Lippenbekenntnis

Die Unternehmen überschlagen sich in ihrem Eifer, ihr Umweltbewusstsein zu beweisen und zu demonstrieren.

So hat ein Laden in unserer Gegend vor kurzem auf Papiertüten für Obst umgestellt. Ehrlich – ich finde die lästig (trag mal einer Erdbeeren oder anderes feuchtes Obst in so einer Tüte im Rucksack über eine halbe Stunde), zu Hause kann ich nicht einfach sehen, was drin ist. Daher benutze ich die Plastiktüten, so lange sie noch erhältlich sind (Aufbrauchen von Resten, sagte mir eine Kassiererin). Im Bioladen kann ich auch zwischen dünnen Plastiktüten und Papiertüten wählen – die Plastiktüten sind biologisch abbaubar. Geht also!

Auf den Tüten, die (ich vermute: noch) kostenlos sind, preist das Unternehmen natürlich sein umweltschonendes Verhalten mit diesen Tüten. Ja, man sieht mich beeindruckt. Wahlweise kann ich mir auch so ein „Frischenetz“ kaufen (kriege ich natürlich nicht umsonst), der wiederverwertbar ist. Lecker bei feuchtem Obst oder so…. 😦

Wie ernst es den Planern ist und wie sie so richtig dahinter stehen, zeigt das folgende Foto.

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Erdbeeren schälen

Öhm, nein, schälen will ich sie nicht – obwohl es sicher bald empfohlen wird 🙂

Ich gehöre zu den Leuten, die in manchen Dingen etwas bis sehr langsam sind (in anderen durchaus schnell 😉 ). Für diese Menschen ist dieser kleine Beitrag.

So habe ich mich jahrelang fluchend mit diesen neuen Erdbeersorten herumgeschlagen. Früher (als noch alles besser war…) nahm man die Erdbeere in die eine, das Messer in die andere Hand und zupfte mit dem Messer mit einem Ruck Stiel und Blättchen aus der Frucht. Das geht schon mindestens zwei Jahre nicht mehr. Was für ein Verlust. Also auch im Fruchtsinne.

Vor ein paar Tagen kam mir in den Sinn, was andere wahrscheinlich schon lange herausgefunden haben und jetzt gähnen (ja, lacht mich ruhig aus, ich kann damit leben…), es einmal anders zu versuchen.

Ich stellte die Erdbeere mit der „grünen“ Seite nach unten auf und schnitt sie dann auf, trennte die beiden Seiten – und jetzt ließ sich das Grünzeug einfach abziehen. Puh. Und jetzt ist der Fruchtverlust wieder da, wo er hingehört – bei Null.

Also, wer mir noch ein paar Tage in der Erkenntnis hinterherhinkt, kann jetzt was lernen 🙂

Graue Haare

Vor ein paar Tagen las ich eine Überschrift:

„Graue Haare: Färben oder einfach stolz darauf sein?“

Mich ärgert so etwas. Ich finde das diskriminierend. Wieso?, mag sich der eine oder andere wundern.

Meine Überschrift wäre „Graue Haare sind normal.“ Denn die Frage in der Überschrift impliziert, dass graue Haare etwas ganz Besonderes sind, das man entweder verstecken (färben) muss oder stolz tragen soll. Hauptsache ist es dabei, dass wir uns über Äußerlichkeiten und ihre Wirkung auf die Umwelt Gedanken machen.

Ich finde das anstrengend, wenn ich auf meine grauen Haare stolz sein muss. Warum darf heute nichts mehr normal sein? Warum kann ich nicht einfach aufhören, über meine Haare nachzudenken? Wie wär’s mit der Frage „Finger in Handschuhe stecken oder einfach stolz darauf sein?“

 

Kommentare

Vor allem in Facebook und YouTube, aber mittlerweile auch in Instagram lese ich Kommentare, wo ich mich echt frage: Warum schreiben Leute so etwas?

Sie sehen sich ein 8-minütiges Video an, um dann anzumerken, dass es sterbenslangweilig ist. Wenn ich ein langweiliges Video sehe, stoppe ich es einfach. Das ist vermutlich laienhaft.

Ganz zu schweigen von beleidigenden und persönlich verletzenden Kommentaren. So las ich einmal unter einem Video: „Deine Stimme ist schrecklich“. Darüber ließe sich zwar diskutieren, ich finde sie nicht schrecklich, aber ich frage mich: Was soll das? Ich kann im Supermarkt keine andere kaufen, auch keine Nase, keine Ohren usw. Warum schreibt jemand so etwas persönlich Verletztendes?

In Instagram habe ich das bei mir selbst noch nicht gesehen. Dafür gibt es dort eine andere, genauso nervige Marotte: Irgendjemand, den du gar nicht kennst, lobt deine Fotos über den grünen Klee – auch wenn sie, wie du selbst weißt, nichts Besonderes sind. Möglichst mit dem Zusatz: „.. und schau doch auch mal bei mir vorbei! Würde mich über ein Folgen freuen“.

Solche Kommentare in den sozialen Medien verleiden mir diese. Dabei meine ich nicht die Kommentare, die ich erhalte oder erhalten habe, die sind vergleichsweise harmlos und ich fühle mich dadurch nicht getroffen. Aber was ich da manchmal lese… ich find’s einfach widerwärtig. Mund halten will wohl auch gelernt sein und ich empfehle schon in der Grundschule ein neues Fach „Warum ich nicht überall kommentieren muss und wenn, wie das aussehen sollte“.

