendig(er) ist: „Stecke eine gekochte Kartoffeln in die Erde – sie verfault. Stecke eine rohe Kartoffel in die Erde – sie lebt und vermehrt sich.“

So, so. Dann schauen wir uns doch einmal um, was „Rohköstler“ so alles essen. Sie versteifen sich nämlich wunderbar auf die 42°C Grenze, das mit dem „Leben“ wird dann nach der ersten Diskussion nicht mehr ernst genommen. Oder hat schon einmal jemand gekeimte und dann getrocknete Getreidekeime in die Erde gesteckt und sich am Wachstum erbaut? Wie ist das mit den lecker-fettigen Wirsing-Chips, wenn ich sie in einem Blumenkübel vor mein Wohnzimmerfenster setze? Und all die hübschen Pülverchen könnte ich ja auch auf ein Beet streuen und warten, dass sie sich vermehren.

„Rohkost ist das Gesündeste, was es gibt.“ Daher ist ein sogenanntes „Joghurt“ aus 500 g Wasser und 500 g Nüssen natürlich supergesund, genauso wie die Rohkosttorte, in die sich außer Kokosöl und Nüssen noch die eine oder andere Frucht verirrt hat? Das ist dann auch viel gesünder, als wenn ich eine nahezu fettfreie Reiscreme, angesäuert mit etwas Zitronensaft esse? Weil die Nüsse ja fermentiert sind, das Fett spielt keine Rolle?

Nichts gegen Rohkost. Rohkost ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Ernährung, davon bin ich überzeugt. Wovon ich nicht überzeugt bin, ist, dass Rohkost als Langzeiternährung gesünder ist als eine vollwertige Mischkost mit hohem Rohkostanteil. Mal ganz abgesehen davon, dass ich gekochte Hülsenfrüchte deutlich leckerer finde als gekeimte, ist Rohkost, so wie ich sie mittlerweile verstehe, einfach ein wenig langweilig. Möhren zum Beispiel esse ich fast täglich roh, aber nur noch rohe Möhren? Da fühle ich mich eingeschränkt. Auch gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass manches Gemüse (Tomaten an erster Stelle) einige wertvolle Stoffe erst durch Kochen freigibt. Und soll das Kochen dann wirklich schädlicher sein, als wenn ich mein Gemüse oder Obst mit einem Hochleistungsmixer so zerkleinere, wie es der menschliche Körper alleine nicht schafft?

Die Rohköstler, die ihre neue Gesundheit bestaunen, kommen meist von der Normalkost. Nun, da wundert mich das nicht, dass sie gesunden😉 Es gibt auch einige, die behaupten, die Vollwertkost hätte ihnen nicht richtig geholfen, wohl aber die Rohkost. Ich persönlich kenne zwar einige von diesen, aber das, was sie dann Vollwertkost nennen, ist nicht wirklich VWK nach Bruker (z.B. Joghurt im Frischkorngericht). Wer krank ist und mit der „normalen“ Vollwertkost nicht zurechtkommt, wird garantiert mit den folgenden Stufen mehr Gesundheit als mit der „Anfangsvollwertkost“ gewinnen: tiereiweißfrei nach Bruker – 100 % tiereiweißfrei – fettreduziert / fettarm.

Wer nur noch Rohkost essen möchte – ich habe natürlich nichts dagegen. Nur bitte mögen diese Rohköstler dann den Heiligenschein ablegen, dass sie das gesündeste Essen der Welt zu sich nehmen. Tun sie nicht, ist meine Meinung, wie ich sie oben begründet habe. Abgesehen davon, dass ich keinen Rohköstler kenne, der wirklich konsequent ist, auch dann, wenn Kameras und Blogs abgeschaltet sind😉

 

Immer wieder gerne gesehen: das Thema Nudeln

18. Aug. 2016: Überlegungen zu Vollkorn-Nudeln

Dass Nudeln aus Vollkornmehl gesünder sind als Nudeln aus Auszugsmehl liegt auf der Hand und wird wohl kaum bestritten von jedem, der es ernst mit gesunder Ernährung meint. Wer aus der Brukerschen Richtung kommt, ist aber auf Folgendes gedrillt: Vollkorn-Nudeln müssen aus Vollkornmehl, und nicht aus Vollkorngrieß hergestellt worden sein. Wenn wir also Nudeln kaufen und sie nicht selbst frisch herstellen – eindeutig das gesündeste, aber eben auch das aufwändigste Verfahren -, achten wir darauf, dass wir Nudeln aus Mehl, nicht aus Grieß kaufen. In entsprechenden Foren gibt es ganze Threads dazu, wo man die besten Nudeln bekommt: Rossmann hat sogar welche aus Vollkornmehl, dm auch eine Sorte, der Bioladen XYZ aber nicht, aber der Bioloden VWY schon.

