Kennt Ihr das Phänomen?

Mittwochs fahren Eric und ich immer zu einem Denns-Bioladen. Der liegt in Remscheid, nicht weit entfernt von „unserer Ecke“. Er ist besser mit dem Auto zu erreichen als der Wuppertal-eigene Denns und hat einen schönen großen Parkplatz.

Die Strecke führt in großen Stücken durchs Grüne, wir kennen sie gut. Ein Teil in Remscheid führt in der Nähe eines Kindergartens vorbei. Dort ist schon lange Tempo 30. Was ja auch sinnvoll ist. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung haben sie noch ein wenig ausgedehnt.

Kein Problem. Ich fahre dort immer „brav“, auch wenn ich da noch nie eine Radarmessung gesehen habe. Häufig merke ich dann, dass Fahrer hinter mir ungehalten sind, weil ich ihnen zu langsam bin.

Bin ich mal ausnahmsweise bei 40, warnt mich Eric dann schon mal.

Heute fuhren wir die Strecke entlang, klar, ist ja Mittwoch. 🙂 Wir erzählten und erzählten – und da machte es Blitz. Ein rotes Licht aus einem dunklen Wagen, der so ganz harmlos am Wegesrand stand. Mein Auge rutschte runter zum Tacho: Da stand die Nadel bei etwa 41 km/h.

Ich weiß nicht, ob ich wegen des Lichtschrecks schon vom Gas runter war. Ich hoffe sehr! Es ist so ärgerliches Geld. Ich kenne einige Menschen, die bei ähnlicher Gelegenheit dann über die räuberischen Städte schimpfen – bloß nicht die Schuld bei sich suchen….

Geld zum Fenster rausgeworfen, einfach so. Ich könnte sagen: Meine Güte, man haut ja doch schon mal Geld für Unsinn raus, was soll’s? Aber nein, ich ärgere mich, weil ich dort in 98 Prozent der Fälle korrekt fahre. Oder nur wenig drüber.

Aber irgendwie ist das so ein Phänomen: Man ist immer brav, lässt sich nichts „zu Schulden kommen“ – und dann bei diesem einen Mal, da wird man erwischt.

Laut Bußgeldkatalog, ich habe gerade nachgesehen, muss ich mit 25 Euro Bußgeld rechnen. Ich hoffe, der neue Bußgeldkatalog gilt noch nicht, dann wären es 50 Euro :-(. Was ich dafür noch alles Schöne hätte bei denns kaufen können…

Brötchen ohne Küchenmaschine

Meine Freundin besuchte mich, sie ist noch nicht so ganz fit im Brötchenbacken, obwohl sie sie lecker findet. Das war doch mal ein Anlass für gemeinsames Backen, das macht Spaß.

Weizenbrötchen 1050 manuell

8 Stück

  • 500 g Weizenmehl 1050 *
  • 1 TL Rohrohrzucker **
  • 2 gestr. TL Salz
  • 1 P Trockenhefe (Oetker) ***
  • 3 EL Sonnenblumenöl ****
  • 310-320 g Wasser

Trockene Zutaten in der Knetschüssel mischen. Flüssigkeiten zugeben und mit der Hand unterkneten (mit der Faust am Rand entlang, dann von außen nach innen ziehen und wiederholen). Auf den Tisch kippen und mit der Hand zu einer Scheibe drücken. Teig von vier Seiten von außen nach innen pressen, Kugel formen. Etwa zehn Minuten wiederholen. Ist der Teig zu flüssig, sehr vorsichtig Mehl teelöffelweise hinzugeben. Ist er zu fest, Handfläche nass machen und weiterkneten. Der Teig ist gut, wenn er gerade nicht mehr am Handrücken klebt.

Teig in eine Schüssel geben, eine Plastiktüte drumwickeln und 45 Min. gehen lassen. Durchkneten wie beschrieben, wieder eine Kugel formen und weitere 15 Min. gehen lassen.

Teig auf der Arbeitsfläche durchkneten. Teig wiegen, eine Stange formen und in acht Stücke zu je (bei uns) 105 g auswiegen. Kneten und zu Kugeln unter Spannung formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen, einschneiden und abdecken. Eine ofenfeste Form mit Wasser in den Ofen stellen. Ofen (Heißluft) auf 220°C vorheizen. Blech einschieben, Brötchen mit Wasser einsprühen und 13 Min. bei 220°C backen. Nochmals einsprühen und 5 Min. weiterbacken. Auf einem Gitterrost auskühlen lassen.

* Jedes andere Mehl geht auch, man muss dann nur mit der Flüssigkeitsmenge aufpassen.
** Anderer Zucker (Vollrohrzucker, weißer Zucker) oder Honig gehen genauso. Agavendicksaft, Stevia usw. funktionieren nicht, weil sie den Hefen keinen Nährstoff bieten.
*** Ich habe mit der Trockenhefe von Dr. Oetker die besten Erfahrungen gemacht. Gerade bei diesen Brötchen ist mir aufgefallen, dass die Hefe genauso fix geht wie frische.
**** Die Ölsorte spielt keine Rolle und ist eine reine Geschmacksfrage.

Vom Ofen auf den Blog

Den folgenden Kirschsstreuselkuchen habe ich heute Vormittag gebacken, wir probieren ihn erst heute Abend.