Verbesserungswürdig

Letztlich hatte ich den Ofen vorgeheizt, um Muffins zu backen. Die Muffins standen auf einem Backblech und als ich sie in den Backofen einschieben wollte, sah ich, dass ich den Gitterrost im Ofen vergessen hatte. Da ich ihn noch brauchen wollte als Abstellunterlage für etwas anderes, zog ich ihn schnell, aber vorsichtig mit einem Topflappen aus dem Ofen und legte ihn auf eine hitzefeste Unterlage. Ich schob die Muffins in den Ofen.

Da sah ich plötzlich, dass der Gitterrost schräg auf seiner Abstellfläche lag, blöde. Mit dem Daumen schob ich ihn zur Seite. Selbstverständlich ohne irgendwelche Handschuhe oder gar mit dem Topflappen (der passt ja nicht auf den Daumen).

Autsch. Ich habe noch keine hitzeempfindlichen Daumen, schnell zog ich ihn deshalb zurück. Es hatte sich zum Glück keine Brandblase gebildet, es tat auch nur eine oder zwei Sekunden etwas weh.

Wie ungeschickt von mir! Ich hätte doch wirklich den Daumen fester auf den Gitterrost drücken können, nicht so lange warten, bis der Rost sich schon minimal abgekühlt hatte.

Wer jetzt vorschlägt, ich hätte den Rost doch einfach mit den Händen aus dem Ofen ziehen können, hat es nicht verstanden, wo die Feinheiten dieses Tricks liegen.

Gerne lese ich Geschichten, wo Ihr Euch ähnlich ungeschickt benommen habt, so dass es nicht zu einer Brandblase, einem Schnitt gereicht hat! Davon können wir alle lernen.

Was ist Rohkost?

Als ich meine erste Rohkostphase begann, war ich voller Tatendrang und entwarf ein Rezept nach dem anderen. Damals nahm ich noch Klavierstunde, berichtete meiner Klavierlehrerin davon und brachte ihr auch Pröbchen meines köstlichen Konfekts mit. Sie schüttelte den Kopf „Wenn ich Rohkost mache, dann esse ich nur Gemüse und Obst, vielleicht noch wenige Nüsse.“

Ich habe ein wenig auf sie herabgesehen. Also so was… Wo es doch so tolle Möglichkeiten gibt! Nun gut, tröstete ich mich selbst, sie versorgt Mann und zwei kleine Töchter mit Normalkost, da hat man vielleicht nicht die Energie und Zeit, sich an solche Dinge zu wagen.

Meine Rohkostphasen wurden immer ausgebuffter. Torten, Pralinen, Haschees mit Gemüsestreifen und netten Soßen usw.

Von der reinen Rohkost bin ich abgekommen, weil die Rohkostphasen mir zum Schluss hin keine Vorteile mehr brachten, außer merkwürdigem Appetit auf Brathähnchen und Zuckerzeugs.

Heute folge ich da doch eher meiner Klavierlehrerin. Diese ganzen Torten, Pralinen usw. sind doch, um Cremigkeit zu erreichen, voller Cashew- und anderer Nüsse. Datteln werden in Mengen verbraucht, die ebenfalls aus fernen Ländern kommen. Die exotischsten Zutaten werden untergemixt, um die Rohkost der Kochkost in Optik und Geschmack näher zu bringen. Wenn ich manchmal die Bemühungen auf Blogs und in Facebook sehe, wundere ich mich. Zum einen wird blind darauf vertraut, dass all diese Zutaten, die wir nicht hier auf dem Markt oder in der Gemüsetheke kaufen können, wirklich Rohkost sind. Ach, ich vergaß: Nur die Pharmaindustrie betrügt uns, vielleicht tun das auch noch große Online-Händler, aber sonst sind alle Verkäufter ehrlich. Ob Pülverchen oder sonstiges „Zeugs“: Hauptsache roh. Zum anderen stört sich niemand daran, dass viele der Zutaten quasi notwendigerweise hier nicht erhältlich sind, zumindest habe ich hier noch keine Bauern gesehen, die Datteln oder Cashewnüsse ernten.  Diese Aufzählung ließe sich durchaus noch weiterführen. Ebenso wenig scheint es zu stören, dass für diese Rezepte unzählige Maschinen notwendig sind, was zusammen mit den teuren Zutaten ein hübsches Sümmchen ergibt.

Wobei ich nicht verschweigen will, dass ich aus Rohkostrezepten auch eine Menge gelernt habe, was ich auf die „Normalkost“ umsetzen konnte oder kann.

Was Rohkost für mich heute ausschließlich bedeutet, seht Ihr auf dem folgenden Foto.

Ich denke, dafür braucht’s kein ausgeklügeltes Rezept. 🙂

 

Einfache Rezepte

Eine Weile habe ich mich für Rezepte interessiert, die von sich behaupten „Nur vier Zutaten“. Da aber meist zwei der Zutaten Fertigprodukte sind, finde ich das lächerlich.

Im Moment kann mir fast kein Rezept einfach genug sein. Oder sage ich es anders: Mir kann im Moment kaum ein Essen zu simpel sein. Gerne esse ich zum Bespiel einfach Vollkornreis aus dem Reistopf mit Kartoffeln gedünstet. Der Reis wird nach dem Kochen leicht gesalzen. Ich mag das sehr!

Und nun frage ich mich, wie Ihr das seht.

Letztlich habe ich zum Beispiel hier auf dem Blog den Zimtzucker vorgestellt. Da kann man die Nase rümpfen und sagen: Meine Güte, was soll das? Dafür benötige ich nun wirklich keine Anleitung! Lieber so etwas wie die veganen Muffins!

Oder der andere sagt: Ja, das ist wirklich total simpel, eine schöne Anregung, wäre ich nicht drauf gekommen.

Ich freue mich über Kommentare 🙂