Da ich stark brukerisch geprägt bin, habe ich das auch viele Jahre ohne Kritik übernommen, auch wenn mir ein Müller einmal erläutert hat, dass dies so nicht stimmt – für Vollkorngrieß wird das ganze Korn gemahlen und gesiebt, d.h. vom Zufallsprinzip her ist im Vollkorngrieß auch das ganze Korn noch enthalten. Er hat es besser erklärt,  ich habe es leider nicht mehr wörtlich vorliegen, aber das Prinzip ist klar.

Zur Grießherstellung lesen wir in Wikipedia: „Grieß ist ein Begriff aus der Müllerei für Teilstückchen des Getreidekorns (meist Weizen) mit einer Größe von 0,3 bis 1 mm (300–1000 µm). Grießkörnchen sind rundlich bis kantig und weiß bis gelblich-braun gefärbt. Grieß wird ähnlich hergestellt wie Mehl, jedoch wird dazu die Mühle anders eingestellt. Die feinere Mehlfraktion, die bei diesem Mahlvorgang gleichzeitig mitentsteht, wird später ausgesiebt und als Mehl verwendet. Der Müller kann durch verschiedene Einstellungen am Walzenstuhl die Vermahlung so einstellen, dass entweder mehr Grieß- oder mehr Mehlpartikel entstehen. Staubförmige Mehlpartikel werden in der Mühle vom Grieß abgetrennt.“

Pruristen sagen nun: Es ist egal, was der Müller sagt, gesiebt ist gesiebt! Und es wird ja doch Mehl abgetrennt.

Wie oben gesagt: Frisch hergestellte Nudeln aus frisch gemahlenem Mehl sind sicher das Beste, was wir in diese Richtung essen können. Nur ist die Nudelherstellung wirklich im heutigen Alltag eine Herausforderung. Eine Frage, die mich lange zu diesem Thema beschäftigte, ging um das Alter des Mehls. In der VWK nach Bruker ist es ja immer ganz wichtig, dass wir das frisch gemahlene Mehl verwenden, denn mit der Zeit verliert auch Vollkornmehl seine wertvollen Inhaltsstoffe und nach etwa zwei Wochen ist es genauso „tot“ wie Auszugsmehl. Belegt wird dies mit Studien, die leider doch schon recht alt sind und heutigen Ansprüchen an die Wissenschaftlichkeit nicht mehr genügen. Aber selbst wenn ich das einmal akzeptiere: Wieso soll eine Nudel, die vor einem halben Jahr aus Vollkornmehl (ob das frisch gemahlen wurde, weiß auch niemand) hergestellt wurde, gesünder sein als eine Nudel aus gleichaltem Vollkorngrieß? Das ist doch eigentlich genauso tot wie alles Vollkornmehl nach zwei Wochen. Dieser Logik folgend dürfte ich sowieso nur frische Nudeln essen – und wenn nicht, könnte ich auch gleich Nudeln aus Weißmehl kaufen.

Dazu muss man sich nun einmal klarmachen, dass nicht alle wichtigen Inhaltsstoffe von Lebensmitteln „flüchtig“ sind. Die Ballaststoffe sind es schon einmal nicht. Anderer Vollwert- und Ernährungsrichtungen, die es auch ernst mit unserer Gesundheit meinen und sicher nicht nur leichtfertig sind, haben dieses Problem nicht. Hier seien UGB und die Forks-over-Knives-Bewegung genannt – beide verwenden gekaufte Vollkornnudeln und achten da weiter gar nicht auf die Herkunft.

Dazu kommt auch die Magie der Zahl. Wie oft essen wir denn Nudeln? Ich esse manchmal wochenlang keine, dann vielleicht zweimal pro Woche, oder einmal pro Woche welche. Und da soll es dann wirklich für meine Gesundheit in 20 Jahren ausschlaggebend sein, ob diese nun aus totem Vollkornmehl oder aus totem Vollkorngrieß hergestellt wurden? Das will sich mir nicht erschließen.