Kirschstreuselkuchen

26-cm-Springform; angelehnt an ein Rezept aus der rezeptwelt.de für Schneller Apfel-Streuselkuchen

Belag

  • 1 Glas Sauerkirschen bio (etwas weniger Inhalt)
  • 1 P Puddingpulver Vanille
  • 1 EL Rohrohrzucker (20 g)
  • 50 g Wasser
  • 1-2 EL Flohsamenschalen

Sauerkischen abtropfen lassen, den Saft auffangen. Ergab bei mir 300 g. Puddingpulver, Zucker und Wasser mit einem kleinen Löffel glattrühren. Saft zum Kochen bringen, Puddingpulvermischung einrühren und aufkochen.

  • 150 g Rohrohrzucker
  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Alsan-Biomargarine (oder Butter)
  • 1 Ei

Alle Zutaten in den Thermomix geben und 8 Sek./Stufe 5 verrühren.

Die Hälfte der Streusel in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und als Boden festdrücken. Evtl. noch eine kleine Menge Teig dazugeben. Mit Flohsamenschalen bestreuen und den Saftpudding darauf verteilen. Die Kirschen gleichmäßig auf den Kuchen geben.

Den Rest Teig über die Kirschen krümeln. Bei mir pappte der Teig im TM eher zu einem Klumpen zusammen, ich habe ihn dann mit der Hand zu Streuseln auseinandergedrückt. Backofen (Heißluft) auf 170°C vorheizen. Kuchen einschieben und 45 Min. backen. 10 Min. im ausgeschalteten stehen lassen.

Ich denke, an der Backzeit lässt sich noch nach unten drehen. Flohsamenschalen sind gut unter feuchtem Belag, das war mal eine Zufallsentdeckung von mir. Das Aufkochen des Safts für das Obst ist ein Tipp von meiner Mutter.

Vollkornstuten mit Mandeln

Mandelstuten Vollkorn

30-cm-Kastenform und Küchenmaschine

  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 125 g Hafermilch
  • 25 g Alsan Biomargarine

Margarine (oder Butter) mit dem Zucker in der Milch auflösen (hier: Mikrowelle 2 Min./620 Watt).

  • 550 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL (20 g) Rohrohrzucker
  • 1 P Vanillezucker (mit Rohrohrzucker)
  • 1 TL Backmalz (kann auch wegfallen)
  • 100 g Mandelstifte
  • 1 P Trockenhefe
  • 250 g Hafermilch
  • 1 EL Joghurt 1,5 % (= 40 g)
  • Alsan und
  • Grieß für die Form
  • Hafersahne zum Bepinseln

Die trockenen Zutaten mit einem Löffel mischen. Flüssigkeiten und Joghurt in die Rührschüssel geben, gemischte trockene Zutaten darüber schütten und 5 Minuten kneten (erst mit Stufe 2/6, dann bis 3/6).  Der Teig ist sehr weich, ich habe ihn mit nassen Händen weiterverarbeitet. Als Kugel unter Spannung in eine (Peng-)Schüssel geben, Deckel schließen und im Backofen bei 35°C Heißluft ca. 45 Minuten gehen lassen.

Eine 30-cm-Kastenform mit Margarine oder Butter einfetten und mit Grieß ausstreuen. Teig einmal durchkneten und eine Kugel unter Spannung formen. Die Masse in drei Teile teilen und wieder je zu einer Kugel formen. Nebeneinander in die Backform geben. Plastikbeutel darüber stülpen und 15 Min. bei 35°C gehen lassen. Ofen (Heißluft) auf 180°C vorheizen, Teig mit Wasser einsprühen und einer Prise Zucker bestreuen und 35 Min. bei 180°C backen. Im ausgeschalteten Ofen 10 Min. nachbacken.

Der grüne Zoo Wuppertal

Der Wuppertaler Zoo ist bekannt auch für sein Grünsein, er gilt oder galt zumindest mal als der landschaftlich schönste Zoo in NRW oder Deutschland. Also auf jeden Fall schön. Gestern entschieden wir uns spontan, nach vielen Jahren der Abstinenz ihn heute endlich mal wieder zu besuchen. Wegen Corona mussten wir die Tickets mit einem Einlass-Zeitfenster vorher buchen.

Der Zoo ist wunderschön. Und es sind wirklich nicht nur die Tiere, die einen faszinieren. Der Zoo hat in den letzten Jahrzehnten auch viel dafür getan, dass die Tiere artgerecht(er) gehalten werden. Eine riesige Anlage für Tiger und Löwen, ganz neu das Arlandium, in dem die Aras einem frei um den Kopf schwirren. Die Infotafeln sind deutlich informativer und schöner als noch bei meinem letzten Besuch.

Wir werden uns auf jeden Fall eine Jahreskarte holen. Heute haben wir für zwei Tickets 37 Euro bezahlt. Zwei Personen aus einem Haushalt zahlen für zwei Jahrestickets zusammen 160 Euro. Das hat man schnell raus, da fährt man dann auch gern mal für einen kurzen Spaziergang hin. Dazu kommt, dass es im Umkreis des Zoos wunderbare Altbauten gibt.