Gastbeitrag: Reis-Lauchküchlein

Reis-Lauchküchlein mit Borlotti-Bohnen an Tomatensauce

(für 4 Personen)

Küchlein:

  • 200 g Borlotti-Bohnen
  • 220 g Naturreis
  • 660 g Wasser
  • 220 g Lauch, in dünne Halbringe geschnitten
  • 2 TL Salz
  • 40 g geschälte Mandeln
  • 30 g Naturreis, gemahlen
  • 150 g Wasser

Die Bohnen 12 Stunden einweichen und anschliessend im Schnellkochtopf 12 Minuten kochen. Einweichwasser abgiessen und auffangen.

Reis und Wasser in einen Topf geben, aufkochen und 60 Minuten auf kleinstem Feuer kochen. Reis in eine Schüssel geben und die Lauchringe beifügen. Die restlichen Zutaten in den Vitamix-Becher füllen und zu einer homogenen Masse mixen. Die Creme unter die Reis-Lauchmasse mischen und daraus mit nassen Händen 16 Küchlein formen. Diese auf ein  mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad 35 Minuten backen.

Sauce:

  • 10 g Knoblauch (2 Zehen)
  • 60 g altes, trockenes Hefebrot
  • 25 g Tomatenmark
  • 10 g Senf
  • 1.5 TL Salz
  • 200 g Bohnen-Kochwasser
  • 80 g Bohnen-Kochwasser

Alle Zutaten in den Becher des Vitamix geben und zu einer cremigen Sauce mixen. Diese zu den Borlotti-Bohnen giessen und den Becher mit den restlichen 80 g Wasser spülen und ebenfalls zu den Bohnen geben und kurz aufkochen.

Advertisements

Rezept der Woche: Adventskekse

Diese Kekse sind keine Wiederholung, eher eine Weiterentwicklung. Aber das führt hier zu weit… sie sind einfach lecker und Ihr solltet gleich die doppelte Menge backen 😉

Weihnachtstaler

  • 200 g Honig
  • 100 g Butter
  • 200 g Purpurweizen, fein gemahlen
  • 250 g Nackthafer, fein gemahlen
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 13 g Lebkuchengewürz
  • 1 Prise gem. Gewürznelken

Butter und Honig in einer Pfanne erhitzen, bis sie flüssig sind. Die trockenen Zutaten miteinander mischen, Butter-Honig-Mischung zugeben und mit einem Handrührgerät, Rührbesen zu einem Teig rühren. 15 Minuten stehen lassen.

Mit einem Teelöffel Portionen abnehmen und zwischen den Händen zu Talern pressen. Nur selten muss man die Hände befeuchten. Nebeneinander auf ein Perfect-Clean Blech legen, in dieser Zeit den Ofen auf 160°C (Heißluft) vorheizen. 15 Min. bei 160°C backen und 5 Min. im ausgeschalteten Ofen nachbacken. Wenn sie lauwarm sind, auf einen Kuchenrost legen.

 

Ein Dreigestirn

Es gibt mehrere Redensarten, in denen die drei verwendet wird:

  • Aller guten Dinge sind drei.
  • ewig und drei Tage
  • drei Kreuze schlagen/machen
  • nicht bis drei zählen können

Verwendet Ihr eine oder mehrere dieser Redewendungen? Ist eine davon wichtig für euch? Wenn ja, immer her mit euren Erfahrungen… in die Kommentare!

 

Fixe Mixer: Kürbispüree

Ein ähnliches Rezept hatte ich vor wenigen Wochen vorgestellt, allerdings keine Rohkost. Hier jetzt eine Rohkostvariante.

Kürbispüree

100 % Rohkost; vegan; Hauptmahlzeit für 1 Person; Zubereitungszeit 5-10 Minuten

230 g Hokkaida-Kürbis (mit Schale)
1 Apfel (120 g)
2 EL Sonnenblumenöl
1 gestr. TL Kräutersalz
1 TL Meerrettich frisch gerieben oder selbst eingelegt
50 g Rosineneinweichwasser oder ähnliches
20 g Sonnenblumenkerne
etwas Petersilie

Kürbis in grobe Stücke schneiden und im Thermomix zerkleinern. Das ist nicht ganz so einfach, weil die Masse an die Wand gedrückt wird und das Messer ins Leere läuft. Daher mit 2 Minuten auf Stufe 4 anfangen, Einstellung steigern, zwischendurch die Masse immer wieder mit dem Spatel herunterdrücken.

Die anderen Zutaten hinzugeben, 1 Minute auf Stufe 4 und 10-20 Sekunden auf Stufe 10. Auf einen Teller häufeln, die Sonnenblumenkerne an den Rand streuen. In die Mitte etwas Petersilie stecken.

 

Die Geschenkempfehlung

Es gibt ein Buch, das ich euch für den Gabentisch empfehlen möchte:

Australisches Sofa und der Krieg: Absurdes aus dem Schmonzettenkompressor von Janina Schmiedel

Auf 144 Seiten lesen wir lauter kleine Schmonzetten, profaner gesagt: Liebesgeschichten. Ich bin ja ein großer „Schmonzettenfan“, sehe gerne heitere Liebesgeschichten mit Happy End im Fernsehen (Pilcher, Lindström, Fforde), weil ich das einfach harmlos-nette Unterhaltung finde. Janina und ich haben darüber gewitzelt, bis sie auf die Idee kam, zur Stimmungshebung doch die Schmonzetten zu komprimieren – dann hat man mehr davon. 🙂

Die Geschichten sind nicht wirklich alle schrecklich heiter, es ist eine wunderbare Mischung. Da sie komprimiert sind, können wir uns viele Tage jeweils einmal davon begleiten lassen. Denn sie haken sich fest, sie sind leicht auf der Oberfläche, aber da ist mehr.

Es hat mirsehr viel  Spaß gemacht, das Buch zu lesen, die einzelnen Geschichten zu genießen. Ich werde auch dem Buch, ehrlich gesagt, mit dieser Beschreibung nicht gerecht. Was an einer momentanen Schreibunlust liegt und nicht am Buch. Ehrlich! 🙂

Mit Genehmigung der Autorin gebe ich ein kleines Beispiel:

James und Bertha

James hatte keinen Bock mehr. Das hatte er soeben laut verkündet und war dabei, aus dem Büro zu stürmen. Sein Job hing ihm zum Hals raus. Daran hatte er keinen Zweifel gelassen. Die Kündigung würde er sicher in den nächsten Tagen erhalten.

Nach diesem Vorfall erschien es ihm einfach zu banal, ganz gewöhnlich-alltäglich nach Hause zu kommen, sich an den Tisch zu setzen und auf das Abendessen zu warten, mit dessen Zubereitung Bertha gerade beschäftigt war. Die rebellische Stimmung sagte ihm irgendwie zu. So stürmte er in die Küche, riss Bertha das Messer aus der Hand, mit dem sie gerade die Tomaten für den Salat schnitt, und beförderte es mit wilder Entschlossenheit ins Spülbecken. Er kam sich vor wie ein wild gewordener Königssohn, der die Prinzessin aus dem Turm befreite.

Die leicht verwirrte Bertha, die derlei Aktionen von ihrem Ehemann nicht gewohnt war, ließ sich (nicht ganz unwillig) aus dem Haus komplementieren − was wörtlich zu verstehen ist: „Du wunderschöne Prinzessin!“, rief James, der allem Anschein nach den Verstand verloren hatte. Sie sprangen ins Auto und fuhren nach Amerika. Dies brachte definitiv neuen Schwung in ihr Eheleben.